Wussten Sie schon, dass die ARD-Sender inzwischen von rechts unterwandert wurden? Und dass allen rechten Schwurblern dort der rote Teppich ausgerollt wird? Diese lustige Verschwörungserzählung gab ein Stern-Redakteur kurz vor Karfreitag zum Besten.
Schon die Überschrift des Artikels lässt aufmerken: „Wie rechtspopulistisch will die ARD eigentlich noch werden?“ Die ARD ist rechtspopulistisch? Da es für einen Aprilscherz zu spät ist, fragt sich bei solchen Worten sicher mancher Leser, was ihm da in jüngster Zeit wohl entgangen ist. Öffentlich-rechtliche Sender waren doch immer engagiert dabei beim „Kampf gegen rechts“ und vor allem unverkennbar auf der Seite des gesellschaftlichen Fortschritts – egal, ob es die Weltrettung durch „Klimaschutz“ war oder die Migration, die Ernährungswende weg vom Fleisch oder Hinwendung zum Islam, um den Zuwanderern aus bestimmten Kulturräumen das Ankommen zu erleichtern. Auch wenn es ums Gendern und politisch korrekte Sprache geht, waren die Staatsvertrags-Sender doch immer unter den Vorreitern. Was ist passiert?
Also wer diese grundlegende Veränderung in den gebührenfinanzierten Sendeanstalten bislang gar nicht bemerkt hat, für den beschrieb Stern-Redakteur Stephan Maus eindrücklich, welch finstere Mächte sich der dortigen Redaktionen offenbar bemächtigt haben.
„Es sind gerade paradiesische Zeiten für abgehalfterte Komiker, ideenlose TV-Desperados und Experten in populistischer Provokation. Denn sie verfügen neuerdings über eine Zauberformel, die ihnen Zugang zu auskömmlichen Honoraren und breiter Öffentlichkeit sichert. Und diese Zauberformel lautet: "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen." Mit diesem magischen Refrain und einigen menschenfeindlichen Provokationen müssen sie sich nur an die Anstalten der ARD wenden, und schon räumt man ihnen einen begehrten Sendeplatz frei, wo sie dann ungezügelt Hass und Hetze verbreiten dürfen.
Lieber Herr Maus, wer vergibt denn da die Sendeplätze für „Hass und Hetze“? Ich frage hier nur für einen Freund, der gern mal wieder einen Film für’s Gebührenfernsehen produzieren würde, aber dort keine Aufträge mehr bekam, seit er für Medien arbeitet, die Ihresgleichen gern als „rechtsoffen“ etikettieren. Vielleicht lag es auch an den Themen, die sich nicht immer an der „Charta der Vielfalt“ orientiert haben, die von den meisten (oder allen?) ARD-Anstalten unterschrieben wurde. Aber wenn Sie recht haben, dürfte das jetzt kein Problem mehr sein:
„Denn die öffentlich-rechtliche Anstalt ist offensichtlich inzwischen vollkommen mürbe geschossen. Jahrelang hat man ihr vorgehalten, sie sei nichts als indoktrinierter Staatsfunk. Mit vereinten Kräften verbreiteten Schwurbler, Wuttrolle, besorgte Bürger und hetzerische Springerpresse die Botschaft, die Öffentlich-Rechtlichen verschwendeten unsere Gebühren ausschließlich für politisch korrekte Propaganda und verbreiteten nichts als links-grün versiffte Ideologie. Wobei mit Ideologie hier all das gemeint ist, was fröhliche Diskriminierung und zwanglose Hetze nicht gutheißt.“
Der Schock-Film
Die Staatsvertrags-Funkhäuser sind „vollkommen mürbe geschossen“? Das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Selbst Freunde und Kollegen aus meinem Freundeskreis, die in diesen Anstalten arbeiten, haben mir das bislang verschwiegen. Ja, sie klagten sogar über die Wagenburgmentalität im eigenen Funkhaus und erzählten, dass sie sich fühlten, als würden sie permanent gegen Brandmauern laufen. Wie kann das sein?
Nein, nein, ich möchte natürlich dem Kollegen Maus nicht unterstellen, dass er seinen Lesern hier eine Verschwörungserzählung zurecht schwurbelt. Aber selbst wenn es so wäre, einen gewissen Unterhaltungswert hat das Ganze:
„Die ARD hat inzwischen leider derart schlimm der Mumm verlassen, dass sie jeden windigen Bewirtschafter von Reizthemen dankbar und ergeben wie einen Rettungsring umarmt, nur damit sie ein Alibi hat, wenn irgendeine Alice oder irgendein Björn wieder daherkommt und ihnen woke Gesinnung vorwirft. Dann gehen sie zitternd in die Verteidigung und stammeln: ‚Aber warum, allerliebste hochdemokratische Demokratievernichter? Wir haben doch Dieter Nuhr & Lisa Eckhart! Und wir versprechen euch: Wir werden ab jetzt jede Woche mehr Hauspopulisten einkaufen!‘ Es geht ein Schreckgespenst in den Fluren der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt umher, und das Gespenst heißt: woke. Die ARD scheint inzwischen bereit, alles zu tun, nur um es zu vertreiben.“
Offenbar hat den Mann eine Sendung besonders schockiert, in der es um Migrantengewalt ging und tatsächlich die Opfer zu Wort kamen. Eine solche Abweichung von der guten Gesinnung kann er sich mit solch altbackenen Ideen, wie einem möglichst unparteiischen Journalismus, nicht erklären. Woher auch? Im „Stern“ kommt er damit wahrscheinlich kaum in Berührung. Und bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten fühlte er sich auch lange Zeit zuverlässig davor geschützt. Und dieser Schutzwall bekommt offenbar Risse:
„Nur so ist zu erklären, warum die Journalistin Julia Ruhs in der Pilotfolge ihres neuen, vom BR und NDR produzierten Reportage-Formats "Klar" vollkommen enthemmt migrationsfeindliche und rechtspopulistische Narrative bespielen darf.“
Vielleicht hilft eine alte AfD-Forderung?
Wie kommt der Mann zu diesem Urteil? Muss er jeden Abend um 20 Uhr seinen Kindern ein Gute-Nacht-Lied vorsingen und verpasst deshalb die Tagesschau? Allein die beweist doch hinlänglich, dass die Gebührensender fest hinter den Kräften des gesellschaftlichen Fortschritts stehen. Aber das ist für Kollegen Maus offenbar nicht genug, wenn er schreibt:
„Historisch gesehen haben die Öffentlich-Rechtlichen einen klaren Auftrag: Demokratie gewährleisten. Sie wurden von den Alliierten ins Leben gerufen, um aus einem Haufen barbarischer Nazis halbwegs anständige Demokraten zu machen. Sie sollten Brandmauer sein. Aber inzwischen ist die ARD nicht mehr Brandmauer, sondern wird immer öfter Brandbeschleuniger.“
Also wenn er dieser Überzeugung ist, dann sollte er sich doch einfach einer der Kampagnen zur Abschaffung der GEZ-Gebühren anschließen. Das fordert zwar die AfD auch, aber wenn seine Weltsicht stimmt, hört sie damit sicher bald auf, wenn sie doch die Gebührensender schon in ihrer Hand hat. Was wäre das doch dann für ein Schachzug, der AfD mit der Zustimmung zur alten AfD-Forderung nach dem Aus für Gebühren-Sender diese neue Medienmacht zu entreißen?
Aber das geht natürlich nicht. So stark glaubt Herr Maus schließlich auch nicht an das, was er da schreibt. Aber unterhaltsam ist es schon. Unterhaltsamer jedenfalls als so manche Satiresendung in den ARD-Anstalten.
Peter Grimm ist Journalist, Autor von Texten, TV-Dokumentationen und Dokumentarfilmen und Redakteur bei Achgut.com.

@Ilona Grimm : >>@A.Ostrovsky, auf Ihre gestrige Frage bezüglich des Teufels (ein, zwei oder mehr) durfte ich gestern nicht antworten. Bibeltexte sind offensichtlich hoch gefährlich (weil evtl. lebensrettend?), deshalb werden sie so oft gekänzelt. Ich hatte mir Mühe gemacht, eine fundierte Antwort zu geben – selbst auf die Gefahr hin, dass Sie mich nur veräppeln wollten.<< ## Nein, lebensrettend sind möglicherweise Gebete, wenn sie ehrlich gemeint sind. Wenn man für jemanden Anderes betet. Ich interessiere mich für die Strukturen dahinter. Ich will Sie nicht langweilen, aber als ich beim Max Planck Institut im Münchner Norden vor vielen Jahren erkannt hatte, dass die an der dunklen Materie forschten, habe ich die mit einer Frage verblüfft, die die selbst noch nicht gestellt hatten. Ich habe nach der Symmetrie gefragt. Alles ist Geist, alles ist Symmetrie, alles ist Zahl. Deshalb interessiert es mich tatsächlich, ob es sein kann, dass zwei Erscheinungen, zwei Komplexe, nach außen erscheinen, wie der Satan, aber gar nichts miteinander zu tun haben. Die Frage ist wichtig, denn sie entscheidet darüber, ob man nach der Verbindung suchen muss, oder ob das nur Zeitverschwendung ist. Es ist schwierig, für mich. Weil ich kein Glaubensgebäude aus Granit habe. Ich muss mit Wahrscheinlichkeiten zurecht kommen, nicht mit Gewissheiten. Das führt regelmäßig dazu, dass Menschen mit einem unverrückbaren Weltbild mich für nicht ernsthaft genug halten, wenn nicht sogar für einen Abtrünnigen. Das ist ungerecht, weil ich den festen Punkt, aus dem ich die Welt aus den Angeln heben könnte, noch gar nicht gefunden habe. Ihn zu verlassen und damit zum Abtrünnigen zu werden, fällt mir nicht ein. Ich bin gar nicht soweit. Ich suche noch! Und ich weiß, dass der, der sucht, ewig suchen wird. Das ist so seit Anbeginn der Zeit. Wie beneide ich die Menschen, die schon alles gefunden haben. Ich bin eine alte Seele, ich habe mich selbst auch schon zu oft am Ziel geglaubt.
Wenn ich „Maus“ heißen würde, hätte ich wohl auch einen an der Klatsche. Namen haben ja eine Bedeutung, wie man weiß. Vielleicht sollte er über eine Namensänderung nachdenken, sowas wie Tiger oder Löwe? Meine Katze würde jedenfalls kurzen Prozeß mit ihm machen, die geht raus ins Gelände, und nach 5 Minuten hat sie ihre Beute im Maul: Aus die Maus! Auf seinem Blog beschreibt er sich so: Autor & Journalist Stephan Maus wurde 1968 in Berlin geboren. Er studierte Literatur in Frankreich, jobbte in Paris und arbeitete lange als freier Autor und Literaturkritiker in Berlin. Seit 2006 ist er beim „stern“. Darunter ein Bild, der Herr Maus mit einer Mülltonne auf dem Kopf. Das beschreibt doch treffend, warum er solche Texte verfasst, oder? Seine Selbstbeschreibung auf stern.de zeigt, was für ein toller Hecht er ist, und erklärt seinen Glauben, anderen die Welt erklären zu können/müssen. Da liest man: „Der Terrorist Carlos hat mir erzählt, warum er sich für einen aufrechten Soldaten hält. Pola Kinski hat mir anvertraut, dass ihr Vater Klaus Kinski sie in ihrer Kindheit missbrauchte. Hélène Honoré erzählte mir das Leben ihres Vaters Philippe, einer der “Charlie Hebdo„-Zeichner, die von islamistischen Terroristen ermordet wurden. Ich bin gespannt, was noch kommt.“ na, der Mann weiß Bescheid……
‚Stern’. Wer um alles in der Welt gibt Geld für sowas aus??
Naja die Energiepreise werden auch für den ‘Stern‚ weiter steigen und es werden immer weniger das Machwerk bezahlen können oder besser wollen. Dazu brauchen auch die Schreiberlinge mehr Geld, um ihre höheren Kosten zu decken. Das Thema wird sich wohl von selbst erledigen. Auch schön.
Stephan Maus, ein Name, den man sich merken sollte. Ein Gigant des deutschen Journalismus. Der Prototyp des deutschen Dichters und Denkers. Unvergessen auch seine wegweisenden Beiträge: „Was Kim Kardashian allen anderen Influencerinnen voraushat“ (Stern, 19.02.25) oder „Taylor Swift: Theologin erklärt, was die Kirche von ihr lernen kann“ (Stern, 18.01.25) und „Klatsch und Tratsch: Warum Gossip besser ist als sein Ruf“ (Stern, 09.11.24). Ganz zu schweigen von der nur Kennern der Szene bekannten Enthüllung: „Geschlechterfragen: Warum ist die AfD so sexbesessen“ (Stern, 08.02.25).
Offenbar ist vielen Journalisten der politische Kompass abhanden gekommen. Es wird von einem Rechtsruck geschwurbelt, obwohl seit gut 20 Jahren fast ausschließlich linke Ziele verwirklicht wurden. Parteien wie SPD und Grüne werden der politischen Mitte zugeordnet. Und jetzt kommt noch einer daher, der meint, der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei von „Rechtspopulisten“ unterwandert.
„Historisch gesehen haben die Öffentlich-Rechtlichen einen klaren Auftrag: Demokratie gewährleisten. Sie wurden von den Alliierten ins Leben gerufen, um aus einem Haufen barbarischer Nazis halbwegs anständige Demokraten zu machen. Sie sollten Brandmauer sein. Aber inzwischen ist die ARD nicht mehr Brandmauer, sondern wird immer öfter Brandbeschleuniger.“ Hui hui, allerdings verstanden die Alliierten, die die ÖR schufen unter Demokratie was andres als die DDR 1 und 2 mit ihren jeweiligen „Brandmauern“. Eine „Aktuelle Kamera“ wollten sie sicherlich nicht. Und, da wäre noch was Wichtiges: die Amerika Häuser, auch eingerichtet, um Demokratie zu fördern, kamen ohne Pelztelefone u. Zensur aus. Auch einer Brandmauer, bestehend aus Zwangsgebühren für „Regierungswahrheiten“ (mit angekarrten Klatschsäcken serviert), die kaum jemand freiwillig abkauft, bedurfte man nicht. Die Alliierten verfolgten, oder diffamierten ferner das Christentum nicht, sondern im Gegenteil, sie teilten diese Leitwerte. Die Bill of Rights, u. die 1. UN Charta (also nicht die 17 SDGs, sind Ausdruck Christl.-Jüd. Ethik. Zum Thema Einspannen der Kirchen in groß angelegte AGITPROP empfehle ich die Kommentare von Pater Karl Wallner a. Österreich oder das Interview von Kardinal Müller i.d. Weltwoche.
Am Rande: Zum Interview v. K. Müller sei hinzugefügt, dass die Kirche selbst Opfer ist, wenn sich jemand dort durch Vorspiegeln falscher Identität zum Pfarrer schulen lässt, der ganz andre Ziele als die der Kirche verfolgt.
Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nie erjagen … , @Ilona G. Und der Herr verschied zur neunten Stunde mit den Worten: Eli, Eli, lamà sabachtami. Fünfte Station, Jesus fällt zum ersten Male: Simon von Kyrene nimmt auf Geheiß eines der Schergen das Kreuz auf, mit den Worten: Ein jeder trage des anderen Last. Ja es ist ein Kreuz mit den Giftottern und den Dummköppen. Zum Glück sind die schnatterfräßigen Nattern nicht giftig. Wenn nicht schon geschehen, dann machen Sie doch mal eine Pilgerreise nach Jeruschaleim, der Stadt des Friedens, mit geistlicher Begleitung. Sie finden dort auch die Dormitio-Abtei, mit „Turm bei Nacht. In Jerusalem wird scherzhaft gesagt, Kaiser Wilhelm II. habe hier ein unfreiwilliges Selbstporträt geliefert, da die Kuppel an eine Pickelhaube erinnert, die Uhren an Augen und darunter sind Nase und nussknackerartiger Mund“. Gucksu selber wiki.