Am 11. April 1945 haben amerikanische Truppen in Buchenwald 21.000 Häftlinge, darunter 4.000 Juden befreit. Während Buchenwald seither Geschichte ist, gehört der Antisemitismus der Nazis zur Gegenwart. So hatte im September 2008 Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad selbst die Plattform der Vereinten Nationen missbrauchen können, „um seine hasserfüllten und antisemitischen Auffassungen“ zu verbreiten, wie Barack Obama zu Recht kritisierte.
In den Vierzigerjahren waren es die Nazis, die diesen Antisemitismus massiv in Richtung Iran transportierten und auch den damals 40-jährigen Ruhollah Khomeini damit beeinflussten. Heute sendet Ahmadinejad jenes alte Material in neuer antizionistischer Verpackung in alle Welt. Damals hatten die Deutschen den antisemitisch motivierten Vernichtungskrieg auf ihre Fahnen geschrieben. Heute kündigt die iranischen Führung gegenüber Israel Vergleichbares an.
Wenn es irgendeine Lehre gibt, die aus der Geschichte zu ziehen ist, dann ist es diese: Antisemitische Ankündigungen müssen ernst genommen werden, um diesmal wenigstens zu verhindern, dass dem Wort der Mord folgt.