Paul Nellen / 28.06.2019 / 12:00 / 28 / Seite ausdrucken

„Manche haben nicht das Recht, rechtzuhaben”

Eine Schlagzeile von neulich: „Rupert Scholz wirft Bundesregierung andauernden Verfassungsbruch vor". Soweit ist die Erosion der Merkel-Macht mittlerweile schon gediehen, dass ein Staatsrechtler und ehemaliger Bundesminister der CDU in einer rechten, merkelfeindlichen Wochenzeitung wie der "Junge Freiheit" die eigene Kanzlerin kritisiert und dabei nicht umhin kommt, gar die AfD zu loben. Weil die AfD die einzige Partei sei, die, wie Rechtsprofessor Scholz meint, eine verfehlte und überdies rechtswidrige Grenzöffnungspolitik anprangert. 

Die AfD darf sich bedanken: bei Rupert Scholz, aber auch bei der Kanzlerin, die durch ihre Flüchtlingspolitik erst die Missstände geschaffen hat und noch immer schafft, an denen sich die Rechtsaußen-Partei gerne schadlos hält. Das erinnert an den klugen Satz des Philosophen Ernst Bloch: "Manche haben nicht das Recht, rechtzuhaben" (vgl. Nachschrift 1962 zu "Erbschaft dieser Zeit", Suhrkamp-Verlag, S. 26). Die Maxime galt für Bloch noch in den 1960er Jahren, als mancher rechts-konservative Würdenträger mit Nazivergangenheit im Westen des geteilten Landes die Zwangszustände in der abgeriegelten DDR anprangerte, denen der utopische Kommunist Bloch ("Das Prinzip Hoffnung") gerade ins Tübinger Exil entwichen war. 

Was leider heute nur selten verstanden wird: Der links-grüne Kampf gegen die AfD und andere Rechte bleibt, gerade in der Flüchtlings- und Integrationspolitik, oft weitgehend trotzig-symbolisch im "Jetzt erst recht!" stecken. Verwechslungsangst und Angst vor politischem Identitätsverlust sitzen bei den meisten Linken jeder Färbung tief. Und so werden unliebsame Tatsachen und Medienberichte, sofern sie die wahl-mitentscheidenden Themen Migration, Integration und Islam betreffen, entweder geleugnet, erst gar nicht zur Kenntnis genommen oder ihre bloße Ansprache im Alltagsdiskurs terminologisch als "rechts" gebrandmarkt. 

"Wie wirken sich Umfang und Tempo der Einwanderung auf die sozialen Interaktionen sowohl zwischen Einheimischen und Einwanderern als auch unter den Einheimischen selbst aus? Welche ökonomischen Folgen hat die Einwanderung auf die unterschiedlichen Berufs- und Altersgruppen unter den Einheimischen? Wie ändern sich die Auswirkungen im Laufe der Zeit? Ein gering besiedeltes Land wie Australien wird zu einer anderen Einschätzung kommen als ein dicht besiedeltes wie die Niederlande", schreibt der international wohl bekannteste Migrationsforscher und Ökonom Paul Collier in seinem Standardwerk "Exodus – Warum wir Einwanderung neu regeln müssen" (Siedler, 2014). Ob Niederlande oder BRD, das bleibt sich hier gleich. 

Einfache Fragen, mit denen man sich nur ungerne beschäftigt

Collier, dem ehemaligen Leiter der Forschungsabteilung der Weltbank und lt. Wikipedia "führenden Experten für afrikanische Wirtschaft und die Ökonomien der Entwicklungsländer", wird man kaum Sympathien für Rechtspopulisten nachsagen können. Der britische Ökonom stellt uns und den politisch Verantwortlichen einfache Fragen, mit denen man sich bis heute gerade auch in Deutschland nur ungerne beschäftigt. Und kommt dabei zu einer einfachen Schlussfolgerung.

Erst wenn die eigentlichen Ursachen angegangen werden, sprich: die Erkenntnis wächst und in zielgenaue Politik überführt wird, dass Zuwanderung, zumal aus kulturfremden Gebieten, in ein Land nicht unreguliert und auch nicht unbegrenzt erfolgen sollte, weil sie zwangsläufig und vorhersehbar innergesellschaftliche Spannungen, Disparitäten und auf beiden Seiten, bei Einwanderern und Einheimischen, falsche Erwartungen allein schon aufgrund von materiellen und organisatorischen Ressourcenknappheiten hervorrufen wird – erst dann wird der Spuk der rechtspopulistischen Nutznießer der selbstgeschaffenen Überschätzungsfolgen eingedämmt werden können. 

Leider waren (und sind) viele Linke und Grüne und mit ihnen die Regierenden im Land nicht imstande, diese eher simple Wirkungsdialektik zu verstehen. Festzustellen bleibt, dass sie alle versäumten, sie vorausschauend einzukalkulieren, bevor 2015 der Entschluss reifte, die Grenzen – und die Herzen – für die Massenzuwanderung weit zu öffnen. Zum Verständnis dieses Versäumnisses und zum daraus folgenden Schuldeingeständnis wird man freilich erst gelangen, wenn es gelingt, diesen Fehler und die eigene ignorante, bestenfalls blauäugige und vom bloßen Wünschen geleitete Politik als mitursächlich für den Aufstieg der Rechten anzuerkennen. Das wird allerdings kaum passieren – denn es würde, das ahnt die Linke, vordergründig nur einen weiteren (und nur allzu peinlichen) Triumph der Rechten bedeuten. 

Die Schuld der Linken ist insofern gleich eine doppelte – eine infolge ihrer begriffslosen Mitwirkung an den Zuständen, die seit einiger Zeit im Land problematisiert werden (etwa die mangelnde Fähigkeit oder Bereitschaft vieler Migranten, sich den hier obwaltenden arbeitsweltlichen und allgemein umgangsregulierenden Normenbedingungen rasch anzupassen). Und sie ist eine, die sich dann offenbart, wenn das eigene Versagen schließlich notgedrungen anerkannt wird, dies damit aber zugleich wie eine nachträgliche Bestätigung für den politischen Gegner wirkt. 

In der Falle

Aus dieser Falle ist mittlerweile kaum noch zu entkommen, es sei denn um den Preis eines hohen Glaubwürdigkeitsverlustes. Nur: Genau dies hätte eine vorausschauend-kluge Politik von Anfang an erkennen und ins Kalkül ziehen müssen! 

Derlei nicht getan zu haben und letztlich damit mitschuldig gewesen zu sein am Aufstieg der Nazis, hat 1936 Ernst Bloch schon in seiner Analyse ihres Aufstiegs in „Erbschaft dieser Zeit“ den damaligen Linken vorgehalten: dass die Linke durch eine falsche Politik, nicht zuletzt durch das völlige Ignorieren der in Bewusstseins-Ungleichzeitigkeiten verhafteten Massen und durch die Missachtung ihrer Alltagsbedürfnisse und -bedrängnisse den betrügerischen Nazis Felder offengelassen haben, die diese dann allzu leicht besetzen konnten. 

Blochs Kritik zielt in seinem im Zürcher Exil geschriebenen Buch auf das schematische, schlecht-rationale der kommunistischen Agitation, die einen konstruierten Träger "reinen" proletarischen Klassenbewusstseins ansprach, den es außerhalb der engsten Parteikader aber nicht gab – zur Freude der Nazis: "Nazis sprechen betrügend, aber zu Menschen, die Kommunisten völlig wahr, aber von Sachen."

Die Nazis hatten, so weist Bloch nach, emotional die stärkeren "Argumente", mit denen sie gerade auch die irrationalen Regungen, die Alltagserfahrungen, Phantasien und Wünsche verschrobener Art aufzugreifen oder zu "besetzen" in der Lage waren, wie sie bei den ungleichzeitig verelendeten Schichten vorfindlich sind – "ungleichzeitig" deswegen, weil "mit vielen Resten älteren ökonomischen Seins und Bewusstseins" behaftet.

Nur deshalb konnten die Nazis "so ungestört betrügen, weil eine allzu abstrakte (nämlich zurückgebliebene Linke) die Massenphantasie unterernährt hat. Weil sie die Welt der Phantasie fast preisgegeben hat, ohne Ansehung ihrer höchst verschiedenen Personen, Methoden und Gegenstände" ("Erbschaft dieser Zeit", Suhrkamp 1985, S. 149). 

Sich anverwandeln, ohne sich einzulassen

Bloch benennt die Vorstellungskomplexe ungleichzeitigen Bewusstseins, die von den Linken hätten aufgenommen werden müssen und auch mit Erfolg besetzt werden können: Heimat – Folklore – Familie – Nation... Ja, selbst Volksgemeinschaft und die religiösen Sehnsüchte und Symbolkräfte zählt der damalige Kommunist Bloch noch dazu:

„Aufgabe ist, die zur Abneigung und Verwandlung fähigen Elemente auch des ungleichzeitigen Widerspruchs herauszulösen, nämlich die dem Kapitalismus feindlichen, in ihm heimatlosen, und sie zur Funktion in anderem Zusammenhang umzumontieren." Nüchtern stellt der Philosoph fest: "Nazis sprechen betrügend, aber zu Menschen, die Kommunisten völlig wahr, aber von Sachen." 

Die Linke muss sich also, so die Lehre, quasi die Hände schmutzig machen, sich auf die rhetorische Tonhöhe der Rechten einstellen, ohne dabei jedoch ihre Lieder zu singen. Eine ähnliche Vorgehensweise, wie sie für die Sozialarbeit in Randmilieus gilt: sich anverwandeln, ohne sich einzulassen, um von innen heraus die Daseinsbedingungen des zu Bannenden und zu Verändernden zu verstehen.

Heute macht die Linke wieder die gleichen Fehler wie damals. Sie versteht nicht, zu fragen, wo die Rechten rechthaben, obwohl gerade die Rechten dazu "kein Recht haben". Die Linke arbeitet diesen Unterschied nicht heraus. Sie versteht nicht den tieferen Sinn der Aussage des früheren französischen sozialistischen Premiers Laurent Fabius, mit der dieser den damaligen Chef des Front National, Jean-Marie Le Pen, in einem Präsidentschaftswahlkampf in den 1990er Jahren attackierte: 

"Monsieur Le Pen stellt die richtigen Fragen, aber er gibt die falschen Antworten!"

Die Linke ist inzwischen so wirklichkeitsblind und den realen Fragen der Massen bei der Gestaltung von Einwanderung und Integration enthoben, dass sie nicht von sich aus und erst nach Widerständen zu erkennen vermochte, welche verheerenden Wirkungen etwa die Kölner Silvesternachtereignisse im Unterbewusstsein der Menschen ausgelöst haben und immer noch haben. Oder was andere, ähnliche und ebenso erschreckende kriminelle Taten von Flüchtlingen für den aktuellen gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeuten. 

Schon eine einfache Ansage, dass ein Land und seine Menschen, welche Geflüchteten aus eigenen bereitgestellten Mitteln kostenlos neue humanitäre Lebenschancen anbietet, von diesen im Gegenzug ein "anständiges", ganz gewiss aber kein kriminelles Verhalten erwarten darf; eine solche Ansage, die jeder im Privatleben sogleich machen würde, etwa, wenn ich Fremden Zutritt zu meinem Gartenfest gestatte und diese dann zum Dank das Tafelsilber mitnehmen oder die Hausherrin vergewaltigen – eine solche Ansage gilt hierzulande schon als "rechts" und damit als verachtenswert. 

Dann darf sich aber auch kein "Linker" wundern, dass die Menschen, derart von links her brüskiert, sich irgendwann denen zuwenden, die ihnen gerne zuhören, wenn auch mit, wie Bloch sagen würde, "betrügerischer" Absicht. Diese Menschen "abstrakt auszukreisen und den interessierten Verstandesfeinden zum Betrug zu überlassen", wie Bloch in der erwähnten Schrift schreibt, war und ist der Grundfehler der Linken, die nur allzu gerne – und sicher auch mit guten Gründen – zu Demos gegen Rechts aufruft, aber oft ihrerseits "nicht das Recht hat, rechtzuhaben" – weil sie dabei niemals darüber reflektiert, welchen eigenen, wiewohl nicht alleinigen schuldhaften Anteil sie an der Heraufkunft der Rechten hat.

Die Linke sieht sich oft bloß mechanisch als Reflex-Wiedergängerin der Rechten. Sie merkt dabei nicht, dass sie dabei ahnungslos an der Komplexität der Wirklichkeit vorbeizielt, ja sie verrät, während die Rechten sie ihrerseits für ihre Zwecke ausbeuten. Was die Linke wiederum dazu legitimiert, ihren „Kampf gegen Rechts“ noch weiter zu intensivieren... in einer sich immer schneller drehenden Spirale immer gleicher, aber zunehmend lauter werdender Ersatzhandlungen. Auf der Strecke bleiben dabei am Ende die Menschen mit konkreten Ängsten, Hoffnungen, Enttäuschungen, Verzweiflungen. Egal welcher Herkunft.

Ein unheilvoller, unverstandener Teufelskreis, der schon einmal in die Katastrophe geführt hat.  

Siehe auch: Paul Nellen: Wer wirklich Schutz und Hilfe sucht, begeht keine Straftaten

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Leserpost

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Heiko Engel / 28.06.2019

Warum wird hier nie diskutiert, dass der Masseneinwanderungswahn von Internationalisten gewollt ist. Vermutlich sogar verbunden, bei Verweigerungshaltung der europäischen Regierungen, mit substantiierter Kriegsdrohung. Keine Verschwörungstheorie. Eine Verschwörungstatsache. Und damit einhergehend wieder eine Instrumentalisierung von Menschen, gewiss Massen; aber doch verbunden mit einer Absicht. Wir sollten uns endlich darüber Gedanken machen wer dieses forciert und unmittelbar beeinflusst und fördert. Wir sind wie das Kasperletheater vor dem Vorhang - es existiert auch ein DAHINTER !!!! Zeit für eine substantiierte Diskussion und keine Lackkratzerei.

Karla Kuhn / 28.06.2019

Frau Annegret Weiß, Herr Dirk Jungnickel, genau so ist es !!  Das Interview von Rupert Scholz zeigt den momentanen Stand unseres Landes. Ob es ALLEN gefällt oder nicht, es ist eine TATSACHE !!  LINKES Gedankengut-Hitler und die NSDAP waren LINKS-  hat in der Geschichte NOCH NIE zu etwas GUTEM geführt !!  Die jüngste Vergangenheit Lenin, Stalin, Hitler, Mao, Che etc, waren alle Verbrecher, die zum Teil millionenfach Morde angeordnet haben. Aber auch ALLE Ostblock Diktatoren ( die Ungarn sehe ich etwas anders) waren in meinen Augen Verbrecher, die das Volk unterjocht, gequält, z. T. gefoltert, aber auch gemordet ( nicht selber)  haben. Übrigens, zum selber morden oder quälen waren die zu feige, das haben sie ihren “Speichelleckern” überlassen !!

Hans Hildebrandt / 28.06.2019

Die Kritik einiger Leserbriefe zu Paul Nellens Aufsatz kann ich nicht teilen. m.E. gibt es in dem Aufsatz ein zweifaches Als-Ob. Zum einen Als-Ob Paul Nellen ein „Linker“ wäre, um dann von den „Linken“ ein Als-Ob sie „Rechte“ wären zu verlangen (sich anverwandeln, ohne sich einzulassen). Ich denke, dass das nötig ist. Denn schließlich braucht es eine Mehrheit für die Rückkehr zu einer realitätsbezogenen und die eigenen Interessen wahrenden Politik. Um diese Mehrheit zu bekommen, wäre gut, wenn wenigstens einige „Linke“ die Kurve kriegen. Dass das denkbar ist, mögen Beispiele wie Ali Ertan Toprak oder Boris Palmer zeigen, Paul Nellens Aufsatz mag Wege dazu zeigen. 

Martin Lederer / 28.06.2019

Die “Linke” ist nicht blöd. Sie wird (in Form der Grünen) von den Leuten ja gewählt. Wieso sollte sie irgendetwas ändern? Blöd sind die Wähler, die meinen, ich muss nur lange genug an meine lieben Linken hinreden. Dann verstehen sie das schon und ändern sich endlich. Meine Aussage: Hätten sich die unendlich guten und anständigen Deutschen dazu aufgerafft, auch im Westen bei ein paar Landtagswahlen den “bösen Rechtspopulisten und Nazis” 20 Prozent + X zu bescheren, hätten die Linken - oh Wunder - ihre Politik wie von Zauberhand geändert. Die “Argumente” hätten gefruchtet. Aber zum Glück haben die aufgeklärten und weltoffenen und sooo linken deutschen Gutmenschen das nicht gemacht.

Mathias Hartmann / 28.06.2019

Achgut wird dubios. Während ein Autor empfahl, Jutta Ditfurth zu wählen, meinen einige andere, die Leser von der AfD fernhalten zu müssen. Dieser Artikel ist des Spiegels würdiger Haltungsjournalismus.  Der Autor bringt es sogar fertig, Bloch recht zu geben, der behauptete “die Kommunisten sprechen völlig wahr von Sachen”. Damals wütete der Stalinismus in der Sowjetunion, auf die die Kommunisten nichts kommen ließen! Merkt Paul Nellen eigentlich noch was?

Hagen Müller / 28.06.2019

Bin etwas verwirrt nach der Lektüre. Die AfD als Wiedergänger der NSDAP? Die in *betrügerischer Absicht* zu den Menschen spricht? Welche betrügerischen Absichten hat denn die AfD? Und die Linke, eigentlich gutmeinend, aber leider etwas blind in ihrer Strategie, ist dummerweise in in eine selbstgestellte Falle gelaufen? Sie hätte sich anverwandeln sollen ohne sich einzulassen, sich auf die *rethorische Tonhöhe der Rechten* einstellen.. Aha. Herr Nellen, auch mit Bloch im Hintergrund wird hier kein Schuh daraus. Zitat: “...die von den Linken hätten aufgenommen werden müssen und auch mit Erfolg besetzt werden können: Heimat – Folklore – Familie – Nation… Ja, selbst Volksgemeinschaft ... ”  jaja. Wünsch-Dir-Was. Vielleicht sogar noch mit einem Verständnis für eine marktwirtschaftliche Ökonomie? Solche Leute gab es ja bei den Linken. ... *Aufstehen*... Aber sie waren wohl nicht gut gelitten. Die Linke ist wie sie ist. Und weil sie so ist, wie sie ist, bleibt ihr nichts anderes übrig, als so zu handeln, wie sie beklagen. Das Problem dabei ist weniger, dass die Linke damit politischen Tummelplatz für die AfD bereitstellt. Das Problem ist, dass das so Handeln der Linken zwangsläufig in Meinungsunterdrückung und Repressionen münden muss. Nichts mit *ehrlich sprechen, aber zu Sachen*

Gertraude Wenz / 28.06.2019

Habe ich das richtig verstanden: Herr Nellen unterstellt der “zuhörenden” AfD betrügerische Absichten, einfach deshalb, weil er sie als rechtsaußen wahrnimmt? Weil er generell alles, was er als “Rechts” deklariert, für “böse” (mythologischer Begriff) hält? Was für eine Anmaßung! Folgt er etwa der einfachen Gleichung: Links = gut, rechts = böse?

Cornelius Angermann / 28.06.2019

Die Beurteilung der heutigen Situation aus Sicht eines Erzkommunisten wie Bloch kann ja auch gar nicht anders ausfallen. Dass sich der Autor dieses Textes aber auch noch mit den Ansichten dieses Mannes gemein macht und Ausgrenzung mit dem antidemokratischen Satz “Manche haben nicht das Recht, recht zu haben” als “klugen” Satz bezeichnet, lässt tiefere Einblicke in die ideologische Verfasstheit des Autors zu. Ohne für die AfD Partei ergreifen zu wollen: Ausgrenzung aus dem Diskurs, weil die Linken ihn verlieren würden, da sie der Realität nur ideologisches Geschwurbel oder Kritik ad hominem entgegensetzen können. Wenn wir schon zwischen den neuen Rechten und den Linken differenzieren wollen, dann doch bitte so: die Rechten akzeptieren den Menschen wie er ist und wie er sich für das gesellschaftliche Zusammenleben Regeln gegeben hat, bestehen aber darauf, dass jedes Volk in dem ihm angestammten Territorium verbleibt. Die Linken hingegen wollen immer einen anderen als den real existierenden Manschen, un den versuchen sie mit Erziehung und wenn es nicht anders geht auch mit Gewalt zu erschaffen, um ihre illusionären Gesellschaftsfiktionen zu installieren.

Peter Sticherling / 28.06.2019

Ernst Bloch meinte mit den „Rechten“ ganz klar die Nazis bzw. deren Partei, die NSDAP. Herr Nellen meint, nicht klar ausgedrückt , mit den heutigen „Rechten“ offensichtlich die AfD und ihre Anhänger. Was soll das? Ist der Artikel Nellens Beitrag im florierenden Kampf gegen Rechts?

Heinz Nowak / 28.06.2019

Soso die AFD ist Rechtaussen weil sie das selber sagt was früher CDU und Helmut Schmidt gesagt haben.Merken sie nicht wie lächerlich das ist?

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