Meine lieben verehrten deutschen Landsleute,
da steht Ihr nun. Vom unübersehbaren Niedergang Eures noch vor wenigen Jahren prosperierenden Industrielandes in Richtung einer desolaten Industriebrache seid Ihr ein bisschen bedröppelt.
Ihr schaut Euch ängstlich um, wenn Ihr abends durch Euer Stadtbild geht. Ihr pfeift, wenn Ihr in den Keller geht, in dem Eure Sozialsysteme am Austrocknen sind. Ihr fahrt Umwege, weil Eure Brücken zerbröseln. Ihr verbarrikadiert Eure Volksfeste hinter Betonblöcken, die Ihr nach Eurer kinderlosen Mutti benannt habt. Ihr blickt entrückt in die Ferne, wenn ein Kind neben Euch im Park erstochen oder ein Mädchen geschändet wird. Nein, nicht? Wer von Euch kann auch nur einen einzigen Namen eines der unzähligen Opfer nennen? Ihr flüstert in Eurem Wohnzimmer, wenn ihr im engsten Kreis darüber diskutiert, dass so einiges faul ist in einem Staate, der nicht Dänemark heißt.
Es gibt weltweit drei Arten von Lernen. Erstens durch reines Nachdenken. In der Praxis existiert das kaum. Zweitens durch Abschauen von Anderen. Das kommt sehr selten vor. Und drittens, durch schmerzhafte Erfahrungen. Das ist weltweit verbreitet. Nur in Deutschland nicht. Viele Deutsche lernen offenbar noch nicht einmal durch schlechte Erfahrung.
Und wenn Deutsche mal etwas falsch machen, dann machen sie es mit deutscher Gründlichkeit falsch. Dann gilt es nicht, es besser zu machen, sondern das Böse ist mit Stumpf und Stiel auszurotten. Und nun habt Ihr Euch eine „Zero-CO2-Strategie“ vorgenommen. Ihr wollt das „menschgemachte CO2“ ausrotten, um den „menschgemachten Klimawandel“ zu verhindern. Und das durch ein Land, dass gerade mal 1,6 Prozent des „menschgemachten CO2“ verursacht?
Nicht 50 Prozent, nicht 80 Prozent. Nein 100 Prozent wollt Ihr sein!
Und immer nur ganz wenige von Euch wagen es aufzustehen und zu sagen: „Hört damit auf! Das ist vollkommen idiotisch!“ Denjenigen – und es werden allmählich mehr – die nicht an den ökologischen Endsieg 2045 glauben wollten und die nicht hinter der kindischen Kaiserin Greta und ihren diversen Selbsthilfegruppen hinterherrennen mochten, denen habt Ihr es ordentlich eingetränkt. Ihr habt sie als abschreckendes Beispiel genau dorthin verortet, wo Ihr selbst gerade hinrennt.
Es ging Deutschland gut. Ihr habt dem altehrwürdigen Gott Eurer Großeltern abgeschworen. Wo einst der Glaube war, da blieb nun eine Lücke. In diese Lücke füllten Menschen, die sich etwas davon versprachen, einen neuen Aberglauben ein. Es ist ein schmeichelhafter Glaube, nämlich an die Allmacht des Menschen. Der Mensch kann die Temperatur des Planeten Erde regeln. Die unterdrückten Rufe hört Ihr nicht: „Hört damit auf! Das ist vollkommen idiotisch!“ Der neue Satan Kohlendioxid ist auszutreiben. Auf „Zero Kohlendioxid“ natürlich. Nicht 50 Prozent, nicht 80 Prozent. Nein 100 Prozent wollt Ihr sein – „klimaneutral“.
Und Ihr, als Menschen, sollt Buße tun, weil sie Euch einreden, dass allein Eure Existenz die große Mutter Gaia schädigt. Der Mensch definiert sich selbst als zu bekämpfender Schädling in einer sonst perfekten Natur. Ist das nicht ein toller Ersatz für die Erbsünde?
Wie sollt Ihr Buße tun? Durch Verzicht auf alles, was Euer Leben lebenswert gemacht hat. Ein schönes Häuschen? Klimaschädlich. Ein schönes Auto? Klimaschädlich. In einen netten Urlaub fliegen? Klimaschädlich. Ein gutes Festessen mit Steak vom Grill? Klimaschädlich. Eine Familie mit Kindern? Klimaschädlich.
Hat schon mal jemand von Euch einen Minister ohne Leibwache auf dem Weihnachtsmarkt gesehen?
Doch das Jahr der Prophezeiung des jüngsten Klimagerichts rückt näher und näher. Allmählich stellt sich heraus, dass sich 99,9 Prozent der Wissenschaftler geirrt haben. Ihre Horrorprognosen wollen partout nicht eintreten. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen erweisen sich als Abzocke. Sie zerstören Eure Industrie, Eure Arbeitsplätze und Euren Wohlstand.
Die Predigten Eurer Klimahohepriester haben sich als pure Heuchelei erwiesen. Das Verzichten betrifft nur Euch, nicht sie selbst. Oder kennt jemand einen Politiker, dessen Kinder in die „Willkommensklasse“ einer „Problemschule“ mit einer Mehrheit von Kindern gehen, die nicht deutsch können? Hat schon mal jemand von Euch einen Minister ohne Leibwache auf dem Weihnachtsmarkt gesehen? Wohnt ein Minister mitten in einem Eurer Problemviertel?
Es ist schmerzhaft, wenn man von einem festen Glauben abfällt. Dazu muss man seine Angst überwinden. Für viele unerträglich. Das ist wohl der Grund, warum so viele von Euch glauben, dass Deutschland durch irgendwelche Wunderwaffen doch noch siegreich die Temperatur am Weltthermostaten einstellen kann, dass der ökologische Endsieg im Jahre 2045 kommt.
Dann hofft Ihr, zwar diesmal nicht die Welt erobert, sondern errettet zu haben. Vor der Hitzehölle. Glaubt Ihr das wirklich? Ist Euch an der Jahreszahl 2045 nicht irgendwas seltsam vorgekommen? Gab es im 45. Jahr eines anderen Jahrhunderts nicht schon mal beinahe einen Endsieg?
Eure Vorreiter haben sich gründlich vergaloppiert. Sie haben diejenigen aus den Augen verloren, von denen sie glaubten, dass sie schon von selbst freudig nachkommen würden, wenn sie nur erst erkennen würden, das an Eurem Wesen wieder einmal die Welt genesen kann. Nun dient Ihr denen, von denen Ihr glaubtet, dass sie Euch nacheifern, nur noch als Beispiel, wie man es nicht macht.
Doch dieser Zug wird nicht kommen
Ihr indessen, wartet geduldig am Bahnsteig auf einen Zug in eine um 1,5 Grad kühlere Zukunft. Doch dieser Zug wird nicht kommen. Es ist einer von den Zügen, die ausfallen, wie das eben bei Eurer Bahn nun mal so üblich geworden ist. Wer wagt es noch zu fragen, warum ausgerechnet 1,5 Grad? Wären nicht an der Ostsee eventuell 2 Grad viel besser?
Es gibt ein deutsches Sprichwort: „Man gewöhnt sich an alles“. Ihr habt Euch schon an vieles gewöhnt. Ihr habt Euch an das Warten auf die Erfüllung falscher Versprechen so sehr gewöhnt, dass Ihr es normal findet, wenn ein frisch gewählter Politiker alle, aber auch wirklich alle seine Versprechen bricht. Ihr habt Euch daran gewöhnt, dass Eure Leitmedien Euch frech belügen, ja verunglimpfen. Ihr habt Euch daran gewöhnt, dass einige Eurer Gäste sich schlimm daneben benehmen und Euch auch noch beschimpfen. Ihr habt Euch daran gewöhnt, dass bestimmte Gedanken und Worte „keine Meinung“ sind, und daher nicht frei sein dürfen. Ihr habt Euch daran gewöhnt, dass gegenseitiges Anschwärzen wieder gesellschaftsfähig ist. Ihr habt Euch daran gewöhnt, dass von dem Kuchen, den Ihr im Schweiße Eures Angesichts jeden Tag backt, nicht einmal genug Krümel für Euch bleiben.
Hört damit auf! Das ist vollkommen idiotisch!

Mein lieber, sehr verehrter Herr Manfred Haferburg,
solange es noch Menschen gibt wie Sie, ist nicht alles verloren! Danke für Ihre überaus zutreffende Beschreibung der aktuellen deutschen Misere. Ihre Klarheit und Ihr Mut sind beispielhaft.
Gerne verweise ich innerhalb meiner publizistischen Bemühungen auf Sie und Ihren hervorragenden Artikel auf ACHGUT. Bleiben wir standfest! Hochachtungsvoll und in geistiger Verbundenheit Raymond Walden.
Man muss jetzt auch nicht so tun, als gäbe es Mehrheiten für eine andere Politik. Die Zahl der einheimischen Profiteure übersteigt die Zahl der Kritiker bei Weitem.
Herr Haferburg, seien Sie nciht so pessimistisch. Natürlich wird der Endsieg 2045 kommen ! Und natürlich wird es danach so aussehen wie 1945! Aber danach kommt das Paradies! So wie im 20. Jahrhundert werden wir im Sozialismus landen: „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt…“
Wir werden keine Autos, keine Industrie, keine Medikamente, kein Strom, nichts zu fressen haben. Aber wir werden glücklich sein !
Ein ganz toller Text, aber ängstliche Menschen sind keine Demokraten. Sie tun nur so. Als Kind war ich in den Ferien oft bei meinem Opa. Der hatte Hühner und die liefen frei herum. Es waren so 15 Stück und sie kamen abends stets pünktlich alleine in die Stellung zurück. Einmal hörte ich sie im Wald laut und unruhig gackern. Dann war wieder Ruhe. Das wiederholte sich zweimal und ich dachte mir dabei nichts. Nach der dritten Unruhe kam sie aufgeregt in die Stallung gerannt und es war erst am frühen Nachmittag. Drei Hühner fehlten. Mein Opa wusste sofort was passiert war, die hatte der Fuchs geholt. Die Hühner glaubten jedes Mal, es treffe nur eines und sie picken munter weiter, doch beim dritten Überfall wurde ihnen die Gefahr bewusst und sie kamen hektisch in den Stall gerannt. Für uns Menschen gilt das gleiche, aber wo sollen wir denn noch hin. Mittlerweile sind wir auch eine große blöd gemachte Hühnerschar und ziehen uns ängstlich in die Wohnungen zurück. Doch für einen hungrigen Fuchs ist auch eine Wohnung kein Hindernis und er wird sich nach und nach jeden von uns holen.
Liegt wohl an der deutschen Mentalität. Die DDR hat auch im Ostblock bis zuletzt durchgehalten. Oder wie ein Ossi hier im Forum mal schrieb: die Ukrainer werden sich schon an die neuen russischen Herren gewöhnen.
Selbst wenn der Wähler noch das Menetekel der schwarz-roten Götterdämmerung erkennen würde … selbst wenn der Wähler jetzt vom willenlosen Faktotum zum erbitterten Frondeur mutierte … es ist zu spät!
Sie erwähnten das Jahr fünfundvierzig … ja, am achten Mai 1945 – da atmete ein ganzes Volk nochmal auf … um eben vielleicht dann am achten Mai 2045 wieder auszuatmen – und zwar endgültig.
Was nun die fraglos metaphysisch beschlagenen Achgut-Kommentatoren davon halten mögen … aber es gilt nun mal: „Die Welt ist meine Vorstellung“ … ein Satz, der zwar nicht gerade von Demut zeugt: und doch eröffnete Schopenhauer sein wohl gelungenstes Werk damit. „Was sagt seine Frau dazu?“ mögen sich da ja selbst seine epistemologisch zweifelfrei!:-D -bis heute- versierten Landsleute gefragt haben … aber dieser überaus kluge Mann war nun nicht verheiratet – und wollte schließlich mit diesem einfachen Satz letztlich nur zum Ausdruck bringen, dass uns die Welt nur durch unsere Sinnesempfindungen und Vorstellungen bekannt ist … und man aus diesen Informationen sein persönliches Weltbild schafft.
Und ich persönlich, ich seh‚ einfach keinerlei Möglichkeit mehr, das Ruder noch herumzureißen … Westeuropa -also nicht nur Deutschland- wird künftig mE fremdländisch als auch muslimisch dominiert sein … all die anderen Probleme, die Sie oberhalb im Eingangsartikel zur Sprache brachten, werden dann keine Rolle mehr spielen … und die Jüngeren in Deutschland, die Kommenden könnten dazu noch anmerken: „Es ist der Wille Allahs“.
Zweimal Danke.
Einmal für den großartigen Artikel, dem nichts hinzuzufügen ist. Der mir aus Herz und Seele spricht.
Zweitens dafür, daß die Vorleseoption wieder in der alten Form vorhanden ist.