Rainer Grell / 19.05.2018 / 14:00 / Foto: Pixabay / 13 / Seite ausdrucken

Man darf als Deutscher Israel kritisieren. Aber muss man?

Die UNO hat 193 Mitgliedstaaten. Außerdem gibt es noch neun Staaten, die nicht Mitglied sind. Zusammen also 202 Staaten. Zwei davon sind Deutschland und Israel. Sie haben ein besonderes Verhältnis zueinander, das durch die staatliche Ermordung von sechs Millionen Juden geprägt ist – auf Jahrzehnte, wenn nicht länger. Dieses im Westen als Holocaust, in Israel als Shoah bezeichnete Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschland ist letztlich die Ursache für die Entstehung des Staates Israel. Das Verhältnis anderer Staaten zu Israel mag nicht ungetrübt sein, ist aber keineswegs so einzigartig wie das deutsche. Es gibt also 200 Staaten, deren Regierungen und deren Bürger Israel mehr oder weniger ungeniert kritisieren dürfen. Da muss Deutschland oder jedenfalls ich als Deutscher nicht dabei sein. Jedenfalls verbietet es mir mein Schamgefühl.

Als Nobelpreisträger Günter Grass 2012 meinte zu sagen, „Was gesagt werden muss“ und in einem Prosagedicht der „Atommacht Israel“ vorwarf, „den ohnehin brüchigen Weltfrieden“ zu gefährden, hat das bei mir nicht nur Scham, sondern auch Ekel, ja Abscheu hervorgerufen. Dabei war dem Dichter durchaus bewusst, dass unsere Herkunft „von nie zu tilgendem Makel behaftet ist“. Aber er zog aus diesem Bewusstsein eine andere Konsequenz als ich.

Um meine Empfindungen in den Griff zu kriegen und nicht ausfällig zu werden, verfasste ich meinerseits dieses Anti-Grass-Gedicht, das Henryk M. Broder freundlicherweise unter der Überschrift „Aus der Tiefe“ online stellte:

Was bewegt einen Schriftsteller wie Günter Grass
ein Gedicht zu schreiben, das keines ist?
Warum knöpft er sich gerade Israel vor
und nicht den Iran oder den islamischen Terrorismus?
Was bewegt ihn, die "Atommacht Israel" als friedensbedrohend zu empfinden
und nicht die Atommacht Nordkorea?
Ist sein Alter ein Entschuldigungsgrund? 
oder fällt es eher strafverschärfend ins Gewicht?
Handelt er aus einer, wenn auch falsch verstandenen, Verantwortung,
oder ist sein Gedicht Ausfluss einer intellektuellen Inkontinenz?
Meint hier einer, der 60 Jahre über seine SS-Zugehörigkeit geschwiegen hat,
jetzt nicht länger zu etwas schweigen zu können, "was offensichtlich ist"?
Drängt hier etwas aus der Tiefe des Unterbewussten an die Oberfläche,
so dass der „Dichter" in Wirklichkeit gar nicht Täter, sondern Opfer ist?
Opfer seiner eigenen Vergangenheit?
Glaubt er, mit dem Literaturnobelpreis sei auch seine moralische Kompetenz
gewachsen, oder hält er sich seit eh und je für das Gewissen der Nation?
Wir wissen seit Einstein, Gandhi und anderen, dass auch Große Schwächen haben,
warum dann nicht auch Grass, der nicht einmal ein Großer ist?
Wenn Jesus lehrt, dass wir unsere Feinde lieben sollen,
warum dann nicht auch Günter Grass?
Wenigstens unser Mitleid sollte ihm sicher sein.
Schließlich hat Grass in einem Gedicht selbst gesagt:
„Einsam stand der Dichter im Tor,
doch der Schiedsrichter pfiff: Abseits."

Das hat natürlich niemanden wirklich interessiert, aber meiner „seelischen Hygiene“ gut getan.

Ein Gefühl bodenloser Scham

Ich bin am 8. Mai 1941 geboren, war also an dem Tag, an dem die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht in Kraft trat, vier Jahre alt. Gleichwohl bin ich nie auf die Idee gekommen, mich auf „die Gnade der späten Geburt“ (Helmut Kohl) zu berufen. Natürlich ist es eine Binsenweisheit, dass ich als Täter nationalsozialistischen Unrechts nicht in Betracht komme, mich also nicht „schuldig“ fühlen muss. Doch ist das für mich in diesem Zusammenhang nicht die einzige relevante Kategorie. Wenn ich mich mit der Vernichtung der Juden durch Angehörige des „Volkes der Dichter und Denker“ befasse, überkommt mich ein Gefühl bodenloser Scham.

Als ich mit meiner Frau im Sommer 1978 vor einer zweiwöchigen Radtour durch Masuren das ehemalige deutsche Konzentrationslager Stutthof bei Danzig/Gdańsk besuchte, waren wir zunächst ganz allein. Erst auf dem Weg zum Ausgang begegnete uns eine Gruppe von etwa 20 Personen unbekannter Nationalität. Blitzartig schossen mir folgende Gedanken durch den Kopf: Sind vielleicht Juden darunter, vielleicht sogar solche, die selbst die Shoah überlebt oder Angehörige verloren haben? Wie soll ich mich verhalten? Erkennen sie mich als Deutschen und fragen sich, ob mein Vater vielleicht zu den Tätern gehörte? Als wir auf gleicher Höhe waren, verbeugte ich mich wortlos, was einige mit einem freundlichen Nicken erwiderten. Noch heute, während ich dies niederschreibe, treten mir die Tränen in die Augen. Gefühlsduselei? Sentimentalität? Falsche Scham? Wer das so sehen will, mag dies tun. Ich erwarte auch nicht, dass andere ebenso empfinden. Ich jedenfalls kann nicht anders. 

Mein Vater war Berufssoldat und leistete zunächst den vorgeschriebenen Eid auf die Weimarer Reichsverfassung:

„Ich schwöre Treue der Reichsverfassung und gelobe, daß ich als tapferer Soldat das Deutsche Reich und seine gesetzmäßigen Einrichtungen jederzeit schützen, dem Reichspräsidenten und meinen Vorgesetzten Gehorsam leisten will.“

Als Hitler den Eid nach der „Machtergreifung“ änderte, musste mein Vater sich entscheiden, entweder auf eine Laufbahn in der Wehrmacht zu verzichten oder den neuen Eid abzulegen. Er entschied sich für letzteres:

„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, daß ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“

Das Thema „Drittes Reich“ war im Familienkreis tabu

Er nahm von Anfang an am Angriff auf Polen und Frankreich teil und fiel am 11. Januar 1942 in Russland. Ob er je einen Menschen erschossen hat oder gar an der Ermordung von Juden beteiligt war, weiß ich nicht.

Das Thema „Drittes Reich“ war im Familienkreis tabu. Und auf dem Gymnasium ebenso. Schließlich konnte sich hier keiner unserer Lehrer auf die Gnade der späten Geburt berufen. Wenn mal eine persönliche Äußerung fiel, dann über die „Autobahnen“ oder über „Kraft durch Freude“.

Dies alles geht mir kurz nach dem 70. Jahrestag der Gründung des Staates Israel und meinem eigenen 77. Geburtstag durch den Kopf. Offenbar bin ich in jetzt als Pensionär einem Alter, in dem die Vergangenheit lebendiger wird, als sie es während mehrerer Dekaden Berufstätigkeit je war (siehe auch hier und hier). 

Natürlich ist mir bewusst, dass auch in Israel nicht alles Gold ist, was glänzt. Aber muss ausgerechnet ein Deutscher den Israelis das unter die Nase reiben? Außerdem erscheinen mir die Verhältnisse in diesem Land und in dieser Region derart komplex, dass sich viel weniger ein Urteil dazu bilden und hinausposaunen können, als dies tatsächlich tun. Ich habe nichts als Bewunderung für das übrig, was die Menschen in Israel geleistet haben. Und nicht nur dort.

„In Staaten wie Äthiopien, Indien, Kenia, Ruanda, Ghana, Malawi, Burkina Faso oder Kamerun hilft Israel bei der Nahrungsmittelsicherung.“ „Auch die israelische Armee hilft, vorwiegend bei Naturkatastrophen. Ihr Feldkrankenhaus wurde im November 2016 als das beste der Welt ausgezeichnet. Ihre Unterstützung bietet die Armee auch Menschen aus verfeindeten Ländern an.“ Und wer ignoriert, „dass 37% der Nobelpreisträger Juden sind“, weil diese ja vornehmlich in den USA forschten, sei daran erinnert, dass Israel selbst zwölf Nobelpreisträger hervorgebracht hat, während die gleiche Zahl von Laureaten aus muslimischen Ländern stammt – allerdings bei einem Verhältnis der Einwohnerzahlen von etwa neun Millionen zu mehr als einer Milliarde in den 56 Ländern der OIC.

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Leserpost

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Susanne antalic / 19.05.2018

Man darf alles kritisieren, aber konstruktiv und mit Wissen. In linkem Deutschen MSM und Politiker, werden alle destruktiv nicht mal kritisiert aber diffamieret ( Irael, USA, Russland Visegrads, die Liste ist lang). Man hat das Gefühl, das die Deutschen die einzigen sind, die alles besser machen und alles besser wissen. Wen man sich das kleine Israel anschaut, die nur von Feinden umgeben ist, die alle Juden ermorden wollen, da hat man leicht reden von NOCH halbwegs sicherem Deutschland. Alles was Israel macht, würden die Deutschen besser machen, sie würden die Palästineser ins Land lassen und Stoffbärchen verteilen, aber wie man in D. sieht, trotz der schöne Willkommenskultur, ach so netten Menschen, mögen die meiste Moslime die Deutschen nicht, ja das einzige Gemeinsamkeit der linken Deutschen und Moslime ist Hass auf Juden, das dürfen sie in jetzigen Deutschland zusammen ausleben und die MSM applaudieren dazu. Vieleicht ist das auch ein Grund abgesehn von dem Socialstaat, warum so viele nach Deutschland wollen- Brüder im Geiste.

Karla Kuhn / 19.05.2018

WAS weiß der normale Bürger eigentlich über Israel ? (Auch wenn er vielleicht mal an der Klagemauer gestanden hat) Ein Zitat von John Wilmot erinnert mich an die Überheblichkeit, mit der viele Menschen über Dinge urteilen, die sie gar nicht persönlich kennen. “Bevor ich heiratete, hatte ich sechs Theorien über Kindererziehung. Jetzt habe ich sechs Kinder und keine Theorie.”  Ich habe keine Vorstellung, wie man in einem Land wie Israel mit den ständigen Bedrohungen lebt. Vielleicht gewöhnt man sich daran aber Ruhe finden die Menschen bestimmt nicht. Herr Stricker trifft mit den 1000 Meilen genau den Nerv. Ganz abgesehen davon, ich wiederhole es immer wieder, WIR sollten vor unserer eigenen Türe kehren, da würde es genug “Arbeit”  geben !!

Gabriele Klein / 19.05.2018

PS: ... Vorrang auf der Freudschen Couch gebührt den deutschen Regierenden, denn der Fisch stinkt am Kopf…..

Gabriele Klein / 19.05.2018

Danke für den sehr guten Artikel. Die Nachkriegsgeneration hat sich leider Ihres “Erbes” mehrheitlich nicht angenommen (Marshall Plan ausgenommen…) Es gibt Eckpfeiler der eigenen Existenz die man auf den Weg mitbekommt und die zur Lebensaufgabe werden, ob man will oder nicht, und dazu gehört alles, von der Herkunft, vom Wohlstand bis hin auch zur Schuld der Vorfahren, die man im Auge behalten sollte, auch wenn man sie nicht beging. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, es geht hier nicht um ein ordentliches sich schuldige fühlen für etwas das man nicht tat, sondern einfach um ein realistisches Bewußtsein der Gegebenheiten und eines “Erbes” das von Tätern an jene gereicht wurde die Ihre nackte Existenz der Schuld fehlenden Widerstandes verdanken…...... Hätten Alle Widerstand geleistet, wäre dies alles nicht passiert und die Nachkommen unbeschwert. Hätte ein Teil Widerstand geleistet, wären die Nachkommen sehr wahrscheinlich gar nicht da. Aber da sie es dennoch sind, um den Preis einer horrenden Schuld gilt es dieser gerecht zu werden…......... Der Wege gibt es viele, (zumal noch einige der Holocaust Opfer leben und Hilfe benötigen, da sie in bitterer Armut teils leben….....Israel bzw. Zionismus-Kritik wie nicht nur von “Anti-Faschisten” sondern auch bereits Hitler praktiziert (worauf der Autor Tilmann Tarach unlängst hinwies) gehören leider nicht zur “Ein- und Umkehr,” sondern auf die Couch von Sigmund Freud.

Oliver Förstl / 19.05.2018

Grass, Walser und Augstein senior waren in ihrer Kindheit und Jugend staatlicher Indoktrination ausgesetzt und sahen immer wieder Hetzfilme, in denen Juden mit Ungeziefer gleichgesetzt wurden. Das hat sie mehr geprägt als ihnen bewusst war. Die Judenfeindlichkeit der mittelalten Generation hängt mit den 68ern und der heimlich bewunderten RAF zusammen. Heutige Schüler und Studenten haben oft den Judenhass ihrer muslimischen Mitschüler übernommen und verinnerlicht.

Frank Holdergrün / 19.05.2018

Israel hat nach unglaublichen Verfolgungserfahrungen in der Diaspora und dem Holocaust heute einen eigenen Staat aufgebaut, vorbildlich und stolz, patriotisch und wehrhaft, in dem sogar Muslime gut und gerne leben. Und zwar in jenem Land, das Juden früher als ihre Heimat bezeichnen durften, bevor Römer, Christen und Muslime kamen und sie unterjochten oder vertrieben. Wer das Buch „Der Schattenkrieg“ gelesen hat, kennt die brutale Geschichte der Staatsgründung Israels im 20. Jh. von Anfang an, er kann daraus nur eines ableiten: Bewunderung und nochmals Bewunderung. Dieses Volk wird niemals mehr demütig in den Tod gehen. Heute ist Israel der einzige demokratische Staat im Nahen Osten und den Anhängern der 3. abrahamitischen Religion ein permanenter Dorn im Auge, niedergelegt sogar in deren Grundlagenwerken. Israel zu kritisieren, ist in Israel tägliche Normalität, innerhalb einer Demokratie, die wirkliche Extreme in sich vereinigt und Dinge aushält, die in Deutschland schon lange nicht mehr möglich sind. Von außen, gar aus Deutschland, zu kritisieren, ist lächerlich und unhöflich. Ich würde als deutsche Regierung alle Verbindungen nutzen, die möglich sind, um ebenso wehrhaft und patriotisch zu werden. Das Trainingsgelände in Schnöggersburg (neu errichtet von der deutschen Bundeswehr) ist ebenso dem Vorbild Israel zu verdanken wie viele anderen Leistungen aus diesem wunderbaren Land, in dessen Hauptstadt immerhin alle Heiligen Stätten der abraham. Religionen aufgehoben sind und besucht werden können.

Hubert Bauer / 19.05.2018

@ Frank Stricker: Merkel würde dann sagen: “Ich weiß nicht, ob ich Schuld daran bin, dass es Israel jetzt nicht mehr gibt; aber jetzt ist es halt nicht mehr da”.

Hubert Bauer / 19.05.2018

Ich will den deutschen Antisemitismus bzw. Israelhass nicht kleinreden. Aber wir Deutschen haben wohl einfach die schlechte Angewohnheit uns gerne in fremde Angelegenheiten einzumischen. Dies gilt um so mehr, als die dortige Politik die Dinge anders sieht als wir Deutsche. Ich lese regelmäßig Schweizer und österreichische Zeitungen. Die interessieren sich weit weniger für Trump, Putin oder Orban als ihre deutschen Kollegen. Deshalb kommentieren sie auch nicht die Politik Israels.

Christian Bangard / 19.05.2018

Es ist leider Teil der PC, daß Kritik am israelischen Staat als Antisemitismus abgewatscht wird. Angeblich haben wir ein freundschaftliches Verhältnis zu Israel. Freunden darf (muss!) Ich unangenehme Wahrheiten über sich selbst mitteilen, was ich auch im Umkehrschluss erwarte. Halte ich zumindest im Privaten so. Beziehungen, die das nicht aushalten, bezeichne ich nicht als   Freundschaft.

Michael Hanke / 19.05.2018

Muss man als Deutscher Israel kritisieren, oder darf man auch vor der eigenen Haustüre kehren? Eine Selbstkritik Am deutschen Wesen soll die Welt genesen, denn die Betonpoller vor unseren Volksfesten sind hübscher als die Mauern in Israel. Wir sind achtzig Millionen, die anderen nur Fünf, und nicht wie fälschlich behauptet über 600 Millionen Bürger. Fakenews - Putruerdochamenetanjahu (Hätte ich den Mut eines Hamed Abdel-Samad oder Hossein Borudscherdi?) Wir pochen auf das Grundrecht auf Asyl und unsere humanitären Verpflichtungen, und zittern gleichzeitig davor, dass diese Pflichten auf die Probe gestellt werden könnten. Wir fordern Demokratie, und wir schimpfen über den Brexit. Wir sind Christen mit G36 Sturmgewehren, Umweltfreunde mit SUVs, Robin Hoods mit Wertpapier Portfolio. Wir sind die Großmeister der irrealen Bedingungssätze im Konjunktiv II. Und wär’n wir Vöglein, wir flögen auch zu Dir. Moralisten zwischen Thermomixgeräten und Kreuzfahrtbuchungen. Wer sind wir? Also wenn ich pinkeln muss, dann geh ich auf die Toilette. Ich stelle mich nicht auf die Bühne der Welt um laut zu verkünden, dass ich pinkeln müsste, denn die eigentliche Metabotschaft dieser Aussage wäre, dass ich zwar gerne pinkeln würde, aber gar nicht kann. Ich befürchte, dass wir haben einfach zu lange und zu oft Werbefernsehen konsumiert haben, und unsere Mitmenschlichkeit im Kern genauso fade ist wie das Innenleben unterhalb des saftigen Äußeren eines photoshopgetunten Cheeseburgers. Vielleicht wird es wirklich Zeit erst einmal unsere eigenen Werte im Inneren zu verifizieren und konsolidieren. Den wurmstichigen Dachbalken aus unserem eigenen Auge zu pulen. Und wenn uns das je gelingen sollte, dann können wir gerne wieder als die Weisen aus dem Abendlande antreten. Mir graut vor diesem Moment der Selbsterkenntnis, wenn wir feststellen müssen, dass Donald Trump gar kein Narr, sondern nur ein Spiegelbild ist, und sich als Vorbote des Endes unserer eigenen Heuchelei entzaubert…

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