Die Hamas hat ihr Ziel erreicht. Wieder schaut die Welt auf den Gazastreifen, sieht Tote und Trauer, Tränen und Trümmer. Wieder wird das Elend von 1,5 Millionen Menschen offenkundig, von denen fast 50 Prozent arbeitslos sind und 80 Prozent unter der Armutsgrenze leben. Wieder beherrscht der verslumte Küstenstreifen die Schlagzeilen der internationalen Medien, ist von „Kollektivstrafe“ die Rede, von „Unverhältnismäßigkeit“, von „sinnlosem Aktionismus“, der die Radikalen stärkt, weil er die Gedemütigten in deren Hände treibt. Wieder werden „politische Lösungen“ angemahnt, weil keine Rakete die Wurzeln des Terrors auslöscht.
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