Die Amtseinführung eines US-Präsidenten ist gleichzeitig Spektakel und Ritual. Sie ähnelt einer Inthronisierung. Das hat zu tun mit der Ratio einer 220-jährigen demokratischen Tradition. Die zeremonielle Würde signalisiert dem künftigen Präsidenten, welche Ehre ihm zuteil wird und welche Last er von nun an schultert. An höchster Stelle darf er seinem Land hart dienen. Aus dem Volk indes soll spätestens an diesem Tag die Gefolgschaft werden. Ihr habt mich ins Amt gehievt, jetzt brauche ich euch für den Erfolg: Dieser Pakt – und nicht allein die politische Kunst des Mannes im Oval Office mit seinem Kabinett – entscheidet über das Gelingen der Präsidentschaft. http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Barack-Obama-Amtseinfuehrung;art141,2710253