Bei den 18- bis 24-Jährigen ist die AfD die Partei, der junge Leute am meisten vertrauen. Dass kann der SPIEGEL nicht fassen und bemüht sich um Aufklärung. Des Rätsels Lösung enthält zwei Silben mit sechs Buchstaben.
Das einstige Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL hat ein ganzes Redaktions-Bataillon kreuz und quer durch Dunkeldeutschland geschickt, um der Frage auf den Grund zu gehen, wie es sein kann, dass die Jugend nicht mehr linksgrün tickt, sondern rechtsextrem und „völkisch“. „Jung – rechts – extrem“ prangt es auf dem Titel, neben einem blauen Sneaker mit dem roten AfD-Pfeil. Wir verstehen: Irgendwie alles Nazi, nur ohne den klassischen Springerstiefel.
Aber warum? Warum steht die AfD weit vor allen Ampel-Parteien in der Gunst der jungen Wähler – und Wählerinnen? Was ist mit der Dominanz des grünen Klimazeitgeists geschehen, die sich in den Medien immer noch tagtäglich beobachten lässt? Warum wählen sie nicht Olaf Scholz, Nancy Faeser oder Lisa Paus und finden Ricarda Lang und Kevin Kühnert groovy?
In der schier endlosen Titelgeschichte kommt alles vor, was SPIEGEL-Leser gruselt – von gewalttätigen rechten Jugendgangs über ratlose Eltern und verzweifelte Lehrer bis zu Franziska aus Dresden, die AfD wählt und „Remigration“ für richtig hält. Wohin die SPIEGEL-Reporter auch schauen: Rechtsruck überall.
TikTok ist an allem schuld
Um das irgendwie zu verstehen, fragt man den 80-jährigen Jugendforscher Klaus Hurrelmann. Viel mehr als „Zukunftsängste“ hat er nicht zu bieten. Und natürlich die „sozialen Netzwerke“, die Verführer 3.0. Als klassischer Vertreter der 68er-Generation hätte er sich freilich daran erinnern können, wie verzweifelt und ratlos Eltern und Lehrer in seiner eigenen Jugend waren, als die „langhaarigen Affen“ und „kurzberockten Flittchen“ plötzlich mit riesigen Porträts von Ho Chi Minh, Mao Tse-tung und Che Guevara durch die Straßen liefen und „Sieg im Volkskrieg!“ riefen. Vom Bürgersteig schallte es dann zeitgemäß zurück „Euch hat man vergessen zu vergasen!“
Franziska aus Dresden kann das alles nicht wissen, aber im SPIEGEL-Archiv findet man es bestimmt noch. Die lieben Kollegen aus Hamburg jedoch haben es sich in ihrer Blase derart gemütlich gemacht, dass sie gar nicht mehr auf das schauen müssen, was früher einmal „gesellschaftliche Verhältnisse“ hieß, samt aller Umbrüche und dramatischen Verschiebungen. Auch die Tatsache, dass die Ampel-Koalition die schlechteste Regierung seit 1949 ist und mit ihren folgenreichen Fehlentscheidungen auch jede Menge vernünftiger und erwachsener Bürger in ungekannte seelische Abgründe aus Wut und Resignation treibt, spielt keine Rolle. Da also die politische und gesellschaftliche Realität weithin ausgeblendet wird, ergibt sich streng logisch nur eine einzige mögliche SPIEGEL-Antwort auf die Frage nach dem Wiesowarumwoher des Rechtsrucks. Sie hat zwei kleine Silben und lautet „Tik Tok“.
Rudi Dutschke hätte das angesichts der „sich immer weiter verschärfenden Widersprüche der gesellschaftlichen Zustände“ eindeutig „unterkomplex“ gefunden. Wir aber sagen frei nach unserem Hausphilosophen Dieter Bohlen:
„Mach mal der Blase klar, dass sie eine Blase ist!“
Reinhard Mohr, geb. 1955, schrieb als Journalist u.a. für den Pflasterstrand, die taz, die FAZ, Die Welt und den stern. Von 1996 bis 2004 war er Kulturredakteur beim Spiegel.

Die Antwort ist einfach: Die jetzige junge Generation ist seit Jahren (seit 2015) jeden Tag mit den Folgen der – überwiegend muslimischen – Migration konfrontiert. Wer in der Schule von Achmed gemobbt, von Muhamed sexuell belästigt und nach der Disko von Ali zusammengeschlagen wurde, der hat genug Argumente. Der will das alles nicht mehr. Weder für sein Leben noch für seine Kinder. Dazu noch die spürbaren Folgen der Inflation beim Einkauf, die teuersten Energiepreise der Welt, nicht finanzierbare Mieten, Aussicht auf geringe Renten und gleichzeitig Verschwendung von Milliarden für Radwege in Peru und Waffen an die Ukraine, damit der Krieg dort auch schön eskaliert. Und die jungen Männer wären dann ja auch noch das potentielle Kanonenfutter für die US-Geostrategen. Obendrauf dann noch verrückte Ideen wie Gendern und die erfundene „Klimakrise“, um noch weiter Geld von Steuerzahler abzuzocken. Es reicht! Wirklich. Irgendwann ist echt genug, dann hat man die Schnauze voll. Unsere Politiker gehören auf die Anklagebank aber nicht auf die Regierungsbank.
Weil die die jungen Leute auf der Suche sind. Woher komme ich? Und wohin gehen wir. Ich kenne so viele gebildete junge Leute die sich
zurückziehen aus der ausgelutschten „Deutschland sucht den Superstar“-welt und sich eher auf Mittelaltermärkten mit Wikinger/Germanen/Slawenkultur bzw. Erbe auseinandersetzen. Sie sind gut informiert, rebellisch, selbstironisch, lachen über derbe Witze, lassen sich nicht „Impfen“, spielen auf der Drehleier, sind laut und draußen! Sehen aus wie „ Grüne“ der 70er/ 80er, stricken, weben, schmieden, Kinder toben sich aus, nass, dreckig, aber glücklich. Die wählen AfD.
Was haben Islam, Kirchen, Alt-Parteien, GEZ-Funk, Zentralräte gemeinsam?..
Selbst der „Spiegel“ würde heute beim Blick in einen Spiegel rufen – Und wer soll das sein? …. MfG
…. „Weniger intelligente Menschen müssten nicht mehr in die Politik, weil auch für sie ein menschenwürdiges Dasein gesichert ist, ohne größeren Schaden anzurichten.“ ….. Ja, der ist wirklich gut….! MfG
@ Boris Kotchoubey: 2 Parallelgesellschaften parallel zur normalen Bevölkerung. Es sind 2 Parallelgesellschaften die temporär wie 1 Parallelgesellschaft agieren. Sie sind wie die Nazis und die Kommunisten in der Weimarer Republik, einander ähnlich aber unvereinbar. Ihr gemeinsames Feindbild die bürgerliche Demokratie macht sie zu temporären Verbündeten. Sie sind einander nur Mittel zum Zweck. Die islamische Parallelgesellschaft würde sich im Endeffekt gegen die linksgrünwoke Parallelgesellschaft wenden. Die Linksgrünwoken würden sich wohl dem Islam anbiedern und alle ihre Ideale verraten, für die sie angeblich eintreten. Der Bürger sollte sich konsequent weigern die Parallelgesellschaften zu alimentieren.
Seit Relotius weg ist beim SPIEGEL, werden deren Machwerke zunehmend unlesbarer und fader; stimmen tun sie meist immer noch nicht.
Vielleicht:
Selbsterhaltstrieb?
Die Sachlage kann oft verdammt einfach sein….