Heiko Maas war auf Madeira. Wozu? Was wollte der Außenminister ausrichten? Wie hätte er den Leidtragenden des schrecklichen Busunglücks vom vergangenen Mittwoch beistehen können? Was hatten die Verletzten und die Angehörigen der Toten von ihm zu erwarten? Über medizinische Kenntnisse verfügt der Diplomat so wenig wie über Erfahrungen im Katastropheneinsatz. Auch ist er noch nie mit einer besonderen seelischen Begabung, mit ausgeprägtem Einfühlungsvermögen aufgefallen.
Welchen Trost sollte der Emissär der Bundesregierung Menschen spenden, denen er weder familiär noch freundschaftlich verbunden ist? Einzig aus der gemeinsamen Nationalität mag sich eine gewisse Nähe des deutschen Politikers zu den deutschen Opfern ergeben. Doch gerade davon will man ja in Berlin schon länger kein Aufhebens mehr machen. Die Kanzlerin selbst riss dem Generalsekretär ihrer Partei das Deutschlandfähnchen aus der Hand, als er es 2014 im Überschwang des Wahlsieges zu schwenken wagte.
Der Genosse im Wege
Was also wollte, was sollte ihr Minister nun auf Madeira? Die erfahrenen Helfer bedurften seines Auftritts nicht. Sie hatten die Lage im Griff. Die Rettung lief und läuft den Umständen entsprechend. Der Genosse Maas stand dabei nur im Wege, raumgreifend mit dem Tross seiner Begleiter und den aufgelaufenen Journalisten, allen voran den Fotografen und Kameraleuten.
Auf sie allein kam es an. Sie mussten die anrührenden Bilder liefern. Aufnahmen einer zelebrierten Anteilnahme und staatlicher Fürsorglichkeit. Schnappschüsse, auf die die Groko sowie die SPD im allgemeinen und Heiko Maas im besonderen gerade jetzt, im Vorfeld der Europa-Wahl, mehr denn je angewiesen sind.
Festzuhalten bleibt nach der Minister-Visite nicht mehr und nicht weniger als ein Missbrauch menschlichen Leids zu propagandistischen Zwecken. Die peinliche Inszenierung eines kleinen Mannes, der immer fürchten muss, übersehen zu werden: eine Obszönität.
Beitragsbild: A.Savin CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Den „Kümmerer“ zu geben, kommt vor Wahlen immer gut. Ein paar hübsche Bilder. Betroffen drein schauen. Besorgt wirken. Jedoch Lösungen vermelden. Hilfe in Aussicht stellen. Als Macher auftreten. So tun, als habe man schnelle Entscheidungen getroffen, ein Machtwort gesprochen. Unbürokratisch geholfen, wo schnelle Hilfe gefragt war. Das ist Politik. Das ist Imagearbeit. Die Kamera ist eingeschaltet. Aber wer weiß, vielleicht hat sich ja tatsächlich der ein oder andere Verletzte oder Angehörige über Heikos Besuch gefreut. Wollen wir das zu seinen Gunsten unterstellen.
Ich nehme an dass er der Überlebenden den Rückflug in einer fluguntauglichen Regierungsmaschine anbieten wollte. Anders kann ich mir seinen Auftritt nicht erklären.
Der obszöne Heiko wollte schon immer mal 'auf' Madeira, sowie die Rothe Claudi 42 000 Flugkilometer mit den nettesten Abstechern auf diversen Südseeinseln auf sich nahm, alles zum Wohle für ein 'mieses Stück Scheiße', alles für Deutschland, Europa, oder die Weltrettung. Für den CO2-Ausgleich unserer Vielflieger wird das autistische Gretchen mit den 'rechtsradikalen Zöpfchen' um die Welt gejagt, um Panik zu verbreiten und das Ökogeschäft anzukurbeln. Lieber Herr Rietzschel man blickt mit roten, müden Augen auf unsere Politiker und hofft auf irgendwelche Anzeichen menschlichen Anstands oder etwas Schamgefühl, auf ein wenig verantwortungsbewußtes Handeln oder Kompetenz. Leider sehe ich nur einen eitlen, kleingewachsenen Heuchler im Falle Maas und eine übergewichtige, selbstgefällige und unaufrichtige Dramaqueen namens Claudia Roth. Beide keine Augenweide weder innen noch außen! Frohe Ostern.
Aber wehe die sogenannten Rechtspopulisten nutzen Terroranschläge zu propagandistischen Zwecken. Dann heulen Grüne, CDU und natürlich SPD im Verbund auf. Immer so wie man es braucht, dieses Land mit seinen Politschauspielern ist nur noch ein Trauerstück.
Es ist leider kein Hochwasser in Sicht, wo man in Gummistiefeln im Wasser stehend Aktivismus bildgerecht vortäuschen kann. Aber irgendwas mit Aktiv kann er, der LINKSAKTIVIST !
Heiße Luft - sonst nichts. Typisch für diese Regierung.