Der Süddeutsche Beobachter berichtet
In Paris steckten arabische Demonstranten jüdische Geschäfte an und attackierten eine Synagoge; auf dem Berliner Ku’damm skandierten Hamas-Sympathisanten „Jude, Jude, feiges Schwein“, in Bremen schlug ein Pro-Gaza-Demonstrant einen Mann blutig, der sich schützend vor einen bedrohten Journalisten stellte. Unter diesen machtvollen Friedensbekundungen ragte die Anti-Israel-Demonstration am Sonntag in München nicht besonders hervor. Es lief das übliche Programm: gegen Israel gerichtete Vernichtungsphantasien,Täter-Opfer-Umkehr, Faschismus-Parolen. Auf einem Plakat hieß es: „Allah soll Israel bestrafen“; die Menge skandierte Sprechchöre, die der Münchner Islamist Ahmad Al Afghani vorbetete: „Zionisten sind Faschisten“, „Kindermörder Israel“, „Netanjahu nach Den Haag“, und „Falestin, Falestin“.
Und so berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Montag im Münchner Lokalteil über die beeindruckende Zusammenkunft der Friedensfreunde:
„Damit hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet: Bis zu 5000 Menschen schlossen sich am Sonntag der Demonstration der Palästinensischen Gemeinde an,die „gegen das Töten in Palästina“ mit einem Marsch durch die Innenstadt protestierte…Friedlich zog die Demo zum Stachus, wo sich die Menge zerstreute.“
Gab es für den Lokalreporter nicht auch irgendetwas Bedrohliches und Befremdliches zu berichten?
Selbstverständlich: „Vereinzelt hätten sich Israelis in provokativer Haltung genähert, so die Polizei. Einer habe einen Platzverweis erhalten.“
Demnächst dürfte in der„Süddeutschen“ erörtert werden, ob für solche Fälle nicht das alte Instrument der Schutzhaft wieder eingeführt werden sollte.
Dem Provokateur in Bremen hätte es wahrscheinlich geholfen.

Tja, wenn sich die umgarnten Araber und Türken auch in unserem Land hier "liebevoll" um die Juden "kümmern", dann kommt auch kein wackerer, schreibender oder kämpfender Antifaschist aus seinem gemütlichen Sessel. Und was haben die GrünLinks-Verorteten uns nicht alles erzäht, von wegen "Wehret den Anfängen", "Nie wieder auf deutschem Boden". Derweil pienen sie sich bestenfalls in die Hosen, schlimmstenfalls reihen sie sich ein in die Riege der Anti-Israel-Demonstranten. Ein schöner Mix an Charakteren im übrigen, alles dabei, von links nach rechts, gutmenschlich, bösartig, gewaltbereit. Antisemitismus scheint zu einen.
Komisch dieses beiderseitige Propagandagetrommle: Israel und seine Freunde beschweren sich über die parteiischen Medien. Palästina und seine Freunde beschweren sich über die parteiischen Medien. Vielleicht ist das ein klares Zeichen, dass die Medien ihre Arbeit schon ganz gut machen.
"Lumpenjournalismus", das trifft es gut. Das betrifft nicht nur diesen Beitrag und seinen Autor. Die SZ ist häufig eine Textkloake.
Leider muss man auch dazu sagen, dass die offiziellen Vertreter des Judentums wie Ortner in München oder auch Dieter Graumann und Charlotte Knobloch sich am liebsten um jede klare Stellungnahme drücken, so lange es irgend geht. Sie verhalten sich wie leicht abwesende Honoratioren, die am liebsten nur Teil der 'bunten' Gesellschaft sein möchten. Engagieren tun sie sich vorwiegend, wo es komplett risikolos ist: im 'Kampf gegen Rechts'.
Und wann lesen unsere Berufsbetroffenen die Charta der Hamas? "Artikel 7: Weil Muslime, die die Sache der Hamas verfolgen und für ihren Sieg kämpfen (...), überall auf der Erde verbreitet sind, ist die Islamistische Widerstandsbewegung eine universelle Bewegung. (...) Hamas ist eines der Glieder in der Kette des Djihad, die sich der zionistischen Invasion entgegenstellt. Dieser Djihad verbindet sich mit dem Impuls des Märtyrers Izz a-din al-Quassam und seinen Brüdern in der Muslimbruderschaft, die den Heiligen Krieg von 1936 führten; er ist darüberhinaus (...) mit dem Djihad der Muslimbrüder während des Kriegs von 1948 verbunden, wie auch mit den Djihad-Operationen der Muslimbrüder von 1968 und danach. (...) Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn! (...) Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. Denn auf irgendeinen Teil Palästinas zu verzichten bedeutet, auf einen Teil der Religion zu verzichten; der Nationalismus der Islamischen Widerstandsbewegung ist Bestandteil ihres Glaubens. (...) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit. Das palästinensische Volk aber ist zu edel, um seine Zukunft, seine Rechte und sein Schicksal einem sinnlosen Spiel zu unterwerfen." Nie, es könnte ja Verständnis für Israel entstehen.
@ Thomas Schlosser: Der Zentralrat der Juden hat ein grundsätzliches Problem. Er hat viel zu lange gemeinsame Sache mit den Moslems als angeblich in DE diskriminierte Minderheit gemacht und zusammen mit den Mainstream-Medien Personen, die auf Grund ihrer Kenntnis des real-existierenden Islams vor dieser abzusehenden Entwicklung gewarnt haben, in die Schmuddel-Ecke der "gruppenbezogenen Menschenfeinde" gestellt, um jetzt die längst erforderliche Kehrtwende zu machen. Organisationen sind nun einmal schwerfällig wie ein Ozeanriese in voller Fahrt. Der kann auch nicht so schnell seinen Kurs wechseln, siehe "Titanic".
Erfüllt der Artikel der Süddeutschen nicht bereits den Tatbestand der Volksverhetzung? Böswillige Verdrehung der Tatsachen zu Lasten von Israelis? Was soll man bloß tun? Schock.