Von Leopold Vogt.
Es ist wieder soweit, das neue Jahr hat noch kaum begonnen, aber Luisa Neubauer und ihr Buddy Nick Heubeck (bei Fridays for Future für Social Media zuständig, Anm. d. Red.) treten wieder auf das mediale Parkett bei Welt Online. Dort erklären sie zuerst einmal wieder die Welt durch die Neo-Hamburger Brille. Demnach gilt: “Australien brennt”. Und für den waschechten Klimaaktivisten kann es dafür natürlich nur eine einzige wahre Erklärung geben: den Klimawandel!
Dann noch fix den IPCC zitieren, nach dem in Australien Dürre und Trockenheit zunehmen. Grund: der Klimawandel. Um alles noch zu verschlimmern, weigert sich Australiens Regierung bisher hartnäckig, auf den aus FfF-Sicht einzig richtigen politischen Zug aufzuspringen. Ausgerechnet dieses Land plant dann auch noch, seine reichen Rohstoffvorkommen in Form von Kohle zu nutzen. Genau genommen, von einem indischen Unternehmen namens Adani, welches eine der weltgrößten Kohleminen der Welt erschließen, die Kohle nach Indien verschiffen und dort zur Energiegewinnung nutzen will.
Dabei kommt zum ersten Mal ein deutsches Unternehmen auf den Plan, Siemens, das eine Signalanlage für eine 189 km lange Eisenbahnverbindung liefern soll, um die Kohlezüge zu den Häfen zu bringen. Ich wiederhole: eine Signalanlage, welche die Kohle höchstens im Vorbeifahren zu sehen bekommt. Eine Signalanlage, wie sie viele Firmen auf dieser Welt seit Jahrzehnten bauen (wenn auch vielleicht nicht auf diesem hohen technischen Niveau). Das reicht für unsere Luisa mit Kompagnon Heubeck, um Siemens für den Klimawandel mitverantwortlich zu machen und zu fordern, Siemens sollte sein Engagement in dem Projekt canceln, mit der Empfehlung “stay sane”. Was man sich nicht ausdenken kann: Siemens-Boss Kaeser hat Neubauer derweil einen Sitz im Aufsichtsrat der Unternehmenstochter Siemens Energy angeboten.
Haben etwa Menschen die Wälder angezündet?
Als ob die Mine nicht gebaut würde, wenn Siemens abspringt. Als ob Adani nicht aus vielen anderen Firmen auswählen könnte, die den Auftrag mit Handkuss entgegen nehmen würden. Als ob es unsere deutsche Entscheidung wäre, ob Australien eine Mine erschließt oder nicht. Man fühlt sich an Kaiser Wilhelms Lebensmotto erinnert: “Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!” Denn natürlich wissen wir, was wir tun, wenn wir sagen, dass der Klimawandel der Auslöser der Brände in Australien ist.
Tatsächlich trocknet der Kontinent aus, ganz natürlich und jedes Jahr. Jedes Jahr im Sommer, also hier im Winterr. Genauso gibt es jedes Jahr eine Brandsaison, mal länger, mal kürzer. Und auch die Brandursachen differieren, zwischen Blitzschlag, Unfällen und Brandstiftungen. So wurden bisher über hundert Menschen wegen des Verdachts auf Brandstiftung verhaftet. Nicht das ominöse Klima hat die Wälder angezündet, sonden unter Umständen Menschen. Ganz schnell zu recherchieren, aber dieser Aufwand wäre bestimmt zu viel, wenn man auch gleichzeitig twittern und in die Karibik fliegen kann. Auch um dort dann Fotos zu posten, die vor der Zerstörung des Paradieses warnen und den Normalbürger von Flugreisen abhalten sollen.
Es gibt also dichte Hinweise, dass die Brände von Menschen mindestens mitverursacht wurden. Und diese Hinweise gibt es auch bezüglich der Stärke der Brände. So wurden im Winter (also während hier Sommer ist), wenn die Wälder relativ feucht sind und die Brandgefahr niedrig ist, große Buschareale kontrolliert abgebrannt, damit weniger brennbares Material vorliegt. Die dort häufigen Eukalyptuswälder neigen sowieso zu häufigen Bränden, die Pflanze hat sich durchgesetzt, weil sie extrem brennbar ist – denn nach Waldbränden wächst sie schnell nach und setzt sich von Neuem durch.
Wissen die Deutschen es besser als die Australier?
Es ist also eine bewährte Methode, kontrollierte Brände zu legen, solange sie noch kontrolliert werden können, damit die Gebiete in der Brandsaison nicht mehr so fatal abfackeln. Diese Praxis wurde, so hört man aus australischen Medien, die letzten Jahre immer weniger akzeptiert, weil Umweltschützer sie ablehnten.
Also hat wieder einmal ein hehres Ziel in der Konsequenz zu einer Katastrophe geführt. Und nun wird versucht, der Öffentlichkeit grüne Politik als Lösung für Probleme zu verkaufen, die diese Politik mit herbeigeführt hat.
Es stellt sich die Frage, was für ein Bild Frau Neubauer und Herr Heubeck von unserer Position in der Weltpolitik haben. Mit welchem Recht treten sie in die Öffentlichkeit und wollen Australien vorschreiben, was das Land zu tun und zu lassen hat? Mit welchem Recht behaupten sie, besser zu wissen, was gut für Australien ist? Mit welchem Recht wollen sie begründen, dass deutschen Unternehmen im Ausland Aufträge verboten werden sollten?
Mit welchem Recht?
Mit welchem Recht schwingt sich überhaupt Frau Neubauer als dezidierte Vielfliegerin an die Spitze einer Bewegung, deren erklärtes Ziel es ist, den Menschen das Fliegen bis zur Unmöglichkeit zu verteuern? Und mit welchem Recht behauptet diese Bewegung, die Interessen der Jugend zu vertreten? Mit welcher Evidenz behauptet diese Bewegung, die Jugend wolle weniger Auto fahren, oder zumindest die breite Masse der Jugend wolle das? Wer sich diese Fragen ernsthaft stellt, wird zu einem klaren Ergebnis kommen: Es gibt kein Recht, zu behaupten, wir könnten den Australiern vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben.
Es gibt kein Recht, mit dem politische Minderheiten deutschen Firmen Aufträge im Interesse der deutschen Arbeitnehmerschaft verhageln sollten (erst recht, weil hierdurch keinem Menschen wirklich geschadet wird).
Als Anmerkung noch zum Zitat des IPCC-Berichts: Dort wird die Reduktion des Niederschlags in Teilen Australiens nur mit “low confidence” kommentiert, es ist also nicht so weit her mit der Behauptung, der niedrige Niederschlag sei eindeutig klimabedingt. Auch wenn das durch die “neue Hamburger Brille” bestimmt anders aussieht.
Leopold Vogt, ist 18 Jahre alt und Schüler aus Bayern. Er ist Autor beim Schülerblog Apollo-News, wo dieser Beitrag zuerst erschien.
Beitragsbild: Creative Commons CC0 Pixabay
ICH halte das Aufsichtsrats-Posten-Angebot an LUISA-chen (über lausige 30.000 p.a.) für schlitzohrig und eher bescheiden. Im Aufsichtsrat trifft sie auf Vertreter der Gewerkschaften für von von der Entlassung bedrohten Arbeitern und kleinen Angestellten. Diese werden LUISA heimleuchten. Der Vorstand der "Bank mit der gekoppeltem Elektro-Abteilung" bleibt dabei außenvor. Raffinierter gehts kaum.
Der werte Herr Aufsichtsratvorsitzende hat ueberhaupt nichts anzubieten, vorschlagen kann er und die Versammlung aller entscheidet.!
Alles Käse oder was? Las heute Morgen in meinem Käseblatt, dass ein gewisser Käser oder Kaeser (Wicki: Facharbeiter in der Käseherstellung, also ein Kässmann?) einer gewissen Frau Neubauer einen Aufsichtsratsposten in seiner Käserei, die zufälligerweise den gleichlautenden Namen wie früher der weltweit tätige Technikkonzern Siemens trägt, angeboten hat. Gibt’s den noch? Stellen die noch was her? Nachdem ich den verschütteten Kaffee aufgewischt hatte, klärte meine Familie mich auf: Nein, das sind DER Josef Käser (Manager Joe Kaeser) und DIE Neubauer, nein nicht die mit den ... na Du weißt schon... die immer alle Frauenrollen im Fernsehen spielt, sondern die von dem Klima und so. Sachen gibt’s! Ich werde wohl langsam zu alt für das alles.
"Wissen die Deutschen es besser als die Australier?" So möchte ich es nicht formulieren, das greift zu kurz. Ich glaube, der deutsche "Zeitgeist" (Mischung aus Inkompetenz, Bildungsmangel, Selbstverherrlichung und -Überhebung sowie moralischer Alleinherrschaft) meint, ALLES besser zu wissen - immer und überall! Ein kleines Mosaiksteinchen findet sich z.B. im Netzauftritt des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und und und ...: "Am heutigen Tag (Anm.: 09.01.2020) hat die Sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung Katja Meier (Anm.: das ist die mit der Liedbegleitung "Advent, Advent ... ein Bulle brennt", ohne juristische Ausbildung) an dem Relaunch des Gleichstellungsportales im Genderkompetenzzentrum Sachsen FrauenBildungsHaus Dresden e.V. teilgenommen." Nachschlag gefällig? In München hat eine Expertenkommission im Auftrag der Stadt eine umstrittene Liste erstellt, die 320 Straßennamen enthält, welche nach Kommissionsmeinung mindestens problematisch sind und deshalb diskutiert, im Zweifel sogar umbenannt werden sollen. Darunter befinden sich Franz Josef Strauß, Erich Kästner, Robert Koch (Nobelpreisträger), Gustav Stresemann ...
Diese junge Lady "soll" einen Posten im AR bekommen, wahrscheinlich am Katzentisch, wo sie mit den Kaffeetaschen klappern kann. Einfach unglaublich diese Story!
Die Erdbevölkerung hat aktuell ca. 7.53 Milliarden Einwohner. Die haben alle auf "Leuchten" wie Greta und Luisa nur gewartet. VERSTEHT es doch endlich wie Geistes krank das doch ist. Milliarden von Erdlingen haben nichts besseres zu tun als Greta und Co. KG zu folgen und zu huldigen?! Ich warte sehnsüchtig auf Ausserirdische die uns mal den Kopf waschen. Echt jetzt!
Aber, aber, liebe Mitforisten, warum seid Ihr denn alle so böse mit Luisa, dieser eben so großartigen wie großherzigen Klima-Aktivistin?Sie beweist doch gerade, dass ein Mensch im jugendlichen Alter von 22 Jahren durchaus in der Lage ist, den Globus zu retten, und verweist all die alten zweifelnden weißen Säcke und Säckinnen auf ihre Plätze. Dass Luisa rund um die Welt jettet, um deren Untergang noch um mehrere Jahre hinaus zu zögern, ist doch höchst ehrenhaft. Wer dumme Fragen stellt, warum sie sich herausnimmt, tausende von Kilometern zu fliegen, aber den Malochern dieses Landes ihren bescheiden Urlaubsflug nach Malle oder Ibiza wegen des hohen Zehohzwei-Verbrauchs verbieten zu wollen, bekommt aus ihrem berufenen Munde zu hören, ihre Vielfliegerei erfülle halt einen höheren Sinn. Wer wollte dieser charismatischen grünen Galionsfigur widersprechen? Da opfert sie sich auf und betrachtet die von Menschen gemachten Umweltkatastrophen aus nächster Nähe, schreibt ein tiefsinniges, stark Nobelpreis-verdächtiges Buch über ihre Erfahrungen, und die Klimaleugner unter uns erdreisten sich, sie dafür zu kritisieren. Es hat gute Gründe, warum Luisa das großzügige Angebot von Josef Käser zurückgewiesen hat, einen Sitz im Aufsichtsrat bei Siemens anzunehmen. Denn warten nicht weit höhere Weihen auf sie als diese banale Aufgabe? Ich könnte mir vorstellen, dass Frau von der Leyen, ehemals als Uschi-ohne-Waffen in Berlin delittierend, sie dringend in Brüssel für ihren ehrgeizigen "Green Deal" benötigt. Es wäre doch gelacht, wenn zwei so kompetente dynamische Frauen wie Uschi und Luisa den nicht hin bekämen. Tja, und der begehrteste Sessel im Bundeskanzleramt soll ja nun auch im Herbst 2021 neu besetzt werden. Wird Luisa nicht schon heimlich als Nachfolgerin der größten Kanzlerette aller Zeiten gehandelt? Wer ihr Buch "Vom Ende der Klimakrise" gelesen hat, wird keinen Augenblick an ihrer Eignung für diesen Job zweifeln!!!