Der Vorwurf des Antisemitismus trifft die Linke an einem wunden Punkt: Es geht um den Gründungsmythos der Vorgängerparteien. Dass sich hinter dem zur Schau gestellten Antifaschismus der DDR auch ein ungehöriger Teil Antisemitismus verbarg, weiß Gysi nur zu gut. Dennoch bemühte er sich, den Anschein der „sauberen“ Deutschen in die neue Zeit zu retten. So hatte Gysi im Frühjahr 1990 die Wiedervereinigung Deutschlands als „schlecht für die Welt, insbesondere aber für die Juden“ erklärt. Heute steht er einer Fraktion vor, die in Teilen das Existenzrecht Israels bestreitet. http://www.tagesspiegel.de/meinung/falsche-freunde-oder-falsche-partei/4310528.html
Der Streit ist in vollem Gange. Gysi hat sich verkalkuliert. Der Riss innerhalb der Linkspartei hinsichtlich der Frage nach dem Zusammenhang von Antizionismus und Antisemitismus geht viel tiefer und könnte letztlich dazu führen, dass die grundlegenden Differenzen nicht mehr zu kitten sind. http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/10656
Den deutschen Juden sei ins Stammbuch geschrieben, dass ihre Blindheit gegenüber den Verbrechen Israels an den Palästinensern genau das ist, was man Papst Pius XII und den Führern der Alliierten vorwerfen muss. So wie diese den Holocaust ignorierten, ignorieren die deutschen Juden heute die versuchte Ausrottung der Palästinenser. http://www.duckhome.de/tb/archives/9285-Die-Linke,-der-Antisemitismus-und-die-deutschen-Juden.html
According to the Left Party’s resolution, the party’s parliamentary representatives and employees will not participate “in Middle East conflict initiatives that call for a one-state solution for Palestine and Israel and boycotts of Israeli products, as well this year’s Gaza Flotilla.” http://www.jpost.com/International/Article.aspx?id=226170