News-Redaktion / 11.01.2021 / 14:00 / 12 / Seite ausdrucken

Lockdown-Insolvenz bei Adler

Solche Nachrichten werden wohl bald zur „neuen Normalität“ gehören, denn irgendwann lassen sich die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Ausnahmezustands nicht mehr übertünchen. Die Adler Modemärkte AG beantragt Insolvenz, meldet br.de. Ziel sei ein Verfahren in Eigenverwaltung, um das Unternehmen zu sanieren, habe die Gesellschaft am Sonntagabend mitgeteilt. Dabei solle der Geschäftsbetrieb unter Aufsicht eines Sachwalters in vollem Umfang fortgeführt werden. Der Antrag sei beim Amtsgericht Aschaffenburg gestellt worden.

Auslöser wären "die erheblichen Umsatzeinbußen durch die seit Mitte Dezember 2020 andauernden Schließungen fast aller Verkaufsfilialen als Folge des neuerlichen Covid-Lockdowns", hieß es weiter. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht möglich gewesen, die entstandene Liquiditätslücke über eine Kapitalzufuhr durch staatliche Unterstützungsfonds oder durch Investoren zu schließen.

Die Adler Modemärkte AG mit Sitz in Haibach bei Aschaffenburg soll derzeit 3.350 Mitarbeiter beschäftigen. Im Mai 2020 habe Adler dank einer Staatsbürgschaft Kredite bekommen, um durch die bis dato zu Buche schlagende Corona-Krise zu kommen.

Der Vorstand bleibe weiterhin verwaltungs- und verfügungsbefugt, habe es geheißen. Zur Unterstützung hätte dieser Rechtsanwalt Christian Gerloff zum Generalbevollmächtigten bestellt. Auch die Adler Mode GmbH, die Adler Orange GmbH & Co. KG und die Adler Orange Verwaltung GmbH, jeweils 100-prozentige Tochtergesellschaften, hätten beschlossen, beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Antrag auf Eröffnung von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu stellen.

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Leserpost

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Joachim Krämer / 11.01.2021

Creditreform hatte Mitte 2020 für dieses Jahr bis zu 600.000 Insolvenzen prognostiziert. Vor ein paar Wochen wurde die Zahl auf 25.000 korrigiert. „Alles verschwamm im Nebel. Die Vergangenheit wurde getilgt, die Tilgung wurde vergessen, die Lüge wurde Wahrheit.“ (George Orwell: 1984)

Jürgen Fischer / 11.01.2021

@Joachim Amshoff, ich vermute, das gehört zur Beschwichtigungsmethodik. Man muss ja den Eindruck, es sei alles (noch) nicht soo schlimm, möglichst lang aufrechterhalten. Und, ja, mit Adler trifft es eben nach “offizieller” Darstellung einen “unbedeutenden” Betrieb, auf den man zur Not “verzichten kann”. Das ist Zynismus, und den können sie. Solange es nur die anderen trifft … @Torsten Hopp, _noch_ zahlen wir für die Staatsbürgschaften. Aber nicht mehr lang: die Regierung tut ja alles, um die Zahl der Steuerzahler und der Steuereinnahmen drastisch zu reduzieren. Und dann faseln sie von “5% weniger Wirtschaftsleistung”. Träumt weiter! Max Otte spricht von 10 bis 15 Prozent, und selbst das halte ich mittlerweile für eine Untertreibung!

E.- Albert / 11.01.2021

Tja und wenn man dann Södolf hört, der es für seine Bayern immer gerne noch eine Spur härter hätte…- Wie sieht es aus, Herr Söder - und alle anderen natürlich auch: Einfrierung aller Diäten und Zulagen mit sofortiger Wirkung! Mal sehen, wie lange Sie alle dann klar kommen…- Ach,  das geht nicht, weil Ihre finanziellen Belastungen weiterlaufen? Nein, sagen Sie bloß! Willkommen in der Realität!

Jörg Themlitz / 11.01.2021

In Krisenzeiten war es seit tausenden Jahren üblich, dass die Obrigkeit, die Regierigen, freiwillig und / oder gezwungen (wirtschaftlich) den Gürtel enger geschnallt haben bzw. schnallen mussten. Was sagt Panik Kalle mit ohne Fliege dazu? Halbe Diäten etc.? Und würde sich dann seine Einstellung, lockdown finanziell für andere, ändern? (Bevor jemand Einspruch erhebt, natürlich gab es früher auch Ausnahmen vom Gürtel enger schnallen. Linke Geschichtsbücher sind voll davon.)

Steffen Huebner / 11.01.2021

Lieber @ Joachim Amshoff, nicht meckern, die (ntv) meinen nur die Qualität, nicht die Preise :-)

Hans Buschmann / 11.01.2021

Meldung von Merkel an Schwab: Erstes Ziel erreicht!!

Harald Unger / 11.01.2021

Diese Meldung dürfte Feierlaune im Kanzleramt auslösen. Xi Kingpin bestellt - und Merkel liefert. Zumal jetzt, wo Trump aus dem Amt geputscht ist, der Belohnung in Gestalt der Anschlussverwendung der Despotin bei den UN,  nichts mehr im Wege steht. - - - ob unter den 3. 350 Mitarbeitern ein einziger in der Lage ist, einen Zusammenhang mit seiner Wahlentscheidung für Rot-Rot-Rot-Rot-Grün herzustellen? Wie es aussieht, ist das nirgendwo im Gebiet der Fall. 85% der volljährigen Bevölkerung ist auf dem politischen Stand von Dreijährigen.

Joachim Amshoff / 11.01.2021

Sehr geehrte Redaktion dass bis zu 3.500 Mitarbeiter demnächst wahrscheinlich arbeitslos werden ist schon hart genug, aber muss man die Firma Adler dann auch noch beiläufig als Billiganbieter (ntv) herabwuerdigen? Was bezweckt ntv damit? Wird demnächst jede Firma die vor der Insolvenz steht negativ da gestellt, damit die Bevölkerung auf keinen Fall die Coronamassnahrmen der Regierung dafür verantwortlich macht? Mfg Jochen Amshoff

Sabine Heinrich / 11.01.2021

Dies ist erst der Anfang! Zehntausende weiterer Insovenzen werden folgen - und Hunderttausende - wenn nicht gar Millionen Menschen werden in die Arbeitslosigkeit entlassen. Aber was stört das schon die Befürworter eines strikten Lockdowns, der am besten nie enden soll! Diejenigen, die gar nicht genug von Verboten und Freiheitsbeschränkungen haben können, sind - wenn ich von meinem Umfeld ausgehe - gut situierte Rentner/Pensionäre. Die Frauen finden es lediglich lästig, dass sie nicht zum Frisör gehen können - “aber da müssen wir eben durch.” Wie ich schon oft hier geschrieben habe: Es fehlt jedwede Empathie für Menschen, die unter dem Lockdown leiden, in den Ruin und die Verzweiflung getrieben werden sowie für Menschen, die durch die Freiheitsberaubung durch die Regierung in die Einsamkeit, die Depression und schlimmstenfalls in den Selbstmord getrieben werden. Was schert mich das - so lange ich meine Rente bekomme, es mir vor meinem Fernseher gemütlich machen und stundenlang am Telefon quatschen kann?

Bernhard Freiling / 11.01.2021

Da kommen mir fast die Tränen. Und das meine ich nicht ironisch. Eine Verbrecherbande, die sich “Politiker” nennt -  die durchweg einen Eid geschworen hat, alles in ihren Kräften stehende für ihr Heimatland zu tun -  ist dabei, nicht nur dieses Land, sondern große Teile der “zivilisierten” Welt zu sabotieren. Wegen einer putativen Gesundheitsbedrohung, die sich in der 2020er Sterbestatistik kaum wiederfinden lassen wird (was ich hier am 5.5.20 schon mal schrieb). ++ Den 2019er Bilanzzahlen entsprechend ging es Adler nicht gold, aber es gab m.E. noch keinen Grund zur wirklichen Besorgnis. Wen’s interessiert und wer was damit anfangen kann: unter Bundesanzeiger.de kann man die Bilanz 2019 einsehen. Besonders interessant ist der Ausblick auf das Jahr 2020 ;-). Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, daß Adler keine 3.500 Beschäftigte hat, sondern selbst von einem Vollzeitäquivalent von rd. 1.700 Beschäftigten ausgeht.  Auf jeden Fall sollte die Insolvenzanmeldung Adler von den Gehaltskosten der kommenden 3 Monate vollständig befreien. M.E. wäre eine Insolvenzanmeldung unter Eigenverwaltung auch für viele andere Betriebe zielführend. Schließlich verbleiben auch bei Kurzarbeit erhebliche Restlohn- und Lohnnebenkosten bei dem Unternehmen hängen. Und: Es könnte, je mehr Unternehmen sich zu diesem Schritt entschliessen würden, ein erheblicher Druck auf die Regierung aufgebaut werden. Durchaus denkbar, daß dieser so groß wird, daß deren ganzes Lügengebäude zusammenbrechen könnte.

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