Es sei immer ein Problem, sagt Dieter Bohlen, einem Bekloppten klarzumachen, "dass er bekloppt ist". Wie richtig er mit dieser Feststellung lag, muss Bohlen spätestens klargeworden sein, als RTL einen seiner DSDS-Juroren mit Schimpf und Schande vom Hof jagte, ausgerechnet einen, den der Sender bis dahin fast jeden Tag buchstäblich vorgeführt hatte. "Der Wendler" war dermaßen von sich angetan, dass er schließlich eine politische Erklärung abgab, mit der er sich ins politische Abseits beförderte, wie vor ihm bereits Xavier Naidoo. Noch blöder war nur, dass zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Folgen der Castingshow mit Wendler als Juror abgedreht waren.
Statt die ganze Show als Totalschaden abzuschreiben, verfiel man bei RTL auf die Idee, die Folgen neu zu schneiden. "Wir lassen uns eine erfolgreiche Show nicht von einem Verschwörungstheoretiker zerstören", erklärte RTL und setzte die Schere an, um "in einer Art humorvoller Schadensbegrenzung die Folgen durch veränderte Schnitttechniken und launige Einspielungen zu retten". Damit allerdings dürften die meisten RTL-Zuschauer ein wenig überfordert gewesen sein.
Wendler auch. Von seinem Exil in Florida setzte er über Telegram einen Post ab, in dem er die "neuen Kontaktbeschränkungen in Deutschland... mit dem Betrieb von Konzentrationslagern" im Dritten Reich verglich. Klug war das nicht, aber durchaus dazu angetan, einen Furz in einen Fackelzug zu verwandeln.
Groteske Initiative
Der hessische Antisemitismusbeauftrage Uwe Becker, an sich ein Mann der Vernunft, meldete sich umgehend zu Wort: „Schlagersänger Michael Wendler gehört mit seiner Holocaust-Relativierung und seinen kruden Verschwörungstheorien nicht ins Fernsehen. Mit seiner jüngsten Entgleisung zur Kommentierung der aktuellen Corona-Regeln hat er sich endgültig disqualifiziert. Wer die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland mit einem KZ gleichsetzt und damit die Shoah derart relativiert, der sollte nicht von Woche zu Woche einem Millionenpublikum als Juror vorgesetzt werden. Da reicht auch die von RTL ins Feld geführte Begründung bereits abgedrehter Castings nicht aus.“
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die, ungeachtet der Tatsache, dass sie in Feldafing am Starnberger See lebt, vor genau 14 Monaten zur Antisemitismus-Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen ernannt worden war, mochte nicht lange hintanstehen. „Die Aufregung um die Auftritte von Michael Wendler bei ‚DSDS‘ verschaffen ihm und seinen kruden Verschwörungsmythen noch mehr Aufmerksamkeit. Wendlers Äußerungen bewegen sich im Bereich der Holocaust-Relativierung. Diesem ernsten Fall muss auch mit entsprechender Ernsthaftigkeit beim Sender begegnet werden“, ließ SLS die dpa wissen.
Wendler relativiert die Shoah! Er bewegt sich im Bereich der Holocaust-Relativierung! Mehr Ehre kann einem Bekloppten nicht zuteil werden. Natürlich macht es mehr Spaß, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, als sich mit den Spitzen deutscher Institutionen, Goethe vorneweg, anzulegen, die ihren subtilen Kultur-Antisemitismus als Sorge um die Meinungsfreiheit verkleiden. Immerhin, Uwe Becker hat die "Initiative GG 5.3 Weltoffenheit" als "grotesk" bezeichnet und ihr bescheinigt, dass sie "für das Recht auf praktizierten Antisemitismus" streitet.
Auf eine Stellungnahme von Frau Leutheusser-Schnarrenberger wartet die Welt bis jetzt vergeblich. Kein Wunder, hat sie doch mit ihren vielen Ehrenämtern schon genug zu tun.
Beitragsbild: Michael Schilling CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Wendler? Wer ist das? Muß man diesen Mann kennen? Welche Verdienste ( Echte ) hat er sich erworben, dass er fast täglich Im Internet erscheint. Es scheint ein Mann zu sein der ständig vergisst, sein Gehirn einzuschalten bevor er den Mund aufmacht: Vorschlag: den Mann ignorieren und das konsequent, dann erledigt er sich von selbst.
Neben dem Wendler und Xavier Naidoo bitte unseren Bundespräsident Frank Walter Steinmeier nicht vergessen! Der ist nach seinen Glückwünschen 2019 an den Iran zum Jahrestag der islamischen Revolution ebenfalls für das deutsche Fernsehen nicht mehr tragbar. Und das schon seit fast zwei Jahren. Aber komischerweise habe ich ihn gestern kurz in der ARD gesehen. Hatte nur den Ton dabei aus. Wahrscheinlich wollte er sich gerade, etwas verspätet aber immerhin, dafür entschuldigen, dass er dem Staat, der alle Juden im Mittelmeer ertränken will und den Terrorismus weltweit finanziert, alles Gute gewünscht hat.
Der Wendler ist kein Politiker und auch kein Diplomat, sondern der Schwarm aller einsamen Hausfrauen. Dass er deshalb in der Analyse der Situation und seiner Wortwahl vielleicht nicht ganz treffsicher ist, mag man ihm deshalb verzeihen. Dass er das Problem jedoch benennt und öffentlich kritisiert, muss man ihm zugute halten. Die Politik sollte sich sich deshalb nicht an seiner Wortwahl hochziehen, sondern mal darüber nachdenken, warum immer mehr Menschen anfangen, gegen die laufenden Maßnahmen lautstark Widerstand zu leisten. Dann müsste sie sich nämlich eingestehen, dass sie mit ihrer Kommunikation das Volk immer weniger erreicht. Und wie das letztlich enden muss, haben wir vorgestern in den USA gesehen.
Frau Lauthoiler-Schnurrenberger ist eine 'moralische Instanz'. Wenn DIE das sagt, MUSS es stimmen. Unterlassen Sie deshalb gehässige Polemik! Ich wünsche mir die Ernennung von Frau Lauthoiler zur Bundes-Anstands-Beauftragten.
Zweimal Rohkost: Krude, kruder am krudesten. Äh, politicians, das Wort, glaube ich, gibt es an sich im Deutschen nicht. In Frankreich wird es gern verwendet, aber für Veggiekost, crudités. Wenn ich krude höre, weiß ich Bescheid. Ich gehe davon aus, dass Wendler genau weiß, dass ganze Welten zwischen KZ und diesem hier liegen. Also ist seine Sprache auch verbesserungsfähig. Ich denke, er wollte einfach sagen, dass der Deutsche gern einsperrt und das schon immer so war. Dass deutsche Politiker nach unten treten können und wenn sie mal anfangen, so wirken, als hätten sie einen Lustgewinn dabei. Problemlösung ist dabei wohl nicht vorgesehen, sonst würden sie natürlich sich mit den Tschechen und Österreichern überlegen, wie man die Kreise von Passau über Tirschenreuth bis Görlitz und die auf der anderen Seite am besten schützt. Hierzu gehört für mich, dass die Bauindustrie auch mal ihr Opferchen bringt und tschechische Badezimmermonteure mal sechs Wochen daheim bleiben.
"Der Wendler" ist weit bekannter als der Schuster : Das erzeugt Neid !
Bohlen ist ein ganz schlauer, er sagt zwar wörtlich: Sage einem Bekloppten, dass er bekloppt ist, der wird es nicht glauben. Aber Bohlen macht sein Geld mit den Bekloppten, die in seiner Show auftreten und die Bekloppten, die diese bekloppte Show zu Hause vor der Flimmerkiste konsumieren. Also das Umfeld von Bohlen ist bekloppt, nur Bohlen und RTL sind schlau, denn sie machen Geld mit mit Beklopptes und Bekloppten!