Johannes Eisleben / 24.09.2018 / 06:20 / Foto: Pixabay / 45 / Seite ausdrucken

Liebe Linke, das müsst ihr lesen – ehrlich.

Von Johannes Eisleben.

Die herausragende historische Leistung des Abendlandes ist die Entwicklung von Demokratie, Rechtsstaat, Humanismus und Christentum sowie der rationalen Wissenschaft. Darauf beruht unsere heutige Gesellschaftsform, die rechtstaatlich-demokratische Industriegesellschaft, die nach den schrecklichen Erfahrungen des abendländischen Totalitarismus von der Mitte bis zum Ende des 20. Jahrhunderts das Paradoxon der Gewaltbegrenzung so gut, wie es Menschen seit der Urbanisierung ab 4000 v. Chr. jemals möglich gewesen ist, gelöst hat.

Dieses unauflösbare Paradoxon besagt, dass Macht konzentriert werden muss, um den chaotischen Gebrauch von Gewalt zu beschränken, diese Machtkonzentration aber wiederum zu Machtmissbrauch und Gewaltanwendung staatliche Akteure verleitet, die selbst privilegierte Minderheiten sind oder von solchen kontrolliert werden. Das Paradoxon wird im Rechtsstaat angegangen (aber nicht gelöst), indem die Herrschaft des Rechts, die Gleichheit aller vor dem Gesetz, Grundrechte zur Begrenzung der Normsetzung, Kompetenznormen (Gewaltenteilung), Verfahrensnormen (wie etwa die ZPO), Besetzungsnormen (turnusmäßige Wahl) und Öffentlichkeitsnormen angestrebt werden (siehe H. Popitz, „Phänomene der Macht“, 1992, p. 65). 

Doch seit etwa 20 Jahren funktioniert die Bewältigung des Paradoxons der Gewaltbegrenzung immer schlechter. Materiell hat dies mit der immer drastischer werdenden Ungleichheit in den OECD-Staaten zu tun, die eine oligarchische Klasse von Ultrareichen geschaffen hat. Diese halten immer größere Anteile an Realwerten, insbesondere Produktionsmitteln (Land, Maschinen, Anlagen und neuerdings auch Kundendaten, die zu einem zentralen Produktionsmittel geworden sind) – die Gründe dafür können in diesem Zusammenhang nicht behandelt werden.

Ideel hat sich parallel zu dieser krassen Konzentration von Reichtum noch während der Blütezeit des modernen demokratischen Rechtsstaats mit dem links-liberalen post-humanistischen Globalismus eine Strömung entwickelt, die kulturell den Weg zu neuem Machtmissbrauch durch die ultrareichen Minderheiten bahnt. Diese Haltung pervertiert das humanistische Primat des Individuums, indem von biologischen und kulturellen Voraussetzungen des Menschseins abstrahiert und die Fiktion eines voraussetzungsfreien Universalmenschen postuliert wird.

Konsumenten ohne nennenswertes Realeigentum

Ausgehend von dieser Position fordert der post-humanistische Globalismus die Abschaffung von Herkunft, Nation, Geschlecht und Rassen sowie der für das menschliche Überleben zentralen Unterscheidung von Eigen und Fremd. Er ist post-humanistisch, weil er sich des zentralen Ideals des klassischen Humanismus, der philanthrōpía (und, was noch schwerer wiegt, des gesamten Inhalts des Christentums) entledigt hat. Arme, Benachteiligte und Schwache spielen für diese Ideologie keine Rolle mehr. Vielmehr dient die Globalisierungsideologie der möglichst reibungsarmen weiteren Konzentration von Eigentum auf ganz wenige: Die Welt soll zu einem einheitlichen Markt, einem globalen Ort der perfekten Verwertung des Verhaltens von Arbeitnehmern und Konsumenten ohne nennenswertes Realeigentum gestaltet werden.

Die liberale Linke in Deutschland (große Teile der Eliten) hat sich diese Ideologie zu eigen gemacht, wobei die allermeisten nicht merken, dass es sich um eine Herrschaftsideologie handelt, weil sie nicht begreifen, dass die Forderung nach absoluter Gleichheit ohne philanthrōpía und ohne wirksame Mechanismen zur Adressierung des Paradoxons der Gewaltbegrenzung in eine stark dysfunktionale, von offener Gewalt geprägte Gesellschaft führt.

Vielmehr bekämpfen die Protagonisten des post-humanistischen Globalismus diese Mechanismen, beispielsweise durch Verlagerung der Gesetzgebung in ein demokratisch nicht legitimiertes Machtzentrum (Brüssel), durch Missachtung der Verfassung und der Grundrechte (Euro-Rettung, NetzDG, Grenzöffnung), Unterminierung von Verfahrensnormen (zum Beispiel BAMF, Asylrecht) und Angriff auf die demokratische Öffentlichkeit – etwa durch ideologisierte Staatsmedien, wobei die großen Privatmedien mitmachen, weil deren Eigentümer die Nutznießer der Ideologie sind.

Irgendwann werden diese Akteure merken, dass dies alles keine gute Idee war und sie das, was einmal den demokratischen Rechtsstaat ausgemacht hat, verspielt haben werden. Dann sind wir wieder beim Willkürstaat, der ja – das weiß jeder Historiker – leider die dominierende Form menschlichen Zusammenlebens darstellt. So weit, so schlecht. Um den post-humanistischen Globalismus besser zu verstehen, schauen wir uns nun seine extremste Form an, den sogenannten Transhumanismus , welcher gewissermaßen im Brennglas dessen Probleme verdeutlicht.

Transhumanismus – scheinwissenschaftlicher Unfug

Der Transhumanismus ist eine post-humanistische Ideologie, die in Kalifornien entstanden ist. Sie postuliert, dass der Mensch sich durch Einbau technischer Implantate zum einem normalen Menschen überlegenen „Cyborg“ aufrüsten könne und dass er sich durch Genmanipulation zum „transgenen Übermenschen“ emporschwingen kann. Gehen wir zunächst darauf ein, warum dies beides technisch kaum möglich ist, bevor wir den Transhumanismus geistesgeschichtlich einordnen.

Technische Erweiterungen des menschlichen Organismus könnten theoretisch an afferente oder efferente Nervenbahnen des zentralen Nervensystems (ZNS = Gehirn samt Augen + Rückenmark) angeschlossen werden, um dem Menschen neue sensorische und motorische Fähigkeiten zu verleihen. Bei den Afferenzen ist dies de facto nicht sinnvoll machbar, weil alle zum Gehirn führenden elektrischen Sinnesreize mit der gesamten Struktur des Gehirns fest verdrahtet sind: Die visuellen Eindrücke werden vom okzipitalen Kortex verarbeitet, die Audiodaten vom Wernicke-Areal, die Propriozeptoren (Eigenwahrnehmung des Körpers) von diversen Strukturen des Kortex. Würde man afferente Bahnen hinzufügen, gäbe es für diese keinen Verarbeitungsort.

Sicherlich ist es möglich, physikalische Energie, die der Mensch von Natur aus nicht wahrnehmen kann (wie Ultraschall, UV-Strahlung oder radioaktive Strahlung), mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln in einen existierenden sensorischen Kanal zu leiten (nichts anderes macht ein Geiger-Zähler), doch das meinen Transhumanisten nicht, wenn sie vom Cyborg sprechen. Wie sieht es bei den Efferenzen aus? Sie steuern von außen gesehen im Wesentlichen die Motorik des Körpers (und auch zahlreiche andere biologischen Funktionen, die aber von außen schlechter beobachtbar sind). Dies ist durch Sprache und Feinmotorik (Körper und Hände) so gut möglich, dass Florettfechter extrem elegant gegeneinander kämpfen, Pianisten höllisch schwierige Liszt-Etüden spielen und Menschen riesige Maschinen steuern können. Wiederum könnte das noch durch externe Apparate verbessert werden, die beispielsweise Augenbewegungen interpretieren, um noch schnellere Steuerung möglich zu machen als durch die Finger.

Doch ist auch dies nicht das, was sich Transhumanisten vorstellen. Was sicherlich aus ihrem Repertoire denkbar ist, sind Exoskelette, künstliche Gliedmaßen, die wie eine Rüstung angelegt werden und Bewegungen des Menschen verstärken. Die Frage ist nur, ob das noch gebraucht wird, wenn die Synsekten kommen: Der Cyborg ist eine hoffnungslos anthropozentrische Idee. Wie sieht es mit der Genetik aus? Seltene monogenetische Krankheiten mit Mendel’scher Vererbung wird man bald in der Keimbahn mit CRISPR-Cas behandeln – die momentane Ächtung in der EU, Ausdruck einer gefährlichen Technologiefeindlichkeit, wird sich nicht durchhalten lassen.

Es ist unseriös von transgenen Übermenschen zu sprechen

Doch sind die höheren Eigenschaften des Menschen so komplex, genetisch polygen und nicht-Mendel’sch, beispielsweise epigenetisch (d.h. mit Hilfe von Moleküleigenschaften, die nicht direkt auf der DNS abgebildet sind) kodiert, dass wir die Art der Kodierung gar nicht verstehen. Dies gilt für die natürlichen Varianten von Gesichtszügen und Körperbau, aber auch für alle geistigen Merkmale des Menschen wie Intelligenz, Charakterzüge, Emotionalität oder Empathiefähigkeit.

Wir verstehen nicht, wie diese Eigenschaften entstehen und können keine Modelle erstellen, die beschreiben, wie wir ihre (epi-)genetische Grundlage verändern müssten, um sie zu manipulieren. Wir haben dafür noch nicht einmal die mathematischen Möglichkeiten, weil sich derartige Zusammenhänge weder mit partiellen Differentialgleichungen noch mit stochastischen Modellen oder anderen Verfahren befriedigend beschreiben lassen. Mit anderen Worten: Wissenschaftlich ist es derzeit unseriös, von transgenen Übermenschen zu sprechen.

Was aber können wir aus dem Transhumanismus lernen? Tun wir dafür kurz einmal so, als seien seine Ziele verwirklichbar. Nun sehen wir, dass der Transhumanismus eine extreme Form des post-humanistischen Globalismus darstellt. Denn erstens abstrahiert der Transhumanismus von der Biologie des Menschen. Er begreift gar nicht die Tierhaftigkeit des Menschen in ihrer Schönheit, Begrenztheit und Grausamkeit, sondern sieht das Lebewesen Menschen als mangelhafte und verbesserungsbedürftige Maschine an – ähnlich dem kruden Materialismus der französischen Aufklärung („L’homme machine“ von La Mettrie).

Grundlage dieser Haltung ist eine extreme Hybris der technischen Machbarkeit – ein Christ würde sagen: eine tiefe Gottesvergessenheit. In dieser Hinsicht ist der Transhumanismus eine Teilmenge des Globalismus, der Biologie, Herkunft und Kultur des Menschen ignoriert, um die Bahn frei für unbegrenzte Verwertung der Menschen zu machen. 

Keine Hinwendung mehr zu den Schwachen

Zweitens wäre der Transhumanismus extrem teuer – eine Technologie für eine winzige Elite, für die extrem reiche Minderheit und allenfalls noch für deren private Sicherheitsorgane. Auch hier zeigt sich der Transhumanismus als eine Spielart des Globalismus, einer Ideologie, die nur den extrem Reichen und deren Handlangern (gut bezahlten Managern und Dienstleistern ohne wesentliches Eigentum) dient. 

Drittens fehlt dem Transhumanismus jeglicher Blick auf die Mühseligen und Beladenen, die Christus in Matthäus 11, 28 zu sich ruft. Egal, ob man Christ ist oder nicht: In diesem Jesuswort zeigt sich ein wesentliches Element abendländischer Zivilisation, die Hinwendung zu den Schwachen. Dieser Gedanke ermöglicht es überhaupt erst, das Paradox der Gewaltbegrenzung angehen zu wollen. Wem die Schwachen egal sind, der kann gegen sie auch mühelos Gewalt anwenden und das sogar genießen. Dieses Muster wiederholt sich in der Geschichte immer wieder, ob in der Antike wie bei den Vernichtungszügen Alexander des Großen, im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in Belgisch Kongo oder dem „Dritten Reich“ in Deutschland.

Der Transhumanismus als Spielart des Globalismus ist ein menschenfeindliches Denksystem, das Gott sei Dank nicht implementierbar ist. Aber er verdeutlicht uns das Denkmuster des pseudoliberalen Globalismus. Der ist leider realisierbar und wird gerade vor unseren Augen umgesetzt, insbesondere von den sogenannten „Linken“. Bis die endlich erwachen und wir diese Fehlentwicklung korrigieren. Je später dies geschieht, desto unangenehmer wird es, wie bei einer Epidemie, deren Ausbreitung man nicht verhindert.

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Anders Dairie / 24.09.2018

NEOLIBERALISMUS sagen die, die den Begriff nicht erklären können.  Wie AKW, deren Funktion sie nicht kennen.  Es klingt wie “böser Kapitalismus” .  Dabei sollte allen klar geworden sein, dass nur der durch Parteien, Gewerkschaften und andere Gegengewichte gezügelte Kapitalismus eine gute Lebensgrundlage und alle bürgerlichen Freiheiten schafft.  Im Zweifelsfall hilft Umgucken.  Diesen neuen Kapitalismus nannten die Verfassungsväter “soziale Marktwirtschaft”.  Weil die Linken nichts von Erfolg hatten,  bleibt ihnen nur Hohn, Spott und Hetze übrig.  Linke haben tatsächlich   null Lebens-Konzepte,  mit Garantien ihrer Funktion. Spätestens bei “Garantien” kommt der Wortschwall eines Gysi oder einer Wagenknecht zuende.  Ein Funktionär glaubt(e)  nie an das,  was er zusammen redet.

Ralf Witthauer / 24.09.2018

Herr Eisleben sollte seine Analyse in der Erkenntnis formulieren, dass die Zentralisierung des Eigentums und der politischen Macht auf ganz wenige sowie eine besitzlose Masse, de facto diktatorischen, kommunistischen Verhältnissen entspricht. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die wenigen Allmächtigen und Nutzniesser der kapitalistischen Gobalisierung formal alles besitzen und die wenigen Allmächtigen des Kommunismus “nur” alles verwalten. Mit den big playern der Welt, USA auf der einen und Rußland/China auf der anderen Seite, befinden sich zwei Systeme im Wettbewerb. Auf der einen Seite die Herrschaft des Kapitales über die Politik (USA) auf der anderen die Herrschaft der Politik über das Kapital (China, Rußland). Was beide Wettbewerber eint, ist die Erkenntnis, dass dieser Kampf nur mit nationaler Homogenität gewinnbar ist.  Europa könnte ein player des Mittelweges sein, wenn es in der Zerstrittenheit seiner Staaten und der absehbaren Inhomogenität (auch durch Migration), nicht mittelfristig als Wettbewerber ausscheiden sollte. Was den Abschnitt zu transgenen Übermenschen anbetrifft, halte ich das für utopischen Quark.

Tobias Rüger / 24.09.2018

Dass die Internationalsozialisten einer banalen Selbsttäuschung auf den Leim gegangen sein könnten, wird immer offenkundiger.  Der durch Institutionen der Bestie Mensch abgerungene Humanismus ist nämlich keine sich stetig und unter allen Voraussetzungen selbst erneuernde Struktur, sondern muss und kann nur in klar gesetztem Rahmen wirksam werden. Die Frage ist also tatsächlich, was die, die abstrakt und konkret Grenzenlosigkeit einfordern im Sinn haben. Sind sie nur die Marionetten durchtriebener Entscheider im Hintergrund? Oder sind sie tatsächlich so einfältig wie der Gesichtsausdruck eines brüllenden ‚Antintifaschisten‘ es vermuten lässt?

Bernhard Freiling / 24.09.2018

@ Thosten Wagner: Danke für Ihren Hinweis. Schmidt habe ich erlebt und er ist auch nicht an mir “vorübergegangen”. M. E.  war er ein Konservativer in einer damals eher “leicht sozialistisch” angehauchten Partei. Ihn als “linksliberal” zu bezeichnen, war m.E. damals schon ein Fehler. Unser Dissens scheint wohl in der Definition “links” zu liegen. Sozial ist für mich “dem Menschen zugewandt”, hat weder mit “konservativ” noch mit “liberal” noch mit “links” zu tun.  Noch weniger hat es mit sozialistisch zu tun, was nur wenig dem Menschen, als vielmehr dem Apparat zugewandt ist.  Beispiel: Ein sozialer (liberaler/konservativer/linker) Politiker veranlaßt die Tarifvertragsparteien, eine tragfähige Lohnuntergrenze zu vereinbaren. Die wird dann anschliessend per Gesetz als “Allgemeinverbindlich” erklärt. Die Tarifhoheit und die soziale Marktwirtschaft wird gewahrt. Ein linker (und damit sozialistischer) Politiker wird einen “Mindestlohn” per Gesetz festschreiben und damit die Tarifhoheit und einen kleinen Teil der sozialen Marktwirtschaft aushebeln. Das ist nur scheinbar sozial, tatsächlich ist es sozialistisch. Erinnern Sie sich an den Riesenjubel, als gegen Ende der 1970er Jahre die sogenannten “Leichtlohngruppen” aus den Tarifverträgen verbannt wurden? Nun, unser sozial(istischer) Staat hat genau die in Form des “Mindestlohnes” wieder eingeführt. Liberal ist m.E. keine Extremposition. “Links” ist dagegen sehr wohl eine. Drum geht m.E. “links” und “liberal” nicht zusammen. Mit Ihrer, von meiner,  abweichenden Meinung kann ich leben, deshalb werde ich Ihnen nicht vorwerfen, Sie hätten keine Ahnung und ich werde Ihnen auch nicht die Antifa auf den Hals hetzen. ;-) Beide sehen wir gleiche Vorgänge und bewerten sie unterschiedlich - so what?

Anders Dairie / 24.09.2018

Warum in die Ferne schweifen?  Die DDR war eine Königreich ( zuletzt König Honni I. mit Königin Margot )  mit einem Hofstaat ( Politbüro d. SED ).  Die lebten abgeschwieden. In einer Burg Wandlitz.  Sowie dem Volk unbekannten Landhäusern.  Die Prätorianer-Garde hieß Wachregiment (der Stasi).  Die Kultur, von Geburt bis zum Grab war kon-struiert., geplant.  Alle Institionen, genauer deren Chefs. waren überberwacht und handverlesen.  Genug der Vorrede:  In diesem System, das sich sogar eine Scheindemokratie (Volkskammer) leisten konnte, genügen nur ein paar Befehle….und Europa brennt !  Noch kürzer:  Für den Einmarsch in Afghanista genügten 3 Politbüro-Mitglieder der KP der UdSSR.  Es gab keine kollektive Entscheidung!  So sind Gorbi’s Leitlinien besser verständlich.  Diese Systeme neigen sets zur Gewalt.  Weil sie wirtschaftlich-kulturell unterlegen sind und den Forderungen nicht genügen. Ihr Zusammenbruch hatte diese eine Haupt-Ursache !  China ist kein Sondermodell. Es steht vor der gewaltigsten Finanzkrise neuerer Geschichte—-und die Amis müssen zur Auslösung nur den Zins für geliehenes Geld steigern.  China hat riesen Schulden.  Ergo:  Es braucht die Transformierten nicht,  um unterzugehen.  Sind sie gar der Tod selbst?  Es ist nie die Denke gewesen, sondern stets ein Unvermögen ... der wenig gebildeten Führer. Sie ließen keine Filosofen-Kaiser zu.  Die Bücher stammen von Ghostwrigtern.  Ihr Untertanen-System, ohne Gegenkräfte erzeugt alle Gefahren.  Linke und Rechte sind Blinde.  Das beklagte Unheil kann eine universale Richtlinie abwenden, die BILL of RIGHTs.

Andreas Rochow / 24.09.2018

@ Andreas Rühl - Sie meinen, ein “Projekt” gibt es nicht? Dann sollten Sie den weithin beschwiegenen UN-Migrationspakt bitte anschauen. Und alles Gefasel von EU-ropäischen Lösungen liegt auf dieser Strecke. Eislebens einziger Irrtum ist, dass er glaubt, mit z.T. komplizierten wissenschaftlichen Wahrheiten den globalistischen Wahnsinn noch stoppen zu können. Mit einfachen populistischen und moralistischen Lügen ist das Kontingent des kritischen Verstandes längst eingeschläfert, sogar die “Zivilcourage” zu hündischer Staatsloyalität umdefiniert. Der gewaltige Aufwand bei diesem Zerstörungswerk und die vertrackte Ideologie- und Propagandamaschine sind Ausdruck dieses Projektes. Diskussionen, in denen diese Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln erörtert werden, sind verpönt, weil sie Bürger verunsichern könnten, hier bspw. weil Erxleben es zu recht für nötigt hält, vernachlässigte wissenschaftliche Themenfelder einzubringen. Ich bin vorsichtig mit dem Begriff des Linksliberalismus, da mir liberale Linke niemals begegnet sind. Das Projekt, dessen Existenz Sie bestreiten, ist die sozialistische Weltrevolution und wird demokratische Strukturen und Institutionen vernichten müssen, weil demokratische Mehrheiten für dieses Projekt nicht zu gewinnen sind. Der Anfang ist bereits gemacht, das Projekt läuft. Die fortschreitende Entwertung nationaler Rechts- und Verfassungssysteme durch übernationale Gerichte und die UNO sind die Vorbereitungen dazu. Wird der irre UN-Migrationspakt noch dieses Jahr ratifiziert, könnte alles ganz schnell gehen.

Rolf Martens / 24.09.2018

Fortsetzung: Zudem möchte ich anführen, dass technische Entwicklung nicht unbedingt gegen die westliche Ethik gerichtet sein muss, diese Ethik jedoch, mit ihrer Unfähigkeit das Leid anderer Menschen zu ertragen, selbst große Schäden anrichtet. Ich verweise zum Beispiel auf das nachweisbare Absinken des generellen IQs der westlichen Populationen (man informiere sich über Dysgenik), sowie auf das weitere Absinken, das durch eine Vermischung mit gebärfreudigen Low-IQ-Einwanderern hervorgerufen wird. Beides geht auf die mangelnde Bereitschaft zurück, Matthäus “mühseligen und Beladenen” ihrem Schicksal zu überlassen, und vernichtet Errungenschaften, die durch unbeschreibliches Leid der ausselektierten Individuen erkauft wurde. Man bedenke, wie viele Menschen auf grausame Weise sterben mussten, um die durch Pest und die Religionskriege hervorgerufenen, genetischen Anpassungen möglich zu machen, die uns die Voraussetzungen für die Renaissance beschert haben, oder, wie viele Menschen im Winter langsam erfroren oder verhungert sind, bis wir die Langzeitpräferenz hatten, die uns das Überleben im Winter ermöglicht, und die uns von den Menschen aus wärmeren Erdteilen unterscheidet. Im Vergleich zu diesen Opferzahlen - wir sprechen hier von vielen hundert Millionen bis Milliarden Menschen - erscheint der Holocaust als leichtes Nasenbluten. Wir verspielen diese Anpassungen durch unsere Unfähigkeit, fremdes Leid zu ertragen, so dass all diese Menschen umsonst gestorben sind. Ich finde daher, dass die Ethik, die den “Mühseligen und Beladenen” ein evolutionäres Mitspracherecht einräumt”, selbst höchst problematisch ist, und einer dringenden Überarbeitung bedarf. BTW, die Anarchokapitalisten haben durchaus plausible Konzepte für eine Gewaltbegrenzung ohne Gewaltmonopol - David Friedman ist ziemlich gut darin, diese zu erklären - und ich halte das “Nichtaggressionsprinzip” zu diesem Zweck für hilfreicher, als eine Obszession mit den Elenden und Niedergeschlagenen.

Rolf Martens / 24.09.2018

Ich will jetzt nicht den Inhalt des Artikels in Gänze kritisieren, aber ich würde schon behaupten, dass uns technische Veränderungen bevorstehen, die in Richtung des “Transhumanismus” gehen, und diese nicht den Eliten vorbehalten bleiben werden. Bald gibt es Designerbabies. Die Chinesen forschen gerade daran, und sagen, dass sie einige Jahre vor der Marktreife eines Verfahrens stehen, mit dem eine befruchtete Eizelle zahlreiche genetische Eigenschaften von Hochbegabten und erfolgreichen Athleten verpasst bekommen, die in der Gruppe ebendieser statistisch gehäuft auftauchen. Intelligenz und Maximalleistung sind ja, wie Sie selbst sagen, erbliche Eigenschaften, und es klingt nach einem Ansatz, Gene, die überproportional häufig in besonders erfolgreichen Individuen vorkommen, ins Genom eines Designerbabies zu transponieren. So weit ich es verstanden habe, geht es den Chinesen darum, diese Anpassung möglichst billig und massenweise vorzunehmen, sie werden also einen Virus entwickeln, der die gewünschten Stellen im Genom der befruchteten Eistellen überschreibt, ohne, dass daran irgendetwas individualisiert wurde. Das Verfahren, ein Designerbaby zu erzeugen, wäre mit so einem Wirkstoff so leicht durchführbar, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass langfristig genetische Anpassung, die in dieser Art vorgenommen werden, für den Endverbraucher teuer sind. Im Gegenteil, je billiger und massentauglicher, desto besser. Sobald Designerbabies erstmal bei der Masse angekommen sind, die die Veränderungen an ihre biologischen Nachkommen weitergeben werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir auch weiterführende genetische Anpassungen an uns vornehmen, und unsere Spezies selbst coden. Ebenfalls würde ich davon ausgehen, dass Mensch-Maschine-Schnittstellen noch einiges Verbesserungspotenzial haben, ohne, dass man sie direkt an Nerven anschließen, oder den Designerbabies neue Gehirnareale wachsen lassen muss.

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