Besonders erfreulich sind Leserkommentare, die eigentlich selbst eigene kleine Texte sind. Und damit sie nicht alle in der Menge untergehen, veröffentlichen wir an dieser Stelle unregelmäßig den „Leserkommentar der Woche“.
Diesmal ist es ein Kommentar zum Beitrag „Dieter Hallervorden und Stephan Detjen: Nonstop Nonsens“ von Stefan Frank.
Leser M. Rottensteiner schreibt:
Das damalige, alliierte Konzept von der deutschen Kollektivschuld, der Anklage-Schock, hatte eben nicht die Kräfte des deutschen Gewissens geweckt, sondern die Kräfte der Abwehr gegen die Beschuldigung, für die nationalsozialistischen Schandtaten in Bausch und Bogen mitverantwortlich zu sein ... (frei aus: Kogon, Eugen: Der SS-Staat) ... was ja logisch war: der Wehrmachtssoldat -der, also sofern ihm die Möglichkeit gegeben war, anständig zu bleiben- der Industriearbeiter, der Landwirt ... konnten ja nicht im selben Ausmaß schuldig sein, wie bspw jene SD-Beamten, die Anne Frank in ihrem Versteck aufspürten, und nicht in dem Maße schuldig sein, wie die SS-Schergen, die sie schließlich im KZ Bergen-Belsen grausam ermordeten ... das alles ist eben selbst 80 Jahre danach mehr, als halbwegs anständige Menschen überhaupt ertragen können, und daher einen unterbewussten, psychologischen Abwehrmechanismus in so Manchen von uns zum Vorschein kommt lässt: dies wiederum um den mE absolut inakzeptablen Preis der Kameraderie mit den tatsächlich Schuldigen ... aber uns kann nun mal nichts anderes als die Wahrheit freimachen.
Zum Hintergrund: Leserkommentare dienen nicht nur dem Gedankenaustausch, sondern ergänzen mitunter die dazugehörigen Texte um neue Aspekte und geben ein Bild der Stimmungslage. Leserkommentare sind dabei nicht repräsentativ für die Leserschaft, viele Achgut-Leser stehen beispielsweise im Berufsleben und haben gar keine Zeit oder haben Scheu, sich öffentlich zu äußern. Umso mehr freuen uns sachliche und im Ton konziliante Zuschriften, die entsprechend unserer Netiquette ruhig kritisch sein können, aber nicht verletzend sind. Die Redaktion freut sich dabei ganz besonders über Kommentare, die eigentlich selbst eigene, kleine Texte sind.
Liebe Redaktion, wenn ich mir als jemand, dessen Kommentar auch schon an dieser Stelle als „Leserkommentar der Woche“ abgedruckt wurde, was mich natürlich gefreut hat, eine kleine Bemerkung erlauben darf (nicht auf den obigen Leserkommentar oder den Kommentator bezogen, sondern allgemein): wenn Kommentare durchgewunken werden, in denen andere Leser gefragt werden, ob sie ihre Tabletten genommen haben oder unter sexuellen Zwängen leiden, aber andere Kommentare ‚zensiert‘ werden, die einfach Meinung sind, und weder strafbar noch politisch in irgendeiner Form extrem, erzeugt das ziemlich viel Frust. Vielleicht könnte man diesbezüglich noch einmal nachjustieren, was die hausinterne Wertung von Kommentaren angeht. Danke.
Danke – auch für die Möglichkeit hierzu noch eine warnende Anmerkung anzufügen: Kogons Bericht -Der SS-Staat- ist nämlich wahrlich „nicht für Jeden geeignet“ … beispielsweise ist da schon der Titel der englischen Übersetzung wesentlich treffender – er lautet: „The Theory and Practice of Hell“ … aber wer -und zwar gerade unter uns Rechten- nun aber an unserer Verpflichtung zur Solidarität, echter Solidarität, also von Herzen Kommender mit Israel zweifelt -und psychisch stabil ist- sollte gerade dieses Buch vielleicht doch mal lesen.
Und noch ein Nachsatz: Dass die Kriegsmaschinerie sich selbst verdaut, ist mit dem Dritten Reich kein neues Phänomen gewesen. Im Dreißigjährigen Krieg ist das schon mal noch sehr viel sichtbarer durchgeschlagen, als die Landsknechte sich so sehr an das Krieg führen gewöhnt hatten, folglich gar nichts anderes mehr konnten und deshalb dann anfingen, die eigenen Bauern zu überfallen und auszuplündern, damit sie selbst nicht verhungerten. Was in ganz Europa zu vollkommen entvölkerten Landstrichen führte. Und ja, dieses Phänomen ist sogar heute noch sichtbar. Und zwar bei der US Kriegsmaschinerie: Wie haben die den Kalten Krieg gewonnen? Mit irrsinnigen Investitionen in deren Rüstungsindustrie um die Sowjets so massiv zu überrüsten, dass diese freiwillig aufgaben. Der friedliche Sieg über den Ostblock hatte also den üblichen Haken wie bei jedem anderen Krieg auch: Das wurde auf Pump finanziert, weil das Gold ja schon im Vietnam Krieg ausgegangen war. Aber irgendwie musste man das gepumpte Geld ja wieder zurückzahlen. Und wer sich jetzt noch fragt, warum es da seit 24 Jahren einen „War on Terror“ im Nahen Osten gibt und die Soldaten in Afghanistan damals neben ausufernden Mohnfeldern auf Patrouille gingen anstatt sie direkt abzufackeln, der hat nichts verstanden. Wie passt der „War on Terror“ zudem damit zusammen, dass hier seit 9/11 die Araber im Westen wie verrückt ihr Geld investieren und mit der Grenzöffnung 2015 die Tür für deren Fußvolk in rauen Mengen geöffnet wurde, was uns einen absurd grotesken „1984“ Überwachungsstaat eingebracht hat? Da läuft immer noch Schuldentilgung. Mit dem Geld derer, gegen die man eigentlich Krieg führt. Damit man dann auch hier gegen sie Krieg führen kann, wenn sie in Europa aufmüpfig werden. Einen Krieg zu beginnen ist einfach. Ihn zu stoppen unglaublich schwer. Und was kann Israel oder können die Juden dafür? Nichts. Die hat man da genauso hineingeködert wie uns auch. Nicht zum ersten mal…
2/2 Was hat damit jetzt der Zionismus oder Israel zu tun? Viel weniger als man zunächst meint. Der Beginn des Zionismus als sichtbare Bewegung datiert ungefähr auf 1880. Ursache war die bereits über Jahrtausende hinweg vorherrschende Judenverfolgung in Europa infolge einer eindeutigen und mutwilligen Fehlinterpretation der Bibel, mit der sich Herrscher bis heute gerne von der Verantwortung ihrer politischen Fehler entledigen, indem sie sie auf die Juden abschieben. Siehe neben dem Dritten Reich damals auch der Nahe Osten heute. Man wollte den Juden mit dem wiedererstehenden Israel eigentlich eine sichere Heimstätte schaffen, wo sie frei von Verfolgung leben können. Hitler kam erst 9 Jahre danach 1889 auf die Welt. Die Nazis erst 53 Jahre später 1933 an die Macht. Die Umsiedelung von Juden in den Nahen Osten lief schon lange vor der Machtergreifung der Nazis unter britischer Mithilfe. Und irgendwie haben die Nazis das mit Nietzsches Abhärtungsmantra „Was einen nicht umbringt. härtet ab!“ wohl etwas falsch verstanden und nach den ersten Umsiedlungsansätzen wie bei den Briten. man denke an die „Zentralstelle für jüdische Auswanderung“ unter Eichmanns Führung oder auch die zionistischen Camps in Deutschland wo die Juden auf das Leben im Nahen Osten vorbereitet werden sollten, von abhärten auf ausplündern und ermorden geschaltet. Und da schließt sich dann der Kreis zum durch Schulden finanzierten Krieg. Wenn das Geld nicht mehr reicht um den Krieg weiter zu führen, dann hört man meist nicht auf, sondern holt es sich durch kriegerischen Landgewinn, Enteignung, Zwangsarbeit und das Herausbrechen von Goldzähnen wieder rein. Die Kriegsziele waren 1940 alle erreicht, aber die Kasse wohl leer. Darum der Raubzug gen Osten, bei dem erst die Juden und dann sogar die deutschen Soldaten selbst verheizt wurden. Das Dritte Reich war ein schwarzes Loch dass alles verdaut hat was im nahe kam und am Schluss implodiert ist. Das Resultat des „Totalen Krieges“.
1/2: Erst mal zur Kollektivschuld am Holocaust: Das ist, war und bleibt genauso ein Blödsinn, wie die angebliche deutsche Alleinschuld am ersten Weltkrieg. Deutschland ist wegen des Beistandspaktes mit Österreich-Ungarn in den Ersten Weltkrieg eingetreten. Was sich dann entladen hat, war die alte Rivalität und der Kampf um Macht und Hoheitsgebiet, der in Europa durch das alte Rom, die Wikinger, die Hunnen und neben vielen weiteren anderen auch durch die Franzosen unter Napoleon immer wieder ausbrach. Nicht mehr, nicht weniger. Jetzt kommt der interessante Teil: Krieg führen kostet Geld. Und das will man ja irgendwo hernehmen und irgendwie wieder hereinbekommen. Entweder beim Kriegsverlierer und wenn der Pleite ist und nicht mehr liefern kann, geht man dann an dessen Tafelsilber bzw. Gold und wenn das alle ist, eben auf Pump mittels gedruckter (Schuld- bzw. Geld) Scheine bei den Banken. Und wenn die Banken dann in geistiger Umnachtung auch noch liefern weil sie ein Geschäft wittern, dann müssen die Schulden ja irgendwie wieder beglichen werden, was dann in einem weiteren Krieg bzw. Raubzug mündet. Und das war dann der Zweite Weltkrieg. Schuld waren die Banken an den Machtkämpfen und der Kriegstreiberei NICHT. Aber sie haben sie dummerweise finanziert. Und wenn man als Schuldner weiß, dass man seine Schulden wohl nie zurückzahlen kann, dann schiebt man die Schuld für das schlechte Wirtschaften eben auf die Banken oder fackelt sie gleich ganz ab. Stichwort: „Weltfinanzjudentum“ und „herausgebrochene Goldzähne bei KZ Insassen“. Aber jetzt kommt das große ABER: 1. Weder Marine noch Luftwaffe waren daran direkt beteiligt. KZs gab es nicht auf Schiffen und auch nicht auf Flugzeugen. Insofern ist Kollektivschuld schon mal Blödsinn. 2. Die Nazi Führungselite hat während ihrer Regentschaft selbst keine Steuern gezahlt und sich mit Raub(kunst) die Taschen vollgestopft. Der Landser aber nicht. Der ist wie die Juden verheizt worden. Insbesondere in Stalingrad.
„Das damalige, alliierte Konzept…“ – Wären gesellschaftspolitische Konzepte erfolgreich, würde man diese einmal und nie wieder anwenden müssen. Völker zu erziehen, ist Größenwahnsinn und nie umsetzbar. Das schafft/e nicht mal der Kommunismus. In Nordkorea heult man auf Kommando öffentlich auf der Straße, um nicht zu sterben. Abseits der Öffentlichkeit wüten in den Köpfen und Herzen der Bevölkerung die Fäuste in den Gesichtern der Nomenklatura.
Man kann ein Verbot positiv begründen, wie es das GG tut: „Art 38 (1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.“ Das schließt eine Staatsräson genauso aus wie den Fraktionszwang. Die Parteien halten sich aber weder an die Verfassung, noch an die Gesetze. Die spielen falsch, weil sie wissen, daß ihre Programme keine Mehrheit finden. Was M. Rottensteiner behauptet, ist die Rechtfertigung für die Finanzierung der NGO-Brigaden für die richtige Meinung. Das ist die Grundlage für die Linkspartei, die nur darum existieren kann, weil die Täter sich wieder als Erleuchtete ausgeben. Die Verfassung nennt sich ja nicht darum freiheitlich-demokratisch, weil die Alliierten die als idologischen Knast für die Deutschen betrachten. Es sind die Feinde im Inneren, die dieses Land unter Quarantäne stellen und die Atmosphäre vergiften, es sind nicht die Alliierten.