Redaktion / 20.01.2024 / 13:00 / 6 / Seite ausdrucken

Leserkommentar der Woche: Ausgefeilte demagogische Rhetorik

Besonders erfreulich sind Leserkommentare, die eigentlich selbst eigene kleine Texte sind. Und damit sie nicht alle in der Menge untergehen, veröffentlichen wir an dieser Stelle regelmäßig den „Leserkommentar der Woche“.

Leserkommentare dienen nicht nur dem Gedankenaustausch, sondern ergänzen mitunter die dazugehörigen Texte um neue Aspekte und geben ein Bild der Stimmungslage. Leserkommentare sind dabei nicht repräsentativ für die Leserschaft, viele Achgut-Leser stehen beispielsweise im Berufsleben und haben gar keine Zeit oder haben Scheu, sich öffentlich zu äußern. Umso mehr freuen uns sachliche und im Ton konziliante Zuschriften, die entsprechend unserer Netiquette ruhig kritisch sein können, aber nicht verletzend sind. Die Redaktion freut sich dabei ganz besonders über Kommentare, die eigentlich selbst eigene, kleine Texte sind.

Und damit diese entsprechend gewürdigt werden, veröffentlichen wir an dieser Stelle regelmäßig „Leserkommentare der Woche“. Diesmal ist es ein Kommentar zu Cora Stephans Beitrag „Die neue Cora Stephan-Kolumne: Toxische Weis(s)heit“:

A. Nölle schreibt:

Mein Eindruck ist, dass das gemeinsame Merkmal aller Ampelprotagonisten ihre ausgefeilte demagogische Rhetorik ist. Ich habe wieder und wieder Frau Langs Antworten bei Markus Lanz angehört und würde sagen: Da sitzt ein Mensch, dessen hauptsächliche Qualifikation darin besteht, sich nach außen den Anschein von Gesprächsbereitschaft zu geben, der aber wirklich jede Gelegenheit nutzt, eine Diskussion zu spalten, vom Thema abzulenken oder auf eine falsche Fährte zu führen. Immer wenn man glaubt, diese aalglatten Sprechblasenpolitiker in die Ecke gedrängt zu haben, hüpfen die auf ein anderes Thema. Das Ziel solcher Gespräche besteht längst nicht mehr im gemeinsamen Erkenntnisgewinn, sondern darin, Zeit zu gewinnen, um die eigenen Projekte durchzuziehen, bei denen Transparenz unerwünscht ist. Die „inhaltliche Arbeit“, wie es so schön heißt, machen die Stäbe im Hintergrund. Auch Skandale und Empörung sind längst ein taktisches Mittel der Politik. Transparenz heißt das Gebot der Stunde und das wird nur noch gehen, indem man kleinschrittig jede Politikeräußerung und jede Gesetzesinitiative durchleuchtet und auseinandernimmt: Was soll das Gesetz leisten, wie wird es begründet, was bringt es tatsächlich? Die Herrschaften in Berlin müssen spüren, dass die Zeiten definitiv vorbei sind, in denen sie den Menschen ein X für ein U vormachen konnten.

Foto: Bildarchiv Pieterman

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Leserpost

netiquette:

Peter Neumeyer / 20.01.2024

Achse, das ist wirklich ganz toll, dass Ihr solche besonders guten Kommentare wertschätzt und dies auch vermittelt.

Rainer Irrwitz / 20.01.2024

billige rhetorische Tricks. Was wirklich genial an der Systempropaganda ist: dass die ganz gut steuern kann ob sich etwas gut oder schlecht “anfühlt”. Das funktioniert ganz losgelöst von Logik, Vernunft und Tatsachen. Das ist eine eigene Wissenschaft die durch die Analyse des digitalen Konsums und (a)sozialer Netzwerke enorme Fortschritte gemacht hat, funktioniert aber nur durch die mehrheitlich gleichgeschaltete Übermacht der Systemmedien. Ich staune immer wieder über Zeitgenossen die den Begriff “rechts” inzwischen ganz selbstverständlich negativ konnotieren! Neu ist die Idee ja nicht, aber in dieser perfektionierten Form ist das schon ein Phänomen.

Thomas Taterka / 20.01.2024

In der ” Brücke am Kwai ” wird solange rumgezettelt , bis den tatsächlich Leidgeprüften wieder einfällt , durch “Anregung ” von außen , daß die Brücke wieder weg muß . Viel Freude beim Sortieren der Zettelkästen . Zeit ist in der Opposition ... nichts .

Karsten Dörre / 20.01.2024

Metadiskussionen sind normal, wenn eigene Positionen hinterfragt werden. Das ist kein grünes Alleinstellungsmerkmal. Das beginnt schon in der kleinsten Zelle der Gemeinschaft, in der Familie beim Streit.

Stefan Riedel / 20.01.2024

“Was soll das Gesetz leisten, wie wird es begründet, was bringt es tatsächlich? Die Herrschaften in Berlin müssen spüren, dass die Zeiten definitiv vorbei sind, in denen sie den Menschen ein X für ein U vormachen konnten.” Ich setze andere Präferenzen. Unsere lausiges Schulsystem, Infrastruktur in D genauso vierte Welt, Gewaltenteilung, die Politmafia kann über Parteiverbote schwadronieren, verdammt noch einmal in einem Rechtsstaat entscheiden dürfen das nur, Achtung, unabhängige Gerichte. Weiter. Immigration, Selbstmord auf Raten, verfluchter Parteienstaat, Kampf gegen die Öko-Kulturmarxisten, sie hinterlassen nur verbrannte Erde. Weiter. Medienpropagandamob, Industriestandort D, nicht Paradies für den ökologischen industriellen Komplex, EU, eine Form der organisierten Kriminalität,.... Ich will den Leserbrief der Woche nicht schlecht reden, hochintelligente, klar formulierte Vorschläge. Aber können wir uns hier in D anno 2024 diese Vorschläge noch leisten (vielleicht haben wir den “Point of no Return” schon längst überschritten)?

Rudi Hoffmann / 20.01.2024

Genau das ist es was Frau Lang gelernt hat , auch vorzüglich beherrscht und von den jeweiligen Talkmastern unterstützt wird . Immerhin das kann sie und deshalb ist sie Vorsitzende der Grünen .

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