Fundstück / 27.10.2013 / 05:16 / 2 / Seite ausdrucken

Leon de Winter: Wo der Mann noch Mann sein darf

In unseren postmodernen europäischen Ländern haben wir die Idee vom Krieger begraben. Das hat sich binnen kurzer Zeit vollzogen. Auf anderen Kontinenten ist man noch nicht so weit. Mir scheint, dass der konservative Islam gerade wegen der klaren Rollenbilder, denen der Gläubige folgen kann, eine so große Anziehungskraft auf junge Muslime ausübt. Im Islam kann der Mann noch Krieger sein, ist der Mann noch Mann und die Frau noch Frau, auf der Grundlage uralter Rollenbilder, wie sie im Koran, im Hadith, in der Scharia angegeben sind.

Kennen islamische Kämpfer, die aus dem Krieg nach Hause zurückkehren, so etwas wie eine posttraumatische Belastungsstörung? Gibt es in islamischen Ländern Jungen mit ADHS? Dort legitimiert das Konzept des Dschihad junge Kämpfer, Krieg zu führen und Feinde zu enthaupten, Beute zu machen und Frauen zu nehmen, die sie in ihre Gewalt gebracht haben. Damit kann kein Computerspiel mithalten.
http://www.focus.de/kultur/buecher/tid-34315/kultur-und-leben-medien-kleine-krieger-unsere-schulen-tun-gerade-so-als-waeren-jungen-defekte-maedchen_aid_1138982.html

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Leserpost

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Franz Roth / 28.10.2013

Es ist schon interessant, wie immer wieder die “good old times” der “Knaben-Raufereien” verklärt werden! Meine Erinnerung sagt mir, dass keineswegs da zwei “Ebenbürtige” gegeneinander angetreten sind, sondern dass Stärkere mutwillig auf Schwächere eingeprügelt haben, dass drei auf einen los sind. Das waren auch damals schon Schläger, die nicht aufgehört haben, wenn einer “besiegt” war. Die einzige Chance, dagegen zu bestehen, war kämpfen zu lernen

Günther Denkmal / 27.10.2013

Der Text spricht viele richtige Dinge an.  Mich stören aber einige Feinheiten an dem Artikel von Leon de Winter, die ich aber für erwähnenswert halte. Zunächst liegt, meiner Ansicht nach, die Lust an (realer) Gewalt weder in der “Biologie”, noch in der Natur “des Mannes” oder der von Jungen. In Männern ist zwar durch ihre Biologie (Hormonstruktur und Körperbau) eher die Möglichkeit zur körperlichen Aggression angelegt, als bei Frauen. Die Möglichkeit zu körperlicher Aggression, die potentielle Vorliebe zu physischem Kräftemessen bedeutet aber noch nicht automatisch “Freude an Gewalt”. Fairer Wettstreit, auch körperliche Auseinandersetzung zwischen ebenbürtigen Kontrahenten und nach klaren Regeln halte ich bei Heranwachsenden Jungen für natürlich und nicht automatisch schlecht - in klarer Abgrenzung zu den blutigen Vernichtugsorgien unserer Zeit, bei denen Opfer noch wehrlos am Boden liegend bewußt lebensgefährlich verletzt oder gar getötet werden, nur weil sie zum Beispiel einen Streit schlichten wollten. Heute wird Aggressivität zumeist rein negativ gesehen. Dabei wird vergessen, dass die Menschheit ohne Aggressivität wahrscheinlich nicht überlebt hätte. Wir leben in einer Natur, in der man ganz ohne Aggressivität - oder zumindest die Möglichkeit dazu - schlecht überleben kann.    An dem Artikel stört mich ausserdem, dass wieder die Computerspiele als Bösewichte oder zumindest als erbärmliche Krücke für den Gewaltliebenden herhalten müssen. Wenn ich einer Spielfigur in einem Shooter in den Kopf schiesse (einen Headshot verpasse), bedeutet das eine elektronische Information auf irgendeinem Speichermedium und für mich die Freude, getroffen zu haben. In der Realität würde es einen toten Menschen bedeuten und zahlreiche andere Menschen, denen dadurch großer Schmerz zugefügt wird. Wer das nicht unterscheiden kann, ist tatsächlich krank. Den vielen millionen Zockern auf der ganzen Welt, die zwischen zehn und fünfzig Jahren alt sein können und zumeist voll im Leben stehen, eine Störung, ein Defizit oder gar Krankhaftigkeit zu unterstellen, halte ich für völlig daneben.  Auch Mädchen und Jungen in den Schulen zu trennen, halte ich für Unsinn. Es gibt zwei unterschiedlche Geschlechter - was mAn zu den schönsten und aufregendsten Dingen des Lebens gehört - und wir können mAn nicht früh genug damit anfangen, unsere (zu wenigen) Nachkommen an diese natürliche Tatsache zu gewöhnen und uns aneinander zu gewöhnen.

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