Peter Grimm / 15.04.2017 / 06:25 / Foto: Duch.seb / 12 / Seite ausdrucken

Leichter wählen mit leichter Sprache

Sie dachten vielleicht früher, dass Politik eine ernste und schwere Angelegenheit sei. In Schleswig-Holstein beweisen Politiker im Landtagswahlkampf, dass man Politik auch leicht nehmen, bzw. in „Leichter Sprache“ erklären kann. Diese „Leichte Sprache“ hat inzwischen Konjunktur. Jede öffentliche Einrichtung, die etwas auf sich hält, hat sich Informationsmaterial in möglichst simplem Deutsch erstellen lassen, damit ihre Inhalte auch für Menschen verständlich werden, denen die gängige deutsche Schriftsprache zu komplex ist. Das ist wirklich ein gut gemeintes Anliegen, denn es soll ja möglichst niemand ausgegrenzt werden.

Aber ist die Politik in vielen Bereichen nicht doch zu komplex für die „Leichte Sprache“? In Schleswig-Holstein offenbar nicht, denn hier traut man sich die nötige Vereinfachung zu. Es gibt schließlich schon beeindruckende Vorbilder. Die Deutsche Rentenversicherung hat es beispielsweise geschafft, die staatliche Altersvorsorge in „Leichter Sprache“ zu erklären. Der Landeswahlleiter in Kiel ließ die Wahlbenachrichtigungen, die unterschiedslos an alle Wahlberechtigten geschickt werden, in leichter Sprache drucken. Es wäre eine böse Unterstellung, zu argwöhnen, die Landesregierung wollte damit allen Wählern sagen, dass sie sie nicht für fähig hält, komplexere Sachverhalte zu erfassen. Der Inhalt einer Wahlbenachrichtigung ist ja im Grunde auch recht simpel. Im Gegensatz zum Wahlprogramm einer Partei. Lässt sich das denn auch so leicht beschreiben?

Ja! Ein eindrucksvolles Beispiel dafür liefert die SPD aus Schleswig-Holstein, die ihre Vorhaben dem Wähler auch in „Leichter Sprache“ erklären kann. Dem Wähler? Nicht der Wählerin? Ja, denn auch bei Sozialdemokraten ist das Gendern für die „Leichte Sprache“ zu schwer:

Damit das Programm leichter lesbar
ist, verwenden wir nur die männliche
Form.
Alle Bezeichnungen und Inhalte sind
für alle Geschlechter.

So einfach ist das. Nachdem wir die sprachliche Geschlechtergerechtigkeit unerwartet simpel erledigen konnten, kommen die Genossen zu etwas Grundsätzlichem:

Wenn wir etwas versprechen,
dann führen wir es auch durch.
Unsere Versprechen haben wir
uns gut überlegt.
Wir versprechen nicht alles.
Mit unserem Wahl-Programm
geben wir dem Bürger einzelne
Versprechen.

Wie aufrichtig und überzeugend. Dann würden wir doch gern mal etwas von den einzelnen Versprechen lesen:

Wir arbeiten jeden Tag für eine
gerechte Gesellschaft:
Für jeden Menschen
in Schleswig-Holstein.
Nur mit uns gibt es gute Arbeit.
Und die beste Bildung.
Und starke Familien.
Und ein modernes Bundesland.

Gut, das war jetzt noch nicht ganz so konkret, aber es regt zum Nachdenken an. Manch einer könnte sich fragen, wieso er eine starke Familie kennt, an der kein Sozialdemokrat beteiligt ist. Oder ist da heimlich immer irgendwo ein Sozialdemokrat mit dabei? Bevor wir uns in solche Fragen verstricken, erst noch etwas Essentielles:

Verschiedene Menschen müssen die
gleichen Chancen im Leben haben.
Damit es gleiche Chancen für alle
Menschen gibt, müssen alle Menschen
gute Informationen bekommen.
Gute Informationen sorgen
für gute Bildung.
Dann wissen Menschen gut Bescheid.

Also dann mal ran an die guten Informationen und die einzelnen Versprechen. Das Wahlprogramm bietet auch in „Leichter Sprache“ die übliche Wahlkampflyrik, sortiert nach Politikfeldern. Aber manchmal wird es wirklich ganz konkret und nachvollziehbar. Nehmen wir zum Beispiel den Bereich „Mobilität“. Zuerst wird dankenswerterweise erklärt, worum es dabei geht:

Mobilität bedeutet:
Eine Person kann sich von einem Ort
zum anderen Ort bewegen.
Menschen müssen in unserer Gesellschaft
beweglich sein.
Nur so können sie überall
am Leben teilnehmen.
Es gibt verschiedene Verkehrsmittel,
um beweglich zu sein:
- Bus und Bahn
- Auto
- Fahrrad

Dass der Luftverkehr und die Schiffe nicht vorkommen, liegt vielleicht daran, dass sich die Wahlversprechen vor allem auf Landwege beziehen. Beispielsweise hier:

Die Eisenbahn-Verbindungen sollen besser werden
Einzelne Eisenbahn-Strecken sollen verbessert werden.
Zum Beispiel:

- Die Gemeinde Schönberg an der Ostsee im Kreis Plön
- Die Stadt Geesthacht
sollen an den Zug-Verkehr
angeschlossen werden.

Das sind doch mal konkrete Aussagen. In schwerer Sprache hätte man jetzt vielleicht die Information erwartet, dass der Anschluss ans Bahnnetz allenfalls wiederhergestellt werden kann, denn beide Orte hatten schon einmal Bahnverkehr. Geesthacht wurde 1906 erstmals von der Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn angefahren, zehn Jahre später kam die sogenannte Krümmelbahn hinzu. Und zum Bahnanschluss von Schönberg weiß Wikipedia zu berichten: „Von 1914 bis 1975 war Schönberg Bahnstation der Kiel-Schönberger Eisenbahn, welche derzeit reaktiviert wird.“ Da scheint jetzt nicht jedes einzelne Versprechen so ganz neu zu sein.

Aber wir wollen hier nicht kleinkrämerisch sein. Es gibt wirklich viele Vorhaben, die das Programm aufzählt: Bessere Bahn-Anbindungen an Hamburg, die Wiedereröffnung der Bahnstrecke zwischen der Wrist und Kellinghusen und auch auf der Straße soll es besser werden. Die SPD verspricht zudem, alle Landesstraßen bis 2030 zu reparieren und vom Bund mehr Geld für Autobahnen und Bundesstraßen zu verlangen. Und dann gibt es eine schwere Zusage in „Leichter Sprache“:

Die neuen Verkehrs-Projekte
sollen ohne Fehler geplant werden.

Wow! Wie klar und eindeutig das ist. Daran kann sich die Partei dann wirklich messen lassen. Ist eigentlich so ein Programm in „Leichter Sprache“ ebenso verbindlich wie das in normalem Deutsch? Jedenfalls erläutert die SPD ihre Vorhaben in allen Bereichen, ob Wirtschaftsförderung, bessere Bildung oder eine bessere Verwaltung. Wer würde beispielsweise einer solchen Aussage widersprechen wollen:

Alle Menschen in Schleswig-Holstein
sollen durch Bildung gleiche Chancen
für das Leben bekommen:

- Menschen aus allen sozialen Gruppen
- Frauen und Männer
- Gleich-geschlechtliche oder
verschieden-geschlechtliche Menschen
- Menschen mit und ohne Behinderungen

Man hätte noch so viele Spiegelstriche anfügen können, doch in „Leichter Sprache“ wird darauf dankenswerterweise verzichtet. Und beim nächsten Mal könnte man auf die Spiegelstriche vielleicht sogar ganz verzichten, denn „alle Menschen“ reicht eigentlich.

Doch kommen wir mal wieder zu den konkreten Punkten: Auch mehr Zugang zu schnellem Internet auf dem Land ist ein wichtiges Thema:

In ganz Schleswig-Holstein soll es
schnelles Internet geben
Schnelles Internet ist für unser Leben
sehr wichtig.

Schleswig-Holstein hat in den letzten
Jahren viel schnelles Internet gebaut:
Mehr als jeder zweite von drei
Schleswig-Holsteinern hat schnelles Internet.

Ob das nun wirklich im Jahre 2017 mitten in Europa als Erfolg gelten kann, wenn ein Drittel der Menschen keinen schnellen Internet-Zugang haben, darüber kann man in „Leichter Sprache“ vielleicht nicht so gut streiten, deshalb lassen wir das hier. Verheißungsvoller klingen ja auch Sätze wie dieser:

Die SPD hat einen Plan
gemacht, damit der Kontakt
mit der Verwaltung gut klappt.

Die Menschen müssen aber weiterhin
die Möglichkeit haben, mit den Mitarbeitern
der Verwaltung persönlich zu sprechen.

Die Mitarbeiter können nicht immer sofort
Auskunft geben.
Die Menschen können die Informationen dann
auch im Internet finden.

Ein guter Plan. Wer schnelles Internet hat, braucht nicht so viel Verwaltung. Oder wie sollte man sich diese Aussage aus der leichten in die schwere Sprache übersetzen? Aber es ist ja schön, wenn einen auch einfache Formulierungen zum Nachdenken anregen können.

Kommen wir am Ende unseres schlaglichtartigen Durchblätterns des SPD-Wahlprogramms zu der sozialdemokratischen Kernkompetenz schlechthin, dem Sozialen. Da findet sich natürlich u. a. auch die Forderung nach Bundesmitteln für den zweiten Arbeitsmarkt sowie verschiedene Förderversprechen für Benachteiligte. Zusätzlich kündigt die SPD noch landesspezifische soziale Maßnahmen an:

Wenn Betriebe Arbeitnehmer
schlecht behandeln,
dann sollen sie keine Aufträge vom Bundesland
Schleswig-Holstein bekommen.
Diese Betriebe werden dann in eine
Liste eingetragen und nicht mehr beauftragt.
Das ist neu.

Und auch für die Bürger Schleswig-Holsteins, die kein Problem mit ihrem Arbeitgeber haben, hätte eine SPD-Landesregierung einen großen Schritt zu etwas mehr Gerechtigkeit zu bieten:

Das Bundesland Schleswig-Holstein hat
9 gesetzliche Feiertage.
Im Vergleich zu den anderen Bundesländern in
Deutschland ist das wenig.
Die SPD will deshalb einen
zusätzlichen Feiertag
in Schleswig-Holstein einführen.

Spannend ist jetzt nur die Frage, was denn am neuen Feiertag gefeiert werden soll. Vielleicht kann man ja die Feiertagsgerechtigkeit mit der Einführung des ersten islamischen Feiertages verbinden.

Der Beitrag erschien auch auf Peter Grimms Blog Sichtplatz.

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netiquette:

Karla Kuhn / 15.04.2017

“Mobilität bedeutet: Eine Person kann sich von einem Ort zum anderen Ort bewegen.” Oh, na so was, danke SPD, das habe ich bisher noch nicht gewußt.  In der SPD befinden sich kluge Menschen, wir müssen alle dankbar sein für diese Erkenntnis. Dieses entsetzliche ............ verhärtet meine Meinung, daß wir anscheinend wirklich für blöd gehalten werden . Beim Ostereier suchen kann es schon mal passieren, daß das eine oder andre Ei faul ist, also Augen auf.

Kathrin Mehlitz / 15.04.2017

Wa, wa, wa Das beleidigt meine Intelligenz- Sprache auf Niveau eines Kindergartens bzw der Vorschule. Das kann ich nicht mal lesen, geschweige dann verstehen..

Hans Peter Kovacs / 15.04.2017

Das ist toll: “Die SPD verspricht ... vom Bund mehr Geld für Autobahnen und Bundesstraßen zu verlangen.” Politik ist so einfach. Wahlversprechen erfüllen - ein Kinderspiel.

Peter Hansen / 15.04.2017

Die Wahlbenachrichtigung in dieser “leichten” Sprache hatte ich auch im Briefkasten. Die Politk unterstellt ihren Bürgern damit Unmündigkeit und zeigt offen, dass sie diese für dumm und ungebildet hält. Die SPD entfernt sich immer mehr von ihren Idealen und nähert sich der grünen Ideologie der scheinbar Gebildeten immer weiter an. Passend zum Wahlkampfprogramm der SPD die Anträge der Jusos an den Bundeskongress (Google-Stichworte: antragsbuch juso bundeskongress), mit Sozialdemokratie hat das nicht mehr viel zu tun.

Günter Hölzer / 15.04.2017

Bravo, liebe SPD, dass ihr euch so locker auf das niedrige Niveau der Bürger ´runterschrauben könnt! Ich wußte allerdings auch nicht, dass die Schleswig-Holsteiner sooo doof sind. Sollte man die überhaupt an die Wahlurnen lassen?

Andreas Rochow / 15.04.2017

Vielleicht merken die Schleswig-Holsteiner etwas und fordern den Gedenktag gegen die Infantilisierung und Primitivisierung der Partei-Propaganda. Klar wird jedenfalls, was die SPD-Einfachsprecher von ihren Wählern halten.

Max Hoffmann / 15.04.2017

Niemand soll behaupten, unsere Politiker hätten keine Visionen. Ich entnehme dem Text folgendes: bald wird, bedingt durch das simple Bildungssystem der BRD (Bunte Republik Deutschland), das geistige Niveau der meisten Bürger so weit gesunken sein, dass Wahlpropaganda nur noch auf diese Weise unter die Leute zu bringen ist. Der vereinfachte Text ist eine hervorragende Vorlage für Dolmetscher, sehr hilfreich beim Übersetzen ins Hocharabische und seine vielen sprachlichen Varianten.

Dieter Frölich / 15.04.2017

Das Witzigste ist eigentlich die Passage “Mehr als jeder zweite von drei Schleswig-Holsteinern hat schnelles Internet.” Die ist ja weder leicht noch schwer, sondern einfach nur sinnfrei: Jeder zweite wäre eigentlich 50%. Da aber noch “von drei” dabei steht, sind es eigentlich nur 33 1/3 %, denn unter dreien gibt es nur eineinen zweiten. Oder war womöglich “zwei von drei” gemeint? Dann handelt es sich hier wohl nicht um leichte Sprache, sondern um leichtes Denken.

Hans Meier / 15.04.2017

Der „neue Feiertag“ wird „das Windmühlen-Fest sein“ mit dem Schleswig-Holstein seine SPD-Millionäre in der Fläche ehren wird.

JF Lupus / 15.04.2017

Leichte Sprache ist schlecht. Sie zerstört unsere reiche Sprache. Die muss man eben lernen. Die SPD ist schlecht. Die SPD hält uns für dumm. Genau wie die Cdu. Und die Grünen. Und die Linken. Und die FDP. Und die Gutmenschen. Gutmenschen lassen nur ihre eigene Meinung geltwn. Alle anderen sind Nazis.

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