
Anscheinend haben auch die Muslime nichts mit dem Islam zu tun und die Extremisten erwachsen sicher auch nicht aus den muslimischen Gemeinden sondern aus dem Nichts ohne muslimische Eltern oder Freunde. Ernsthaft: Eine Diskussion mit Herrn Mazyek ist sinnlos. Was soll er denn bitte anderes sagen? Er hat keinen Einfluss auf seine Schäfchen und er möchte, wie die anderen Muslime auch, weiter in einen stabilen Wohlstandsland leben und hofft, dass die Mehrheitsgesellschaft die Probleme, die seine Gruppe verbricht, irgendwie akzeptiert ohne sich groß darüber zu beschweren. Außerdem ist sowieso jede Sendung, die die Öffentlich-Rechtlichen zum Thema Islamismus bringen reine Beschwichtigung und daran wird sich auch lange nichts ändern. Ich las heute über eine seriöse Umfrage, die ein erschreckendes Ergebnis lieferte. In Frankreich sympathisieren 16% der Menschen mit ISIS. Bei den jungen Franzosen sind es über 25%. Bedient man sich der Sicht der Apologeten, hat dies bestimmt nichts mit dem hohen Anteil von Muslimen in Frankreich zu tun. Auf jeden Fall darf Frankreich als erstes entscheiden, ob es seine Probleme so wahrnimmt, wie sie in der Realität existieren. Deutschland darf hier noch etwas in der Naivität verweilen.
Ich wohne in Neukölln und seit einiger Zeit begegnen mit vermehrt bärtige Männer in langen Gewändern mit einer Kappe auf dem Kopf, häufig begleitet von einer hinterherlaufenden Frau in Nikab oder Tschador. Keine 100m von meiner Wohnung gibt es eine Buchhandlung, die ausschließlich Bücher und Broschüren verkauft, auf deren Einband bärtige, grimmig dreinschauende, ältere Männer abgebildet sind, die im Buch vermutlich zu Gleichberechtigung und Integration aufrufen. Am letzten Samstag gab es eine typische antis-, äh natürlich nur antizionistische “Kindermörder Israel” Demonstration. Dabei wurde auf regelmäßg von allen mit Inbrunst Allahu akbar gerufen. Da ich vermutlich paranoid bin, dachte ich bisher, das alles habe mit dem Islam zu tun. Mein Dank geht an Herrn Broder, der mir die Augen geöffnet hat, so dass mir nun klar ist, dass die alles selbstverständlich nichts mit dem Islam zu tun hat.
Die jubelnden ” gemäßigten Muslims”, welche man am 09.11.2001 in Kreuzberg, Duisburg und in den übrigen Teilen der Welt beim Feiern zuschauen konnte, als die Twin towers in sich zusammenstürzten hatten ebenfalls nichts mit dem Islam zu tun. Ebensowenig die ständigen Übergriffe von Muslims auf Trägern von Davidsternen und Kippas, welche offensichtlich Nicht-Muslims sind.
Nur wenige Tage nach der Katastrophe vom 11. September 2001 meldeten sich die Stimmen, die ausdrückten, was der damalige Bundeskanzler Schröder in peinlicher Dummheit auf den Punkt brachte: „Die Anschläge haben – das wissen wir – nichts, aber auch gar nichts mit Religion zu tun“. Dieser Meinung schlossen sich, eine einhellige Solidaritätsfront für den Zentralrat der Muslime bildend, Bundespräsident Johannes Rau, Innenminister Otto Schily, Kardinal Karl Lehmann, EKD-Präses Manfred Kock, sogar Paul Spiegel, der Zentralratspräsident der Juden in Deutschland an. Respekt vor dem authentischen, das soll heißen friedlichen Islam, mahnte auch der Papst an und in diesem Sinne äußerten sich Bush, Blair und viele andere. Es wird hier die Ansicht vertreten, der „authentische“, ach so gute Islam, habe nichts, aber auch gar nichts, mit dem Fundamentalismus und dem Terror zu tun. Ausgehend von dem Dogma, der Islam ist tolerant und friedlich, kann man den brutalen Terrorakt nur dadurch einordnen und verstehen, dass man ihn vom Islam trennt. Der böse Fundamentalismus ist es also, der den toleranten und friedlichen Islam für seine politischen Zwecke missbraucht und ihn in Mißgredit bringt. Auf diese Weise konnte sich der Islam unter der höchsten Schirmherrschaft der Regierung und der Kirche etablieren. Dieser fundamentale Irrtum, dass der Terrorismus nichts mit dem Islam zu tun habe, ist der Keim für den Untergang der westlichen Demokratie.
Was für ein Glück, dass man den Juden nicht zur Hilfe gekommen war. Auf diese Weise konnten aus Opfern nicht versehentlich Täter werden. Wir stellen uns gerne auf die Seite der Opfer, aber es muss eben auch sichergestellt werden, dass die Opfer Opfer bleiben und sich nicht versehentlich wehren können. Alles andere würde unser Gewissen zu sehr belasten.
Die mittelalterlichen Hexenverbrennungen haben ja schließlich auch nichts mit dem Christentum zu tun gehabt. Vielleicht sind die IS-Jugendlichen ja nicht alle von vornherein böse Menschen, jedoch “Mit oder ohne Religion würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.“ Steven Weinberg
Die aufgeführten Ereignisse haben nicht im geringsten mit dem Islam zutun. Die Ursachen sind Armut, Mangel an Bildung, Unterdrückung und der Raubtierkapitalismus. Warum Sie so immer auf den Putz hauen Herr Broder, hat mittlerweile auch der einfachste Bürger erkannt. Sie sollten lieber einer richtigen Arbeit nachgehen. Arbeit macht nämlich frei. Ihre Beiträge zu der Problematik “verschlimmbessert” alles nur noch… Danke.
Das “Undenkbare” zu formulieren bedeutet, dass wir darauf vorbereitet sein müssen, dass mit dem “Islamismus” nur das fortgeführt werden soll, was der “Kommunismus” nicht erreichen konnte, wobei deren gescheiterte “Strategen des Untergangs” die entsprechende Logistik liefern. Es ist schon mehr als makaber und erschreckend, aber auch in gewisser Weise logisch zugleich, wenn Kommunisten, die die Christen in ihren eigenen Länden unterdrückten und verfolgten, um mit Sprüchen wie “Religion ist Opium für das Volk” ihr handeln zu erklären, nun ausgerechnet mit fanatischen Islamisten gemeinsame Sache machen. Ich bin überhaupt nicht fromm, habe aber immer die “Kirche im Dorf gelassen” und die kulturhistorischen Leistungen der Kirchen anerkannt, beklage aber diese unsinnige Zersplitterung, da die heutigen Verhältnisse Zusammenarbeit verlangen.
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