Robert von Loewenstern / 09.03.2022 / 06:15 / Foto: Donkey Hotey / 196 / Seite ausdrucken

Läuft bei dir, Gospodin Putin!

Ein Brief an Wladimir P. mit Würdigung seiner Erfolge und Ausblick auf die Entwicklung in der Ukraine. Inklusive Geheimtipp für die nächste Eroberung!

Sdráwstwujte, Wladimir Wladimirowitsch! Ich sag einfach mal „du“ zu dir, okay? Wir haben schließlich einiges gemeinsam. Mein Vater zum Beispiel war Baltendeutscher, geboren und halbwegs aufgewachsen in Riga. Das liegt in Lettland und ist deshalb irgendwie auch russische Erde, stimmt’s? So gesehen, bin ich quasi ein halber Russe. Die andere Hälfte ist bayerisch, also fast wie deutsch, weswegen uns eine Menge Geschichte, Tradition und Kultur verbindet.

Ich schreibe daher hier von Mann zu Mann, von Russe zu Russe und von Skifahrer zu Skifahrer. Als Deutscher außerdem von Massenmörder zu Massenmörder, ist klar. Apropos, da sind wir schon mitten im Thema. Genau, es geht um deine, ähem, „spezielle militärische Operation“ in der Ukraine. Die läuft ja bisher eher so mittel, wenn ich das richtig sehe. Bitte nicht falsch verstehen, soll keine Kritik sein, im Gegenteil.

Ich möchte mich nämlich bei dir bedanken. Du hast in kürzester Zeit unmöglich Scheinendes erreicht, was Erwachsenenbildung und Führungskräfteschulung angeht. In Deutschland, meine ich natürlich. Nimm zum Beispiel unseren Oberlauch Olaf. Der mauserte sich innerhalb von Tagen zum Obermacker und machte in Führung. Das war neu. Vorher ging es ja zu wie bei Amazon oder im Biergarten – Lieferung nur auf Bestellung.

Land der Wichte und Blender

Jetzt auf einmal orientiert sich der Olaf an deinem Management-Stil. Quasi im Alleingang beschloss er die Erfindung von 100 Milliarden „Sondervermögen“ zur Kernsanierung der Bundeswehr. Gut, korrekt müsste es heißen „Sonderschulden“ statt „Sondervermögen“, aber wir wollen nicht kleinlich sein. Kohle ist Kohle, egal, wo sie herkommt. Könnte glatt eine deiner Lebensmaximen sein, nicht wahr, Wladimir Wladimirowitsch?

Möglich war der Coup d’Olaf nur, weil du das Mindset der Deutschen in Nullkommanichts auf links gedreht hast. Seit Jahrzehnten galt bei uns: Eine Armee braucht man so dringend wie Gürtelrose. Ähnlich viel Wert legte man zuletzt auf zuverlässige Energieversorgung. Plötzlich ist funktionierende Landesverteidigung ein Must-have, und man diskutiert lebensverlängernde Maßnahmen für böse Kraftwerke mit gutem Strom.

Es kommt mir fast vor, als lebte ich nicht mehr in Lala-Land, sondern in einem richtigen Staat mit ordentlicher Regierung und vernünftiger Politik. Klar, das wird nicht anhalten. Das Land der Dichter und Denker war mal, längst sind wir die Heimat der Wichte und Blender. Trotzdem, ein wohliges Gefühl ist schon was, auch wenn es nicht von Dauer ist. Man nimmt, was man kriegen kann. Beziehungsweise bekommen kann. Sorry für das K-Wort, war nicht böse gemeint.

Logopädische Wunderheilung

Dein Wirken hatte weitere positive Effekte, von denen du wahrscheinlich gar nichts ahnst, Wladimir Wladimirowitsch. Corona, Klima und andere Seuchen haben bei uns Pause. Im Schnellkurs lernten die Deutschen, dass ein Leben ohne Lauterbach-Daueralarm und täglichen Virusaufmacher möglich ist.

Sogar die jüngste Endzeitmeldung des Weltklimarats wurde entgegengenommen, wie es sich gehört: achselzuckend bis milde augenrollend. Echt jetzt, auf einmal wird die Erde nicht nur wärmer, sondern „unbewohnbar“? Bleibt die Frage, wie sich der Hysterie-Level beim nächsten IPCC-Bericht noch steigern lässt. Der Planet explodiert? Das Universum schmilzt? Gott stirbt an Dehydrierung?

Nebenbei gelang dir eine logopädische Wunderheilung, und zwar bei unserer Neuen fürs Auswärtige. Du weißt schon, die mit dem Völkerball-Vordiplom und der funny Strachspörung. Seit sie euch besuchte, kann sie bis zu vier gerade Sätze hintereinander aufsagen.

Dritter Weltfrieden ausgebrochen

Inhaltlich sieht’s bei ihr leider genauso mau aus wie vorher. Kaum hatten sich die Deutschen massenhaft entschieden, ukrainische Kriegs-, äh, Quatsch, Operationsflüchtlinge willkommen zu heißen, verfiel Blitzbirnchen in alte Muster und verkündete: „Wir werden alle aufnehmen, auch jene ohne ukrainischen Pass.“ Da kamen ungute Erinnerungen auf, an 2015 und den Zustrom hunderttausender Spontansyrer und Fake-Iraker.

Die üblichen Verdächtigen hatten sich zu diesem Zeitpunkt längst unter die echten Hilfsbedürftigen gemischt. Sogar ein ZDF-Mann bemerkte an Tag fünf deiner Spezialmilitärsache, dass „innerhalb des Grenzübergangs, also quasi im Niemandsland, ziemlich viele muslimisch aussehende Männer sich aufhielten“ (hier ab Min. 05:09).

Ein weiterer Erfolg: Du hast die Lullis in Politik und Medien bloßgestellt, vor allem die deutschen. Mich überfällt (upps, sorry!) ein Lachflash, wenn ich nur daran denke. Nachdem Annalena und Olaf bei euch vorbeigeschaut hatten, hieß es, die „eiserne Lady“ Baerbock habe euch „knallhart“ Bescheid gestoßen und der deutsche Kanzler den Sack zugemacht. Als der Scholzinator ins Homeland zurückkehrte, war der dritte Weltfrieden ausgebrochen. Theoretisch.

Auf Demütigung folgte Dämlichkeit

Tja, und als du dann mir nichts, dir nichts einmarschiert bist, sahen unsere „Wir müssen im Dialog bleiben“-Prediger ziemlich alt aus. Als wäre das nicht genug, packte Plapperlena auf Demütigung noch Dämlichkeit. Statt zu schweigen, übte sie sich in Mimimi. Du hättest sie doch glatt „belogen“, buhu. Was genau sie an den Begriffen „Politik“ und „Diplomatie“ bisher nicht verstanden hatte, bleibt ihr Geheimnis.

Man muss natürlich zugeben, deutschen Politikern einen vom Pferd zu erzählen, ist ungefähr so anspruchsvoll, wie Zweijährige zu verarschen. Bei den Chinesen sieht das anders aus, da sollte man es gar nicht erst versuchen. „Don’t bullshit a bullshitter“, lautet die passende Merkregel. Auch die Amis lassen sich nicht so leicht für dumm verkaufen. Die prophezeiten einen Angriff, als andere von „Truppenabzug“ träumten.

War clever von dir, den Marschbefehl um ein paar Tage zu verschieben. Das gab hiesigen US-Hassern ausreichend Gelegenheit, sich über die vermeintliche Falschmeldung lustig zu machen. Entschuldigt haben sich die später Blamierten natürlich nicht. Normal.

Köstlich auch die Atomnummer

Köstlich fand ich auch die Nummer mit der „erhöhten Alarmbereitschaft“ von Einheiten mit strategischen Waffen. Ich bin bestimmt kein Experte für atomar gepimpte Interkontinentalraketen, aber eines weiß ich: Die zuständigen Jungs sind permanent in Habacht, und zwar aus Prinzip. Ist logisch. Es wäre so ziemlich das Gegenteil von Abschreckung, wenn bei einer Vorwarnzeit im Minutenbereich die lokalen Schlüsselinhaber und Knopfdrücker erst aus dem Bett geklingelt werden müssten.

Durch die „erhöhte Alarmbereitschaft“ dürfte sich also faktisch nicht viel geändert haben. Trotzdem drehten Politik und Medien bei uns hohl. Inzwischen traut man dir sowieso alles zu. Da wird wild spekuliert, ob du krank, irre oder sonstwie vollverpeilt bist.

Kann dir nur recht sein. Der Nimbus der Unberechenbarkeit ist ein Riesenvorteil im globalen Powerplay. Nur, wir beide wissen, dass das Quatsch ist. Alle anderen könnten es auch wissen. Ich meine, ernsthaft: Wer holt sorgsam und termingenau sein nicht ganz fertiges 87-Millionen-Euro-Luxusspielzeug heim ins Reich und plant gleichzeitig das atomare Armageddon? Eben.

Das Problem mit dem Gehorsam

Auch für einen Einsatz taktischer Kernwaffen spricht nicht viel. Atomsprengsätze in einem Land zünden, das man noch erobern will, erscheint mir jedenfalls eher kontraproduktiv. So was würde die Usability der Ukraine erheblich einschränken. Ihr Russen seid bekanntlich hart im Nehmen. Aber Brot essen, das nachts die Wohnung ausleuchtet? Ich habe da meine Zweifel.

Außerdem dürfte sich eine gewisse Antriebslosigkeit bei den eigenen Truppen einstellen. In radioaktiv verseuchtes Terrain vorzurücken, ist nicht gerade motivationsfördernd. Das mit dem unbedingten Gehorsam ist ohnehin so eine Sache. Selbst wenn dir die Gesamtsituation irgendwann dermaßen auf die Klötze gehen sollte, dass du den Big Bang in Erwägung ziehst, gibt es da dieses praktische Problem.

Wie viele hohe Offiziere würden wohl „Satan 2“ und Kollegen auf den Weg schicken im Wissen, dass sie ein globales Feuerwerk auslösen? Das hat ja nicht mal 1983 geklappt, mitten im heißesten Kalten Krieg, als die Finger locker am Abzug saßen. Damals waren wir nur Minuten vom Inferno entfernt. Verhindert hat das ein gewisser Oberst Petrow, der sich geltender Befehlslage widersetzte, weil er Atomkrieg persönlich ungeil fand.

Im Grunde ein Feierbiest

Heute sind die Hürden für millionenfach erweiterten Suizid noch einmal deutlich höher. Der Kalte Krieg ist vorbei, Internet und iPhone haben die Welt verändert. Fast jeder kann sich fast überall mit ein wenig Geschick unabhängig informieren. Klar, im U-Boot nützt auch das beste WLAN selten was. Trotzdem, ich bezweifle, dass unmittelbar Verantwortliche heutzutage ohne lang aufgebaute Bedrohungslage und überzeugend vermittelten Feindangriff einen finalen Abschuss freigeben.

Ich glaube sowieso nicht, dass dir der Sinn nach Weltuntergang steht. Die Yacht, die Flugzeuge, die Paläste, die vielen zusammengeklauten, Verzeihung, zusammengeklaubten Milliarden, deine Tanzmarie, eure kleinen Kinder – wozu die ganze Mühe, wenn man’s dann einfach das Klo runterspült? Ich meine, du hast dich mördermäßig (upps, sorry!) für den nicen Lifestyle angestrengt und bist im Grunde deines Herzens ein Feierbiest. Da wirft man das Erreichte nicht wegen momentaner Übellaunigkeit weg.

Zugegeben, es kommt ein bisschen seltsam rüber, wenn du sogar mit den eigenen Leuten über eine Sieben-Meter-Lücke hinweg konferierst. Pandemie-Paranoia, heißt es. Kann man aber auch anders werten: Vorsicht, die deinen Lebenswillen beweist. Außerdem hat die neue Distanziertheit einen Zusatznutzen. Man weiß nie, welcher Speichellecker aus dem persönlichen Umfeld plötzlich den Brutus in sich entdeckt. Da hilft es, wenn man mehr als eine Messerlänge Abstand hat.

Keine Ahnung, Nullinger

Alle möglichen selbsternannten Experten und Exegeten dichten dir im Moment alles Mögliche an. Wir beide wissen, die haben keine Ahnung, Nullinger. Bei dir hat sich exakt gar nichts geändert. Okay, bis auf das Pfannkuchengesicht, aber das muss nichts mit Krankheit zu tun haben. Ich persönlich tippe eher auf eine kosmetische Fehlberatung deines Buddys Berlusconi. Shit happens.

Ansonsten machst du genau das, was du immer gemacht hast. Wer behauptet, „jetzt“ würdest du „durchdrehen“, seist „verrückt geworden“ oder „krank“ oder sonstwas, hat 24 Jahre lang den Schuss nicht gehört. Beziehungsweise die Schüsse. Stichwort Tschetschenien. Und Georgien, Krim, Donbass, Syrien, Libyen, Zentralafrika, Kasachstan.

Klar, du bist älter geworden, sind wir alle, aber du bist dir immer treu geblieben. Du machst einfach dein Ding, whatever it takes. Derzeit zerbrechen sich reihenweise Putin-Erklärer den Kopf über deine Motive. Verwirklichung imperialer Träume? Verhinderung von Demokratie in der Nachbarschaft? Ablenkung von Problemen im Inland? Was die Erklärbären dabei übersehen: Der Beweggrund im Einzelfall ist nicht wichtig. Entscheidend ist die Weisheit, die in diesem Klassiker steckt: „Warum leckt sich ein Hund die Eier? Weil er’s kann.“

Das Volk spielt keine Rolle

Dein Coming-out hattest du schon vor Jahrzehnten. Du bist Despot, und das ist halt so. Diese Identitätswahl bringt naturgemäß ein paar Begleiterscheinungen mit sich, die bei uns tendenziell negativ konnotiert sind: Unterdrückung, Willkür, Korruption, Mord, Terror, Krieg, lauter so Sachen. Die einen nennen das Verbrechen, für andere ist es die normale Toolbox des Tyrannen. Eine Frage des Standpunktes, wie so oft im Leben.

In diesem Zusammenhang gibt es eine schmerzhafte Erkenntnis, der sich westlich-demokratisch Sozialisierte gerne verweigern, weil sonst ihr Weltbild wackelt. Diese Wahrheit lautet: Das Volk spielt keine Rolle. Wie es dem Volk ergeht, ob es leidet, hungert, stirbt oder bockt, ist für den Fortbestand der Diktatur völlig wumpe. Sicher, wenn das Volk zufrieden ist und einem zujubelt, ist das ein nettes Goodie und macht den Workflow geschmeidiger. Ist aber ein Kann, kein Muss.

Entscheidend für eine erfolgreiche Gewaltherrschaft sind im Innenverhältnis zwei Faktoren: der Herrscher und sein Apparat. Solange der Herrscher vorhanden ist und der Apparat funktioniert, hat das Volk keine Chance. Dazu braucht der Herrscher Kohle – nicht unbedingt so viel, um das Volk zu ernähren, aber mindestens so viel, um den Apparat bei Laune zu halten. Nach außen ist wichtig, dass man entweder selbst stark ist oder mächtige Freunde hat.

Du wirst das Ding durchziehen

Wer das nicht glaubt, denke an Kuba, Nordkorea oder China. Oder an Väterchen Stalin. Oder an die DDR. Die ist schließlich nicht untergegangen, weil es eine „friedliche Revolution“ des Volkes gab, so gerne das heute behauptet wird. Dort ging es südwärts, weil der große Bruder pleite und man allein nicht überlebensfähig war. Bei entsprechender Stärke und Härte des Regimes wären die „Wir sind das Volk“-Skandierer genauso wirkungslos geblieben wie Ungarn 1956 oder Tiananmen 1989.

Im Gegensatz zu vielen westlichen Kaffeesatzlesern hast du das alles glasklar erkannt, Wladimir Wladimirowitsch. Und du handelst danach. Deine Russen sind dir genauso egal wie die Ukrainer. Verfügungsmasse. Auf ein paar mehr oder weniger kommt es nicht an. Wer anfängt, sich um das Wohlbefinden „der Menschen“ Gedanken zu machen, hat als Diktator schon verloren.

Du wirst daher die Ukraine erobern, komme, was wolle. Je stärker sie sich wehrt, desto heftiger wirst du draufschlagen. Die Ukrainer haben nicht die geringste Chance. Das will nicht jeder wahrhaben und nicht jeder aussprechen, aber alle mit ein bisschen Verstand und Klarsicht wissen es. Du wirst das Ding durchziehen, mindestens bis zur Absetzung der Regierung Selenskyj, weil alles andere ein Zeichen der Schwäche wäre. Und weil du weißt, dass sich ein Diktator vieles leisten kann, aber eines niemals: Schwäche.

Für den kleinen Hunger zwischendurch

Ich meine, was erwarten die Leute eigentlich? Dass du plötzlich weich wirst wie der Westen? Dass du „Kompromisse“ eingehst, „Verträge“ ernstnimmst, das „Völkerrecht“ achtest? Dass du am besten auch noch anfängst zu gendern und in deinen Palästen Klos für „Diverse“ installierst? Das wäre wirklich irre.

Natürlich wirst du irgendwann „Verhandlungen“ führen, vielleicht mit Unterstützung von Gas-Gerd, der alten Wanderhure. Und du wirst ein paar Scheinzugeständnisse machen. Du bist ja nicht blöd und weißt, dass du es nicht übertreiben darfst. Irgendwo gibt es auch für dich eine Grenze. Die könnte zum Beispiel bei Lettland liegen oder einem anderen NATO-Staat. Tipp am Rande: Für den kleinen Hunger zwischendurch empfehle ich zur Eroberung Malta. Das ist erstens übersichtlich und zweitens kein NATO-Mitglied, nur NATO-Partner. Genau wie die Ukraine. Was so ein Status wert ist, wissen wir seit kurzem.

Ansonsten musst du einzig darauf achten, dass weiterhin genug Kohle reinkommt, um deinen Apparat am Laufen zu halten. In der Beziehung sieht es trotz der „bisher schärfsten“ Sanktionen immer noch ziemlich sonnig aus. Eine Milliarde Euro fließt täglich allein aus der EU für Kohle, Öl und Gas in deine Kassen – nicht zuletzt auf besonderen Wunsch der Deutschen. Merke: Wenn es darauf ankommt, sind den Moralweltmeistern warme Wohnzimmer wichtiger als das Leben der Anderen. Weißte Bescheid.

In diesem Sinne: Läuft bei dir, Wladimir Wladimirowitsch!

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Uta Buhr / 09.03.2022

Der Petersburger Straßenjunge von einst hat es weit gebracht -  bis zu Seiner Majestät Zar Wladimir Wladimirowitsch I. Er hat viel gelernt. Sogar die Hofhaltung der Romanows mit allem Pomp beherrscht er inzwischen perfekt. Nur kein Neid. Dieser “echte” Kerl wird den verzagten Europäern noch zeigen, wo der Hammer hängt. Was wir bislang erlebt haben, war nur der Anfang. Die vier Apokalyptischen Reiter haben sich bereits auf den Weg gemacht…

Leo Hohensee / 09.03.2022

@Ludwig Luhmann - Sie schreiben: “....  Warum verschweigen Sie, dass Putin 1992 zusammen mit Merkel zum Young Global Leader ausgebildet wurde? Antworten Sie nicht! Ich weiß es schon ... ” - Das ist jetzt blöd, aber ich wußte, dass Putin die Schule der young global leaders durchlaufen hat aber, Sie schreiben “ich weiß es schon ...”  Ich weiß es nicht! - WAS wissen Sie? beste Grüße

Arne Ausländer / 09.03.2022

@Leo Hohensee Zum Maidan ergänzend: Die “Dienste” behaupten gern, alles sei allein ihr Werk, auch wenn sie nur mit herumgepfuscht haben. Beweisen läßt sich das mit den vielen unerfüllten, aber oft geäußerten Wunschträumen dieser Herren. Wobei man freilich die Bluffs abziehen muß, was den Beweis - zugegeben - erschwert. Zum Aufhetzen: Seit 2014 hat die Ukraine erhebliche Teile ihres Territoriums verloren, was doch wohl am effektivsten zur Aufhetzung beigetragen hat. Das aber war das Werk Putins, der ja - egal wie er/man den Maidan bewertet - nicht dazu gezwungen war. Genauso wenig, wie er gezwungen war, Manöver am seinen Westgrenzen durchzuführen, ohne die aber das Gerede vom drohenden Krieg seitens der USA wirklich lächerlich gewesen wäre. Oder hat ihn doch jemand gezwungen? Wer und wie? Und dann gezwungen, gemäß dem von den USA verkündeten Szenario tatsächlich einzumarschieren. Zur Erklärung dieser übergroßen Harmonie habe ich auch nur Theorien, überzeugende Antworten vermisse ich von allen Seiten, ob Freund oder Feind Putins. (Der Vergleich mit der Kubakrise hinkt, wie schon ein Blick auf die Landkarten zeigt. Auch das Näherrücken der NATO wirkt nur bedrohlich, wenn man den Kartenausschnitt auf den westlichen Rand Rußlands reduziert. Hätte es akutes Angriffpotential in der Ukraine gegeben, wäre dies jetzt im Verlauf der kämpfe doch wohl eingesetzt worden. Aber nicht mal die Brücke nach Kertsch oder Sewastopol wurden beschossen, legitime, wirksame Ziele - aber man war eben NICHT vorbereitet auf ukrainischer Seite! Nicht mal effektiv-defensiv.)

P. Giebler / 09.03.2022

Ey, macht meinen Kumpel Wlad nicht an. Hab’ eben erst gelernt “Putin am Ende des Russischen Reiches”(Achgut.tv) ... Der soll da noch viel Land haben und sucht Leute die damit umgehen können! Wer weiß, vielleicht (oder eher wahrscheinlich) sind wir ‘schon länger hier Lebenden’ bald schon Minderheit im eigenen Land und müssen uns vom Acker machen, wenn wir nicht konvertieren oder unsere Mädels und Töchter keinen Niqab tragen wollen. Wo sollen wir denn hin, so als Flüchtlinge/Asylbewerber? Blöd nur, dass wir hier wohl nicht rechtzeitig wegkommen, bevor uns Onkel Schwab ‘arm und glücklich’ gemacht hat. Denn ein bisschen Startkapital wär sicherlich ganz hilfreich. Und man weiß ja nie, ob die Russen so großzügig sind wir ... mit Hart IV, kostenlosen Sprachkursen und so ... so blöd werden die wahrscheinlich nicht sein ...

Arne Ausländer / 09.03.2022

Biowaffen-Labors in der Ukraine wurden angesprochen, hier wie auch sonst. Solche Labore gab es auch in der alten SU nicht wenige. Die auf Karten dargestellte Verteilung der Labore in der Ukraine läßt annehmen, daß es sich, hauptsäch zumindest, um solche handelt. Nur die Konzentration im Westen um Lemberg (Lwow) spricht eher für neuere Einrichtungen. Zur Bewertung bräuchte man eine halbwegs verläßliche Karte solcher Labore in der ganzen Welt als Vergleich. Aber ich vermute, man möchte nicht “die Bevölkerung verunsichern” mit solchem Wissen. Im Fall Wuhan kooperierten die USA und (weniger beachtet) auch Frankreich (Sanofi) mit China. Den Schaden hatte die ganze Welt, unabhängig von geografischer Nähe. Im Blick darauf kann man wohl kaum eine spezifische Bedrohung Rußlands durch Labore in der Ukraine unterstellen. Sinnvoll wäre es m.E., aus diesem Anlaß in jedem Land energisch nach solchen Laboren zu fragen, in Rußland, Deutschland usw. Jedes einzelne Labor bedroht die Menschheit insgesamt - wie wir ja seit zwei Jahren sehen. Egal, wie groß der Anteil medialer Propaganda an der Panik letztlich sein mag.

Frances Johnson / 09.03.2022

@ Harald Unger: Es geht nicht darum, Putin zu verstehen. Wer will schon Politik, insbesondere Deep State, verstehen? Lesen Sie das Interview in Welt mit dem ukrainischen Botschafter, der das Risiko eines Atomkriegs für sein Regime offenbar in Kauf nehmen will und überlegen Sie, was Ihnen näher ist, Ihr Hemd oder die ukrainische Jacke, bitte. Fände der Schlag auf Warschau statt, würden übrigens ganz nebenbei ca. 1 Mio ukrainische Frauen und Kinder sterben oder krank werden. Es ist unhaltbar, was der Mann von sich gibt. Die BRD muss sich von der Ukraine distanzieren und helfen, wo möglich, einen Waffenstillstand zu moderieren.

B.Rehfeldt / 09.03.2022

@ Ilona Grimm. Ich kann mich ihrem Kommentar nur anschließen. Ich lese seit Jahren Achse und Tichys, beide Seiten waren mir besonders während der Zeit der schlimmsten Pandemie aller Zeiten eine Hilfe, mich zurechtzufinden, mich zu erden, mir auch durch die vielen klugen und gut recherchierten Kommentare Feedback zu geben, dass meine Denke nicht so ganz falsch sein kann. Seit Tagen geht hier in den Kommentarspalten das Narrativ um, dass jeder, der sich nicht hundertprozentig hinter der vom Mainstream verbreiteten Berichterstattung stellt, und Hintergründe, Zusammenhänge und Informationen hinterfragt, ein Troll sei. Die Beschimpfungen sind aus meiner Sicht recht übel, ich kenne das eigentlich nur aus den Kommentarspalten bei Zeit online. Ich denke, dass es ein Konsens ist, dass niemand hier einen Krieg irgendwo auf dieser Welt befürwortet, aber die Frage, wie es zu einem Krieg kommen konnte, sollte legitim sein und bleiben. Zum Artikel selbst: der Autor hat gut und witzig herausgearbeitet, welche Probleme unsere Regierung sozusagen im Handstreich durch diesen Krieg gelöst bekommt, ich fasse es kurz zusammen: Putin ist Schuld, an allem ! Niemand hinterfragt mehr den Anteil von Merkel und Co, Niemanden interessiert, dass Olaf, der Krisenkanzler wie man ihn jetzt nennt, beteiligt war beim Verursachen der ganzen Misere. Auch dazu kann ein Krieg gut sein, diese Regierung ist sozusagen ein Kriegsgewinnler.

Frances Johnson / 09.03.2022

Will das Risiko eines Atomkriegs für seinen korrupten Staat: Andrej Melnyk, Welt-Interview. Tauschen Wien, Brüssel, Paris, London oder Berlin gegen die Ukraine. Rette sich, wer kann, vor solchen Menschen!

Leo Hohensee / 09.03.2022

Teil 3/3 Es sind noch andere Akteure in die Arena getreten. All die Bereicherungsaktionen, an Geld, an Macht, an Einfluss, was auch immer, laufen langsam auf ihr Funktionsende zu. Heißt, die Systeme werden zusammenbrechen, - keine Chance mehr, das zu verhindern. Weiter hinauszögern, ist auch fraglich. Da das ALLES verbrecherische Systeme sind, sind deren Despoten daran interessiert, eine Veränderung so zu schaffen, dass keinesfalls sie eine Schuld trifft und auch eine anstehende Verarmung die anderen trifft. Was ich jetzt sage, ist natürlich eine These, bei der kurzen „Halbwertzeit“ der menschlichen / politischen Umbrüche wird es nicht lange dauernd und ich werde entweder bestätigt oder widerlegt werden: Zur Ablenkung von politischem und medialem Beschiss wäre es vorteilhaft der Krieg würde sich ausweiten! Das heißt nicht unbedingt Einsatz von Nuklearwaffen, aber wenn allein schon diese bescheuerte EU sich hineinziehen ließe von Falken und den ganzen Völkerrechtsträumern, die Amis hätten die Hände frei, ihre Interessen im chinesischen Meer zu behaupten. Die Entwicklung jetzt rund um die Ukraine bestimmt Putin nicht mehr alleine!! Einen schönen Gruß PS das Bild von Putin finde ich furchtbar

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Robert von Loewenstern / 17.01.2023 / 10:00 / 63

Über linke Journalisten und andere Abzocker

Eine Gruppe linker Journalisten griff offenbar durch Tarnen, Tricksen und Täuschen in Berlin Millionen-Subventionen ab. Ein Fall von Wasser predigen und Wein klauen – und…/ mehr

Robert von Loewenstern / 01.01.2023 / 10:00 / 75

Irgendwie ohne Menschen

Über Fußpflege, das größte Rätsel der Pandemie und ein Problem, das die Regierung nicht lösen will, obwohl sie könnte. Zu Beginn der Neunziger Jahre des…/ mehr

Robert von Loewenstern / 08.12.2022 / 12:00 / 246

Putsch vereitelt! Puh, das war knapp

Mancher mag auf den Gedanken kommen, dass es sich bei der gestrigen Mega-Antiterror-Razzia um den größten Flop der deutschen Polizeigeschichte handelt. Ich widerspreche aufs Schärfste.…/ mehr

Robert von Loewenstern / 07.09.2022 / 06:00 / 98

Hafer hat keine Hupen

Das für den Herbst angekündigte Selbstbestimmungsgesetz ermöglicht die Blitzkonversion von männlich zu weiblich und umgekehrt. Erfahren Sie hier, warum es egal ist, was im neuen…/ mehr

Robert von Loewenstern / 17.07.2022 / 06:00 / 82

Achgut bleibt auf Achse. Im gelben Auto

Lala-Land hat eine gute Verfassung, aber es befindet sich in schlechter. Zwischen Rechte haben und Rechte durchsetzen klafft eine gewaltige Lücke. Erfahren Sie, wie man…/ mehr

Robert von Loewenstern / 14.06.2022 / 06:15 / 62

Johnny, Amber und #MeToo: Jetzt mal die Wahrheit

Bernhard Lassahn schrieb, wer den Depp-Heard-Prozess verfolgte, habe wertvolle Lebenszeit vergeudet. Ich bekenne mich schuldig. Aber dafür kann ich den ganzen Quatsch aufklären, der über…/ mehr

Robert von Loewenstern / 27.02.2022 / 06:00 / 80

Darf ich ohne Mumu als Frau gehen?

Identitätspolitik ist sehr modern und sehr kompliziert. Wer hat sie erfunden? Welche Fortschritte gab es? Was geht gar nicht mehr? Hier die Antworten. Bis auf…/ mehr

Robert von Loewenstern / 16.02.2022 / 06:00 / 130

Für Herden-Medien: Erste Hilfe gegen Long-Gehorsam

Die Durchseuchung bei Medienvertretern mit dem Virus „Regierungsnähe“ zog erhebliche Langzeitschäden nach sich. Zur Bekämpfung von Long-Gehorsam hier Anregungen aus unserem Service-Ressort! Zur Einstimmung eine…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com