Dirk Maxeiner / 10.01.2007 / 14:01 / 0 / Seite ausdrucken

Kyoto: Auaaaa, so war das nicht gedacht

Das Kyoto-Protokoll, mitsamt seinem Emissionshandel ein bürokratisches und planwirtschaftliches Monstrum, fällt den Europäern derzeit krachend auf die Füsse.
- Europäische Klimamlilliarden finanzieren chinesische Ozonlochproduzenten
- auch Russland will im Emissionshandel Kasse machen und meldet für das Referenzjahr 1990 mal eben 576 Millionen Tonnen mehr Kohlendioxidausstoss als ursprünglich angenommen
- Selbst die SPD bekommt kalte Füsse und Kurt Beck warnt vor folgendschweren Emissionszusagen
Diesen Irrsin bezahlen die europäischen Verbraucher, ohne dass die Milliardenschieberei auch nur den Hauch einer Auswirkung auf das Klima hat. Zur aktuellen Lage der schöner Kommentar von Myron Ebell vom Competitive Enterprise Institute : “I think you are overlooking the heroic Russian effort to rescue the EU’s Kyoto targets by cutting off oil imports. My suggestion would be for them to stop supplying fossil fuels entirely. That would allow the EU to concentrate on implementing those inexpensive new energy technologies identified by the Stern Review.  Happy new year - it’s going to be fun.” (Quelle: Benny Peisers CCNet)

Und hier wegen vielfacher Nachfrage noch ein erklärender Zusatz zur Russland-Meldung:
Das Kyoto-Protokoll schreibt vor, die Emissionen um etwa 5 Prozent unter den Wert von 1990 abzusenken. Und da Russland diesen Wert nun um 576 Millionen Tonnen angehoben hat, stehen sie jetzt um eben diesen Wert rechnerisch “besser” da. Viel einsparen mussten Sie ohnehin nicht, weil seitdem - wie in der DDR - viele einstmals sozialistische Musterbetriebe aufgeben mussten. Auf der anderen Seite bekommen sie für ihre Wälder - viel zu viele und vollkommen dubios ermittelte - Emissions-Gutschriften. All das können sie jetzt zu Kohle machen und im Zuge der diversen Kyoto-Instrumente (Clean Development Mechanism, Emissionshandel) Ablassgelder kassieren.

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Dirk Maxeiner / 21.11.2019 / 12:00 / 107

Volkswagen, die AfD und die Amnesie

Volkswagen lässt auf Initiative des Betriebsrates den Schriftzug der „Volkswagen Halle Braunschweig“ entfernen, weil die AfD dort in der nächsten Woche ihren Parteitag abhält. Schade, dass…/ mehr

Dirk Maxeiner / 17.11.2019 / 06:20 / 99

Der Sonntagsfahrer: Elon und die Weihnachtsgans

Vor eineinhalb Jahren bin ich Tesla-Gründer Elon Musk zum ersten Mal in der Nachbarschaft begegnet. Nein, nicht als reale Person. Stattdessen kam sein Geist über…/ mehr

Dirk Maxeiner / 03.11.2019 / 06:15 / 50

Der Sonntagsfahrer: Fusionitis

Periodisch auftretende Zustände von Paarungsbereitschaft nennen die Biologen „Brunst". Der Hase beispielsweise wird regelmäßig im März davon ergriffen. Ein klug gewählter Termin: Die Kinderschar kommt…/ mehr

Dirk Maxeiner / 20.10.2019 / 06:25 / 27

Der Sonntagsfahrer: Die Eidechsen-Therapie

Der alte Volvo hat uns brav bis nach Istrien gefahren. Eine neue Reiseerfahrung stellte sich gleich nach unserer Ankunft ein. Je weiter man von Deutschland…/ mehr

Dirk Maxeiner / 10.09.2019 / 06:29 / 124

SUV-Verbot? Die Hochzeit von Neiddebatte und Klimapanik

Der schwere Verkehrsunfall in Berlin-Mitte mit vier Toten und fünf Verletzten hat eine Debatte über die sogenannten SUV ausgelöst, also überdimensionierte Pseudo-Geländewagen, die in Innenstädten das…/ mehr

Dirk Maxeiner / 08.09.2019 / 06:25 / 46

Der Sonntagsfahrer: Eine Träne für Frankfurt

Stellt euch vor, es ist Automesse und keiner geht hin. In der kommenden Woche eröffnet die Frankfurter Automobilausstellung IAA ihre Garagentore. Und es wird in…/ mehr

Dirk Maxeiner / 18.08.2019 / 06:25 / 41

Der Sonntagsfahrer: Mit den Zinsen unter dem Meeresspiegel

Der Sonntag dient ja bekanntlich der Ruhe und dem Gebet. Es wurde sogar eine eigene Art der Sonntags-Berichterstattung erfunden, sie nennt sich „Constructive Journalism“ oder…/ mehr

Dirk Maxeiner / 07.08.2019 / 06:25 / 62

Der Lehrer mit der unbequemen Wahrheit für Fridays for Future

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnte gestern vor einem großen Blackout:  Dies bedeutet, die Regierung rechnet nun selbst ernsthaft damit. In einer Serie von Videos klärt der Physiklehrer, Umweltschützer und Ex-Atomkraftgegner…/ mehr

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com