Anwälte der israelischen gemeinnützigen Organisation „The Lawfare Project“ haben in Deutschland Klage gegen die kuwaitische Fluggesellschaft Kuwait Airlines eingereicht, berichtet das Internetportal „Jewish News“. Hintergrund ist die Weigerung des Unternehmens, einen israelischen Fluggast zu befördern. Der Geschäftsmann Shmuel M. hatte im November letzten Jahres versucht, mit Kuwait Airlines von München nach Colombo (Sri Lanka) zu fliegen. Nachdem er sich nach der Verfügbarkeit von koscherem Essen erkundigte, wurde die Airline auf seine israelische Staatsbürgerschaft aufmerksam und verweigerte ihm die Mitnahme. Kuwait Airlines berief sich dabei auf ein kuwaitisches Gesetz, das kuwaitischen Bürgern und Unternehmen jegliche Geschäftsbeziehungen mit Israelis untersagt.
Bereits im Jahr 2016 kündigte Kuwait Airways einem israelischen Studenten ein online gebuchtes Ticket von Frankfurt nach Bangkok. Auch dieser Fluggast wurde von The Lawfare Project juristisch vertreten. Das Landgericht Frankfurt am Main wies die Klage ab mit der Begründung, dass es Kuwait Airways nicht zuzumuten sei, gegen das Einheitsgesetz zum Israel-Boykott zu verstoßen. Im September 2018 wurde das erstinstanzliche Urteil vom Oberlandesgericht Frankfurt bestätigt.
In den USA und der Schweiz haben Gerichte in der Vergangenheit mehrfach zugunsten israelischer Staatsbürger entschieden, die gegen Kuwait Airlines geklagt hatten. Anstatt ihre Ticketpolitik zu ändern, stellte die Fluggesellschaft lukrative Flugrouten von New York City nach London und innerhalb Europas ein.
