
Ein links-intellektueller Muslim versuchte mir mal weiszumachen, dass der “weiße Mann” die ganzen Erfindungen der Muslime “angeeignet” hätte. Hinter jedem genialen islamischen Gelehrten stand ein europäischer Assistent mit einer Keule in der Hand und nachdem der Genie die Relativitätstheorie aus dem Koran abgeleitet hatte, schlug ihn der niederträchtige Jude nieder und verkaufte die Relativitätstheorie als seine eigene Geistesschöpfung. So erklärte er mir sinngemäß den Status Quo der Welt. (Ich würde mich der kulturellen Aneignung schuldig machen, wenn ich mich von der intellektuellen Schärfe dieses stolzen Absolventen einer islamischen Universität inspirieren ließe, so lasse ich es lieber bleiben.)
Der Begriff der „kulturellen Aneignung“ ist nicht nur unsinnig & kontraproduktiv, sondern im höchsten Maße rassistisch, da er sich ausschließlich gegen Weiße richtet. Konsequent zu Ende gedacht können sich Weiße nicht mehr kritisch zu anderen Kulturen äußern. Beispielsweise dürfen dann nur noch Muslime über den Islam reden und der Islam darf nur noch aus der Perspektive der Muslime wahrgenommen werden. Damit hätte Allah die Welt erobert. Mithilfe dieser Framing können Demokratie, Meinungsfreiheit, Meinungsvielfalt, Menschenrechte, logisches Denken, Wissenschaft, Kritik & Selbstreflexion ausgehebelt werden. Wenn sich der Muslim keiner Kritik mehr stellen muss, dann bedarf er auch keiner Selbstreflexion & Selbstkritik mehr. “Laut Dr. Khan werde die Inspiration zur Aneignung, wenn eine Kommerzialisierung sowie ein ungleiches Machtgefälle bei der kulturellen Übernahme vorliege.” Was das Machtgefälle betrifft, Erfolg ist eine Frage der geistigen Einstellung. Mit der Geisteshaltung des Islam erfindet man keine Relativitätstheorie und mit der afrikanischen Stammesmentalität führt man keine modernen Staaten. Der “weiße Mann” hat sich seine “Privilegien” hart erarbeitet. Sein Erfolg basiert auf seiner Geisteshaltung. Dazu gehört auch das Lernen von anderen Kulturen. Der Begriff „kulturelle Aneignung“ baut einen Safe Space für reaktionäre “Stammeskulturen” und stellt sie unter Artenschutz. Ähnlich eifersüchtig wachten die Nationalsozialisten über ihre vermeintlich ur-deutschen & ur-arischen Traditionen. Es ist der “Faschismus der Unterprivilegierten”. Wobei die “Unterprivilegierten” nicht auf die Idee kommen, die Schuld für ihr Versagen bei sich selber zu suchen. Es ist ja nicht so, dass der “weiße Mann” die ganzen Straßenbahnen, Computer, Flugzeuge, Raumschiffe, Autos den afrikanischen Stammesgesellschaften und den islamischen Erfindern entrissen hätte und diese in bitterer Armut zurück gelassen hätte. (Ein links-intellektueller Muslim versuchte mir mal das weiszumachen.)
Das mit dem “ungleichen Machtgefälle” funktioniert auf der kulturellen Ebene sowieso und zum Glück bedeutend weniger als auf der wirtschaftlichen, und Japan ist durchaus kein armes oder verarmendes Land. Soweit es dort überhaupt einen Niedergang gibt, ist er nicht mit dem deutschen vergleichbar, auch deshalb nicht, weil die Japaner sich nicht für schuld an jedem Problem des Planeten halten bzw. erklären lassen. Die Japaner leiden zwar noch mehr als die Deutschen unter Überalterung, lassen aber keine Masseneinwanderung zu, schon gar nicht aus anderen Kulturkreisen, und daran tun sie recht. Übrigens: wie läuft das, wenn jemand, der aus einer nicht-abendländischen Kultur stammt, in eine abendländische Gesellschaft und Identität hineinwächst? Das ist nicht lächerlich, anders als die woke Ideologie. 1999 sprach ich mit einem afrikanischstämmigen Psychologen, der damals schon deutscher Staatsbürger war und der mir erzählte, in seinem Herkunftsland sei er zwar durchaus akzeptiert worden, aber mit seinem Hang zu Ordnung, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, systematischer Herangehensweise etc. immer ein etwas komischer Vogel gewesen. Als er zum Studium nach Deutschland kam, bemerkte er schnell, dass er auf einmal normal war, und von da an fühlte er sich als Deutscher. “Das ist mein Land, hier bin ich zuhause”. Später arbeitete er als Therapeut in einer Drogen-Langzeittherapie-Einrichtung, wo er versuchte, psychisch schwächere, weil süchtige, Klienten wieder auf den Weg zurückzubringen, den er als richtig und in Deutschland normal ansah. Ich habe ihn seitdem nicht mehr gesehen, vermutlich leidet er unter dem Niedergang des Landes wie wir. Darf er Deutscher sein oder gibt es auch außerhalb der extremen Rechten Verrückte, die ihm das verbieten wollen?
„Ich sagte mir: ‚Mein Gott, ich bin Japanerin und wusste es nicht.’“ - das soll also kulturelle Aneignung sein. Wenn ein Mann sagt „Ich sagte mir: ‚Mein Gott, ich bin eine Frau und wusste es nicht.’“ ist das dann sexuelle Aneignung?
Es würde reichen wenn die Betroffenen kurz kommentieren würden. “Halt die Fresse” wäre z.B. vollkommen ausreichend. Leider folgen meinst alberne Entschuldigungen.
Zum Glück muss man solche Tussi-Postillen nicht zwangsweise GEZahlen.
Der Auftrieb ist lächerlich und destruktiv, aber Engstirnigkeit scheint neuerdings ein Zeichen intellektueller Exzellenz, aber nur in Kombination mit Arroganz und Verachtung des Objekts, Ekelhaft und scheinheilig natürlich. Wenn man Frau Stefani etwas vorwerfen will, dann ihre immer uninteressantere Musik und ihre bescheuerten ‘Schönheits’ OPs. Ich hab sie Ende der 90er in einem kölner Cafe gesehen und würde sie heute vom Aussehen her nicht mehr mit dieser Frau in Verbindung bringen können, und das liegt nicht am Alter.
Jetzt bin ich völlig verwirrt: Also ein Mann kann sich als Frau identifizieren - aber eine Frau darf sich nicht als Japanerin identifizieren. Ist dann ein Europäer mit japanischer Staatsbürgerschaft dann auch kein Japaner? Geht das nur, wenn ein “Westasiate” mit entsprechendem Pass sich, zwar nicht als Deutscher begreift, aber so identifiziert wird? Wer hilft mir weiter?
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