Henryk M. Broder / 19.07.2021 / 12:00 / Foto: Imago / 58 / Seite ausdrucken

Kurt Westergaard 1935 - 2021

Kurt Westergaard ist tot, und das ist es, was Der Spiegel ihm heute nachruft: „Seine Mohammed-Karikatur hatte weltweite Ausschreitungen mit vielen Toten zur Folge, auch der Anschlag auf ‚Charlie Hebdo‘ wird indirekt auf sie zurückgeführt..." So betrachtet, ist auch Salman Rushdie für die Unruhen verantwortlich, die seine „Satanischen Verse" ausgelöst haben, denn hätte er sie nicht geschrieben, wäre nichts passiert, was man indirekt auf das Buch zurückführen könnte.

Hier finden Sie einige Texte über Kurt Westergaard, die vor über zehn Jahren im Spiegel erschienen sind, als der Spiegel noch nicht das weichgespülte Zentralorgan der Appeasement-Kultur war.

Im Mauseloch der Angst

Das Attentat auf den Zeichner Kurt Westergaard war nicht der erste Versuch, eine tödliche Fatwa zu vollstrecken. Im Fall von Salman Rushdie vor gut 20 Jahren war der Protest laut. Heute gehen westliche Dichter und Denker in Deckung, wenn es um den Schutz „religiöser Gefühle" geht. Hier

Lebenslänglich

Der Däne Kurt Westergaard löste vor vier Jahren mit einer Mohammed-Karikatur einen erbitterten Kulturkampf aus. Am Neujahrstag hat ihn ein junger Muslim aus Somalia mit Messer und Axt umzubringen versucht. Ein Besuch bei einem, der trotzdem nicht aufgibt. Hier

E-Mails lassen an ZDF-Verteidigung zweifeln

Kurt Westergaard, Zeichner der Mohammed-Karikaturen, wirft dem ZDF vor, ihn aus Feigheit aus der „Markus Lanz"-Show ausgeladen zu haben. Der Sender widerspricht der Darstellung. Henryk M. Broder vermittelte Westergaards Einladung. Seine E-Mail-Korrespondenz belegt: Das Zweite hat schlechte Argumente. Hier

So ändern uns die Zeiten

„Europa ist ein Ort, in dem ein Zeichner so etwas darf", sagt Angela Merkel. Ach ja? Vor fünf Jahren wurde Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard von Presse und Politik verfemt und gescholten – nun bekommt er einen Preis für sein Verdienst um die Meinungsfreiheit. Henryk M. Broder ist erstaunt. Hier

Foto: Imago

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Harald Unger / 19.07.2021

Theo van Goch, Kurt Westergaard, Charlie Hebdo und und und und - waren die blutigen, mörderischen Fanale, mit denen sich der Islam den Westen Europas gefügig machte. Gefördert von einer Politik, der nichts so gelegen kommt, wie der islamische Terror. Man kann das Maskenvieh in Angst & Schrecken halten, zur Unterwerfung erziehen und gleichzeitig seine politischen Ziele verwirklichen. Marxismus, Neuer-Feudal-Absolutismus und Islam teilen, neben dem Totalitarismus, eine weitere, große gemeinsame Schnittmenge: Die Abschaffung der Westlichen Bürgergesellschaften und das Schleifen ihrer vertikalen, nationalen Demokratien.

Dr. Joachim Lucas / 19.07.2021

Diese Appeasement-Politik des Westens gegenüber dem Islam entspricht exakt dem inneren Fäulnisgrad, der Weichheit und Feigheit und des sich Wegduckens dieser Gesellschaft. Wir verstehen Toleranz als “sich-alles-gefallen-lassen”. Bei jedem Schritt, den wir aus diesem falsch verstandenen Toleranzbegriffs heraus zurück machen, macht der Islam einen nach vorne. Irgendwann aber kommt sprichwörtlich die Wand.

Gerhard Schmidt / 19.07.2021

Er ruhe in Frieden! Aber, nebenbei gefragt: Wie kann man “die islamische Welt an den Rand des Wahnsinns” bringen? Das hieße ja, sie zu bessern, denn schließlich ist sie seit ihrer Gründung durch einen Irren mitten im Wahn!

beat schaller / 19.07.2021

Der aufrechte Gang ist heute streng verboten. So ist es nun mal. b.schaller

Sabine Schönfeld / 19.07.2021

Größten Respekt vor Kurt Westergaard, der mit seinen Karikaturen den totalitären Anspruch vieler Muslime in Europa gegenüber der eingesessenen Bevölkerung ans Tageslicht brachte und damit deutlich machte, dass wir unsere Errungenschaften, die Werte der Aufklärung, unsere Freiheitswerte gegen diesen Anspruch verteidigen müssen. Er ruhe in Frieden. Mein Beileid den Angehörigen.

Nico Schmidt / 19.07.2021

Sehr geehrter Herr Broder, damals wie heute, hat der Islam offensichtlich ein Monopol auf Wut, Rache und Vergeltung. Wir ergeben uns lieber und knicken ein. Vielleicht sollten die zutiefst Verletzten eine Zahlungsaufforderung an unsere Regierung schicken. Das hilft immer. Wer liest den Spiegel eigentlich noch? Hut ab, wenn Sie sich da noch durchquälen. MfG Nico Schmidt

Hjalmar Kreutzer / 19.07.2021

Im Jahre 2001 verbrachten wir den Sommerurlaub mal wieder in einem dänischen Ferienhaus, und um die Sprache ein bißchen zu lernen, sah ich dänisches TV mit Untertiteln. In den Nachrichten zeigte man die Demonstration eines „Moses Hansen“ gegen die drohende Islamisierung Dänemarks - was haben wir uns an die Stirn getippt und gelacht! Kopftuchverhüllte Frauen und andere Demonstrationen des Islam kamen uns selbst im Stadtgewühl von Kopenhagen an den touristischen Hotspots nicht unter die Augen. Wenige Jahre später lachte keiner mehr. Bevor die dänischen Imame die ganze islamische Welt in Aufruhr versetzten, war der Karikaturist Westergaard außerhalb Dänemarks kaum bekannt. Ist es schlicht die nackte Angst vor der Überzahl und der physischen Gewalt radikaler Muslime, die Politiker und Medien vor diesen den Schwanz einziehen lässt? Wieviele kampffähige Soldaten und Polizisten hätte Deutschland zum Schutz der indigenen Bevölkerung, sollten auch nur die Erdogan-Fans unter den Türken oder die arabischen Clans einen Aufstand anzetteln?

Frances Johnson / 19.07.2021

Die Diktion ist nie geändert worden, das ist das eigentlich Schlimme. M.W: lösten die Karikaturen drei Monate lang gar nichts aus. Dann wurden sie, durch zwei extrem schweinische Bilder angereichert, nach Ägypten weitergereicht. Westergaard war nie schuld. Wenn diese Diktion stimmt, wer hat das weitergereicht, und wer hat die Schweinebilder dazu getan?

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