Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Handelsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Reisefreiheit. Ob in den USA oder in Westeuropa: Immer mehr politische Bewegungen und Gruppen wollen diese Freiheiten einschränken oder ganz abschaffen. Warum?
Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Handelsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Reisefreiheit. Ob in den USA oder in Westeuropa: Immer mehr politische Bewegungen und Gruppen wollen diese Freiheiten einschränken oder ganz abschaffen – im Namen einer neuen, kollektiven Moral, die in Zukunft über der Freiheit des Einzelnen stehen soll. Eine Moral im Namen von Anti-Diskriminierung, Anti-Rassismus, Anti-Faschismus und Klimaschutz. Ich nenne die Akteure dieser Bewegungen „Kulturkämpfer 2.0“: Sie prägen seit einigen Jahren unseren politisch-medialen Mainstream und haben dem Lebensstil und der Kultur, dem sie ihre Bildung und ihren Wohlstand verdanken, den Kampf angesagt.
Zugespitzt formuliert, stehen auf der einen Seite dieser Auseinandersetzung jene, die den Glauben an die individuelle, religiöse und politische Freiheit als elementar betrachten und grundsätzlich verteidigen. Ihnen gegenüber stehen jene, die Missbräuche und Ungerechtigkeiten einer marktliberalen, kapitalistischen Gesellschaft beklagen und einen „Systemwechsel“ fordern. Damit verbunden ist der Glaube an einen neuen Kollektivismus der gerechten, zukunftsweisenden, umweltschonenden Gesinnung. Der Glaube an eine internationale politische Macht, welche die Freiheit der Bürger umverteilen muss. Eine Macht, welche unsere Freiheit gesellschaftsverträglich einhegen muss – denn auf der Welt gibt es einfach zu viele unsolidarische, egoistische Personen.
Viele Debatten, von denen wir zurzeit täglich in den Nachrichten erfahren, drehen sich unter der Oberfläche um diese Grundpositionen, in Bewegung gehalten von digitalisierten, moralisierten, emotionalisierten Aktivisten, die fundamental infrage stellen, was bis vor wenigen Jahren noch als Erfolgsgeschichte des Westens verstanden wurde. Aktivisten, die uns „erlösen“ wollen vom toxischen, patriarchal-imperialen Kapitalismus. Die Menschheit verbessern. Das Weltklima retten. Die Kultur reinigen – reinigen von weißen männlichen Rassisten, Sexisten und Faschisten.
Geboren auf dem Campus
Diese neo-revolutionäre Stimmung – geboren unter anderem in den Vereinigten Staaten von Amerika – entstand auf dem Campus von gut dotierten Universitäten, von Hochschulen des Wohlstands, und prägt seitdem Studenten und künftige Führungskräfte. Studenten und Führungskräfte, die zwar Kinder des Wohlstands sind, aber gerade gegen jene Werte und Lebensmodelle ins Feld ziehen, denen sie ihre Privilegien verdanken.
Das Phänomen wirkt wie eine Mischung aus kultureller Selbstdemontage, Geringschätzung der Vorfahren und einem neuen, einem moralischen Puritanismus. Einem Puritanismus, der mit Sprachpolizei arbeitet, mit Gesinnungspolizei und sprungbereiten Social-Media-Mobs – drapiert mit Regenbogenfahne, Klimaziel und Genderstern.
Fridays for Future, Black Lives Matter, #MeToo, Critical Race Theory: An der Oberfläche tauchen ganz diverse Anliegen auf. Wir hören von Umweltschutz und Klimawandel, vom Kampf gegen strukturellen Sexismus und gegen Sextäter in Machtstellung, vom Schutz von LGBTIQ*-Menschen und von Bestrebungen, Rassismus an allen Fronten und vor allem in der Rechtsprechung zu bekämpfen.
Systemisch ungerecht
Schaut man jedoch genauer hin, dann haben alle diese Bewegungen unter der Oberfläche eine gemeinsame Stoßrichtung: Sie alle richten sich im Kern gegen den Liberalismus. Sie alle empfinden die westliche Kultur als „systemisch“ ungerecht. Als rassistisch-imperialistisch-frauenfeindlich. Als umweltschädlich, transphob, islamophob und so weiter. Als Medizin empfehlen sie mehr Staat und weniger Bürgerfreiheit. Und sie haben ein Problem mit dem Christentum. Sie lehnen zwar nicht grundsätzlich Religionen ab, sondern nehmen etwa den Islam in Schutz oder begeistern sich für den Buddhismus und asiatische Spiritualität. Doch sie haben ein Problem mit dem traditionellen Christentum, das die weltanschaulich-moralische Grundlage des Abendlandes bildet.
Das wirft die Frage auf, wie es so weit kommen konnte. Wie ist es möglich, dass in den letzten Jahren antifreiheitliche und antichristliche Bewegungen so erfolgreich wurden, dass sie es schafften, den öffentlichen Mainstream zu prägen? Wie ist es möglich, dass heute mehr und mehr antiwestliche Ideologien das westliche Kulturschaffen dominieren? Dass Millionen junger Menschen sich gegen die Kultur ihrer Eltern und Großeltern aufbringen lassen? Wieso vertrauen diese Jungen, die alle Freiheiten haben, den Grundlagen dieser Freiheit nicht mehr? Ob Klimakrise, Pandemiekrise, Wirtschaftskrise oder Geschlechtergerechtigkeit: Statt auf Forschung, Markt und mündige Bürger setzt man lieber auf den Staat als Vormund – Gesetze, Steuern und Quoten.
Wie ist das möglich, obwohl der Westen nicht nur den größten Massenwohlstand der Geschichte hervorgebracht hat, sondern auch den größten Grad an gesellschaftlicher Freiheit? Kreativität, Innovation und Fortschritt für hunderte von Millionen: Welche andere Kultur kann einen solchen Leistungsnachweis vorweisen?
Es ist schwer zu erklären, warum diese Traumbilanz von vielen als Alptraum-Bilanz betrachtet wird. Ist es Blindheit für den Rest der Welt? Ist es moralische Dekadenz, Wohlstandsverwahrlosung? Oder steckt mehr dahinter?
Dies ist ein Auszug aus „Utopia-Methode“ von Giuseppe Gracia, 2022, Basel: Fontis-Verlag. Hier bestellbar.
Beitragsbild: Pixabay

„Ob in den USA oder in Westeuropa: Immer mehr politische Bewegungen und Gruppen wollen diese Freiheiten einschränken oder ganz abschaffen. Warum?“ Die Frage ist richtig. Die Antwort ist einfach: Je nach Land sitzen 50% bis 70% dieser woken Helden im Staatsapparat (oft auf akademischen Posten in Schulen, Unis, Instituten, Bürokratie), ein weiterer großer Anteil (vielleicht 20% bis 30%) sitzen in steueralimentierten NGOs oder in privaten Medien, die über Subventionen vom Staatsapparat korrumpiert werden. Die Ursache ist also der totale „Staat“ mit seinem aufgeblähten, parasitären Staatsapparat und seinen unzähligen Behörden und Institutionen. Der totale „Staat“, der jeden Furz erfassen, reglementieren, regulieren, erfassen und kontrollieren will: Leistungslos, haftungsfrei, übergriffig, totalitär. Im totalen Wohlfahrtsstaat ist der Staatsapparat zu einer feudalen Adelsklasse degeneriert, die durch Zwang vom produktiven Sektor unterhalten werden muss. Beim „Staat“ hat der Untertan keine Wahl: Er MUSS ZAHLEN, egal wie groß das Staatsversagen ist. Im Unterscheid dazu kann man sich im (globalen) Kapitalismus auch zukünftig immer noch individuell entscheiden: Man kauft bei einem der Anbieter, oder lässt es bleiben. ++ Das natürliche Eigeninteresse eines Staatslohn-Empfängers besteht darin, dass der „Staat“ noch fetter und mächtiger wird, dass der Zugriff auf Volksvermögen und BIP noch brutaler wird. Kurzum: Dass der „Staat“ noch totaler wird. Das ist die banale Antwort auf das „warum“. Kapiert jeder – außer im obrigkeitshörigen Dummland. Kann man aber auch bei Northcote Parkinson (satirisch) oder Friedrich Hayek (Der Weg zur Knechtschaft) nachlesen. ++ Es ist auch nicht weiter überraschend, dass die woken Helden, die im Artikel charakterisiert werden, höchst selten im produktiven Sektor zu finden sind. Dieses Typen verdienen ihr Geld nicht als Arbeiter, Facharbeiter, Handwerker, LKW-Fahrer, Ingenieure, Entwickler, Manager, … in der freien Wirtschaft.
Herrscher mögen keine Freigeister, sie wollen feige , uninformierte, dankbare (Konsum)-Trottel/Lemminge.
An den „Eliten“-Unis wird der „Eliten“-Nachwuchs darauf getrimmt.
Wobei die wahren Herrscher in den sogenannten Demokratien oft nicht die gewählten Regierungen sind.
Beispiel gefällig? Es gibt derzeit überhaupt keinen Mangel an Öl/Gas/Kohle. Nur , weil die Möglichkeit einer Verknappung im Raum steht, wird der Preis „vorsichtshalber“nach oben getrieben, die Kartelle , von den „Eliten“ beherrscht, sahnen ab,machen Profit mit der Angst, siehe oben.
„Buchen sie jetzt, es gibt nur noch Restplätze“ sagte die nette Dame.Ich fiel nicht darauf herein, buchte später , zahlte den halben Preis, es war noch reichlich Platz.
„Won’t get fooled again“ (The Who) Mein Lebensmotto.
../2 So wurden die heute alles beherrschenden Zurichtungsmethoden ‚entdeckt‘ und seither mit ungassbaren Summen aufgepumpt, die bis dato in marxistischen/esoterischen Subkulturen/Unis vegetierten. – - – Die Evolution des Neoliberalismus mündete, folgerichtig, in die aktuelle Machtergreifung und Selbstermächtigung des Feudalmarxismus, dessen Epizentrum der programmatische, absolut-globale Alleinherrschaftsanspruch namens „BRI“ der CCP in Beijing ist. Strategischer Partner und Bruder im Geiste ist das GAFAT-Kartell. – - – Um die global-horizontale Herrschaft des Feudalmarxismus durchzusetzen, muss das größte Erfolgsprojekt der Menschheit, das Europäische/Amerikanische Bürgertum, in seiner vertikal getrennten Staatenwelt, aufgelöst und beendet werden. Also der Polsprung, der sich vor unseren Kuhaugen abspielt und dessen politische Meta-Mechanik wir nicht mehr denken, geschweige denn sagen können. Persönlich weiß ich nicht, welcher Horror der entsetzlichere ist.
„Oder steckt mehr dahinter?“ – - – Die heutigen, dystopischen Zurichtungsmethoden: Gender-Invasion-Klima-Rassismus-Wokeness-Virus, gehen, mit Ausnahme Virus, auf die späten 60er/70er zurück, von wo aus sie einen langen Dornröschenschlaf in maxistischen/esoterischen Subkulturen führten. – - – Das änderte sich ab Obama/H. Clinton – beide geschult in den Methoden des marxistischen Vordenkers Saul Alinsky – als NGOs, pol. Stiftungen, Think Tanks und Einzelmilliardäre daran gingen, das Akzeptanzproblem des Neoliberalismus, das nach dem kurzen „Ende der Geschichte“ Gestalt annahm, aus der Welt zu schaffen. Indem man ihn in eine marxistische Sprache und Methodik kleidete. ../2
@Angelika Meier
Sie haben da einen wichtigen Punkt. Ich möchte das an einer Stelle noch präzisieren. Die „Bedürfnispyramide“ ist so nicht korrekt und vor allem unterkomplex. Eine der wichtigsten Bedürfnisse von Herdentieren ist der soziale Status innerhalb des Systems. Der ist in der Regel wichtiger als selbst das persönliche Überleben. Es gelingt immer nur einem relativ kleinen Teil (ca. 10-20%) daraus zu „entkommen“. Die evolutionäre Aufgabe dieser Gruppe ist es die Anpassungsfähigkeit des Gesamtgebildes zu erhöhen, während das Herdenverhalten eine systemische Effizienzmaßnahme ist und bei der großen Mehrheit dominant bleibt. Die „Autonomiefähigenquote“ stellt wahrscheinlich ein systemisches Optimum dar, weshalb sie relativ konstant bleibt.
Die Idee, die „Menschheit“ könnte als Gesamtverband je „aufgeklärt“ sein war schon immer eine Illusion. Und das ist tatsächlich systemisch und damit genetisch determiniert.
„Es ist schwer zu erklären, warum diese Traumbilanz von vielen als Alptraum-Bilanz betrachtet wird. Ist es Blindheit für den Rest der Welt? Ist es moralische Dekadenz, Wohlstandsverwahrlosung? Oder steckt mehr dahinter?“ --- Dass der Westen seit dem Ende der 60er Jahre von linken Kräften auf allen Ebenen angegriffen wird, steht außer Frage. Die meisten Wege führen zur UNO/WHO/EU und zum WEF zusammen mit den Bilderbergen und dem Club of Rome und den reichsten Verwaltern von Geldern und den Besitzern von Großbanken. Die NGOs, die die wetslichen Gesellschaften zersetzen, übersetze ich mit „Non Governmental Oppression“. Dass der Staat diese Saboteure global unterstützt, hängt auch mit den Politikern zusammen, die vom WEF in die Parlamente geschleust wurden. Scholz, Merkel, Trudeau, Macron, Lagarde, Schäuble, Spahn, v d Leyen und Tausende mehr sind Mitglieder in der Sekte des World Economic Forums! Auf dem Weg zum Ziel der Weltherrschaft der UNO wird die Demokratie abgeschafft. – Leider sind viele Journalisten et al. auf die Propaganda hereingefallen, dass es sich bei dem Great Reset um eine Verschwörungstheorie handele. Unsere Politiker dienen nicht dem Volk, sondern den demokratiefeindlichen Stakeholdern des WEF. Wir werden ausgeraubt, entwaffnet und letztlich nach chinesisch-kommunistischem Vorbild versklavt!
„Ob Klimakrise, Pandemiekrise, Wirtschaftskrise oder Geschlechtergerechtigkeit: “
Da hat der Autor ja wirklich sämtliche Narrative der intellektuell anders Begabten geschluckt. Was bereits die erste Antwort auf die gestellte Frage ist.
Es gibt weder eine „Klimakrise“, noch eine „Pandemiekrise“. Auch eine „echte“ Wirtschaftskrise hat es bis vor zwei Jahren nicht gegeben, da der globale Wohlstand schön stetig gewachsen ist. Was da immer als „Krisen“ gehandelt wurde waren maximal leichte lokale Unpässlichkeiten. Und eine „Geschlechterungerechtigkeit“ existiert auch nur in den Schrumpfhirnen der Irren.
Es handelt sich bei dem betrachteten Phänomen tatsächlich um einen gesellschaftlichen Degenerationsprozess (über die Phase der Dekadenz sind wir weit hinaus) und aus systemischen Gründen nicht gestoppt werden kann. Aber das muss uns nicht kümmern. Da dieses System physisch nicht überlebensfähig ist wird die Evolution das Problem durch ausmendeln von ganz alleine erledigen.
Daher freut mich durchaus der Begriff der „letzten Generation“. Ich betrachte das allerdings nicht als Bedrohung, sondern als Versprechen.