Irgendetwas ist in der Migrationsdebatte schiefgelaufen. Genau darauf geht Ahmad Mansour ein: Auf die Gefahr, die vom politischen Islam ausgehe; auf die falsch verstandene Nachsicht Deutschlands: „Wir müssen reden. Und zwar richtig. Ohne Beschönigung, ohne falsche Toleranz und ohne Panikmache.“
Déjà-Vu. Zunächst das berüchtigte Antanzen in der Silvesternacht 2015 in Köln. Nun das exzessive Böllern und Knallen zu Silvester 2022 in Berlin-Neukölln. Der gelegentliche Exzess junger „westasiatischer“ Männer, um es nach dem LKA „diskriminierungssensibel“ zu formulieren, entwickelt sich so langsam zu einer festen Institution hierzulande.
Verwundern sollte uns das nicht. Bereits 2010 formulierte der ehemalige Bundespräsident, Christian Wulff: „Der Islam gehört zu Deutschland.“ Jawohl. Doch nicht dieser Islam, namentlich der politische Islam. Wieso, das beleuchtet eindrücklich der Islamexperte, Ahmad Mansour, in „Operation Allah. Wie der politische Islam unsere Demokratie unterwandern will“. Schon die Widmung von Mansour lässt einem den Schauder über den Rücken laufen. Leider nicht jene Sorte, die einen nach einem phänomenalen Musikstück überkommt. Ekstatisch! Vielmehr jene nach einem kurzen Trip zum Frankfurter Bahnhofsviertel. Gruselig!
Hier nun der Wortlaut: „Dieses Buch möchte ich den Personenschützern des LKA Berlin widmen, die mich in den letzten sechs Jahren überallhin begleitet und mich geschützt haben. Durch ihren Schutz gaben sie mir den Mut, trotz Bedrohungen kritisch zu bleiben und dieses Buch schreiben zu können.“ Das passiert also jemandem, der sich sachlich und kritisch mit dem Islam auseinandersetzt. Er muss nicht nur aufpassen. Nein, er muss um sein Leben bangen. In einer liberalen, demokratischen Gesellschaft. Im 21. Jahrhundert. Schauderhaft!
Den verkrusteten patriarchalischen, anti-aufklärerischen Werten frönen
Irgendetwas ist gehörig schiefgelaufen. Genau darauf geht Mansour ein: auf die Gefahr, die vom politischen Islam ausgehe; auf die falsch verstandene Toleranz Deutschlands, die den politischen Islam wie eine „heilige Kuh“ hofiere. Wie er es treffend formuliert: „Wir müssen reden. Und zwar richtig. Ohne Beschönigung, ohne falsche Toleranz und ohne Panikmache.“
Mit gutem Beispiel geht Mansour voran. Indem er den Finger auf die Wunde legt. Einerseits, auf die hinterlistigen und missbräuchlichen Taktiken und Strategien des politischen Islam. Wie seine Mitglieder die Narrative von Opferrolle, Sexismus und Rassismus als Trümpfe ausspielen – und dabei dem Westen die lange Nase zeigen. Oder wie sich die politisierten Muslime als tolerant und den westlichen Werten zugewandt präsentieren, in Wirklichkeit jedoch weiterhin den verkrusteten patriarchalischen, anti-aufklärerischen Werten frönen. Kurzum: Außen hui, innen pfui!
Hierbei geht Mansour aber auch mit dem Westen, und Deutschland im Konkreten, hart ins Gericht. Dieser müsste sich endlich seiner westlichen Brille bewusst werden und diese ablegen. Denn: „Eine Demokratie, wie der Westen sie versteht, will nur eine Minderheit.“ Was passiert, wenn man dieses Faktum nicht akzeptieren möchte, zeigt Frankreich eindrücklich: Muslimische Ghettos und muslimische Gewalt gepaart mit anti-muslimischem Hass.
Den gesellschaftlichen Brand löschen
Grüne und linke Ideologen seien hierbei nicht gerade behilflich. Sie missbrauchten ihren ideologisierten Aktivismus für Flüchtlinge, Muslime und Migranten, um sich der Welt als moralisch überlegen zu präsentieren. Zum einen. Zum anderen unterstütze die Politik, ideell und finanziell, nicht wenige dubiose muslimische, demokratiefeindliche Verbände und Organisationen, die Kontakte zur Muslimbruderschaft hegen. Das gieße nur noch mehr Öl ins gesellschaftliche Feuer.
Lobenswert, dass Mansour nach seinem konstruktiven „Fingerzeig“ auch Lösungen anbietet, diesen gesellschaftlichen Brand zu löschen. Grundlegend hierfür seien eine breit aufgestellte Werte- und Grundrechtsdebatte. „Vielfalt ist nicht das Zelebrieren von Unterschieden, sondern die Festlegung von Regeln.“ Abschließend stellt er vier Prämissen sowie drei Forderungen auf. Man kann ihnen zustimmen oder nicht. Davon abgesehen ist es ein guter Anfang.
Alles in Allem: „Operation Allah“ ist ein unabdingbarer Weckruf. An Gesellschaft und Politik, en gros, an Linke und Grüne, en détail. Denn Mansour erläutert auf über 170 Seiten, leicht und eingängig, jedoch sachlich und pointiert, welche Gefahr vom politischen Islam und den ideologisierten Linken und Grünen ausgeht. Es ist zwar weniger eine Lektüre für den Islamkenner, jedoch Pflichtlektüre für Politiker und Entscheidungsträger dieses Landes.
„Operation Allah. Wie der politische Islam unsere Demokratie unterwandern will“ von Ahmad Mansour, 2022, Frankfurt/Main: Fischer. Hier bestellbar.

An dieser Stelle möchte ich einen Dank an alle Autoren dieser Seite aussprechen, die unermüdlich gegen die Dummheit anschreiben.
Leider ist das inzwischen so, als ob man in einem Tornado Gebete flüstert.
Nichts wird sich ändern. De Käs is gess! Der Drops gelutscht. Die Würfel sind gefallen.
Wer kann, sollte die Konsequenzen ziehen und das Land verlassen. Am besten auch Europa. Aber wohin könnte ich auch nicht wirklich sagen.
Der Rest kann sich mit einer Tüte Chips und einem Bier aufs Sofa zurückziehen und sich das Drama, sogar ohne Streaming-Dienst, in Life ansehen.
Die Leute (auch die Entscheider) scheinen das Prinzip der „asymetrischen Kriegsführung“ noch nicht verstanden zu haben. Sie halten Krieg für eine Sache, bei der zwei bewaffnete Gruppen gegeneinander kämpfen. Das ist überholt. Wenn z.B. 10.000 Menschen unbewaffnet eine Grenze stürmen, brauchen die keine Waffen, um zu gewinnen – vorausgesetzt (und das ist wichtig), dass die bewaffneten Verteidiger Skrupel haben (oder haben müssen), ihre Waffen gegen sie einzusetzen. Auch reicht es, einfach legal oder illegal in ein Land „einzusickern“ und sich dort alimentieren zu lassen und sich dann stärker zu vermehren, als die ursprüngliche Bevölkerung.
Alles das würde ich als „asymetrische Kriegsführung“ bezeichnen. Waffen sind keine Hilfe mehr in einer woken Gesellschaft, denn ihre Benutzung ist verboten. Der Begriff „unbewaffnet“ braucht m.E. ein Update…
Der Wähler will den Nerobefehl endlich umgesetzt sehen und wählt dafür seit Jahren gezielt nur die Parteien in die Regierung, die das schaffen. Da ist nichts mehr zu machen.
Und die günen und roten Marxisten holen die Millionen Inkompatiblen nicht, um sich moralisch überlegen zu fühlen. Sie holen sie als endlich erfolgreichen Sprengsatz, um die verhasste bürgerliche Gesellschaft zu zerstören.
@Hannelore Wolf Noch etwas Geduld. Es wird wohl bald krachen. Anders scheint es nicht zu gehen.
Der Blick nach links ist zu einseitig. Die Weichenstellung erfolgt über das gesamte politische Spektrum. Auf der linken Seite des Spektrums versucht man den Islam mit Geld gefügig zu machen und politisch als Wählerpotential einzubinden, was natürlich ob des Ölreichtums der Araber ein hoffnungsloses Unterfangen ist, auf der rechten Seite des Spektrums läuft das dann mit dem Geld tendenziell umgekehrt, wobei die Einbindung dann andersrum erkauft werden soll. Der Fall im EU Parlament mit den geschmierten Sozialisten ist da nach meinem Dafürhalten die Ausnahme von der Regel. Allerdings ist das Problem generell politisch mehr mittig gelagert als randlastig. Also mitte-links oder mitte-rechts. Die ganz harten Ränder links und rechts sind davon weit weniger betroffen, als es in der Diskussion scheint, weil hart-links und hart-rechts nicht in finanziellen Kategorien denkt, sondern in ideellen.
Wann hat Kirsten Heisig ihr Buch geschrieben? Und Achmed Mansour hat auch schon mehrere vorgelegt! Wie oft sollen die Leute denn noch schreiben und Lösungsvorschläge nachen? Dieses politische Personal wird n i c t s davon umsetzen. NICHTS!
Wer hat die Schuld auf sich geladen, dass wir uns mit diesem Irrsinn im eigenen Land beschäftigen müssen ? Wer waren und sind die Lumpen, die unser Land zerstören wollen?