
@Karl-Heinz Lösche, mir geht es wie Ihnen. Auch ich empfand den Kommentar zu Merkel heute in der NZZ als nichtssagende Schleimabsonderung mit null Überzeugungskraft. Was der Herr Professor da beweisen wollte, weshalb die Kanzlerin so unaufgeregt und erfolgreich „regiert“ (vor allem in der Krise), ist an den Haaren herbeigezogenes Zeug, er hat aber keine belastbaren Argumente. Mein Lichtblick bei NZZ sind die Kommentare von Chefredakteur Eric Gujer und wenigen anderen.
Ein sehr guter Beitrag von Herrn Röhl, den ich in allen Punkten nur bestätigen kann. Ich verfolge die Berichterstattung und Kommentierung in meiner Heimatzeitung ( Ein Blatt der vrm-Gruppe) seit ca. 2014 und in den letzten Jahren besonders zu den Themen EU, Brexit, Trump, AfD, Klima, Energiewende u.s.w. Ganz auffallend nach meinem Eindruck das Anbiedern an die derzeitige Regierungspolitik verbunden mit einem AfD-Bashing, das ohne weiteres auch unter den Begriff “Hass und Hetze verbucht werden kann. Die Chefredakteure der vrm-Gruppe tun sich damit besonders hervor und man meint letztlich , das die sich bereits in die Startlöcher für eine künftige Subventionierung begeben hätten. Erst heute habe ich wieder einen kritischen “Kommentar zum Kommentar” an den Chefredakteur des ” Darmstädter Echo ” gemailt und mich über Kommentierung und Berichterstattung zur gestrigen Bundestagssitzung beklagt. Ich glaube , das war die E-mail Nr. 350 und inzwischen gibt es da seitens der vrm nur noch selten ein Feedback. Ich gelte denen wohl inzwischen als Rechtspopulist ( War lange Mitglied in der SPD und von 1999- 2013 bei PDS/DIE LINKE-derzeit kein Mitglied einer Partei).
Die vierte Macht (oder besser: Gewalt) im Staate erfüllt ihre eigentliche Aufgabe nur dann, wenn sie sich mit den drei Gewalten nicht gemein macht, sondern sie stets (also unabhängig des Themas und der persönlichen politischen Präferenz des Journalisten) kritisch hinterfragt. Die ist z.B. im Falle der Migratonspolitik vollkommen ausgeblieben und hat sich ins Gegenteil verkehrt. Wenn die freie Presse nicht mehr die Oppositionsrolle einnimmt, mutiert sie zur Staatspropaganda und zieht oppositionelle Gegenbewegungen in anderen gesellschaftlichen Bereichen nach sich, wie z.B. die Pegida auf der Straße oder die AFD in den Parlamenten. Das Nudging ist zu erbelichem Anteil schuldig an den derzeitigen politischen Verwerfungen in Deutschland. Die freie Presse und der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat das Volk nicht auf Regierungslinie zu erziehen, sondern neutral und wahrheitsgemäß aufzuklären. Und zwar auch dann (wenn nicht sogar erst recht), wenn es gegen die Regierungslinie verstößt.
Meinte Ende, Michael. Freud’sche Fehlleistung, weil ich derzeit öfter in Bücher vom Enke-Verlag schaue (Medizin).
„Wir werden gebraucht wie lange nicht.” Wenn das die alternativen Medien sagen, ist das stimmig. “Je unklarer die Lage, desto größer der Durst nach gesicherten Informationen.” Gesicherte Informationen? Nein, geliefert werden gefilterte Informationen. “Kommunikation wird überlebenswichtig. Denn die Angst kriecht in die Lücken, die das Wissen lässt.” Was für ein unverständliches und dummes Geschwafel. “Dagegen arbeiten Medienprofis, die die Fluten zu teilen versuchen, die Fake News entlarven, die Experten zu Wort kommen lassen, die unermüdlich berichten, einordnen, erklären und suchen.” Welch eine Selbstbeweihräucherung, denn diese “Medienprofis” fischen in trüben Fluten, produzieren selbst Fake News und lassen nur die “Experten” zu Wort kommen, die den Mainstream bedienen. “Und die sich, auch wenn die Wahrheit immer nur ein Näherungswert sein kann, den professionellen Kriterien ihrer Zunft zumindest verpflichtet fühlen: Unbestechlichkeit, Faktencheck, Distanz.“ Diese drei Attribute sind genau die, die den Hofberichterstattungsmedien schon lange abhanden gekommen sind. Hans Joachim Friedrichs dreht sich im Grab herum. Nachgewiesen wurde diese “Ubestechlickeit” von Udo Ulfkotte in seinem Buch “Gekaufte Journalisten”.
Ich hatte unlaengst einem Kommentator vor der Bezahlschranke in der FAZ geantwortet, dass ich es fuer bewundernswert halte, das jemand noch ueberhaupt Geld fuer diese Art des Jounalismus bezahlt . Weiss auch nicht, wieso mein Kommentar nicht freigeschltet wurde……………………...
Ein Punkt, sehr geehrter Herr Röhl, ist Ihnen durch die Lappen gegangen: Das Abstechen Daniel H.s in Chemnitz, das ebenfalls das Potential einer Kanzlerinnendämmerung hatte, und die anschließenden “Hetzjagden”. Von den Videoaufnahmen (Plural, also mindestens zwei) der Hetzjagden (erneut Plural, also wiederum mindestens zwei), die Frau Merkel angeblich vorlagen, haben wir bis heute nichts gesehen. Auf die für ihr System relevanten Medien konnte sich Frau Merkel dagegen verlassen (vgl. BT-Drucksache 19/8570 vom 20.03.2019: “Die der Großen Anfrage zugrunde liegenden politischen Einordnungen der Bundesregierung fußen – wie bereits in der Antwort auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/4655 dargelegt – auf der Berichterstattung in den Medien.” Was man sich auf der Zunge zergehen lassen darf: Die politischen Einordnungen der Bundesregierung fußen auf der Berichterstattung in den Medien.) – Dagegen Amberg/Opf.? Schweigen im Walde. – Man vergleiche auch Hanau und Volkmarsen. – Um schließlich Mißverständnissen von vornherein entgegenzutreten: Jede Straftat gehört aufgeklärt und verfolgt. Es gibt keine “guten” und keine “bösen” Täter. Es gibt aber auch keine “guten” und keine “schlechten” Opfer. Mit freundlichen Grüßen, Jakob Mendel
»Wie immer sich die Corona-Krise entwickelt, sie wird die überkommenen Medienverbünde stärken. ARD und ZDF werden für die de facto Regierenden« Und schon bringen Füsiliere wie Quidam Erik Flügge-der Nachname ist Programm-, Strategieberater, Designer von Bürgerbeteiligungsprozessen, Autor und Kolumnist auf FB entsprechende Geschütze in Stellung: »In der Krise sieht man , was wirklich zählt: VERLÄSSLICHE INFORMATION Am Sonntag(24.03.20) haben 22 Millionen Deutsche die Tagesschau geschaut. Denn , wenn’s drauf ankommt verlassen sich alle aus guten Gründen auf ARD & ZDF. Seit Jahren schüren Rechtspopulisten den Hass auf unseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Anteil derjenigen, die am Rundfunkbeitrag zweifeln steigt seither. Jetzt in der Corona-Krise zeigt sich der Wert des öffentlichen Rundfunks.«
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