
@Peer Doerrer : Ich bin da ganz bei Ihnen, wobei ich der Achse keine Kriegshysterie unterstellen mag. Ich halte der Achse sogar zugute, und da erinnere ich an eine Zitat von Henryk M. Broder “Bei uns herrscht Meinungsfreiheit, man muß nur die richtige Meinung äußern…..” , daß hier auch im Gegensatz zu den ‘hardcore-mainstream-Medien’ auch gegenteilige Ansichten der Leserschaft veröffentlicht werden. Es sollte aber auch dem eingefleischtesten “Werteverfechter” auffallen, daß die UKR seit Anbeginn des Konflikts ausschließlich nach Waffen geschrien hat ...........den Ruf nach humanitärer Hilfe usw. habe ich jedenfalls noch nicht vernommen. Und wenn wie meinem Falle, die unverschämten ständigen Anwürfe eines Botschafters Melnyk, sogar meine Wenigkeit veranlassen, Not gedrungenermaßen einem BK Scholz oder gar unserem BP im Geiste beizuspringen, dann brauchen sich Medienvertreter nicht wundern, wenn die Hilfsbereitschaft der Deutschen für die UKR zu bröckeln beginnt. Auch die Achse des Guten muß akzeptieren, daß sich nicht jeder für erwünschtes Russland-bashing hergibt, und für Kriegsbegeisterung war ich ohnehin noch nie zu haben. Falls China sich der ‘Lösung der Taiwanfrage’ in naher Zukunft annehmen sollte, dann bin ich mal gespannt, ob die Kriegstrommler dann auch das Maximum der Eskalationsstufe befürworten - und damit meine ich nicht unsere geistig limitierte Außenamtdarstellerin und den Ex-BlackRocker sondern die Mächtigen in USA.
Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, den Russland „vom Zaun gebrochen“ hat, zieht sich, wie wir alle bemerken, in die Länge. Die Ukraine soll sich wehren und sogar siegen können. Dazu werden Waffen geliefert. Das scheint eine klare Einstellung zu sein. Das Problem dabei ist, dass mit immer mehr Waffen aus dem Westen der Krieg einen anderen Charakter bekommt. Eine militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine wird mehr und mehr zum Stellvertreterkrieg zwischen Russland und dem „Westen“ auf dem Rücken der Ukrainer. Die Ukraine wird zum Schlachtfeld. Prinzipiell war das auch seinerzeit so in Vietnam. Nordvietnam führte eine Krieg gegen Südvietnam mit Hilfe der Sowjetunion, was seinerzeit die USA dazu veranlasste, massiv auf der Seite Südvietnams in diesen Krieg einzugreifen. Erst nach mehr als 3 Mill. Toten zogen sich die USA zurück. Aus heutiger Sicht war der damalige Stellvertreterkrieg und Krieg der Systeme vollkommen nutzlos, so, als ob er hätte nie geführt zu werden brauchen. Sollte man da nicht versuchen, heute daran zu denken und vorausschauend zu handeln. Hat es damals ein Embargo gegeben? Niemand dachte daran. Der Welthandel, der ohnehin stark vernetzt ist, wurde davon nicht berührt und es ist anzunehmen, dass es auf das Ergebnis des Krieges in Vietnam keinen Einfluss gehabt hätte. Diesen Eindruck hat man aber derzeit nicht. Unsere Außenministerin, z.B., kümmert sich um Waffenlieferungen und Embargomaßnahmen, die uns selbst schaden. Ihre Aufgabe ist aber die Diplomatie. Davon ist kaum noch die Rede. Man kann auch ohne Waffen Freiheit schaffen und den Frieden bewahren. Geht nicht! Doch geht! Hier sei erinnert an die Wende von 1989 - alles vergessen? Sicherlich liegen die Verhältnisse jetzt anders. Aber, was soll denn nach dem Krieg werden? Heißt es nicht immer so schön, „man solle vom Ende her denken!
Wieder so ein Artikel der das wohl wichtigste unterschlägt: Die eifrigsten Kämpfer auf russischer Seite sind die Bewohner des Donbas, deren Städte 8 Jahre lang durch die ukrainische Armee mit schwerer Artillerie beschossen worden sind. Für diese Leute geht es nicht um Russland, sondern um den Schutz der eigenen Zivilisten und die Wiedervereinigung des kompletten Donbas. Und es geht um die Abrechnung mit ukrainischen Nazis. Dann gibt es da die Tschetschen, die den Kampf lieben. Wenn die nicht gegen die russische Armee, sondern gegen ukrainische Rechtsextremisten kämpfen, profitieren sowohl Russland als auch der Donbas. Eigentlich eine optimale Gelegenheit für die ukrainische Armee, die übrig gebliebenen Rechtsextremen einzubuchten, um zu retten, was noch zu retten ist.. Das Gerede von angeblichen Träumen vom russischen Imperium geht vollends an der Realität vorbei. Wenn sich in Europa jemand auf dem größenwahnsinnigen Ideologietrip befindet, dann sind das die EU und die Grünen. In Moskau agieren knallharte Realisten, keine Traumtänzer wie in Deutschland. Der Donbas und weitere Gebiete der sich auflösenden Ukraine, die sich mit großen Opfern von der äußerst rechts positionierten Chaostruppe in Kiew getrennt haben, werden sich niemals einer anderen Zentralgewalt beugen. Die werden so autonom wie jetzt die Tschetschenen und schon zur Zarenzeit die Kosaken. Da gilt das Motto: Russland ist groß und der Zar ist weit. Die Russophobie des Westens sorgt für den Zusammenhalt der Russen gegen den äußeren Feind.
@Hans Reinhardt: Stimme mit Ihnen vollkommen überein. Die westlichen Werte HEUTE sind die Werte von Schwab, Soros, Gates und wie sie alle heißen, sowie deren Marionetten Biden, Szelinski, Macron, Scholz, Von der Leyen und wie sie alle heißen. Eines ist so sicher wie der morgige Tag: die Affenherde, die diese Werte als die ihren zu erkennen glaubt, treibt die genannte Bande zu immer neuen Begeisterungsstürmen. An der Vervollkommnung der “Werte” für die Affen wird zügig und engagiert gearbeitet, wir werden eine Bescherung nach der anderen erleben, auf Weihnachten muss keiner warten.
Keine Waffenlieferung an die Ukraine! Mit Waffen werden Menschen getötet. Mit Artillerie werden auch Zivilisten getötet. Keine Waffen an die Ukraine. Das ist übrigens geltendes Recht, keine Waffen in Kriegsgebiete! Aber was gilt das Recht in diesen Zeiten det fortschreitenden Rechtlosigkeit und Verwahrlosung unseres Wertekanon. Die westlichen Werte sind tot, wenn Rechtstaatlichkeit aufgegeben wird!
Ich bitte darum, mir den Begriff «westliche Werte» zu erklären, weil ich diesen Begriff nicht verstehe. Früher, als ich ein Kind war oder ein junger Mann glaubte ich an Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit, freie Meinungsäusserung, christliche Grundwerte etc. Dann habe ich begonnen zu arbeiten, hart zu arbeiten. Da blieb keine Zeit, mich um Politik zu kümmern. Heute, als Mann in den 60-ern scheinen mir alle diese Werte verschwunden. Deswegen bitte ich um Aufklärung: was sind westliche Werte heute?
Vorab: Kein vernünftiger Deutscher, der seine Sinne beieinander hat, wird den Krieg in der Ukraine gutheißen. Selbstverständlich ist die territoriale Integrität anderer Staaten zu respektieren, und es dürfen keine Angriffskriege geführt werden. Selbstverständlich sind von russischen Soldaten in der Ukraine begangene Kriegsverbrechen zu verurteilen. Und selbstverständlich hat die Ukraine ein Recht auf Selbstverteidigung. Nichtsdestoweniger ist es legitim, die Frage zu stellen, welche Interessen Deutschland im Ukraine-Konflikt hat, und ob deutsche Interessen notwendigerweise deckungsgleich sind mit denen der USA und der ukrainischen oligarchischen Herrschaftselite. Es stellt keineswegs eine Billigung des russischen Angriffs dar, wenn man hierbei zu dem Ergebnis kommt, dass Deutschland in den Krieg nicht involviert ist und keine eigenen Interessen an der Führung dieses Krieges hat. Dass die Ukraine nicht unser Verbündeter ist, und wir ihr keine Waffenlieferungen schulden. (Genauso wenig, wie wir auch keine Kriegswaffen in andere Krisengebiete auf der Welt liefern.) Dass es das Recht jedes Staates ist, sich in eimem Krieg neutral zu verhalten. Dass es deutschem Interesse entspricht, gute Beziehungen zu Russland zu pflegen und, ja, auch preisgünstige Gaslieferungen aus Russland zu beziehen. Dass ein Atomkrieg der NATO mit Russland nicht in deutschem Interesse liegen kann. Dass durch Waffenlieferungen der Krieg in der Ukraine nur verlängert und verschärft wird, die Zerstörung der Infrastruktur in der Ukraine ausgeweitet und das Leid der Zivilbevölkerung vervielfacht wird. Und dass ein Zusammenbruch der russischen Staatlichkeit mit dem Ziel, dass sich amerikanische Konzerne an den dort liegenden Rohstoffen billig bedienen können, ebenfalls nicht in unserem Interesse liegt, insbesondere wenn zu diesem Zweck Stellverteterkriege in Europa geführt werden müssen.
Egal was die meisten Medien hier so Verbreiten vor Kriegsbegeisterung: die Leserzuschriften zeigen doch in der Tendenz die Ablehnung von Kriegen zur Konfliktlösung und die Sehnsucht nach Frieden. Das kann dann doch optimistisch stimmen. So wie Mutige selbst in kleineren Städten den Corona-Unsinn mit Spaziergängen zum Absturz brachten, so wird auch am Ende die Vernunft die Kriegsbegeisterungshitze der fetten Etappenhengste ersticken.
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