Nach 34 Tagen blutigen Kampfes endete am 14. August 2006 ein „Krieg ohne Sieger“. Zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz schwiegen die Waffen. Aber inzwischen wird immer deutlicher, dass die Ursachen des Libanon-Kriegs 2006 nicht beseitigt wurden. Damit wächst die Gefahr einer zweiten Runde zwischen den Kontrahenten.
Die beiden von der Hisbollah entführten israelischen Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev sind nach wie vor in Geiselhaft. Die UN-Friedenstruppe hat zwar formal die Vormachtstellung der Hisbollah beendet. Aber entwaffnet oder gar entmachtet ist die Schiitenmiliz nicht. Vor allem aber geht der Waffenschmuggel weiter, einer UN-Truppe zum Trotz, die dafür eingerichtet wurde, den Schmuggel zu unterbinden. Das beklagen nicht nur die Israelis - auch der UN-Sicherheitsrat hat dieses Problem mehrfach benannt. Ohne Folgen. Leitartikel zu einem drohenden Krieg im Libanon, heute im Kölner Stadt-Anzeiger