Stefan Frank / 25.07.2022 / 10:00 / Foto: Achgut.com / 26 / Seite ausdrucken

„Krieg“ gegen US-Abtreibungsgegner?

Seit es der Supreme Court in den USA für verfassungsgemäß erklärte, dass die Parlamente der Bundesstaaten das Abtreibungsrecht einschränken dürfen, gab es nicht nur hitzige Debatten, sondern auch mindestens 59 Anschläge auf Einrichtungen, die Schwangere beraten. 

In dem Wissen, dass sich viele schwangere Frauen für eine Abtreibung entscheiden, weil sie das Gefühl haben, keine andere Wahl zu haben, hat die Pro-Life-Bewegung in den USA enorme Ressourcen in Beratungsstellen gesteckt, die ungeplant schwangeren Frauen Alternativen zur Abtreibung aufzeigen und sie während der Schwangerschaft und nach der Geburt unterstützen, üblicherweise kostenlos. Landesweit 3.000 solcher Einrichtungen mit Namen wie Pregnancy Resource Center oder Crisis Pregnancy Center bieten Schwangerschaftstests und Ultraschalluntersuchungen, andere vorgeburtliche Betreuung, Schwangerschaftsberatung, Unterstützung bei der Erwägung einer Adoption und der Steuerung des Adoptionsprozesses sowie finanzielle oder materielle Unterstützung für Frauen in Not. Sie helfen Schwangeren, Sozialleistungen zu beantragen und unterstützen sie mit Kleidung, Windeln, Kinderwagen, Babynahrung, Möbeln usw. Seit 2016 seien dank der Zentren 800.000 Babys geboren worden, die ohne die Unterstützung, die den Frauen geboten wurde, womöglich abgetrieben worden wären, behauptet das Charlotte Lozier Institute, ein Think Tank der Pro-Life-Bewegung. Viele Zentren bieten auch psychologische Unterstützung für Frauen, die eine Abtreibung vorgenommen haben.

Mehr denn je sind diese Hilfs- und Beratungsstellen unter Beschuss. Buchstäblich. Seit Anfang Mai gab es Dutzende von Anschlägen auf solche – oft von Christen betriebenen – Einrichtungen. Fensterscheiben werden eingeworfen, Hassparolen an Häuserwände geschmiert. Mehrfach wurden Gebäude in Brand gesetzt. Die Täter entstammen dem linksextremen Spektrum. Eine bislang unbekannte Untergrundorganisation namens Jane’s Revenge („Janes Rache“) – deren Identität nicht von unabhängiger Seite bestätigt ist – hat sich zu vielen der Taten bekannt und eine Erklärung veröffentlicht, in der sie von einem „Krieg“ spricht, den sie „überall in den USA“ führen werde, auch mit „militärischen“ Mitteln.

Der Hintergrund: Am 6. Mai war der Entwurf eines Gutachtens des Supreme Court im Fall Dobbs gegen Jackson Womens Health Organization die Öffentlichkeit gedrungen. Laut dem Urteilsentwurf, der inzwischen zum Urteil geworden ist, ist es Sache der einzelnen Bundesstaaten, zu entscheiden, ob Abtreibung legalisiert werden soll. Damit wurde das Urteil Roe vs. Wade von 1973 aufgehoben. Damals hatte die Mehrheit der Verfassungsrichter sich zu Gesetzgebern aufgeschwungen und dekretiert, dass es ein Recht auf Abtreibung in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft gebe, das die gewählten Parlamente der Bundesstaaten nicht einschränken dürften. Dass der Supreme Court diese Ansicht nun revidiert hat, führte nicht nur zu einer hitzigen politischen Debatte, sondern auch zu einer Serie von Anschlägen auf Einrichtungen, die Schwangere beraten. 59 solcher Anschläge wurden bislang gezählt.

"Dies war nur eine Warnung"

Am 8. Mai – an dem nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA der Muttertag gefeiert wurde – wurde ein Büro der gemeinnützigen Organisation Wisconsin Family Action in Brand gesteckt. Die Täter sprühten Parolen, darunter: „Wenn Abtreibung nicht sicher ist, seid ihr es auch nicht.“ Am 10. Mai schickte Jane’s Revenge eine Erklärung an den Journalisten Robert Evans vom Recherchenetzwerk Bellingcat, die dieser auf Twitter veröffentlichte. Darin heißt es:

„Dies war nur eine Warnung. Wir verlangen die Auflösung aller Anti-Choice-Einrichtungen, falscher Kliniken und gewaltsamer Anti-Choice-Gruppen innerhalb von 30 Tagen.“

Die Gruppe kündigt „immer extremer werdende Taktiken“ an, „um die Freiheit über unsere Körper zu behalten“. Weiter schreibt sie:

„Wir sind gezwungen, uns ein Mindestmaß an militärischen Vorrichtungen für unseren politischen Kampf zuzulegen. Noch einmal, dies war nur eine Warnung. Das nächste Mal wird die Infrastruktur der Sklavenhalter nicht überleben. Der medizinische Imperialismus trifft nicht auf einen passiven Gegner. Wisconsin ist der erste Brennpunkt, aber wir sind überall in den USA und werden keine weiteren Warnungen herausgeben.“

Einige Beispiele für Angriffe der letzten drei Monate:

Texas: Gleich nachdem am 3. Mai an die Öffentlichkeit gedrungen war, dass der Supreme Court Roe vs. Wade aufheben wird, beschädigten Abtreibungsbefürworter die Anlage der Schwangerenberatung Trotter House in der texanischen Hauptstadt Austin. Sie schrieben mit Kreide Parolen auf den Gehweg, wie etwa: „Rette ein Leben, hol dir eine Abtreibung.“ Nach Angaben der Organisation wurde das Vereinsschild entwendet. Zudem wurden Steine mit Inschriften der Namen und Geburtstage von Babys, die entlang des Gehwegs in den Boden eingegraben sind, ausgegraben und auf den Rasen geworfen. Das Trotter House stellt sich auf seiner Website so vor:

„Wir bieten keine Abtreibungen an, empfehlen sie nicht und leiten auch nicht an jemanden weiter, der Abtreibungen durchführt, aber sind verpflichtet, wahrheitsgemäße Informationen über Prozeduren und Risiken anzubieten.“

„Ich wurde über die Überwachungskameras auf Aktivitäten in unserem Zentrum hingewiesen“, sagte die Gründerin und Direktorin des Zentrums, Lori DeVillez. „Als ich mir die Aufnahmen ansah, brach es mir das Herz.“ Sie habe die Polizei verständigt, aber niemand sei gekommen, sagte sie der Website Pregnancy Help News.

„Es ist so traurig, dass es so viel Hass gibt, und alles basiert auf einer Lüge. Die Dinge, die sie auf unser Gebäude gesprüht und die Parolen, die sie gerufen haben, geben nicht einmal wider, was wir sind.“

Eine linksradikale Gruppe namens Stop the Sweeps, die sich nach eigenen Angaben gegen Platzverweise für Obdachlose einsetzt, spottete auf Twitter, das Trotter House sei „neu dekoriert“ worden und bezeichnete die Einrichtung als „Infrastruktur der Anti-Abtreibungsbewegung“.

Oregon: Am 25. Juni griffen unbekannte Täter das Mother and Child Education Center in Portland an, warfen Scheiben ein und schmierten Fuck SCOTUS (Abkürzung für den Supreme Court der USA) auf das Schild der Organisation. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 10.000 US-Dollar.

Das Mother and Child Education Center hilft jungen Müttern, denen es schwerfällt, Windeln, Kinderwagen und andere grundlegende Dinge zu bezahlen. Maura White, Geschäftsführerin des Beratungszentrums, die sich selbst als Pro-Choice-Liberale bezeichnet, sagte gegenüber dem Nachrichtensender Fox News, ihre Organisation helfe jungen Müttern und Babys in Not und habe keine offizielle Haltung zu dem umstrittenen Thema Abtreibungsrechte. „Meine Organisation ist gemeinnützig, und wir helfen Müttern, Familien, Kindern in Not und Babys im Alter von null bis fünf Jahren“, so White. „Wir sind nur da, um Menschen zu helfen. Und so dachten sie fälschlicherweise, dass wir hier draußen Anti-Abtreibung und alles machen würden. Die Gewalt war schrecklich.“ White sagte, ihr Zentrum unterstütze diejenigen, die sich bereits entschieden hätten, ihre Kinder auf die Welt zu bringen. „Sie haben diese Wahl bereits getroffen“, sagte sie, und fügte hinzu, dass ihre Organisation auch in den sozialen Medien angegriffen werde. „Sie verstehen nicht, was wir tun.“ Weiter sagte White, die örtliche Polizei habe sie im Voraus vor möglichen Angriffen gewarnt.

Ohio: Die Schwangerenberatung Right to Life of Northeast Ohio wurde seit der Urteilsverkündung bereits zweimal zum Ziel von Aktionen von Abtreibungsbefürwortern. Gleich nach der Urteilsverkündung des Supreme Court am 24. Juni demonstrierten sie vor dem Gebäude, setzten die Überwachungskamera außer Betrieb und hängten Transparente mit Parolen an die Fassade. Sachbeschädigung gab es da offenbar noch nicht. Das änderte sich am 8. Juli. Diesmal wurden die Fassade und der Gehweg vor dem Gebäude großflächig mit Schmierereien besprüht, die etwa lauteten: „Wenn Abtreibung nicht sicher ist, seid ihr es auch nicht“. Die Überwachungskamera filmte einen vermummten Täter. Das Beratungszentrum ist nur vier Kilometer von der Universität Akron entfernt. Die Exekutivdirektorin des Zentrums, Allie Frazer, sagte gegenüber dem Nachrichtensender Fox News:

„Als Lebensschützer wissen wir, dass unsere Arbeit uns etwas kosten könnte und dass dies sehr gut unsere körperliche Sicherheit sein könnte.

Virginia: In Lynchburg wurde das in der Nähe der Universität liegende Blue Ridge Pregnancy Center angegriffen. Die Polizei fahndet nach vier Personen, die zahlreiche Fensterscheiben eingeworfen haben und die Parole sprühten: „Wenn Abtreibung nicht sicher ist, seid ihr nicht sicher.“

Minnesota: Am 14. Juni griffen Unbekannte in Minneapolis die Geschäftsstelle der gemeinnützigen Organisation Minnesota Citizens Concerned for Life an. Sie zerstörten Fensterscheiben und schmierten in großen roten Lettern die Parole „Abtreibung ist Befreiung“ an die Fassade. Laut der Organisation war es bereits der zweite derartige Anschlag innerhalb von fünf Wochen.

Im Internet gibt es ein Bekennerschreiben von Jane’s Revenge:

„'Minnesota Citizens Concerned For Life’ oder MCCL ist die größte Anti-Abtreibungsorganisation im sogenannten Minnesota und verantwortlich für unsagbares Leid als Ergebnis ihrer Anti-Wissenschafts-Propagandakampagnen, gruseligen gesetzgeberischen Versuche zur sozialen Kontrolle und Unterstützung für hasserfüllte bigotte Politiker. Also beschlossen wir in einer kleinen Geste des Trotzes und der Freude, alle ihre Fenster einzuschlagen und ihnen eine Nachricht von unserer Freundin Jane zu hinterlassen.“

Die Gruppe fügte hinzu: „Wir hätten mehr tun sollen.“

Am 5. Juli wurde das Crisis Pregnancy Center in St. Paul angegriffen. Zwei Fensterscheiben wurden eingeworfen, dazu Parolen an die Wände geschmiert, wie etwa: „Treibt Amerika ab“, „Blut an euren Händen“ und Jane’s Revenge.

Pennsylvania: Am 10. oder 11. Juni zerstörten unbekannte Täter die Glastür und die Scheiben des Hope Pregnancy Center in Philadelphia. Auf der linksradikalen Website Philly Anticapitalist bezichtigte sich jemand der Tat, mit einem Text, der lautet:

„Wir haben alle Fenster des Schwangerschaftszentrums ‚Hope‘ in der Broad Street eingeschlagen. Wir haben eure ‚Familienwerte‘ satt und dass ihr Familien und eure Werte auf unsere Körper zwingt. Diese gefälschte Klinik verbreitet Lügen und ist Teil eines umfassenderen Versuchs, Hunderten von Frauen und Menschen die Körperautonomie zu entziehen. Wir sind inspiriert von den Aktionen von Genossen in Wisconsin, Colorado, New York und einer wachsenden Liste von Orten. Wenn der Angriff auf die Abtreibung nicht aufhört, werden sich unsere Angriffe ausweiten. Dies ist auch als kleine Geste der Komplizenschaft mit allen vom Staat Inhaftierten zu Ehren des 11. Juni gedacht.

-Anti-Hoffnungs-Brigade“

Der 11. Juni gilt amerikanischen Anarchisten als Tag der Solidarität mit inhaftierten anarchistischen Straftätern.

Michigan: Am 19. Juni griffen Unbekannte das Lennon Pregnancy Center in Dearborn Heights und das Pregnancy Care Center in Redford an. Sie zerstörten Scheiben und schmierten Parolen, darunter auch „Jane’s Revenge.“ Auf der linksradikalen Website Abolition Media bekannte sich eine „Gang krimineller Queers“ zu der Tat.

Colorado: Am 25. Juni verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf ein christliches Beratungszentrum für schwangere Frauen in Not. Das Gebäude wurde durch das Feuer und den Rauch schwer beschädigt. Die Täter schmierten das „A“-Zeichen der Anarchisten an das Gebäude und die Parole „Wenn Abtreibung nicht sicher ist, seid ihr es auch nicht.“

Die Täter handeln im Gefühl, die Sympathien von Teilen der politischen Klasse auf ihrer Seite zu haben. Denn Abtreibungsbefürworter vom linken Flügel der Demokraten unterstützen den Kampf gegen Hilfs- und Beratungsangebote für schwangere Frauen. Elizabeth Warren, US-Senatorin für Massachusetts, twitterte Ende Juni, es sei „wichtiger denn je“, gegen „sogenannte crisis pregnancy centers vorzugehen“, die „Patientinnen, die eine Abtreibung wollen, in die Irre führen und täuschen“. Warren erhob die unbelegte Behauptung, crisis pregnancy centers würden eine „Lockvogel“-Taktik anwenden: so tun, als würden sie Abtreibungen anbieten und Frauen, die eine Abtreibung wollen, diese ausreden. Um gegen diesen angeblichen Missstand vorzugehen, werde sie einen Gesetzesentwurf vorlegen, der „Desinformation“ mit hohen Strafen belege. Eine staatliche Agentur soll dann bestimmen, was „Desinformation“ ist. Wie dringend der Handlungsbedarf sei, verdeutlichte Warren anhand einer Zahl: „Hier in Massachusetts gibt es dreimal so viele crisis pregnancy centers wie echte Abtreibungskliniken.“

 

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Foto: Achgut.com

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Dr Stefan Lehnhoff / 25.07.2022

Ist schon erstaunlich, dass immer noch niemand Frau Warren zum Schweigen gebracht hat. Allein das zeigt, wie freundlich die Hassobjekte dieser Terroristin sind.

Werner Lischka / 25.07.2022

@Bettina Landmesser: im 21. Jhdt. sollte eigentlich jede Frau über Verhütungsmethoden informiert sein - und in der industrialisierten Welt gibts an jeder Ecke Apotheken. Wer da ungewollt schwanger wird, ist schlicht dämlich. Die Aussagen über die Schäden, die durch eine Schwangerschaft angeblich entstehen, lassen eigentlich die Frage aufkommen, wie die Menschheit bis heute überlebt und den Planeten mit 10Mrd Individuen bevölkern konnte. Eine Fortpflanzungsmethode, die die Mutter ruiniert, wäre von der Evolution längst erledigt worden - samt der diese praktizierenden Arten. Die angesprochenen Probleme von alleinerziehenden Müttern lassen mich an die Nachkriegszeit in Europa denken - wie haben blos unsere Großmütter die ersten Jahre überstanden? Kleinkind, Schutthaufen, Mann gefallen oder in Sibirien - und nirgendwo Antidepressiva oder Betreuungsstellen. Merken sie und die Leute, die Abtreibungen mit Geburtenplanung verwechseln, welchen Unsinn sie verzapfen?

michael markwardt / 25.07.2022

“Seit es der Supreme Court in den USA für verfassungsgemäß erklärte, dass die Parlamente der Bundesstaaten das Abtreibungsrecht einschränken dürfen,...” das ist eine unzulässig verkürzte, weil verfälschende zusammenfassung des urteils. das urteil besagt, dass NICHT der scotus für die gesetzgebung zuständig ist - wie zuvor mittels präzedenzfall unzulässig praktiziert -, sondern der gesetzgeber. damit wurde die gewaltenteilung zumindest in dieser entscheidung wieder hergestellt. die us demorcrats hatten jahrzehnte zeit und auch immer wieder die möglichkeit, hier gesetzgeberisch tätig zu werden… ist nur nicht wirklich was passiert.

sybille eden / 25.07.2022

Es macht mich traurig das es es in diesem ehemals liberalem Land soviele Linksfaschisten gibt. In Deutschland ist das nur logisch, aber Amerika ? Wie kann es nur sein das der marxistische Krebs nach 170 Jahren immernoch die Welt zerstört ?    

Gerhard Schäfer / 25.07.2022

@Michael Fasse: Sie haben hier vollkommen Recht, und ich bin mit Ihren Ausführungen als Christ absolut einverstanden! Sie haben den Sachverhalt nur etwas tiefer beschrieben als ich.

Rolf Menzen / 25.07.2022

@ Frau Landmesser und Olmes: Es gibt auch sowas wie Verhütungsmittel. Meine Tochter ist mittlerweile 34 und war noch nie ungeplant schwanger. Dabei hat sie wahrlich nix anbrennen lassen. Und Abtreibungen bis zum sechsten Monat wären in Deutschland eindeutig verboten. Es wäre ja auch bizarr, wenn in einem Krankenhaus in der einen Station ein sechs Monate alter Embryo abgetrieben und in einer anderen ein gleichaltriges Frühchen mit allen Mitteln am Leben gehalten wird.

Ilona Grimm / 25.07.2022

Ganz herzlichen Dank an Stefan Frank dafür, dass er auch dieses heiße Eisen angepackt hat! Sonst traut sich ja kaum jemand, die über Bord geworfenen absoluten Werte des ehemals christlichen Abendlands zu verteidigen bzw. deren Abschaffung auch nur zu erwähnen. - - - @Dr. R. Möller: Ich wundere mich auch immer wieder, warum die nach meinem Eindruck geradezu manisch Kopulierenden zu blöd zum Verhüten sind. Vermutlich ist es so, dass beim hastigen Sex im Klo, über’m Zaun hängend oder im Besenschrank die Abtreibung schon einkalkuliert wird. Aber keine Sorge, Dr. Möller, diejenigen, die morden und das Morden begünstigen, werden deswegen dereinst in der Hölle schreckliche – und nie endende - Qualen erleiden. Daran lässt die Bibel überhaupt keinen Zweifel. Einziger Ausweg: ehrlich bereuen, um Vergebung bitten und vom abscheulichen Tun für immer ablassen.  - - - @Heike Olmes und @Bettina Landmesser: Gibt’s keine „Pille“ mehr, die doch – zumindest in Western Germany - einst für die angeblich große sexuelle Befreiung gesorgt hat??

Christian Feider / 25.07.2022

es ist die gleiche zerstörerische linksextreme selbsthass-zerfressene Propaganda,die auch in (West-)Deutschland gesellschaftsfähig wurde unter der SPD in den siebzigern und danach von Ihren “Kindern”,den Grünen und den Jusos weiterbetrieben wird. Dieses Volk weiss höchstwahrscheinlich nicht einmal,das sich seine Aggression im Grunde gegen sich selbst richtet… seit “Marx’ ” Ideen ist noch NIE etwas auch nur halbwegs Vernünftiges aus dieser Ecke gekommen

Thorsten Pröhl / 25.07.2022

Was muss da an Hass hinterstecken, um Leute anzugreifen, die sich um den Schutz des ungeborenen Lebens bemühen. Selbst wenn ich mich auf einen neutralen Standpunkt begebe, muss ich doch erkennen welche Seite hier von Hass angetrieben wird und welche Seite von Liebe. Bewusster Umgang mit den Folgen von Sex muss doch heute jedem Menschen möglich sein, oder ist freies rumvögeln ein Menschenrecht ? Das man ohne Konsequenz alles tun kann was der Gott Hedonismus einem vorgibt ?

Michael Stoll / 25.07.2022

Es gibt so viele Paare, denen ein Kinderwunsch verwehrt bleibt und die deshalb ein Kind adoptieren möchten. Warum ist es in unserer Gesellschaft verpönt, ein Baby zur Adoption freizugeben, wenn es, aus welchem Grund auch immer, nicht in die persönliche Lebensplanung passt? Aber es ist offenbar vollkommen akzeptabel, fast normal, ein ungeborenes Leben ABZUTREIBEN (was für ein schreckliches Wort), warum ist das so? Ich habe vier Kinder, zwei von ihnen kamen einige Wochen zu früh auf die Welt. Wenn ich daran denke, dass einige Parteien (SPD, Grüne, Linke) in ihren Parteiprogrammen direkt oder versteckt, eine Legalisierung der Abtreibung bis zur Geburt fordern, kommt mir die Galle hoch. Was sind das für Menschen?

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