
Ich weiß nicht, aus welchem Zusammenhang dieser Satz der Papstes herausgerissen ist - aber es gab gerade im Rahmen dieser Reise etliche deutliche Äußerungen von ihm gegen den IS, so z.B. hier: ZEIT ONLINE - Franziskus fordert von Muslimen Verurteilung des IS Und in diesem Zusammenhang wieder die Nazi-Keule rauszuholen (völlig ahistorisch, den auch das Konkordat hatte damals seine besondere Geschichte) finde ich, höflich formuliert, nicht korrekt.
Die Frontlinie zwischen IS- und Nicht-IS-Gebiet ist so gewunden wie auch sonst die Linie zwischen Gut und Böse. Mit wem auch immer der Papst reden will, soll es ihn kümmern, ob derjenige eventuell gestern noch bei der IS war, es heute ist, oder morgen sein wird? Mir ist ein Papst, der sich unbedingt in die Nesseln setzen will, lieber als einer, der auf gepolsterten Sesseln sich räkelt.
Soll doch der Papst mit IS reden - mal sehen, was dabei rauskommt.
Was erwarten Sie vom Papst? Einen Aufruf zum 8. Kreuzzug?
Es wäre an den USA und England gewesen, nach der Errichtung der osteuropäischen Vernichtungslager wenigstens deren Zufahrtswege zu zerstören, nicht die des Vatikan. Nichts geschah! Bis die Russen die Lager befreiten.
“Traditionell schickt der Papst Grußtelegramme an die Oberhäupter aller Staaten, deren Luftraum er durchquert.” Gut, dann gibt es ja vielleicht auch morgen folgendes Grußtelegramm: “Da ich mich bei der Rückreise aus der Türkei ein wenig verflogen habe und den Luftraum des Islamischen Staats betrete, sende ich Ihrer Exzellenz Kalif Abu Bakr al Bagdadi und Ihren Landsleuten herzliche Grüße.”
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.