Blind durch Kontroll- und Testwut

Sind die zahlreichen Freiheits-Einschränkungen gerechtfertigt, weil durch das Corona-Virus sonst Leib und Leben unzähliger Menschen gefährdet würde? Die Basis für die Panik sind die PCR-Massentests, und es wird immer klarer, dass und warum sie nicht taugen. Dazu gleich mehr. Zunächst, nur damit wir auf aktuellem Stand sind: 

Die letzten Erfahrungswerte des RKI aus der realen Welt sagen: laut „GrippeWeb“, „das in Deutschland die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen beobachtet und dazu Informationen aus der Bevölkerung selbst verwendet, ist die Rate akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Rate) in der 46. KW 2020 im Vergleich zur Vorwoche weiter gesunken. Die ARE-Rate liegt seit der 36. KW 2020 unter den Werten der Vorjahre.“ Also: Alles normal. Seit. Inzwischen. Zehn. Wochen.

Aus dem Sentinel-Netzwerk ausgewählter Arztpraxen: „In der 46. KW 2020 wurden im Vergleich zur Vorwoche insgesamt weniger Arztbesuche wegen akuter Atemwegserkrankungen (ARE- Konsultationsinzidenz) registriert, die Werte befinden sich insgesamt im Bereich der Vorsaison. Die Werte der Konsultationsinzidenz sind gegenüber der Vorwoche in allen Altersgruppen gesunken.“ Also: Alles normal. Mit Trend zum Besseren.

Besondere Beachtung verdient dieser Hinweis: „Die Berechnung der Konsultationsinzidenz (Arztbesuche wegen ARE) musste für die 46. KW und retrospektiv für die Vorwochen nach unten korrigiert werden, da seit der 40. KW 2020 fälschlicherweise zusätzliche Diagnosecodes eingeschlossen worden waren.“ Das verdient eigentlich einen eigenen Beitrag, aber ich lasse das einfach mal so mitten im Raum stehen. Vielleicht stolpert dann ein Politiker darüber, oder sogar ein Journalist, soweit es den Berufsstand noch gibt.

SARI-Fälle heuer nicht schlimmer als in Vorjahren

Nicht einmal in den Krankenhäusern ist bisher ein Notstand ausgebrochen: „Dabei ist die Zahl der SARI-Fälle in der Altersgruppe 35 bis 59 Jahre weiter deutlich angestiegen auf ein hohes Niveau, das dem Höhepunkt der Grippewellen aus den Vorsaisons entspricht. Dagegen war die Zahl der SARI-Fälle in den Altersgruppen unter 15 Jahre weiterhin ungewöhnlich niedrig.“ Man beachte: Es gibt offensichtlich keine ungewöhnlich hohe Betroffenheit bei den älteren Jahrgängen (sonst würde sie sicherlich erwähnt), also über 60 bis hin zu den Hochbetagten, für die das China-Virus so besonders gefährlich ist. Für die älteren Betroffenen unter 60 ist Krankenhaus auch nicht lustig, aber die Sterblichkeit ist für sie nun einmal glücklicherweise niedrig.

(Nur damit das nicht ganz aus dem Blick gerät: Inzwischen dürften manche Leute auch deshalb krank werden, weil man ihnen den Alltag seit Monaten verdüstert, weil ihnen Kontakte und Austausch fehlen, Sonne und Erholung am Mittelmeer, weil sie wegen der Widrigkeiten weniger Sport treiben und weniger an der frischen Luft sind. Wer aus unternehmungslustigen Menschen über Monate Zwangs-Stubenhocker und Einzelgänger macht, nimmt ihnen faktisch auch Widerstandskraft gegenüber Krankheiten. Sage ich mal so als Nicht-Mediziner. Gar nicht zu reden von ruinierten Existenzen, Depressionen, Drogenmissbrauch, Missbrauchsfällen innerhalb von Familien und ähnlichen „Begleiterscheinungen“.)

Damit zum Grund für die fortwährende Panik: die Testzahlen bzw. die „positiv“ ausfallenden Tests, die im Sprachgebrauch der tonangebenden Kreise von Politik und Medien allesamt als „Neuinfektionen“ verkauft werden, also wahrheitswidrig mit tatsächlichen Erkrankungen und potenziell gefährlicher Virusausbreitung gleichgesetzt werden.

Wir erinnern uns: Der gängige PCR-Test weist nur nach, dass genetische Schnipsel des Corona-Virus in einer Probe enthalten sind. Es können auch Schnipsel eines verwandten Virus sein, nicht des vor knapp einem Jahr aus China eingetroffenen. Das Virus kann mutiert sein und weniger gefährlich. Das Immunsystem des Probanden kann das Virus, welches genau im Einzelfall auch immer, längst „erledigt“ haben. Und das Testergebnis kann „falsch positiv“ sein, was in der Medizin gar nicht selten ist, auch in ganz anderen Feldern. Es gibt zum Beispiel leider viele Menschen, die eine „positive“ Krebs-Diagnose erhalten, die sich später als Fehlalarm erweist, schlimmstenfalls nach einer Operation, die gar nicht nötig gewesen wäre.

Können deutsche Labore überhaupt irren?

Damit sind wir am entscheidenden Dreh- und Angelpunkt der Krise, die nach Überzeugung inzwischen so vieler Experten, von denen Achgut-Autor Dr. Gunter Frank sicher einer der prominentesten ist, keine im Kern medizinische ist, sondern eine des politischen Systems und der öffentlichen Diskussion. Die Kernfrage ist: Können die Testergebnisse, die uns Tag für Tag regelrecht um die Ohren gehauen werden, aus denen angeblich nicht mehr verantwortbare „Inzidenz-Werte“ erzeugt werden, denn wirklich so falsch sein?

(Ich blende jetzt mal die weiteren hoch legitimen Fragen aus, wo die Politik die Grenzwerte für ihre Zwangsregimes hernimmt, ob die Maßnahmen auch nur annähernd verhältnismäßig sind, ob sie vielleicht mehr Schlechtes als Gutes bewirken etc.; ich überspringe auch heute die Frage, warum Angela Merkel den Lockdown noch einmal massiv verschärfen möchte, wenn selbst laut RKI der zentrale Kennwert für die Virusausbreitung – die Reproduktionszahl R – wahrnehmbar kleiner als 1 tendiert, also auf Entspannung deutet und nicht einmal annähernd auf einen „exponentiellen Hochlauf“.)

Nicht zu bezweifeln ist: Wir leben in einer der am weitesten entwickelten Industrienationen weltweit. Wir sind Erfinder der perfekten „preußischen Bürokratie“, und das meine ich gar nicht zynisch, denn ein zuverlässig funktionierender Verwaltungsapparat unterscheidet uns von einem korrupten, dysfunktionalen, hilfsbedürftigen Land wie etwa Griechenland. Wir sind immer noch in vielen Dingen weltweit wissenschaftlich und technologisch führend oder absolut konkurrenzfähig. Das gilt auch und gerade für Medizintechnik. Viele Länder beneiden uns um unser insgesamt sehr leistungsfähiges Gesundheitswesen, einschließlich der Krankenhäuser und hier insbesondere der Intensivpflege-Kapazitäten.

Also, muss man dann nicht mehr oder weniger politisch motivierte Scheuklappen aufhaben, um die PCR-Testergebnisse grundlegend infrage zu stellen? Macht man sich nicht verdächtig, ein rechtslastiger Verschwörungstheoretiker zu sein, ein Aluhutträger, oder im Verständnis gewisser Politgrößen ein lächerlicher, aber auch gefährlicher „Covidiot“?

Offensichtliche, haarsträubende Widersprüche

Nein, muss man nicht. Im Gegenteil, man erweist sich mit solcher Skepsis gegenüber den Testzahlen als ausgesprochener Realist. Denn diejenigen, die mit der größten Selbstverständlichkeit die Testzahlen für bare Münze nehmen, in Medien und Politik, sind in Wirklichkeit diejenigen mit dem verengten Blick. Sie blenden nämlich schon mal vorweg die offensichtlichen, haarsträubenden Widersprüche aus zwischen den eingangs zitierten Erkenntnissen, zum Beispiel aus den realen Arztpraxen, und der angeblich aus dem Ruder laufenden Pandemie. Aber es fehlt ihnen offenbar auch jedes Gespür dafür, dass sie mit ihren eigenen, vermutlich originär gut gemeinten Maßnahmen so massiv „am System drehen“, dass sie damit ihrem eigenen Tun im Ergebnis die sachliche Grundlage nehmen. 

Der herrschenden, immerzu aktivistisch gestimmten Politik-Klasse fehlt jede Selbstkritik im Blick auf die Folgen des eigenen Handelns. Sie übersieht geflissentlich, was auf jedem Beipackzettel steht: die unbeabsichtigten, aber häufig sehr gefährlichen Nebenwirkungen. Und um eine zweite grundlegende medizinische Analogie zu bemühen: jedes Medikament wirkt nur dann wunschgemäß, wenn man die richtige Dosis findet. Die Politik dagegen agiert blind nach dem Motto „Viel hilft viel“, panikgetrieben. Was nun sind im angesprochenen Zusammenhang der PCR-Tests die „Nebenwirkungen“, wo liegt das „Dosierungsproblem“?

Das verständliche und legitime Ziel der Tests sind erstens ein guter Informationsstand und zweitens, darauf basierend, eine zielgenaue Maßnahmendefinition. (Hier erwähne ich nur beiläufig die wichtige Frage, ob die Politik mit ihrer Vorstellung, sie könne und müsse eine Art von Grippewelle en detail „unter Kontrolle haben“, nicht von vornherein falsch liegt.) Die Ziele der Testorgie hängen aber selbstverständlich davon ab, ob die Tests zuverlässig sind, aussagekräftig. Und dies hängt eben nicht nur „vom Prinzip“ ab, von der idealtypischen Funktion eines konkreten Testverfahrens im Entwicklungslabor. Wobei wir natürlich längst wissen, dass die PCR-Tests eine „Falsch-positiv-Rate“ haben, die von vornherein bei etwa einem halben bis ganzen Prozent liegen könnte; ganz genau sagt man uns das lieber nicht. Aber spielt das eine große Rolle, wenn in den letzten Wochen die Positivrate – bei ungefähr anderthalb Millionen „Testungen“ pro Woche – Werte von nicht weniger als ACHT Prozent erreicht? (Tabelle S. 10)

Maßlose Kontrollwut erzeugt Kontrollverlust

Der zentrale Fehler der regierungsamtlichen Hysterie dürfte darin liegen, dass man mit einem Problem nicht rechnet: dass im preußisch korrekten Deutschland mit all seinen technologischen Möglichkeiten etwas einfach mal schiefgeht. Und zwar deshalb, weil man Systeme an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit treibt – und darüber hinaus. Die Politik reagiert panisch, weil sie das Gefühl hat, die Kontrolle zu verlieren. Die Kontrolle, das heißt konkret: Gesundheitsämter kümmern sich (theoretisch) um jeden einzelnen Ansteckungsfall. Das ist nicht mehr zu schaffen, beim besten Willen nicht, auch nicht mit Überstunden.

Aber die gleiche Situation hat die Politik im „Testsystem“ erzeugt. Um die Kontrolle vermeintlich zu sichern, werden Testumfänge ohne Rücksicht auf Verluste maximiert, es wird, nebenbei gesagt, auch ungeheuer viel Geld hineingeworfen, das die Industrie sicher gern auf ihren Konten verbucht, sie wäre sonst auch schön blöd, und das Ergebnis ist Unzuverlässigkeit. Systeme funktionieren nicht zuverlässig, wenn sie an ihrer Kapazitätsgrenze gefahren werden, schon gar nicht auf längere Zeit. Systeme brauchen „Redundanz“, wie der Ingenieur sagt, also Leistungsreserven. „Redundant“ sind auch immer schon die Sicherheitsvorkehrungen in einem Kernkraftwerk: man legt es so aus, dass ziemlich viel schief gehen kann, und der Laden erzeugt immer noch keine Kernschmelze. PCR-Test-mäßig scheint die Kernschmelzen-Katastrophe gerade stattzufinden.

Die aktuelle Situation ist insoweit überhaupt nur dann angemessen einzuschätzen, wenn man erkennt, dass hier nicht etwa „nur“ ein an sich schon vorhandenes System aufgrund aktueller Anforderungen überfordert wird, was schon beachtlich genug wäre. Die besondere Brisanz liegt in der Tatsache, dass hier etwas aus dem Boden gestampft worden ist, mit aller Macht, was es so vorher noch nicht gegeben hat. Dies ist eine Weltpremiere. Testkapazitäten lagen vor einem Dreivierteljahr nicht mal bei Tausenden. (RKI-Lagebericht Anfang März: 262 labor-bestätigte Fälle – wir erinnern uns: Karneval im Kreis Heinsberg, NRW!) Jetzt sind wir bei Millionen. Dazwischen liegt der Faktor Tausend. Das klingt banal, irgendwie, nur eine Zahl halt, aber es ist zugleich auch atemberaubend. 

Jordan B. Peterson hat immer wieder sein tägliches Erstaunen darüber geäußert, dass unsere ganze hochkomplexe Zivilisation fast immer fast vollständig zuverlässig funktioniert. Das schlimmste, was wir für gewöhnlich diskutieren, sind Zugverspätungen bei der Deutschen Bahn. Aber das sind keine Katastrophen, und der Grund ist übrigens ganz einfach festzustellen und wird von niemandem bestritten: Das System wird hart an seiner Kapazitätsgrenze gefahren, teilweise darüber, es fehlt … Redundanz!

Ansonsten: Wir haben fast immer und überall volle Regale in den Supermärkten. Wir können uns fast immer in Echtzeit weltweit informieren und kommunizieren, auch haben wir praktisch nie Stromausfälle etc. – aber das ist eben keine Selbstverständlichkeit, sondern fast ein Wunder. Es funktioniert unter drei Voraussetzungen: erstens (ohne Rangfolge) wie erwähnt: Redundanz, also Leistungsreserven; zweitens: inkrementelles Aufwachsen der Systeme über lange Zeiträume, so dass sie „eingespielt“ sind; drittens: Möglichkeit der Selbstregulierung, etwa über freie Märkte, ohne politischen Dirigismus.

Das aktuelle PCR-Testregime, auf dem die ganze Panik basiert, hat NICHT die notwendigen Reserven, es ist NICHT organisch gewachsen und hatte keinerlei Gelegenheit, sich langsam „einzuspielen“, und es ist voll und ganz politisch getrieben. Es KANN überhaupt nicht zuverlässig funktionieren. Das wäre die eigentlich naheliegende Einschätzung, aus allgemeiner systemtheoretischer Perspektive und gesundem Menschenverstand. Wer das ausblendet – und genau das tun Politik und fast alle Medien –, handelt unverantwortlich, ignorant und borniert.

Warum schafft ein Tesla nicht die Spaltmaße von VW?

Noch ein ganz konkretes Beispiel, um das plausibel zu machen. Es ist allgemein bekannt, dass Tesla große Probleme hat, seine Autos auf zeitgemäßem Verarbeitungsniveau – mit Premium-Qualität – auszuliefern. Weiß Tesla nicht, wie man ein Auto „richtig“ zusammenbaut? Fehlt es an Technologie oder tüchtigen Ingenieuren? Fehlt es an Geld, um die Fabrik zweckdienlich zu organisieren? Nichts davon. Das Problem ist, dass eine Automobilfabrik ein hoch komplexes System ist, und ein einzelnes Auto ebenfalls. Es genügt nicht, „im Prinzip“ zu wissen, wie es geht. Eine Autofabrik ist ein hoch sensibler, lebender Organismus. Und Tesla ist einfach noch zu neu, die Fabriken sind eben auch „schnell aus dem Boden gestampft“. VW oder BMW baut seine Autos (meistens) in höchster Qualität und Zuverlässigkeit, weil die Systeme über Jahrzehnte optimiert worden sind, hinsichtlich einer unübersehbaren Vielzahl von Details.

Ein PCR-Test auf das China-Virus ist alles andere als primitiv und narrensicher, schon von der technologischen Grundlage her. Was da geschieht im Labor, entzieht sich eigentlich der laienhaften Vorstellung. Es genügt ein einzelner, unvorstellbar kleiner Genschnipsel in einer Probe. Er wird verdoppelt, wieder und wieder, dreißig- oder gar vierzigmal. Wenn man einen Euro nimmt und ihn zehnmal verdoppelt, hat man Tausend Euro. Wenn man ihn dreißigmal verdoppelt, hat man eine Milliarde (!) Euro. Und dann fällt der PCR-Test positiv aus, weil man dann auch einen ursprünglich einzigen Genschnipsel nachgewiesen hat.

In den Laboren gibt es zwangsläufig jede Menge von dem Virus-Genmaterial, erstens, weil ein Teil der Probanden tatsächlich am Virus erkrankt ist, und zweitens braucht man das Material sozusagen als Vergleichsgegenstand zur Kontrolle. Es ist also nicht nur vorstellbar, sondern es ist geradezu unvermeidlich, dass es zu kontaminierten Proben kommt, in Laboren, die seit Monaten jenseits ihrer Kapazität agieren und die sozusagen längst „auf dem letzten Loch pfeifen“.

Stellen Sie sich vor, sie säßen bei Ihrem Hausarzt, nach langer Wartezeit, abends um halb acht, die Praxis hat morgens schon um 7 Uhr geöffnet, der Arzt hat tiefe Ringe unter den Augen und schläft im Gespräch fast ein, das Praxispersonal kam Ihnen schon fahrig und unkonzentriert vor, und der Arzt sagt Ihnen, das ginge schon seit Monaten so. Hätten Sie Vertrauen darauf, dass der Arzt Ihnen überhaupt noch richtig zuhören kann, dass ihm die richtige Idee für eine vielleicht etwas ausgefallene Diagnose kommt? Hätten Sie in einem Krankenhaus, unter ähnlichen Umständen, volles Vertrauen, dass Krankenschwestern und Pfleger beim Austeilen der Medikamente keinen Fehler begehen? Etwas falsch auf einen Laufzettel notieren? Einem falschen Patienten zuordnen?

Ich bitte um Nachsicht für die Banalität und für die Ausführlichkeit. Eigentlich ist der Punkt, um den ich hier kreise, doch ziemlich trivial, alltäglich, einsichtig. Umso erstaunlicher ist es, dass man ihn aber offenbar tatsächlich überhaupt mal ins helle Bühnenlicht rücken muss, um zu erklären, warum die Politik in ihrem Machbarkeitswahn, in dem sie ohnehin grundsätzlich befangen ist, nicht auf die Idee kommt, dass sie das ganze große PCR-Testsystem durch ihre eigene Maßlosigkeit in einen Zustand gebracht hat, in dem dessen Ergebnisse einfach nicht mehr belastbar sein können.

(Und nein, jetzt kommen keine „Verschwörungstheorien“ dahingehend, dass irgendjemand zugunsten des „großen Reset“ das Testmaterial manipuliert oder Labore dafür bezahlt werden, falsche Zahlen zu melden, oder was man sich sonst noch ausmalen könnte.)

Die englischen Patienten

Auch ich bin nicht ganz ohne Anstoß von außen zu vorstehenden Einsichten gelangt. Ich verdanke sie Hinweisen von der britischen Insel. Als eine ernstzunehmende kritische Stimme hat sich dort Dr. Mike Yeadon etabliert; er war oberster wissenschaftlicher Forschungsmanager in einschlägigen Kompetenzfeldern bei Pfizer, einem der großen Pharmakonzerne weltweit. Seiner Überzeugung nach sind die britische Regierung und deren amtliche „wissenschaftliche“ Berater im Blick auf die eigentlich zentralen, medizinischen Fragen und sämtliche Praxisbezüge kompetenzmäßig völlig überfordert, schätzen die Gesamtlage grundfalsch ein und liegen daher auch sehr daneben mit ihren Maßnahmen: „Lockdowns“, noch intensiver und weitreichender als bei uns in Deutschland.

(Immerhin werden dem China-Virus auf der Insel weit mehr Todesfälle zugeordnet als in Deutschland, nämlich über 50.000; England könnte stärker betroffen gewesen sein, nicht zuletzt wegen des früh und massiv betroffenen Großraums London, der in ganz anderer Weise weltweit verflochten ist und viel stärker „in sich“ verdichtet als typische deutsche Ballungsräume; noch dazu ist das semi-sozialistische britische Gesundheitssystem chronisch überfordert und überlastet.)

Auch auf der Insel sind Testzahlen Grundlage der Hysterie, auch dort haben „Wissenschaftler“ die Regierung vor sich her getrieben mit übersteigerten Horror-Szenarien. (Ich verwende die Anführungen, weil die betreffenden „Experten“ zwar alle studiert sind, ihr konkretes Handeln aber wissenschaftlichen Anforderungen nicht annähernd genügt.) Dr. Yeadon hat sich im englischen „Talk Radio“ klar festgelegt mit seiner Einschätzung, das Hochfahren der Testumfänge um jeden Preis, zugunsten quasi industrieller Quantitäten fast aus dem Nichts, habe die Ergebniszahlen praktisch wertlos gemacht: sie gaukeln eine Gefahr vor, die sich angesichts von präexistierender Kreuz-Immunität aufgrund längst kursierender Coronaviren (vermutlich >30% der Bevölkerung) und inzwischen erreichter Herden-Immunität gegenüber der neuen Virus-Variante (vermutlich ein weiteres rundes Drittel) erledigt habe. Es könne nur noch regionale Ausbrüche geben, die sich schnell totlaufen. (Dieser Beitrag beschreibt es schon vor einem Monat.) Das PCR-Verfahren sei grundsätzlich sehr hilfreich in der Forschung, aber man könne das nicht einfach auf industrielle Maßstäbe hochschrauben und mit großen Mengen Testmaterials quer durchs Land operieren, ohne damit ernsthafte Probleme zu provozieren [etwa bei Minute 6.20 des Radio-Interviews]. 

Noch etwas näher dran am Thema Testsysteme und wie sie aus der Spur laufen können ist die Pathologin Dr. Claire Craig; ihre Botschaft: „Wir stecken in einer Falsch-positiv-Pseudo-Epidemie“. Sie ist voll der Bewunderung dafür, wie PCR-Tests in kurzer Zeit auf den Markt gekommen sind und es in den ersten Monaten erlaubt haben, das neue Virus verhältnismäßig zuverlässig nachzuweisen und die Entwicklung insgesamt nachzuvollziehen.

Aber sie hat nicht das geringste Verständnis dafür, dass nicht beachtet worden ist, was sie als Lehrbuch-mäßige Selbstverständlichkeit sieht: nämlich dass man genau dann, wenn die große Ansteckungswelle ihren Höhepunkt überschritten hat und die Todesfälle rapide zurückgehen, zugunsten der weiteren Überwachung der Entwicklung dafür sorgt, dass die eingesetzten Testverfahren hohen Qualitätskriterien genügen. Man könne ein Labor- und Testsystem auf Schnelligkeit trimmen oder auf hohe Umfänge oder auf Qualität – aber nicht alles gleichzeitig. Was geschehen sei, nämlich die Konzentration auf maximale Umfänge, habe die Ergebniszahlen weitgehend wertlos gemacht. „Um Qualitäts-Ergebnisse zu bekommen, setzt man die Labore nicht unter immer mehr Druck und schreit sie an und wird säuerlich. Der einzige Weg ... ist Kompromisse einzugehen bei den Umfängen oder bei der Geschwindigkeit der Verarbeitung.“

Doppelt so viele krank am Wochenende?

Sie führt als Beleg schottische Testzahlen an, deren Positivraten immer am Wochenende, in Notbesetzung des überarbeiteten Labor-Personals, doppelt so hoch gelegen hätten wie zum Wochenbeginn, wenn das Labor gründlich desinfiziert worden und mit halbwegs frischem Elan neu gestartet sei. Sie verweist auf die hohe Gefahr der Kreuz-Kontamination von Proben; dazu reiche es, dass jemand unaufmerksam mit einer Probe umgehe und winzige Mengen viralen Materials an einer Kühlschranktür hinterlasse; von dort aus verteilen sich Spuren im ganzen Labor.

Aber diese Praxis-Probleme sind längst nicht das einzig fragwürdige an den PCR-Tests. Um falsch-positive Ergebnisse im Blick auf das neuere China-Virus zu vermeiden, muss man sicherstellen, dass der Test spezifisch genug ist, also nicht auch auf nur verwandte oder halbwegs ähnliche Viren anspricht. Um das zu prüfen, muss ein Testverfahren ausprobiert werden an allen infrage kommenden, in der Bevölkerung kursierenden „konkurrierenden“ Corona-Viren – und zwar pro Einzelvariante möglichst ein paar hundert. Nur dann kann man erkennen, dass ein Test z.B. fälschlich mit einer 5-Prozent-Wahrscheinlichkeit auf das „falsche“ Virus anspricht. In Wirklichkeit habe man aber unter Zeitdruck nicht an jeweils hunderten Proben der verwandten Viren geprüft, sondern an vielleicht 10 oder 20. Im Ergebnis wird die Spezifität des Testverfahrens weitaus überschätzt. Noch einmal, sagt Dr. Craig, am Anfang, als es sehr schnell sehr viele offensichtlich echte China-Virus-Fälle gab, waren ein paar Fehlalarme nicht so tragisch. Aber man hätte einige Wochen später noch einmal in die Tiefe gehen müssen, um die Testverfahren sicherer und genauer zu machen. Dafür hat offensichtlich niemand gesorgt.

Dann erinnert Dr. Craig an einen Fall in einem Krankenhaus in New Hampshire, in dem ein Arzt Keuchhusten entdeckt hatte. Vorsichtshalber habe man insgesamt tausend Personen einem PCR-Test unterzogen, und fast 15% fielen positiv aus. Einer der Ärzte war aber skeptisch und bestand darauf, in Laborkulturen auf den tatsächlichen Erreger zu prüfen – und siehe da, sämtliche PCR-Ergebnisse waren falsch, waren absolute Fehlalarme. In einem weiteren Keuchhusten-Fall habe die Falsch-positiv-Rate bei 74 Prozent gelegen.

Aus all dem könne man nur eine Schlussfolgerung ziehen: Bei so offensichtlich fragwürdigen Testergebnissen müssen Kontrollen mit einem anderen Testverfahren erfolgen, wie im Beispiel mit den Zellkulturen. Allerdings ist das sehr aufwändig, und man kann das nicht massenhaft. Was allerdings kein Argument sein kann, es von vornherein gar nicht zu tun.

Dr. Craig hat auch eine klare Ansage zur Frage, ob jemand ohne Symptome das Virus weitergeben könne. (Wenn nicht, macht z.B. das alberne Maskenzwang-Regiment erst recht keinen Sinn.) Dazu gebe es zwei Schulen, zwei Stapel veröffentlichter Studien. Diejenigen, die eine Verbreitung auch ohne Symptome behaupten, kämen sämtlich aus China (was zwischen den Zeilen heißt: dürften politisch zielgerichtet sein).

Liverpool beweist: Kein Grund zu Hysterie

Zum Abschluss noch ein paar hochinteressante Zahlen aus Liverpool, die ebenfalls die kursierenden PCR-Testergebnisse deutlich relativieren. Es gibt nämlich inzwischen ein anderes Testverfahren, mit dem Funktionsprinzip „lateral flow“, das einfach und schnell und anscheinend mit einer anständigen (wenn auch nicht perfekten) Zuverlässigkeit prüft, ob eine Person bestimmte Virus-Proteine in sich trägt, die auf Antikörper im Testmaterial reagieren.

Unter Mithilfe der Armee (2.000 Soldaten!) ist in Liverpool, gegenwärtig laut PCR-Testlage der meistgefährdete Ballungsraum in England, ein Großteil der Bevölkerung – soweit ohne Symptome – getestet worden. Ergebnis: Von fast 100.000 (!) Tests fielen 700 positiv aus, also nicht einmal ein Prozent. Ein positives Ergebnis heißt nicht zwangsläufig, dass die Person gerade eben angesteckt worden ist, sondern sie kann auch vor ein paar Wochen angesteckt worden sein und es sind noch ein paar Virustrümmer verblieben. 0,7% Positivrate sind also nicht etwa 0,7% Infektionsfälle pro Woche, sondern es handelt sich im konkreten Fall der zeitlich konzentrierten Massentestung auch um „angesammelte“ Fälle aus einem gewissen Zeitraum – sicher weit mehr als 7 Tage.

Und die Infektionsraten in Liverpool sind die höchsten in England, und England stellt sich nach PCR-Zahlen noch viel dramatischer dar als Deutschland. Wenn selbst in einer solchen Konstellation nicht einmal ein Prozent der symptomfreien Bevölkerung in letzter Zeit vermutlich Viruskontakt hatten, dann kann die Gesamtrate der Infektionen nicht soviel höher liegen, denn es ist bekannt und unbestritten, dass ein sehr hoher Anteil von (nicht sehr alten, vorerkrankten) Infizierten ohne Symptome bleibt und „im Stillen“ auf das Virus reagiert, mit oder ohne Antikörper-Bildung. (Ob dieser Anteil bei 30% liegt, bei der Hälfte oder noch höher, ist zwar nicht unwichtig, ändert an der Grundeinschätzung aber nichts.)

Vor diesem Hintergrund der Liverpooler Zahlen mit dem neuen Testverfahren kann von einer übergroßen Gefahr für die Bevölkerung überhaupt keine Rede sein. Denn wir reden hier nur davon, dass eine Person grundsätzlich in Kontakt mit dem Virus kommt. Vielleicht ein Drittel der so Betroffenen werden höchstens eine spürbare Erkältung erleben, und von den noch viel selteneren Fällen, die eine üble Grippe entwickeln, muss nur ein Teil ins Krankenhaus, davon nur ein Teil auf die Intensivstation, und selbst von denen überleben die meisten.

Und selbst in Liverpool sind die Horrorzahlen der PCR-Tests deutlich im Sinkflug, offensichtlich, also wenn es denn eine „zweite Welle“ gab, dann scheint sie jetzt ausgestanden, kaum dass der Herbst der Sache noch einmal Schwung verliehen hätte. Selbst wenn volle zwei Prozent der Bevölkerung das Virus wirklich aufgefangen haben in Liverpool, davon gut ein Prozent mit Symptomen: wenn davon fünf Prozent einigermaßen schwer bettlägerig werden, dann sind das nicht mal zehn Personen von 10.000, und selbst davon sterben eben nur ganz wenige. Und damit sind wir wieder genau an dem Punkt, den Dr. Gunter Frank und viele andere seit Monaten argumentieren: Das China-Virus ist nicht harmlos, aber es ist auch nicht schlimmer als andere Erreger, mit denen wir seit vielen Jahren immer wieder und ganz selbstverständlich umgehen, ohne politische Hysterie.

Noch einmal: die gängigen PCR-Tests waren ein Segen, als sie im Frühjahr schnell zur Hand waren und bei der Einschätzung der Lage helfen konnten, ungeachtet ihrer Beschränkungen. Aber man hat die Zeit nicht genutzt seither, um die Testverfahren kritisch zu evaluieren und zuverlässiger zu machen, sondern man hat blind auf Stückzahlen gesetzt und inzwischen eine Situation fahrlässig herbeigeführt, in der das Labor- und Testsystem auf PCR-Basis offensichtlich die bei weitem unzuverlässigste Datenquelle ist, die überhaupt im Spiel ist, entgegengesetzt etwa zu den Praxiserfahrungen aus den RKI-eigenen Netzwerken.

Wer aus Deutschland auf dieser Basis eine Quarantäne-Republik macht, handelt nicht wie ein verantwortlicher Mediziner. Ebenso könnten wir auch wieder anfangen mit Aderlass, Einläufen und Blutegeln. 

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Leserpost

netiquette:

Dieter Kief / 24.11.2020

Was, Frances Johnson, spricht gegen das Deutschschweizerische Schulmodell? Es funktioniert gut. Oh - Schulen sind auf, Masken auf dem Flur und die betagteren Lehrer tragen auch im Unterricht welche. Fertig. Ohh - und das noch: “Das freiwillige Tragen von Hygienemasken ist Schülern und Lehrern erlaubt” (Amt f. Volksschule Kanton Thurgau). Schön oder?

RMPetersen / 23.11.2020

Es ist erstaunlich, wie immer wieder Politiker und Leser mit Zahlen von Gestorbenen (5.000 oder 10.000) hantieren und damit Schrecken erzeugen (wollen), obwohl diese Zahlen nur in Relation zu der Gesamtsterblichkeit etwas aussagen.  2019 starben 936.772 Menschen, 2018 etwas mehr - 952.295 Menschen. 2017 waren 929.351, 2016 waren es 906.309. Dass in der Grippe-Saison 2017/2018 nach Angaben des RKI etwa 25.000 Menschen AN der Grippe starben, hat nicht zu grossen Aufregungen geführt, es waren etwas mehr als sonst, aber eben auch kein Massensterben. Ein signifikant höhere Sterberate gibt es uch jetzt nicht - aber viele Leute lesen nur “tausende Tote”, aber sie ordnen das nicht ein. Gleiches gilt für den Unterschied “PCR-Positiv” von “Infiziert”; die meisten Zeitungen schreiben letzteres, obwohl die meisten Positiv-Fälle keine Infektionen beinhalten. Die meisten Menschen, die wegen PCR-positiv in Quarantäne gesteckt werden, dürften nach den veröffentlichten Studien und Daten nicht infektiös sein. Die Sterblichkeit an Covid-19 bei Personen, die ein Positiv-Testergebnis gekommen, dürfte um 0,1% betragen. Es gibt dazu jedoch keine genauen Zahlen, weil Todesfälle, die kausal mit Covid-19 zusammenhängen, nicht getrennt erfasst werden. Dass das durchschnittliche Sterbealter von MIT Corona Gestorbenen etwa in Höhe der üblichen Lebenserwartung liegt, kann das individuelle Leid eines sterbenden 80-jährigen nicht mindern, aber es kann den Sterbevorgang relativieren: Relativieren heisst “in Beziehung setzen”. Auch wenn ein 80-jähriger einen Oberschenkelhalsbruch erleidet und länger bettlägerig wird, bedeutet das eine erhöhte Sterblichkeit. Auch wenn er einen Grippevirus einfängt und dieser sich im Atemtrakt ausbreitet. Natürlich soll man - wie bei Grippe und bei Glatteis - die Risiken reduzieren, aber dafür nicht die Lebensbedingungen verschlechtern.

Frances Johnson / 23.11.2020

Im live-thread w-on nur ein einziger pragmatischer und guter Vorschlag: “Lehrerverband fordert bundesweit Dreisäulen-Hybridmodell für Unterricht. Der Deutsche Lehrerverband bevorzugt wegen der hohen Corona-Zahlen für den Schulbetrieb eine Lösung aus drei Elementen in besonders betroffenen Regionen. „Mit einem Dreisäulen-Hybridmodell aus täglich oder wöchentlich wechselndem Präsenzunterricht, aus Online-Unterricht und Freiarbeit zu Hause erreicht man sogar Schüler, die in Quarantäne sind“, sagte Jürgen Böhm, Vizevorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, „Zeit Online”. „Wenn man dieses Modell seit Anfang November umgesetzt hätte, wären die Corona-Infektionen weit stärker eingedämmt.“ Bund und Länder sollten sich auf einheitlichen Inzidenzwert einigen, ab dem dieser Hybridunterricht Pflicht sein soll. Für Lehrer müsse das keine Mehrarbeit bedeuten.” Und: Die Dehoga weigert sich, Gaststätten und Hotels nur für eine Woche hochzufahren und vor allem zu schmücken. Bravo. Lasst zu, bis die Umfragewerte im Keller sind und die Leute zermürbt. Ihr verdient ohnehin nur mit dem Alk. Man darf sich von diesen Chaoten nicht auf der Nase herumtanzen lassen.

Eckhart Diestel, Arzt / 23.11.2020

@Markus Buchholz. Lesen Sie doch einmal die Obduktionsergebnisse der Pathologie Hamburg. Was bedeutet die Angabe “3700 auf Intensivstationen” ? Sind das Intensivpatienten mit CV Abstrich positiv ? Oder sind das alles Patienten mit CT typischen Lungenveränderungen ? Haben diese schwere Vorerkrankungen ? Werden diese beatmet oder sind sie vorbeugend auf der Intensivstation ? Wie krank sind sie ? Wer ist bedroht ? etc. Gleiche Fragen stellen sich bei auf der ICU Verstorbenen. Wurde die Todesursache nachgewiesen oder wurde nach Seuchenrechtspflicht C19 als Todesursache eingetragen ? Welche Vorerkrankungen lagen vor ? Wie alt waren diese Patienten ? Wieviele dieser Patienten waren eindeutig Opfer einer viralen Erkrankung, nicht zB einer bakteriellen Erkrankung, eines Schlaganfalls, vielleicht sogar einer Fehlbehandlung ? etc. Zur Übersterblichkeit: letztlich las ich, -  keine Übersterblichkeit. Aber selbst wenn: durch welche Erkrankungen wurde die Übersterblichkeit erzeugt ? Durch nichtbehandelte akute Koronarsyndrome ( -50 % ), verschobene Operationen, verminderte Krebsvorsorge, verzögerte Arztbesuche und somit Zunahme des Schweregrades der Notfallpatholgie, Anstieg der Suizidzahlen ? etc. Sie werden zugeben, Zahlen alleine sagen wenig aus. Ja, Leute sterben mit Korona und selten an Korona. Wer ? Die hochbetagten erheblich Kompromittierten und die Kompromittierten. Das beweisen die Obduktionsergebnisse der Gerichtsmedizin Hamburg. Halten Sie das Zitieren von Obduktionsergebnissen für journalistisches Kleinschreiben oder handelt es sich dabei um ehrliche Berichterstattung der ultima ratio der Bestimmung der Todesursache ?

Frances Johnson / 23.11.2020

“sagte Oggier: „Wer angezeigt wird, weil er die Abstand- und Hygieneregeln mutwillig missachtet, soll die Verantwortung für sein Handeln tragen. Ich schlage vor, dass diese Personen namentlich erfasst werden und im Zweifelsfall kein Intensivbett erhalten. Ganz nach dem Verursacherprinzip.“ w-on. Würde ich niemals mitmachen. Gegen ärtliche Ethik. Bei Triage muss man den lassen, der die wenigsten Chancen hat, nicht den politisch Unliebsamen. Grotesk. Wenn sowas durchkäme, bekämen in Zukunft Reg-Kritiker keine Medizin mehr. Da kann ich nur sagen: Mal gucken, wer länger lebt.

Frances Johnson / 23.11.2020

Wir haben jetzt 1,4 Mio, die mit oder an Covid gestorben sind. Die CDC ist da ganz offen: Sie publiziert, welche Vorerkrankungen die Patienten hatte, und das sind hauptsächlich die, an denen die Amerikaner auch sonst in größeren Zahlen sterben. Wenn man die Zahl 1,4 mit dieser Tabelle vergleicht: “Deadliest creatures worldwide by annual number of human deaths as of 2018”, ist das in etwa dieselbe Zahl. Nicht mal aufgeführt sind die Portugiesische Galeere, der Steinfisch, der Rochen oder die Muräne. Dennoch gehen wir hiken, schwimmen oder tauchen, das Leben wäre sonst öde. Die gleiche Zahl. Und das sind meistens keine Vorerkrankten. Man muss an sich mal auf den Teppich zurückkommen. Wir sind hier nicht allein auf dem Planeten. Humans sind mit augeführt. Ein Viertel, bezogen auf Covid, Mordopfer. Tabelle aus statistica dot com.

Eckhart Diestel, Arzt / 23.11.2020

Für Laien:  Viren leben nicht ! Viren sind, grob gesagt, eingekapselte Nukleinsäurefragmente. Diese Fragmente werden von einer befallenen Zelle gelesen und reproduziert. So kann eine Kopie des Virus entstehen; diese kann dann ebenfalls gelesen und kopiert werden; und dies beliebig oft im Lawinenprinzip. Aber nochmal: kein Leben. Eher biologischer “Staub”. Warum ist das wichtig ? Weil es auf den Wirt ankommt: wie gut verträgt er Staub ?  Der Gesunde kommt mit diesem Staub zurecht, der hochbetagte Kompromittierte und der Kompromittierte kann damit Probleme bekommen. Wenn seine Lunge verschleimt oder sich durch Reaktionen auf diese gekapselten Fragmente vermehrt Blutgerinnsel bilden, dann kann dies erheblich negativ zum Gesundheitszustand beitragen, u.U. auch den Tod verursachen. Nach Aussage der Gerichtsmedizin Hamburg ist dies selten der Fall. Mir scheint es wichtig dies einmal zu betonen: Viren sind eingekapselte Fragmente organischen Materials.  Staub. (Anm: bei Interesse an meinen beruflichen Qualifikationen siehe LinkedIn)

Peter Wachter / 23.11.2020

Gerade suchte ich im Internet nach der Vogelgrippe, die in Norddeutschland gerade wieder auftritt, dabei stieß ich auf die Schweinegrippe, die 2009 auftrat. Schaut euch mal den Artikel in der WELT-Online vom 12.04.2010 an, unter: “Der Experte, der 30.000 Deutsche sterben sah”! Also immer das gleiche Spiel, nur diesmal hat es funktioniert.

giesemann gerhard / 23.11.2020

Aderlass täte mir gefallen, so lange, bis sie hälftig leer wären, LD 50 ... . Dann gibt’s wieder mehr Platz, überall. Kannste den Abstand leichter einhalten: Alles wird gut.

Tom Walter / 23.11.2020

@Dr. Albert Müller ” Positive Test Ergebnisse müssen entsprechend nachkontroliert werden. ” Ich frage vorsichtig nach: Müssen, müssten, oder werden? Und wo kann ich das Nachlesen? Zusatzfrage: Was ist mit dem Beipackzettel der Tests: Firma Creative Diagnostics (Hersteller des SARS-CoV-2e Coronavirus Multiplex RT-qPCR Kits): „Das Nachweisergebnis dieses Produkts dient nur zur klinischen Referenz, und es sollte nicht als einziger Nachweis für die klinische Diagnose und Behandlung verwendet werden.“?

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