
Der Euro führt Europas Nationen nicht zusammen, er entzweit sie. Er ist für die Südländer, die nicht mehr abwerten können, zu hart und für uns, die wir alles mit unseren Exportwaren überschwemmen, zu weich. Die Ungleichgewichte innerhalb Deutschlands sind schon sehr groß, wie Sie selbst sagten: Ich als Württemberger zahle schon ungern für Berlin; für den Alentejo und Kreta empfinde ich keine Solidarität. Die sollen selber für sich sorgen. Der Euro ist ein viel zu hartes und enges Korsett für so ungleiche Volkswirtschaften und Mentalitäten. Stoiber 1997: “Im Euroland werden völlig unterschiedliche Kosten-, Lohn- und Sozialstrukturen ungeschützt aufeinanderprallen.” So ist es. Den Euro aufzugeben wäre kein Rückschritt, sondern ein Fortschritt zur Vernunft. Die EU sollte sich zur EWG zurückentwickeln, zu einer weitgehend subventionsfreien Freihandelszone mit etwas politischer Garnierung, zu einer Freihandelszone, in der EINE Regel genügt: Was in einem Land zugelassen ist, darf auch in allen anderen gehandelt werden. So könnten die europäischen Völker entspannt nebeneinander herleben, ohne daß einer dem anderen mit Vorschriften oder Bettelei nach Milliarden auf die Nerven geht. DAS ist die Hauptsache!
EU-Propaganda, Teil 2543 (gefühlt). Mißwirtschaft, Bürokratie, Überregulierung, Diäten-Abzocke, Enteignung der Sparer durch Minuszinsen, ja, das alles gibt es - und dann kommt immer, immer das große “Aber ...”. Ich kann es nicht mehr hören: Gähn!
Es tut mir leid Herr Dr. Thomas Petersen, aber Ihr Text überzeug mich nicht! Die EU ist und bleibt für mich ein Projekt, welches die Freiheit und die Vielfalt in Europa bewusst zerstört!
Sehr geehrter Herr Dr Petersen, Vielen Dank für diesen Artikel. Ihre Argumentation ist zutiefst unredlich. Sie echauffieren sich über stigmatisierende Abkürzungen (EUdSSR), haben aber kein Problem damit, die gleiche Art Polemik zu verwenden, wenn es darum geht, Ihre Gegner persönlich zu verunglimpfen (“nationaler Autist”, “verhinderter Gebrauchtwagenhändler”, “Sektenprediger”, “Knalltüten”). Das sind immerhin demokratisch gewählte Politiker, genau so wie die Mitglieder des EU-Parlaments. Wenn sie bemängeln, noch keinen Gegenvorschlag gehört zu haben, den Sie ernst nehmen können, dann werden Sie wohl hoffentlich Ihren Gegnern ebenfalls zugestehen, die Eu in der heutigen From nicht ernst zu nehmen. Konstruktiver wäre es gewesen, Ihrem ursprünglichen Vorsatz, den Sie in der Einleitung erläutern, treu zu bleiben. Dies schreibt Ihnen übrigens ein einstmals überzeugter Europäer, derzeit mit Wohnsitz außerhalb Europas
Seien Sie unbesorgt, Sie sind nicht allein ;-) Bsp. Ich war als “EU-Freund” gestern schon wählen, weil ich mir am Wochenende, die Wahl in Bukarest anschauen möchte, und was erlebe ich ? Schlangen am Mittwoch Vormittag vor dem Raum im Rathaus ... Nun resultieren die Schlangen vielleicht in Berlin-Charlottenburg/Wilmersdorf daher, dass wir nicht nur das EU-Parlament wählen, sondern auch über Tempelhof und die Kleingartenkolonie Oeynhausen entscheiden dürfen ;-), aber die Wähler mit denen ich ins Gespräch kam, erweckten nicht den Eindruck, Euro-Skeptiker zu sein ;-) Manchmal pfeift das Volk auf die eine oder andere Propaganda und bleibt am voll gedeckten Tisch einfach sitzen ... in 72 Std werden wir es wissen.
Sehr geehrter Herr Petersen, nur eine kurze Frage an Sie: “Wessen Lied singen Sie hier?” Eine ebenso kurze Frage an mich: “Muß ich mir Achgut noch antun?” Will ich nämlich Mainstream lesen, dann täte ich dies. Gruß Eberhard Schulz
Sehr geehrter Herr Dr. Petersen, hier auf der Achse gehts ja drei Tage vor der EU-Wahl so richtig los. Wen soll ich denn wählen? Ihr Beitrag ist das Kontroverseste, was ich auf dieser Seite, wenn ich da an Henryk M. Broders hervorragende “Letzte Tage Europas” denke, zu lesen bekomme. Rot/Grün geht ja schon mal gar nicht und CDU und FDP haben sich ebenso in der linken Ecke angesiedelt. Die Euro-Skeptiker versehen Sie ebenso nicht mit einem Prädikat “gut”, wie ich annehmen muss, - also WEN? Ein weiterer Beitrag sagt ebenso hier im Blog “Geht in die Kneipe oder in die Kirche, aber nicht wählen!” Also, die Achse machts einem so kurz vor dem großen Ereignis noch richtig schwer.
” … der freiwillige Zusammenschluss demokratischer Länder … “ Dreimal wurde ein Volk gefragt, dreimal wurde NEIN gesagt, dreimal hat es keinen gejuckt, was das blöde Volk denkt. Sehr freiwillig, danke auch. “Kommt deswegen jemand auf den Gedanken, Berlin aus der Bundesrepublik hinauszuwerfen? Natürlich nicht.” Indirekt schon: “Bayern kann es auch allein.” (Buch von Wilfried Scharnagl) ” … wer pauschal die EU und den Euro als komplette Fehlkonstruktion verunglimpft, sollte einen besseren Gegenvorschlag in Reserve haben.” Hier ist er: ‘Ein Europa der Vaterländer’ (de Gaulle). Oder ersatzweise wenigstens ein Europa, das die eigenen Regeln einhält (No bailout usw.), vielleicht so als Zugabe noch eins, das Volksabstimmungen nicht via Lissabon entsorgt. Kann dem Artikel ganz und gar nicht zustimmen! Wenn derzeit etwas verdient, massiv in Frage gestellt zu werden, dann dieses “Sanfte Monster Brüssel” (Enzensberger).
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