Thomas Petersen / 09.05.2014 / 17:27 / 8 / Seite ausdrucken

Klopfzeichen aus der Welt der Sozialwissenschaften (Folge 39)

Muster der Medienwirkung

Ich war ein paar Tage unterwegs, deswegen kann ich erst jetzt auf den Beitrag von Hansjörg Walther antworten, der Anfang der Woche unter dem Titel „Zeitungen folgen den Lesern, nicht umgekehrt“ auf der „Achse des Guten“ erschienen ist. Antworten sollte man auf ihn, damit keine falschen Eindrücke hängen bleiben, denn die in diesem Artikel aufgestellten Behauptungen über das Verhältnis zwischen Medienberichterstattung und der Meinungsbildung der Bevölkerung geben den Wissensstand des Jahres 1940 wieder und sind seit mindestens zwei Jahrzehnten widerlegt.

Warum 1940? In diesem Jahr verwirklichte der österreichisch-amerikanische Sozialforscher Paul F. Lazarsfeld eine bahnbrechende, bis heute beispielgebende Untersuchung der amerikanischen Präsidentschaftswahl. Lazarsfeld veröffentlichte seine Untersuchungsergebnisse in dem Buch „The People’s Choice“, das heute mit Recht als der Klassiker der Wahlforschung schlechthin angesehen wird. Ursprünglich wollte Lazarsfeld mit seiner Studie die Wirkung des Radioberichterstattung auf das Wahlverhalten untersuchen, doch der Nachweis von Medienwirkung ist, wie ich kürzlich an dieser Stelle schon einmal beschrieben habe, nicht leicht zu führen. Stattdessen entdeckte er unter anderem das Phänomen der selektiven Mediennutzung. Die meisten Menschen neigten dazu, sich vor allem solcher Wahlpropaganda auszusetzen, die ihre bereits vorher gefasste Meinung stützte.

Aus diesem Befund wurde in den kommenden Jahren derselbe Schluss gezogen, den auch Hansjörg Walther in seinem Beitrag als angeblich neuen Befund beschreibt: Wenn Medien vor allem diejenigen erreichen, deren Meinung sie unterstützen,  dann könnten sie ja zur Meinungsbildung kaum beitragen, allenfalls könnten sie bereits vorher gefasste Meinungen bestärken. In der Kommunikationswissenschaft wandte man sich als Konsequenz aus dieser scheinbar gesicherten Theorie der minimalen Medienwirkungen von der klassischen Medienwirkungsforschung ab. Es klang wie ein intellektueller Triumph, als Elihu Katz, ein Schüler von Lazarsfeld, Ende der 50er Jahre das neue Feld der „Uses-And-Gratifications-Forschung“ eröffnete und verkündete: „Wir fragen nicht mehr danach, was die Medien mit den Menschen machen, sondern was die Menschen mit den Medien machen.“

Nun ist die Fragestellung der „Uses-And-Gratifications-Forschung“ sicherlich legitim und zumindest potentiell interessant, doch die These, wonach die Massenmedien die Meinungsbildung der Bevölkerung nicht beeinflussten, war von vornherein offensichtlicher Unsinn. Lazarsfeld hat viele Jahre später selbst zugegeben, dass er 1940 durchaus deutliche Hinweise auf Medienwirkung gefunden, sie aber nicht veröffentlicht hatte, weil er damit rechnen musste, dann die Finanzierung durch den Radiosender zu verlieren, von der sein Forschungsinstitut abhängig war. Doch auch ohne dieses Detail war klar, dass die selektive Wahrnehmung nicht jegliche Medienwirkung verhindern konnte. Lazarsfeld hatte ja nur gezeigt, dass konservative Menschen TENDENZIELL lieber konservative Medien nutzten und linke Menschen TENDENZIELL lieber linke Medien. Doch das bedeutete natürlich nicht, dass sie sich gegenüber jeglichen Informationen aus dem anderen Meinungslager verschließen konnten. Es dauerte Jahrzehnte, bis die Banalität hieb- und stichfest nachgewiesen werden konnte, dass die Massenmedien trotz aller Selektivität der Mediennutzung natürlich einen erheblichen Einfluss auf die Meinungsbildung haben, vor allem dann, wenn viele Medien über einen längeren Zeitraum hinweg übereinstimmend oder zumindest ähnlich berichten.

Den Durchbruch kam Ende der 80er Jahre, als man begann, kontinuierlich fortlaufende und nicht nur punktuell durchgeführte Medieninhaltsanalysen mit den Trenddaten der Umfrageforschung zu vergleichen. Pioniere waren hier die amerikanischen Politikwissenschaftler S. Robert Lichter und Linda Lichter, die mit ihrem Newsletter „Media Monitor“ als erste laufende Auswertungen des Medieninhalts veröffentlichten. Deutschland folgte 1994 mit dem „Media Tenor“. Und siehe da: Seitdem zeigt sich immer wieder dasselbe Muster: Zuerst ändert sich die Berichterstattung über einen Gegenstand, und erst dann, im Abstand von einigen Wochen oder Monaten, ändert sich die Bevölkerungsmeinung über denselben Gegenstand. Das erste eindrückliche Beispiel war der verblüffend deutliche Zusammenhang zwischen der Berichterstattung über Präsident Bush (den ersten) und der Bevölkerungsmeinung über ihn. Es folgten weniger Jahre später entsprechende Befunde über die Popularität von Clinton, in Deutschland unter anderem zur SPD(siehe hier und hier), zu Gerhard Schröder und, wie kürzlich schon einmal an dieser Stelle gezeigt, zur FDP. Man könnte die Liste der Beispiele noch ziemlich lange fortsetzen. Die Befunde sind so klar und übereinstimmend, dass der amerikanische Kommunikationsforscher David Fan in der Zwischenzeit sogar dazu übergegangen ist, aus der Berichterstattung von heute Prognosen über die Bevölkerungsmeinung von morgen zu errechnen - mit beeindruckendem Erfolg.

Es mag eine für die Forschung reizvolle Aufgabe sein, der Frage nachzugehen, inwieweit die Meinungen der Mediennutzer die Berichterstattung beeinflussen. Man müsste sich dann beispielsweise mit der Lektüre von Leserbriefen durch die Redakteure befassen. Sicherlich würde man fündig. Doch die Hauptrichtung der Wirkung ist eindeutig: Belege für den massiven Einfluss der Medien auf ihre Nutzer gibt es dutzendfach, Belege für eine gegenläufige Wirkung nach meiner Kenntnis bisher nicht (wenn man nicht die banale Tatsache als Wirkung interpretieren will, dass sich konservative Zeitungen in konservativen Gegenden besser verkaufen lassen als in Regionen, in denen die meisten Bürger links sind). Die Aussage „Zeitungen folgen den Lesern, nicht umgekehrt“ ist schlichtweg falsch, möglicherweise ist sie sogar das genaue Gegenteil der Wahrheit.

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Klaus Kalweit / 10.05.2014

Wenn man Menschen 40 Jahre lang erzählt, wie gefährlich Kernenergie ist, dann ist der Erfolg eindeutig. Die in dem Artikel gemachten Analysen, so richtig sie erscheinen mögen, erübrigen sich dann. Gleiches gilt für Gentechnik, Klimawandel, Energiewende, Islam ist Frieden,... Nein, meine Antwort ist ebenso schlicht wie unwissenschaftlich: Die Medien erziehen zum gewünschten Denken.

Eberhard Schulz / 10.05.2014

Nachtrag: Werter Herr Walter, ich vergaß zu fragen, was ist das eigentlich noch für ein Journalismus den Sie in den “meinungsmachenden” Medien verorten, wenn die Meinungen und Informationen in der Mehrzahl artig von DPA und AFP abgeholt werden? Nein, nein - bitte überdenken und überarbeiten Sie Ihren Beitrag neu! Herr Petersen sollte das auch tun. Schauen Sie mal über den Tellerrand hinaus.

Eberhard Schulz / 10.05.2014

Werter Herr Walter, sie unterstellen dem Zeitungskonsumenten, daß dieser seine Meinung in selbiger bestätigt sieht, und dehalb das lesen will und das Print eben deshalb konsumiert. Das sehen ich differenzierter. Sollte man sich seriöserweise, wenn man schon über “Meinungsbildung” redet, nicht das komplexe System derselben dabei sehen? Parallel zu den etablierten Printmedien existieren ja auch noch die Funkmedien und ja auch noch der Bildungskomplex. Ja selbst kleinste Kreis- und kommunale Blätter mit hohem Werbe- und Anzeigenteil tröten in das Horn der Systemmedien und der politischen Anführer. Nach Ihrer These wollen ja die Nutzer der Systemmedien belogen und betrogen werden - das ist infam, da sie diese damit als dumm abqualifizieren.

Thomas Petersen / 10.05.2014

Lieber Herr Walther, vielen Dank für Ihre Antwort. Es lag mir auch fern, Sie persönlich anzugreifen. Ich hatte nur den Eindruck, dass beim Leser eine Vorstellung zurückbleiben könnte, die einfach falsch ist. Dass die Zeitungen sich allein schon aus Selbsterhaltungstrieb auf Ihre Leser einstellen müssen, bestreite ich natürlich nicht. Insofern bin ich mit meinem Beitrag vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen. Beste Grüße Thomas

Lara Berger / 10.05.2014

Ihre Erläuterungen zum Thema ‘Meinungsbeeinflussung durch Medien’, dass die Haltung der Bevölkerung nach einer bestimmten Medienbotschaft vorhersagbar wird, erklären aber nicht die entsprechenden Verhältnisse in der DDR, bzw. dem Ostblock. Hier wurde die Manipulation der öffentlichen Meinung bewußt betrieben um alle “bei der Stange zu halten”. Das hat jedoch nicht funktioniert. Ein großer Teil blieb von der Meinungsmache, z.B. des “Schwarzen Kanals” von Schnitzler völlig unbeeindruckt. Ich denke hier spielt das psychologische Phänomen der Reaktanz ein wichtige Rolle. Sehen Menschen ihre Handlungs-, Verhaltensmöglichkeiten eingeschränkt kommt es zu unbewußten Versuchen, diese wiederherzustellen. D.h. werden bei bestimmten Themen bestimmte Haltungen vorgegeben, z.B. durch die Medien, werden andere Haltungen/Meinungen automatisch mindestens unerwünscht, oder sogar verboten. Dies engt den Spielraum der freien Meinungsbildung ein. Daher versuchen Menschen, nach dem Motto “nun erst recht”, sich diese Freiräume wieder zurück zu erobern. Und ich denke, man kann dies am Beispiel der DDR gut beobachten. Allerdings waren hier auch alle Medien vollständig gleichgeschaltet, es gab keine Abweichung von der vorgegebenen Linie. Vielleicht erklärt dies, warum es bei uns nicht zum massenhaften reaktantem Verhalten kommt. Unsere Medien sind möglicherweise nicht so gleichgeschaltet, wie in totalitären Regimen. Ich habe also als Mediennutzer die Wahl, d.h. kann meine Entscheidungsfreiheit wieder herstellen. Ich habe dies auch bewußt getan, denn ich halte es immer für problematisch, wenn die Mehrheit der Journalisten nur noch einer Meinungsrichtung angehören (70% der Journalisten verorten sich im links-grünen Lager). Natürlich beeinflussen Informationen aus der Umwelt unsere Bewertungen, aber sie tun es in jeder Richtung. Bedenklich wird es erst, wenn es nur noch eine Mainstreamrichtung gibt. Daher halte ich es für bedenklich, wenn die Mehrzahl der Journalisten nur noch einem Lager angehören. Hier würde ich mir mehr Pluralität wünschen. Im freien Markt ist das womöglich schwer durchsetzbar, wg. der Wechselwirkung zwischen Angebot und Nachfrage, aber die ÖR haben diese Entschuldigung nicht. Sie könnten durchaus für eine größere Vielfalt der Meinungen sorgen.

Hans J. Fornoff / 10.05.2014

Als Kommunikationsdesigner würde ich Ihnen beipflichten, bisher jedenfalls. Wir erleben aber derzeit eine Paradigmenwechsel. Eine für die Presse fatale Abwärtsspirale. Das Informationsbedürfnis entwickelt sich immer selbstbestimmter. Der moderne Mensch ist durch sämtliche digitale Medienmöglichkeiten schon lange nicht mehr auf Zeitungen angewiesen, die ihm nur noch Informationen liefern die er schon kennt. Was bleibt ist das Haptische und die Lust, erworbene Informationen zu vergleichen, mit dem teilweise verbissen geführtem Versuch Meinung zu machen. Dieser Trend schlägt sich nieder, in krampfhaft am eigenen Weltbild festhaltenden redaktionellen Beiträgen, denen eine Vielzahl von Kommentaren diametral entgegen stehen. Dabei relativiert sich links und rechts immer mehr den das Screening sämtlicher namhaften Zeitungen der Republik zeigt, das die Beiträge sich nicht mehr sonderlich unterscheiden. Das ergibt sich auch daraus, dass 80% aller Journalisten zwar eine ähnliche, aber dennoch andere Meinung haben als 80% der Leser. Warum sonst ist der Exodus der früher wichtigen kulturellen Institution Zeitung bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen kontinuierlich dokumentiert? Grüsse Hans J. Fornoff

Karl Schurz / 09.05.2014

Danke. Und darum lese ich bzw. nutze ich kaum die Medien und fahre aus diesem Grund selbst vor Ort und recherchiere selbst, wie z. b., in der Ukraine. Glauben Sie nicht. Stimmt. Das ist ja das Problem. Und so gilt auch heute noch der Spruch meiner geliebten Großmutter, die zwei Weltkriege erdulden musste: “Papier ist geduldig.”

Hansjörg Walther / 09.05.2014

Hallo Herr Petersen, vielen Dank für die ausführliche und interessante Antwort. Ich würde nur gerne dazu bemerken, daß der Titel nicht von mir stammt. Im Text selbst wird eine solche These nicht vertreten. Der originale Titel war auch verhaltener: “Zeitungen und ihre Leser - die Henne und das Ei”. Im Wesentlichen geht es um die Frage, ob die Eigentümer der Zeitungen eine politische Linie ihren Lesern eintrichtern (eher nein) oder umgekehrt, die Leser durch ihre Nachfrage bestimmen, was sie als politische Linie bekommen (eher ja). Das letztere schließt sich nicht damit aus, sondern bedeutet gerade, daß die Leser sich die Zeitungen suchen, die zu ihnen passen. Eine Zeitung ist dabei nicht ein fixes Produkt, sondern nachgefragt wird die Meinungsbildung im Rahmen einer politischen Grundausrichtung. Insofern würde ich auch nicht bezweifeln, daß gerade bei neu auftauchenden Sachverhalten Meinungen gebildet werden. Viele Grüße Hansjörg.

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Thomas Petersen / 03.12.2014 / 12:00 / 3

Aus Ideologiefragen Sachfragen machen

Klopfzeichen aus der Welt der Sozialwissenschaften (48) Seltsamerweise neigen die Menschen dazu zu glauben, bei einer Streitfrage habe derjenige Recht, der die Mehrheit auf seiner…/ mehr

Thomas Petersen / 19.11.2014 / 20:02 / 0

Wie Sozialforscher aneinander vorbei forschen

Klopfzeichen aus der Welt der Sozialwissenschaften (47) Schon einmal habe ich auf die oft etwas verstörende Eigenschaft des Kernphysikers Heinz Maier-Leibnitz (1911-2000) hingewiesen,  scheinbar banale…/ mehr

Thomas Petersen / 05.11.2014 / 07:00 / 16

Dämliche Volksweisheiten über Statistik-Manipulation

Klopfzeichen aus der Welt der Sozialwissenschaften 46 Es gibt zwei Dinge, auf die man sich als Umfrageforscher absolut verlassen kann. Erstens: Wann immer man einen…/ mehr

Thomas Petersen / 18.10.2014 / 09:32 / 6

Klopfzeichen aus der Welt der Sozialwissenschaften (45): Soziale Konditionierung

Wer eine Ahnung davon bekommen möchte, wie die Berichterstattung der Massenmedien durch die Verwendung stereotyper Begriffe die Wahrnehmung von Politik beeinflusst und damit letztlich auch…/ mehr

Thomas Petersen / 06.09.2014 / 07:20 / 1

Klopfzeichen aus der Welt der Sozialwissenschaften (Folge 44)

Zehn Jahre Schon einmal habe ich an dieser Stelle über die Chronistenpflicht der Umfrageforschung geschrieben, doch angesichts des zehnjährigen Jubiläums der „Achse des Guten“ lohnt…/ mehr

Thomas Petersen / 11.08.2014 / 13:23 / 1

Klopfzeichen aus der Welt der Sozialwissenschaften (Folge 42)

Mit der Zivilcourage, schrieb kürzlich Jennifer Nathalie Pyka in einem Beitrag für die „Achse des Guten“, verhalte es sich ein wenig wie mit Gott: Sie…/ mehr

Thomas Petersen / 02.08.2014 / 11:50 / 1

Klopfzeichen aus der Welt der Sozialwissenschaften (Folge 42)

Hinter jeder Ecke lauert die Banalität Kürzlich wies mich ein Leser der „Achse des Guten“ auf ein im Deutschlandfunk gesendetes „Kulturgespräch“ zum Thema „Gehen“ hin.…/ mehr

Thomas Petersen / 06.06.2014 / 23:16 / 0

Klopfzeichen aus der Welt der Sozialwissenschaften (Folge 41)

„Wie kommt man auf einfaches Neues?“ In dem letzten „Klopfzeichen“ habe ich darauf hingewiesen, dass es auffallend oft Außenseiter sind, die mit originellen Gedanken die…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com