News-Redaktion / 24.09.2019 / 14:00 / Foto: Stefan Klinkigt / 0 / Seite ausdrucken

„Klimapapst“ Schellnhuber kann sich Ministeramt vorstellen

Hans Joachim „John“ Schellnhuber gründete 1992 das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), dessen Direktor er bis September 2018 war. Im Jahr 2007 wurde der studierte Physiker von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum wissenschaftlichen Chefberater der Bundesregierung in Fragen des Klimawandels und der internationalen Klimapolitik ernannt. Von 2009 bis 2016 war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Schellnhuber ist langjähriges Mitglied des sogenannten „Weltklimarats“ IPCC und gilt als „Vater“ des sogenannten „Zwei-Grad-Ziels“ in der internationalen Klimapolitik sowie des Begriffs „Große Transformation“. 2015 beriet der Wissenschaftler, der oft als „Klimapapst“ bezeichnet wird, den tatsächlichen Papst Franziskus bei der Erstellung der sogenannten „Öko-Enzyklika“ „Laudato si’“.

Nun möchte der 69-Jährige offenbar Berater der neuen Landesregierung in Brandenburg werden. Nach Angaben der „Potsdamer Neusten Nachrichten“ (PNN) kündigte Schellnhuber im August in einer Rede beim Parteitag der Grünen an, Interesse an einem solchen Posten zu haben, vorausgesetzt, die Grünen seien an der künftigen Regierung beteiligt. Im PNN-Interview hat Schellnhuber seine Gedanken weiter erläutert. In diesen „außergewöhnlichen Zeiten“ komme man „auch als emeritierter Professor ins Grübeln, ob man nicht selbst in die politische Bütt steigen sollte, um das endlich umzusetzen helfen, was die Wissenschaft immer dringlicher empfiehlt.“ Selbst ein Ministeramt könne sich Schellnhuber vorstellen, wenn er „von einer demokratisch gesinnten, weltoffenen Partei“ gefragt werden sollte. Denkbar wäre etwa ein neu-geschaffenes Ressort „Innovation“.

Schellnhuber gehört keiner Partei an und möchte nach eigener Aussage auch in Zukunft keiner Partei beitreten. „Was ich als Wissenschaftler einbringen kann, ist mein Sachverstand, nicht irgendeine starre Weltanschauung“, zitieren ihn die PNN. „Wenn ich also als Parteiloser etwas für die Zukunft Brandenburgs tun könnte, dann würde ich das bevorzugen.“

Foto: Stefan Klinkigt

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