Gut einen Monat hat die Menschheit noch – dann ist alles zu spät, der Weltuntergang nicht mehr abzuwenden. Tschüss, schöne Erde. Das Datum steht fest: 23. Februar 2020. Offiziell verkündet von der Bild-Zeitung am 23. Februar 2007, vor dreizehn Jahren. Da zog sich nämlich eine große Schlagzeile über die ganze Titelseite: „Wir haben nur noch 13 Jahre… ...um die Erde zu retten.“ Im Beitrag hieß es dann: „Es bleiben nur noch 13 Jahre, um die Erde vor der Klimakatastrophe zu retten!“ Das enthülle der „noch geheime zweite Teil des UN-Klimareports“, und der solle dann im Mai 2007 auf der Weltklimakonferenz in Bangkok verabschiedet werden.
Der Report war offenbar so geheim, dass nicht einmal die Bild-Zeitung ihren Inhalt kannte, bevor sie Star-Schreiber Paul C. Martin damals auf das Thema ansetzte. In dem Papier selbst stand dann nämlich, dass die CO2-Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 weltweit halbiert werden müssen, um den Klimawandel in einem beherrschbaren Rahmen zu halten, ähnlich wie man das heute sieht. Auch wenn es sich salopp anhört, so kann man deshalb das Urteil der Wissenschaftler im Vergleich zum Bild-Szenario auch so bezeichnen: Alles halb so wild. Aber 2050, hätte das jemand von den Bild-Lesern interessiert? Nein, dann doch lieber „in 13 Jahren“. Die Dreizehn auch noch als Unglückzahl. Und 2020 war ja auch so schön nahe, das Blatt sollte sich ja verkaufen. Jetzt ist es so weit.
Nun könnte man eigentlich mit Fug und Recht den Tonfall der Bild-Zeitung als hysterisch bezeichnen, ja als Klimahysterie. Aber das geht seit Dienstag nicht mehr. Die von den allermeisten Medien des Landes als offiziös angesehene Jury für das „Unwort des Jahres“ hat verkündet: Ihr Unwort des Jahres lautet Klimahysterie. Als habe sie die Bild-Headline von damals auf Wiedervorlage gehabt, und gerade noch rechtzeitig einen Riegel davorschieben wollen. Nein, nicht vor den Weltuntergang, sondern davor, dass jetzt, zum großen Jubiläum dieser Schlagzeile – die schließlich landauf, landab aufgrund ihrer kompletten Haltlosigkeit eingerahmt an vielen Wänden hängt – jemand auf die Idee käme, das Naheliegendste festzustellen: „Ein klarer Fall von Klimahysterie“.
Das Kampfmittel der Klimahysterie
Übrigens: Der Spiegel hatte es damals bereits gerochen und nur wenige Wochen nach der Bild-Zeile dieselbe als Fall – eben von „Klimahysterie“ bezeichnet, die „ansteckender zu sein scheint als eine Grippeepidemie“. Spiegel-Autor Olaf Stampf hatte dies in seine erfrischend nüchtern aufgeschriebene Titelgeschichte zum Weltklima eingebaut. Manche Erkenntnis hat sich seither weiterentwickelt, aber: Klimahysterie bleibt Klimahysterie. Zumal, wenn sie in Millionenauflage mit dem unmittelbar bevorstehenden Weltuntergang daherkommt.
Und es ist schon ein wenig absurd, dass aus derselben Ecke, in der jene „Unwort“-Jury jährlich tagt und bei ihrer Auswahl stets mit absoluter Gewissheit ein Wort findet, an dem sich die grün-linke Szene reibt und deren eigene Stilblüten natürlich als erstes gleich mal aussortiert – dass aus ebendieser Ecke ständig dieser Vorhalt kommt: Das im Land so stark verbreitete Gefühl, man traue sich nicht mehr, alles sagen zu können, sei völlig haltlos. Und dann das Unwort küren, fällt denen da eigentlich nichts auf? Fehlt noch, dass sie das Wort „Tabu“ einmal auf ihren Schild heben – und sie würden es immer noch nicht merken, ich wette.
Komme mir jetzt keiner mit dem Argument, dass die Medizin das Wort „Hysterie“ inzwischen meidet (auch, weil es frauenfeindlich sei). Es geht hier nicht um eine Debatte aus der Pathologie, sondern um Worte und Argumentationsmuster kerngesunder Menschen, die sich lediglich verrannt haben oder meinen, zu Taschenspielertricks greifen zu müssen. Wie bitteschön anders als „Klimahysterie“ soll ich es denn bezeichnen, wenn die grüne Claudia Roth die Inseln, die sich nachweislich aus dem Meer erheben, untergehen sieht. Oder wenn sie das Menetekel einer anstehenden Sahel-Dürre an die Wand malt, obwohl die Wissenschaft unisono das Gegenteil feststellt, nur weil es ihr einfach in den Kram passt – und sie dafür was einsetzt? Genau: Das Kampfmittel der Klimahysterie.
Es will sich keiner ein Bild machen
Und, nochmal zu der im Spiegel völlig zu recht diagnostizierten Ansteckungsgefahr der Klimahysterie: So gut wie die gesamte Presse ist sich dieser Tage darüber einig, dass die Brände in Australien natürlich ein Zeichen des Klimawandels sind. Niemand kommt auf die Idee, hierfür mal ein durchaus vertrauenswürdiges – sicher nicht „klimaskeptisches“ – Online-Lexikon nur kurz zu konsultieren. Es macht sich doch – nein, es will sich keiner ein Bild machen, wie oft und wie verheerend solche Buschbrände in Australien auch früher schon waren (vorsorglich, da das Lexikon ständig bearbeitet wird: Stand 14.1. 08.00 Uhr).
Die Veränderung des Weltklimas, ja, auch die Erwärmung, ist sichtbar und sie gibt natürlich zu berechtigter Sorge und auch Vorsorgemaßnahmen Anlass, mit Betonung auf MASS(-voll). Einfach nur verdrängen, wäre leichtfertig. Ob, inwieweit die Sorge berechtigt war, wird sich erst später zeigen. Klimahysterie hilft denen, die hier einen vernünftigen Umgang von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft anstreben, am allerwenigsten. Dafür ist das Thema viel zu komplex, deshalb wäre das unsinnige, ja widersinnige, platte Wort „Klimaleugner“ der bessere Kandidat gewesen, aber da friert erst die Südsee zu, als dass einmal ein PC-Wort auf die Liste kommt.
Eine eindimensionale, nur scheinbar unumstößliche, nicht widerspruchsfähige Sicht kann schnell auch mal kippen. Schneller als ein offener Diskurs jedenfalls.
Wer jetzt grübelt, warum die Bild-Zeitung damals diesen haltlosen Blödsinn verkündet hat: Vielleicht liegt es ja an einer ganz besonderen Liaison, die in jenen Wochen die Medienwelt überraschte, und über die die „Zeit“ berichtete: Greenpeace, WWF und BUND saßen damals gemeinsam in einem Boot – mit der Bild-Zeitung.

Während Klimahysterie seinen Gegenstand recht genau beschreibt (als von diffusen Ängsten getriebene Überreaktion), ist der Klimaleugner ein Hybride mit schwammigen, unbewussten, aggressiv-emotionalen Konnotationen und unsachlichen Unterstellungen, die seinen Gegenstand in keiner Weise treffen. Gemeint ist eine kritische Einstellung dazu, dass der Wandel des Klimas überwiegend und in katastrophal-schädlicher Weise durch den Menschen verursacht und dass dies nachgewiesen sei. "Klimaleugner" dagegen unterstellt einerseits Dummheit, dass man etwas Offensichtliches wie die Existenz des Klimas leugnet, andererseits lehnt er sich bewusst an "Holocaustleugner" an und unterstellt Antisemitismus, Faschismus, Verschwörung. Genau dies hat bereits dazu geführt, dass "Klimaleugnung" als kriminell eingestuft und als psychisch krank bezeichnet wurde. Die Aggression hat Früchte getragen! "Klimaleugner" ist ein Begriff der Hetze und des Hate-Speech. Aus ihm spricht eine Menschenverachtung, die Deutschland eigentlich hinter sich gelassen haben sollte. Das Wort "Klimaleugner" ist ein widerwärtiges Unwort, ein abscheulicher Kampfbegriff. Dass nun aber ausgerechnet "Klimahysterie" das Unwort des Jahres 2019 sein soll, demonstriert den Ursprung im selben Hass, der schon zum "Klimaleugner" führte. Es handelt sich um eine rein politische Entscheidung derjenigen, die es gewohnt sind, die Menschen zu manipulieren, die Sprache zu steuern, und Hass in sie und in die Gesellschaft zu tragen. Es sind dieselben Sprachmanipulateure! Und was demonstrieren sie damit: ihre Dominanz, ihre Macht. Aber nicht ihren Verstand!
Naja, herzlich willkommen im Land derer, die einfach nicht anders können. Die Deutschen (natürlich gibt es auch Ausnahmen), können einfach nicht anders, als auf jede hysterische Tagesmode der gelangweilten Oberklasse aufzusatteln und die Dinge bis ins Extrem zu treiben. Einfach mal cool und sachlich bleiben, kann der Deutsche nicht. Ich fasse einfach noch mal kurz zusammen, für alle, die es noch nicht ganz überzuckert haben. Es ist nichts bewiesen! Die ganze Theorie vom Einfluss des Menschen auf das Klima ist eine Hypothese und die gesammelten Horrorszenarien, die sich aus dieser unbewiesenen Theorie ergeben, sind nichts weiter als Phantasmagorien völlig durchgeknallter Muppet-Wissenschaftler.
Wenn "Klimahysterie" nicht mehr geht, dann nehmen wir eben "Klimawahn". Passt auch.
Oh, hier werden aber mit den Verlinkungen schwere Geschütze aufgefahren. Greenpeace, BUND, WWF und Bildzeitung ziehen man einem Strang, das wäre dann ja nicht nur ein Weltuntergang, sondern der Untergang der Aufklärung. Ansonsten die Vorhersagen von Dr. Martin sehr vage, ist mit Weltuntergang nun das Verschwinden des Planeten nach 4,5 Milliarden Jahren und ein leerer Fleck auf der Laufbahn zwischen Venus und Mars zu verstehen oder nur der Untergang der Zivilisation, wie wir sie kennen? Letzteres wäre dann ja gar kein Weltuntergang, sondern nur eine Unterbrechung gewohnter Abläufe. Die Hamburger wissen offensichtlich auch von nichts, die wollen am 23.02. ihre Bürgerschaftswahl abhalten. Wenigstens die Grünen könnten von ihren Kumpels von den NGO's doch mal informiert werden, dass ihre Vorfreude zwecklos ist, weil zu spät. Und ich habe auch noch so viel vor, wen kann man eigentlich haftbar machen, wenn der 23.02. verläuft wie jeder andere Tag?
“ Die Klimapolitik der Bundesregierung „terrorisiere“ den Freiheitsraum der jungen Menschen in einer Art, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei." -Die nächste Stufe der (einseitigen) Eskalation. Man kann gar nicht glauben, daß es immer noch schlimmer geht. Mit Abstand betrachtet geht es letztlich darum, daß die breite Masse der dummen Deutschen bei der täglichen medialen Hirnmassage das Thema Umwelt bis in die Wurzelspitzen ihrer Hirnsynapsen indoktriniert bekommen. Irgendwas bleibt immer hängen und so wird langsam aber sicher der politische Staatsfunk seine Früchte einholen. Gute Arbeit. Ich war wirklich einmal stolz auf dieses Land. Die Geschwindigkeit, mit der der Karren an die Wand gefahren wird, nimmt erheblich zu! Armes Deutschland!
Wie heißt es so schon getroffene Hunde bellen am lautesten. Die Titanic sinkt !!! Ach so ein Unsinn das ist alles Eisberghysterie...
Am 30.Mai (1954) ist der Weltuntergang, wir leben nicht mehr lang, wir leben nicht mehr lang.... Naja, hat damals nicht so ganz geklappt. Diesmal soll es am 23. Februar sein. Lassen wir uns überraschen. Hin und wieder muss Weltuntergang eben einfach sein, zumindest unser Klimafans brauchen das. Ich vermute mal, das Klima selbst bekommt auch schon Schnappatmung, wenn es nur an die Potsdamer Spezialisten denkt...