Günter Ederer / 24.07.2019 / 12:00 / Foto: Tim Maxeiner / 30 / Seite ausdrucken

Klima, Klima über alles (3)

Versetzen wir uns in das Jahr 2030, also in die nahe Zukunft, und unterstellen, dass die Forderungen der Klimamodellierer weitgehend erfüllt wurden: Anstieg der Fleischpreise, so dass sich das nur noch eine Minderheit leisten kann, Halbierung des Individualverkehrs etc. Also wir unterstellen: Deutschland schafft den Kohleausstieg bis 2030, so wie das die Kinder und Hardcoregrünen verlangen.

Nukleare Vorbilder

Was dann in Europa passiert wäre, zeigt ein Blick auf die Selbstverpflichtungen der europäischen Staaten. Deutschland hätte dann ungefähr die Hälfte der Dekarbonisierung Europas geleistet, entsprechend der bisherigen europäischen Vorgaben. Das heißt unter anderem: Die Strompreise in Deutschland sind noch einmal massiv angestiegen und weit mehr als doppelt so hoch wie in Frankeich. Heute schon beträgt der CO2-Ausstoß in Frankreich nur 4,38 Tonnen CO2 pro Einwohner im Vergleich mit Deutschland, das mit 8,88 Tonnen pro Einwohner fast doppelt so viel zum Weltuntergang beiträgt. Frankeich hat 2019 nur noch 1,9 Prozent Anteil an der Kohleverstromung, die es selbstverständlich eingestellt hat. Dafür bleibt es bei über 50 Prozent Atomstrom für die Elektrizitätsversorgung.

Auch Finnland ist ein Musterknabe. Es hat seinen CO2-Ausstoß aus Kohle auf Null gebracht und durch Kernkraftwerke ersetzt. Letzteres wird in Deutschland allerdings kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen. Finnlands Preis- und Wettbewerbsvorteil ist aber keine Bedrohung, weil das Land nur fünf Millionen Einwohner hat und deshalb für das Weltklima völlig unbedeutend ist. Dafür behauptet Finnland, dass seine neuen Atommeiler nicht mehr "durchbrennen" können, also Katastrophen wie in Tschernobyl und Fukushima unmöglich sind. Dieser Reaktortyp, der auch in China gebaut wird, entwickelt sich zu einem Exportschlager. In Deutschland kommt er nicht zum Einsatz, weil es den Grünen 2025 gelungen ist, das Verbot der Nuklearindustrie ins Grundgesetz zu schreiben.

Heuchler und eingebildetes Vorbild

Spannend ist ein Blick nach Norwegen. Das verfolgt eine besonders raffinierte Strategie. Das Land brüstet sich mit hoch subventionierten E-Autos. Der Strom stammt aus Wasserkraft. Die Subventionen kommen aus dem größten Staatsfonds der Welt mit über einer Billion Dollar Vermögen. 2019 verkündete Norwegen, dass der Staatsfonds sich aus der Beteiligung von Kohlebergwerken und Kohlekraftwerken weltweit zurückziehe. So spiele Norwegen eine Vorreiterrolle der grünen Finanzpolitik. Liebe Norweger: Das ist eine Strategie der maximalen Heuchelei. Der Billionenfonds beruht auf Öl- und Gaseinnahmen. Und die werden nicht gedrosselt, obwohl sie auch zur Kohlenstoffwirtschaft gehören. Im Gegenteil: Das Land hat gerade, sehr zum Missfallen der Umweltschützer, neue Explorationsgebiete nördlich der Lofoten freigegeben. Statt in Kohlebergwerke, können die vielen Milliarden in die Bergwerke fließen, die Lithium, Kobalt und seltene Erden fördern.  Die damit verbundenen bürgerkriegsähnlichen Zustände, im Kongo z.B., die Menschenrechtsverletzungen und Naturausbeutung, werden kaum thematisiert.

So könnten wir nun Staat für Staat in Europa analysieren und dabei auf allerlei Verwunderliches treffen. Zum Beispiel, dass Griechenland, das zu über 50 Prozent von der Braunkohle abhängt, gerade seine Kraftwerke auch mit Krediten der deutschen staatlichen KfW-Bank modernisiert und dass Nuklearkraftwerke in mehreren Ländern im Bau und in Planung sind. Der deutsche Weg, der als Vorbild dienen soll, findet also keine Nachahmer.

Verheerend für den Ausstieg aus der Kohlenutzung ist die Begriffsverwirrung, die durch die Gleichsetzung von Klimaschutz und Umweltschutz erfolgt. Es ist den grünen Lobbyisten ziemlich gut gelungen, Klimaschutz, der ja nichts anderes ist als Energiepolitik, mit Umweltschutz gleichzusetzen. Dass für Windkraftanlagen Schneisen in Wälder geschlagen werden müssen, Millionen Vögel und Fledermäuse geschreddert werden, die Gesundheit von Menschen gefährdet wird, dass Landschaften unter Solarstrommodulen verschwinden, Monokulturen von Energiepflanzen, wie Raps und Mais die Artenvielfalt bedrohen, wird konsequent von der grünen Front geleugnet.

Für 2018 hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt errechnet, dass durch Windkraftanlagen 1.500 Tonnen Insekten vernichtet wurden. Die Rotorblätter sind oft schwarz vor Insektenleichen. Die Prediger der Klimamodellierer haben darüber keine TV-Beiträge hergestellt, wenn sie über Umweltthemen Filme zeigten. Diese verlogene Energiepolitik erhöht nicht nur das grüne Wählerpotenzial, sondern speist auch ihre Spendeneinsammlungskassen.

Große Kohleländer

Also noch einmal hypothetisch: Wir unterstellen, das Treibhausgas bedroht tatsächlich unser Klima, ja unsere Zukunft. Und wie gesagt: Europa und vor allem Deutschland, das ungefähr zwei Prozent des Welttreibhausgases emittierte, hat es geschafft, total klimaneutral zu werden, so wie es die grünen Aktivisten und die Kinder auf den Straßen wollten. In diesem Fall müssen wir allerdings eine deprimierende Feststellung treffen: Die Erderwärmung geht auch 2030 ungebremst weiter und die Treibhausgase steigen in bisher unbekannte Höhen. Die Ursachen für diese Hiobsbotschaft: Jahrelang haben Politiker und ihre journalistischen Hofsänger nicht berichtet, was wirklich auf der Welt passiert. Nicht was berichtet wurde, bestimmt 2030 die Klimawirklichkeit, sondern was nicht berichtet wurde.

Beginnen wir mit China, dem größten Emittenten. Der Staat arbeitet auf den Klimakonferenzen artig mit. Peking hat das Pariser Abkommen unterzeichnet. Warum sollte es das auch nicht tun? Schwellenländer müssen noch keine Treibhausgasreduktionen bekannt geben. Nach internen, sehr zuverlässigen Informationen, die durchaus nachvollziehbar sind, produziert China zur Zeit 67 Prozent seiner Energie aus Kohle und wird dies auf unabsehbare Zeit auch weiterhin tun. China weiht jede Woche mehr Kohlekraftwerkskapazitäten ein, als Deutschland insgesamt stilllegen wird. Die Gründe sind plausibel: China hat schier unerschöpfliche Kohlereserven, die die billigste Energie, die es in China gibt, liefert. Allerdings befinden sich die Kohlevorräte fast alle im Norden des Landes. Die boomende Industrie und der größte Bedarf sind südlich des Jangtse-Flusses. 50 Prozent der gesamten Kapazität des Riesenreiches ist damit ausgelastet, Kohle von Nord nach Süd zu bringen. Deshalb baut China auch Solar- und Windkraftanlagen im Süden und Norden. Dazu kommen 38 Kernkraftwerke in Betrieb, 21 im Bau und weitere 38 in der Planung. Diese Kapazitäten verführen unsere Politiker dann zu so irreführenden Aussagen, wie sie Bayerns angepasster Ministerpräsident Söder gerade wieder gemacht hat: China errichte, sagte er, mittlerweile mehr erneuerbare Energie, als jedes andere Land. Stimmt: Aber es bleibt trotzdem, dass der Anteil der Kohle auf 67 Prozent festgelegt ist. Trotz des massiven Ausbaus der Kernkraft trägt sie nur zu zehn Prozent des Energiebedarfs bei.

Auch das 1,3-Milliarden-Volk der Inder hat 370 Kohlekraftwerke im Bau und der Planung, ungeachtet der rhetorischen Verpflichtungen, die das Land in dem Pariser Klimaabkommen angegeben hat. Indiens Energie stammt zu 70 Prozent aus Kohle. Zusätzlich sind sechs weitere Kernreaktoren in Vorbereitung, alles Energiequellen, die in Deutschland eliminiert werden. Besonders pikant: Vor wenigen Monaten hat Indien den Vertrag mit Australien geschlossen, eines der größten Kohlevorkommen der Welt im australischen Bundesstaat Queensland ausbeuten zu können. Dafür wird auch ein neuer Hafen an der Küste in der Nähe des Barrier-Riffs gebaut.

Hintergrund dieses Deals: Bei der Wahl in Australien hat Queensland überwältigend für die Liberale Partei gestimmt, die den Kohleabbau unterstützt. Die oppositionelle Labour Partei verlor dadurch einen schon sicher geglaubten Sieg. In den grünen Front-Meldungen klang das noch ganz anders. Da wurde von Indiens Stopp von Kohlekraftwerken bis 2024 geschrieben, was auch Auswirkungen auf den Kohleabbau in Australien habe. Nun ist alles ganz anders gekommen.

Eine Luftnummer im Flugverkehr

Erfolgreich wurde bis 2030 in Europa auch der Luftverkehr stranguliert. Für das Weltklima hatte das allerdings keinerlei Auswirkungen. Karsten Schwanke, ARD-Meteorologe und Klimawandelerklärer, hatte zwar der Luftfahrt bescheinigt, dass sie nur zu einem Bruchteil für das Treibhausgas verantwortlich sei. So wäre bei einem völligen weltweiten Verbot des Fliegens, die Klimakatastrophe nur um 5 Jahre aufgeschoben.

Die Realität: Der Luftverkehr nahm vor allem in Asien rasant zu. Wegen des erfolgreichen Wirtschaftswachstums benötigte allein Indonesien für den Zeitraum ab 2020 zusätzlich 250.000 Flugkapitäne. In Europa stürzte das Flugverbot ehemalige blühende Touristenzentren in völlige Armut.

Die UN-Klimagipfel und Wirtschaftsgipfel zum Thema Klimarettung sind auch Gipfel der Heuchelei und sinnloser Geldverschwendung. Zum Weltwirtschaftsforum 2019 im schweizerischen Davos hatten sich 1.500 der mächtigen Wirtschaftsbosse und Politiker angesagt, die mit ihrem Privatflugzeug kamen. Sie wurden dann von allen überfüllten Schweizer Flughäfen per Helikopter nach Davos geflogen. Dort bejubelten sie die 16-jährige Greta. Verlogener geht es kaum.

Ähnlich sind die Ergebnisse der UN-Klimagipfel zu bewerten. 187 Staaten haben an dem Pariser Klimagipfel teilgenommen, und die meisten haben das Abkommen mittlerweile unterschrieben und ratifiziert. Die Mehrheit der Entwicklungsländer hat nur zugestimmt, weil ihnen ein Klimafonds versprochen wurde. Von 2020 bis 2025 sollen demnach die Industriestaaten jährlich 100 Milliarden Dollar überweisen, damit die armen Länder für die Folgen der Erderwärmung, für die ja laut UN-Klimabehörde IPCC die Industriestaaten verantwortlich sind, entschädigt werden.

2030 wird dann festgestellt, dass in keinem einzigen Jahr die 100 Milliarden eingezahlt wurden und dass das Geld, das in die Entwicklungsländer geflossen ist, wie auch schon früher der Großteil der Entwicklungshilfe, in korrupten Kanälen verschwand. Zu den wenigen Staaten, die ihre Zusage hielten, gehört wahrscheinlich Deutschland. Die Vorstellung, dass nach 2050 der Fonds erweitert werden sollte und auch die Schwellenländer wie China und Indien einzahlen werden, wurde aufgegeben.

Gipfel der heißen Luft

Das nächste Massentreffen der Klimagemeinde findet dieses Jahr in Santiago de Chile statt. Das heißt auch: Über zehntausend Treibhausgasbekämpfer fliegen in eine Stadt, die besonders weite Anflugwege hat. Aber dafür werden die Luftfahrtsünder sicher in eine Ablasskasse zahlen, mit der dann irgendwo etwas unternommen wird, was wir aber nicht erfahren werden.

Der Chilegipfel wird wieder nächtelange Verhandlungen über die Verbindlichkeiten für Treibhausgasminderungen der einzelnen Staaten ergeben. Es werden Einigungen erzielt, damit der Gipfel eine gemeinsame Erklärung abgeben kann, und wir werden eine zufriedene deutsche Umweltministerin und Kanzlerin hören, egal, wer dann diese Posten gerade innehat. Faktisch aber wird nichts passieren. Denn was immer die Staaten beschließen, es gibt keine Sanktionen, wenn die verabredeten Ziele nicht eingehalten werden. Im Endeffekt ist alles, was in Chile passiert, heiße Luft außer, die Industriestaaten werden noch deutlicher an den Pranger gestellt, weil sie durch ihren Lebensstandard soviel Treibhausgas schon ausgestoßen haben.

Die unter dem Dach der UN organisierten Klimakonferenzen erinnern an die Menschenrechtskonvention der UN von 1948. Sie wurde mittlerweile auch für alle Staaten verbildlich verabschiedet. Aber haben wir für die Menschen dieser Welt wirklich eine durchgreifende Verbesserung ihrer Rechte erzielt? Sitzen im Sicherheitsrat mit China und Russland nicht zwei Staaten, die jedes noch so verbrecherische Regime unterstützen, wenn es ihren Interessen dient? Wie viel Diktaturen in Afrika und wie viele Potentaten in Asien, deren Staaten Mitglied der UN sind, haben sich einen Dreck darum geschert, wenn sie an die Einhaltung der Menschenrechte erinnert wurden? Venezuela und Syrien sind dem Pariser Klimaabkommen beigetreten, und sie haben vor langer Zeit die UN-Menschenrechtskonvention ratifiziert. Na und? Die Konferenz in Chile, wie auch bisher alle anderen Massenveranstaltungen der Klimafront, wird auf das Wetter und das Klima keinerlei Einfluss haben, unabhängig davon, ob die Klimaretter oder die Klimaskeptiker recht haben.

Der Sieg der Staatsgläubigen

Deutschlands Ausstieg aus der eigenen Braunkohle liefert für die Symbolpolitik der Klimarettung unfreiwillig einen leicht überprüfbaren Beweis. Was wir an Treibhausgas reduzieren, ist für den Welt-CO2-Haushalt nämlich kaum noch messbar. Die Vorstellung gar, die wie ein Mantra von den grünen Illusionisten wiederholt wird: Deutschlands Energiepolitik werde weltweit als Modell beobachtet und habe einen Vorbildcharakter, spukt nur in den Köpfen einer deutschen Partei und den verängstigten Sozis und Konservativen. Wenn Deutschlands Weg in die CO2-freie Zukunft beachtet wird, dann nur, um als Abschreckung zu dienen, dass es vorführt, wie sich ein blühender Industriestaat durch eine verfehlte Energiepolitik selbst ruiniert.

Zu den politischen Siegern gehören 2030 auch die "Linken" aller Schattierungen. Mehrfach hat die Parteivorsitzende der deutschen Linken, Katja Kipping, betont, dass mit der Energiewende auch der Kapitalismus überwunden und die profitorientierten Konzerne zerschlagen werden müssen. Das ist gelungen. Die CDU/CSU hat sich hoffnungslos in wirtschaftspolitischen Widersprüchen verfangen. Ludwig Erhards Markwirtschaft ging in Subventionsorgien für den Energieumbau und planwirtschaftlichen Eingriffen spurlos unter.

Manager, wie der VW-Chef Herbert Diess, konnten erfolgreich 5.000 Euro pro Auto Staatshilfe fordern, weil dieser Staat unerfüllbare Pläne für die Elektromobilität erlassen hat. Prinzipienlos und mit völlig verlotterten inhaltlichen Ideen ließen und lassen sich die Unionsparteien an der Nase im ideologischen Nirwana herumführen, was zu so fassungslosen Entscheidungen führt, dass der Staat für die E-mobil-Ladesäulen bezahlt. Das ist so, als ob der Staat die Tankstellen subventioniert hätte, um den Automobilverkauf anzukurbeln.

Das Ende der deutschen Marktwirtschaft

Den Preis für diese Politik zahlen die Arbeitnehmer mit sinkendem Lebensstandard, während die Managergehälter ungebrochen weiter steigen und die Aktionäre aus Scheingewinnen hohe Dividende erwarten können.

Frankreich erklärte schon 2019, dass das deutsche ordoliberale Modell endlich abgedankt hätte, was vom orientierungslosen Wirtschaftsminister Peter Altmaier indirekt bestätigt wurde, als er staatlich geförderte Wirtschaftsschwerpunkte umsetzte. Die deutschen Parteien lieferten sich einen Wettbewerb darin, wer am gründlichsten die Überreste der sozialen Marktwirtschaft beseitigen kann. Grundeinkommen, Mietbremsen, Fahrverbote, Essensvorgaben, Gleichstellungsvorschriften, ökologischer Zwangsanbau von Nahrungsmitteln, Handelsverbote, moralisch motivierte, nicht mehr sanktionierte Gesetzesüberschreitungen etc. erlässt. Aus der Klimarettung ist ein bürokratischer Monsterstaat mit gegängelten Einwohnern geworden, die das alles durch ihr Wahlverhalten selbst verschuldet haben.

Beim G20-Gipfel in den letzten Wochen in Osaka zeigten sich neben den USA, die ganz aus der UN-gesponserten Klimapolitik ausgestiegen sind, auch Brasilien, Russland, Saudi-Arabien, Australien und die Türkei als Wackelkandidaten, die zwar den jährlichen Konferenzzirkus mit jeweils über 10.000 Teilnehmern mitmachen, aber nichts unternehmen, was auch nur im Ansatz ihre Wirtschaft belasten würde. Wenn fast alles, was mit Klimawandel diskutiert wird, ungewiss ist, so stimmt eine Aussage ganz bestimmt: Sollte der Mensch mit seinem Lebenswandel für die Erderwärmung bis hin zur Klimakatastrophe verantwortlich sein, dann geht die Welt eh unter.

Es gibt nicht das geringste Anzeichen, dass die Welt aus der Kohlenstoffwirtschaft aussteigt. Überall in der Welt werden neue Öl- und Gasfelder erschlossen, neue Pipelines gebaut, in Deutschland Northstream II zum Beispiel. Es werden Wälder abgeholzt, auch für Palmöl als Spritbeigabe. Die auf zehn Milliarden zusteuernde Menschheit verlangt mehr Nahrungsmittel, neue von Naturkatastrophen gefährdete Landschaften werden besiedelt. Der Konflikt Umweltschutz gegen Energiebedarf wird mit Gewalt ausgetragen. Und selbst in den Industriestaaten wird der bisher eingeschlagene Weg, das Klima zu Lasten der niedrigen und mittleren Einkommensschichten zu retten, nicht ohne Konflikte ablaufen. Die Gelbwesten in Frankreich haben da gezeigt, was noch möglich ist.

Den ersten Teil dieser Folge finden Sie hier

Den zweiten Teil dieser Folge finden Sie hier.

Foto: Tim Maxeiner

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Leserpost

netiquette:

Eckart Stein / 24.07.2019

An Richard Rosenhain: Äusserst hilfreich ist z. B. das phantastische Buch von Klaus Peter Dahm “Vom Klimawandel zur Energiewende” oder auch von Prof. H. Lüdecke “Energie und Klima”- beide mit zahlreichen Quellenangaben. Es lohnt sich auch, auf der Homepage von Lüdecke zu stöbern; auch hier findet man einige Informationen und Anhaltspunkte für weitere Recherche. Ansonsten findet sich auch auf “EIKE- europäisches Institut für Klima und Energie” immer mal wieder ein brauchbarer Artikel oder auf Science sceptical.# Darüber hinaus braucht man ein gutes Gedächtnis, um die entsprechenden Fakten bei Bedarf auch parat zu haben.# Und dann braucht man eine gute Frustrationstoleranz, weil: es glaubt einem trotzdem keiner…

Dr. Gerhard Giesemann / 24.07.2019

Bevor wir den Flugverkehr weltweit einstellen, sollten wir die Zemenzherstellung (kein Schreibfehler) unterlassen. Sie produziert nämlich viermal so viel CO2 wie der gesamte Flugverkehr - das bringt’s. Nach Josef Stalin: Kein Mensch, kein Zement - kein Mensch, kein Problem.

toni Keller / 24.07.2019

Die Sache ist die, dass unsere Art zu leben, einerseits Traum all derjenigen ist die noch nicht so leben, weswegen sich diese Leute zur Zeit in Scharen auf dem Weg machen, um dann von denjenigen hierher gebracht zu werden, für die unsere Art zu leben das allerletzte ist. Also die gleichen Grünen denen die Industriegesellschaft mit ihrer Mobilität, ihrem Energiebedarf, ihrem Flächen- und Ressourcenverbrauch, und all der Technik und ihren Bedingungen ein Dorn im Auge ist, die sind gleichzeitig dafür dass all die, die das noch nicht haben, hierher kommen müssen und in die Lage versetzt werden, sofort und ohne Umschweife an all den Segnungen teilhaben zu können, die sie eigentlich verteufeln. Diese Schizophrenie verhindert die ernsthafte Diskussion des Unbehagens mit all der Technik und ihren Möglichkeiten, die den Westen erfasst hat. Es ist ein alter Hut, dass nicht alles was möglich ist, auch gut ist und genau darüber, also über Ethik, Moral und ihre Grundlagen, da verständigen wir uns nicht (mehr), und genau das, also das fehlende Fundament führt zu dem hier auf der Achse und anderswo beklagten Politik gewordenen Irrsinn.  Heute hüh, morgen hott, Fakt ist auch ein reines, biologisch, dynamisches,  Agrarland Deutschland, ohne Herbizide und Pestizide kann vielleicht 15 Millionen Menschen ernähren, das allerdings mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 38 Jahren und Lebensbedingungen die wohl keiner wirklich mehr will,

Lars Schweitzer / 24.07.2019

“Wird schon alles klappen, das muss sich noch entwickeln”, “Sieh nicht immer so schwarz”, “Im Fernsehen/Radio/unserer Lokalzeitung sagen sie es aber anders”, “Uns geht es doch so gut”, “Die Wissenschaft sagt doch, dass…”, “Die Grünen tun wenigstens etwas für die Umwelt”... Bei so vielen braven Untertanen hat die Vernunft kaum eine Chance, sich durchzusetzen. Echte Klimaflüchtlinge wird es dennoch bald geben, aus Deutschland, jedoch nicht aufgrund des Klimas, sondern aufgrund des Klimawahns und seiner Folgen.

Petra Wilhelmi / 24.07.2019

Genau so isses. Dieses linksgrüne, unwissende von einer unwissenschaftlichen Ideologie verseuchte Gesocks, dem ist es egal, dass sie Millionen von Menschen in bitterste Armut stürzen. Arbeitslose en masse werden durch sie produziert, einfach so, nur weil sie ungebildet sind und nichts blicken. Und wie will Linksgrün die Menschen ernähren ohne Industrie, ohne wirklich leistungsfähige Landwirtschaft? Erst wurden die Autos abgeschafft, dann die Industrien, dann das Plastik durch giftiges Bambus ersetzt, dann sollen die Haustiere verschwinden und es wird schon davon gesprochen, dass man die Hunde und Katzen abschaffen müsste. Wann ist der alte Mensch dran? Wann werden wir Soylent green angeboten bekommen? Die Spirale dreht sich.

Jochen Becker / 24.07.2019

Das besonders skandalöse daran ist, dass alle diese verantwortlichen Politiker, “Klimaexperten” und UN Apparatschiks niemals für ihre Fehlentscheidungen, ihr mangelndes Urteilsvermögen oder ihren vorsätzlichen Betrug zu Verantwortung gezogen werden können, weil sie bereits tot sind, wenn endlich empirische Fakten freigegeben werden, die den Schwindel aufdecken.

Rolf Lindner / 24.07.2019

Da wir in Deutschland spätestens 2025 einen Bürgerkrieg zwischen Restdeutschen und Eindringlingen haben, sind alle Voraussagen für 2030 irrelevant.

B. Jacob / 24.07.2019

Ich bin für heute in das Lager der Wahrsager gewechselt und so wie Greta CO2 sehen kann, konnte ich einen dicken fetten grünen Greta Pups gefangen in der Pups Blase sehen. Als aber die bös freche Hummel kam und in die Blase stach, da bin ich fast an der Methangasblase von unserer heiligen Greta erstickt, Ironie aus. Es ist mir unbegreiflich, wie selbst erwachsene Menschen diesem behinderte bildungsfernen Mädchen huldigen, haben die denn alle die Schule geschwänzt, das sie mit einfachem Basis Wissen nicht mehr in der Lage sind die Greta Märchen für die Finanzoligarchie zu durchschauen und das uns bald mit noch mehr Abgaben das Fell über die Ohren gezogen wird?  Das Herdenvieh in den ergrünten Amtskirchen hat ohnehin schon teilweise ihr Denken an der Garderobe abgegeben und trottelt gemütlich hinter ihren Leithammeln her, nach dem Motto “Die Partei, ähm der Leithammel in der Kirche hat immer Recht. Da kann man noch so sachlich argumentieren….

Sanne Weisner / 24.07.2019

Also der deutsche Michel, der zeigt es niemanden. Die Mumien sind froh wenn die Apothekenumschau korret den Sendeplatz des ZDF-Fernsehgartens auflistet und die Jungen finden anstrengen und Arbeiten doof und Smartphone daddeln toll. Dazwischen der deutsche und manchmal auch nichtdeutsche Arbeitsesel, der die Alten, die faule Jugend und dazu jede Mange herangekarrten Wohlstandsparasiten aus den Shitholes dieser Erde sowie deren Supporter aus NGO und Medien durchzubringen hat, in der irrigen Hoffnung, dass, wenn er/sie nur lange genug durchhält, eines Tages auch ein Alter ist, den ein anderer wiederum mit durchbringt. Dummerweise fällt dies in einem deindustrialisierten Deutschland aber aus. Und der ZDF-Fernsehgarten fällt auch aus weil die neue islamische Religionspolizei Jux und Dollerei furchtbar haram findet. Rausgehen geht auch nicht, denn da lauern ja “Die Neger” auf Schutzgeld oder junge Frauen für 6uelle Gratisdienstleistungen. Alles in allem eine schlechte Lebensplanung, die man besser frühzeitig in Richtung Kriminalität, Sozialparasitismus oder auswandern abgeändert hätte.

Peter Robinson / 24.07.2019

Ich schlage vor, dass man die Belegschaft der deutschen Industrie gegen Niedrigvolt-Roboter austauscht, die mit Solaranlagen betrieben werden. Der ausgeatmete CO2-Ausstoß sinkt dann sicher drastisch. Machen wir es gleich weiter mit den Konsumenten. Wer CO2 emittiert, soll den Kauf eines deutsche eAutos vertraglich untersagt werden. Politiker, sie CO2 produzieren entlassen. Und diejenigen die dabei Zitter-Anfälle wieder erleiden, zwecks Energierückgewinnung, gleich ans noch vorhandenen Stromnetz anschließen, damit sich der vegetarische Döner-Spieß noch eine Weile dreht. «Der Letzte macht das Licht aus.»

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