Günter Ederer / 22.07.2019 / 12:00 / Foto: Pixabay / 47 / Seite ausdrucken

Klima, Klima über alles (1)

Ältere Leser der Achse des Guten können sich vielleicht noch erinnern. Da gab es in den USA den Nachrichtenmoderator Walter Cronkite, der von 1962 bis 1981 die CBS-Newsshow am Abend präsentierte. Er war so beliebt und geachtet, dass er bei der Bevölkerung als der vertrauenswürdigste Mann in den USA galt, den sie jederzeit zum Präsidenten wählen würden. Was für eine irre Vorstellung: Einer der öffentlich-rechtlichen Ansagerinnen oder Moderatoren könnte sich mit so einem tadellosen journalistischen Ansehen schmücken. Zur Zeit habe ich den Eindruck, sie überbieten sich gerade dabei, wer in kürzestem Abstand das Wort Klima in Verbindung mit "Rettung" oder "Weltuntergang" verwenden kann – und das auf allen Kanälen, bei allen Sendungen, egal, ob es sich um einen Tierfilm oder einen Bericht vom Kirchentag handelt.

Kontrollwahn im täglichen Leben

So frage ich mich, wie hätte wohl Walter Cronkite dieses Thema behandelt? Hätte er auch jene Wissenschaftler zu Wort kommen lassen, die die Treibhaustheorie infrage stellen und jenen Politikern Sendezeit gewährt, die nicht den totalen Zugriff des Staates auf jedes Detail des täglichen Lebens gutheißen, nur weil dies angeblich den Klimakollaps verhindert? Dazu ein Beispiel: Von der Klimarettung überzeugte Kommunen schreiben jetzt den Hausbesitzern vor, wie der Vorgarten aussehen muss. Zu viele Steine werden verboten, sie reflektieren nämlich Wärme. In Kalifornien dürfen keine Rasen und Blumen den Vorgarten schmücken, die brauchen zu viel Wasser. Da sind nur Steingärten erlaubt. Die Rettung des Klimas ist hier wie dort das Vehikel, Politikern mehr Macht zu verleihen, die Überwachung des Bürgers auszudehnen.

Im dem von der Klimarettung besessenen Deutschland wäre Walter Cronkite längst vom TV-Schirm verbannt. Privat kämpfte er gegen Windkraftanlagen in der Nähe von Wohngebieten. Damit wäre er vom Klimarettungsmainstream erledigt worden. Über die mehr als tausend Bürgerinitiativen gegen Windradanlagen in der Nähe von Wohnsiedlungen und in den Wäldern wird kaum oder nur abfällig berichtet. Dafür werden in den Talkshows der angegrünten Moderatorinnen immer dieselben Gäste mit den immer gleichen Inhalten dem Zwangsgebühren zahlenden Publikum zugemutet.

Spätestens seitdem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sich beim Ausstieg aus der deutschen Braunkohle an die Spitze der Klimaretter geputscht hat, als er den Ausstieg aus der Kohle schon für 2030 forderte, sollte dem noch selbstständig denkenden Mitbürger aufgegangen sein, dass die Klimarettung ein politisches und kein umweltrettendes Projekt ist. Wenn mit dem Bau von Kohlekraftwerken und Atommeilern Wahlen gewonnen werden könnten, wäre nicht nur Söder an der vordersten Front, sich dafür einzusetzen.

Voltaikwiesen für Bienen

Schon bei der Bürgerinitiative gegen das Insektensterben hat Söder bewiesen, dass er schnell die Stimmung im Land aufnehmen und sie für sich nutzen kann. Wer wollte nicht dabei sein, wenn es darum geht, unsere Biene Maja zu retten. Der Rückgang der Insektenzahl und -vielfalt ist ein Umweltproblem, das jahrelang nicht genügend beachtet wurde. Schnell wurden die Ursachen der traditionellen Landwirtschaft zugeschoben. Die hat sicher auch einen Anteil am Artenrückgang. Von den Milliarden Insekten, die von Windkraftanlagen getötet werden, von den endlosen Quadratkilometern der Photovoltaikanlagen auf ehemaligen Wiesen und Feldern, von den Raps- und Maismonokulturen, die zur Energiegewinnung als Beigabe zum Sprit oder für Biogasanlagen angebaut werden, war nie die Rede. Im Gegenteil: Söder will vor allem die Photovoltaikfelder ausdehnen. Das hilft nicht den Bienen und Insekten, sondern damit sollen Stimmen bei den Subventionsempfängern geworben werden. Was unter Bienen oder Klimarettung läuft, ist in Wirklichkeit der Kampf um die Milliardensubventionen für die eigene Klientel.

Doch die Grünen waren und sind da besser aufgestellt. Sie haben ihre Vorstellungen, ihre Themen seit mindestens 30 Jahren systematisch gepflegt und ausgebaut und ernten jetzt, was sie seit Jahren gesät haben. CDU/CSU, SPD und FDP haben dem nichts entgegenzusetzen, weil sie zu sehr mit ihrer Machterhaltung beschäftigt waren. Die einen (SPD) haben die Lebenswirklichkeit der Arbeitnehmer aus dem Blick verloren und die anderen (CDU) die Grundsätze einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik. Nun sind sie überflüssig. Wer vom menschengemachten Klimawandel überzeugt worden ist, wer sich von der Dauerberieselung der Klimaberichterstattung hat einfangen lassen, der wählt jetzt grün und nicht den Abklatsch einer zweitklassigen Kopie.

So sehr ein paar heiße Tage in 2018 und im Juni 2019 den Hitzetodwarnern hilft, die Nähe des Weltuntergangs als Beleg der Klimakatastrophe zu nutzen, so gefährlich ist die Umsetzung einer totalen Klimarettungspolitik für einen liberalen, freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat. Das beginnt mit der schon erwähnten allumfassenden täglichen Indoktrinierung, dieser schon erwähnten ununterbrochenen Gehirnwäsche durch die abgabenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Medien und einer finanziell mit dem Rücken zur Wand kämpfenden Presse, die sich die Recherchen spart und die grüne Grundströmung ungeprüft übernimmt. Das hat bizarre Züge.

Lehrer als Klimaprediger

Da organisiert die grüne Front die Auftritte einer autistischen Schülerin aus Schweden, und deren Parolen, die vor Angstszenarien und Panikmache nur so triefen, werden als positives Engagement junger Menschen gefeiert. Nur in wenigen kritischen Anmerkungen wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die Kinder ja nur das wiederholen können, was ihnen in den Schulen von Lehrern erzählt worden ist. Diese Mobilisierung von Schülern wurde und wird in den Schulklassen gefördert. Die Lehrer haben die Jugendlichen aber nicht zu kritischen Bürgern erzogen, ihnen nicht die verschiedenen Theorien zum Klimawandel erklärt, damit sie mit widersprüchlichen Inhalten umgehen können. Dann hätten sie sich eigene Meinungen bilden können. So aber wurde aus dem Klimawandel ein Abklatsch des Kindermissbrauchs, der an die Kinderkreuzzüge im Mittelalter erinnert, an Maos Rote Garden, die ihre Lehrer misshandeln durften und an das sowjetbeherrschte Osteuropa, wo die Kleinen schon im Kindergarten mit Panzern übten, wie sie den Klassenfeind besiegen können.

Natürlich loben die Prediger des menschengemachten Klimawandels das Engagement der Kinder. Schließlich sind sie es ja, die den parteihörigen Medien und vor allem in den Schulen den drohenden Weltuntergang verkündet haben. Sie ernten jetzt die Früchte der Parolen und Indoktrination, die sie gesät haben. Es ist schon 15 Jahre her, als mir ein Oberstudienrat in Freiburg die Abiturprüfungsaufgaben für Baden-Württemberg zeigte. Von den Fächern in Englisch bis zu Biologie, Deutsch und Religion, immer ging es um den menschengemachten Klimawandel. Damals regierte noch eine CDU/FDP-Koalition in Stuttgart. Umweltministerin war Tanja Gönner, CDU. Sie sorgte auch für die strengsten Energiegesetze bei Gebäuden in Deutschland. Heute ist sie Geschäftsführerin der deutschen Entwicklungshilfegesellschaft GIZ, ferner stellvertretende Vorsitzende der kirchlich grün orientierten Organisation "Bewahrung der Schöpfung" und sitzt für die Gesellschaftlichen Gruppen als GIZ-Vorsitzende im Kontrollgremium der "Deutschen Welle".

Klimakunde statt Naturkunde und Physik

Das sind noch nicht alle Positionen, die sie in der Staatswirtschaft und Politik innehat und hatte. Ich beschreibe das so ausführlich, weil Tanja Gönner mit ihrem Wirken zu den Vorbereiterinnen des Grünen-Erfolges in Baden-Württemberg gehört. Dr. Ernst Beck, Mitverfasser von naturwissenschaftlichen Schulbüchern, verzweifelte daran, dass es ihm nicht mehr möglich war, schlichtes naturwissenschaftliches Wissen wie die Photosynthese neutral in den Gymnasien Baden-Württembergs unterrichten zu können. Als er dann auch noch die offiziellen Messungen der CO2-Kontrentationen durch das vom IPCC geförderte Institut auf dem Mauna Loa auf Hawaii als fehlerhaft ermittelte, wurde er ermahnt, sich an die offiziellen Vorgaben des Stuttgarter Ministeriums zu halten.

Unter dem Pseudonym Harry S. Olsen veröffentlichte er ein Buch mit den wichtigsten Klimalügen. Zum Beispiel wies er nach, dass es in den letzten 100 Jahren stark schwankende CO2-Konzentrationen gab, die teilweise höher waren als heute. Bevor ich diese Berechnungen für einen ARD-Film übernahm, fragte ich Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgeforschung, wie er diese Messungen beurteilt. Der lehnte ab, sich mit jedem x-beliebigen Studienrat und dessen unwissenschaftlichen Arbeiten zu beschäftigen.

Das war alles vor über zehn Jahren. Damals schon erlaubten die Kultusministerien auch, dass die grüne Propagandatruppe "German Watch" ihre oft tendenziösen Vorträge in den Schulen halten durften. Pikant dabei: "German Watch" wird massiv von der Münchner Rückversicherung unterstützt. Die drohende Klimakatastrophe ist ein erfolgreiches Geschäft mit der Angst, um das Versicherungsgeschäft anzukurbeln. Die Münchner Rück ist auch sehr im Ablasshandel engagiert, also in dem Geschäft, das Urlauber als Buße für ihre Urlaubsflüge bei den Münchnern Versicherungen gegen die Klimaauswirkungen in der armen Dritten Welt abschließen können. "German Watch" gehört auch zu den Institutionen, die als Kronzeugen für den drohenden Weltuntergang von den öffentlich-rechtlichen Sendern befragt werden. Hier dürfen also die Raben den Raben bestätigen, dass sie schwarz sind.

„Die Ein-Thema-Republik“

All die CDU-Politiker wie Tanja Gönner (dazu gehören auch Klaus Töpfer und Peter Altmaier) haben den Boden gedüngt, auf dem die Grünen gewachsen sind und die jetzt indoktrinierte Kinder auf die Straße treibt. Parallel dazu verwandeln die öffentlich-rechtlichen Ansager zusammen mit grünlinken Zeitungsjournalisten Deutschland in eine "Ein-Thema-Republik". Die Nachrichten beginnen mit einer Hitzewelle oder dem Schmelzen des Nordpoleises, der CO2-Reduktion, dem Kohleausstieg, der Ökosteuer etc. Es ist deshalb konsequent und logisch, dass die so berieselte Bevölkerung in Umfragen dann den Stopp des Klimawandels als wichtigste politische Aufgabe sieht. Und deshalb ist es kein Wunder, dass davon die Grüne Partei wie keine andere profitiert. Die Verrenkungen der SPD und der CDU, jetzt mit diesem Thema auch noch Wähler einzufangen, sind peinlich. Dabei wirkt sich für die Union verheerend aus, dass sie damit ihre marktwirtschaftliche Grundströmung einer Staatsgläubigkeit geopfert hat.

Ursula von der Leyen will als Kommissionschefin die Klimaziele verschärfen, sagt sie und hofft damit die Stimmen der Grünen im Europaparlament für ihre Nominierung zu gewinnen. Die aber sagen: Das ist uns zu vage und nicht genug. Die wählen wir nicht. Auch das ist ein typischer Vorgang für die erfolgreiche Taktik der Grünen. Wenn SPD oder CDU-Politiker sie nachahmen, legen die Grünen immer noch eine Forderung nach. Da ist kein Platz mehr für die wenigen Wissenschaftler und Journalisten, die den ganzen Wahnsinn hinterfragen. Wenn dann neue Fahrverbote, Emissionsgebote, neue Steuern und Abgaben Arbeitsplätze und Lebensstandard gefährden, wird auf Brüssel verwiesen, aber natürlich nicht erwähnt, wer in Brüssel die treibende Kraft war.

Der ehemalige Präsident des Münchner IfO-Instituts, Hans-Werner Sinn  hat den Brüsseler Klimaautomatismus beschrieben. Da fordert ein Umweltminister in einem Staat – nehmen wir ruhig als Beispiel die Bundesrepublik Deutschland – schärfere Eingriffe in die Wirtschaft, um die "Klimarettung" zu beschleunigen. Aber er kann sich weder in der Regierung noch im Parlament durchsetzen. Der Umweltminister trifft dann in Brüssel auf seine Umweltministerkollegen aus den anderen EU-Staaten, die alle das ähnliche Problem haben. Gemeinsam einigen sie sich auf neue weiter reichende Vorgaben, zum Beispiel bei der CO2-Verringerung und fahren dann wieder nach Hause. Jetzt berufen sie sich auf Brüssel und kommen so doch noch zum Ziel.

Abkassieren im Namen der Klimarettung

Die SPD muss dafür büßen, dass sie das alles mitgemacht hat, und das "Erneuerbare Energiegesetz" zu einer gigantischen Umverteilung von Kapital und Einkommen von unten nach oben zugelassen hat. Ihre jetzigen krampfhaften Versuche, bei der Einführung einer Ökosteuer, die erst einmal wieder Pendler, Arbeitnehmer und Geringverdiener trifft, einen finanziellen Ausgleich zu schaffen, nimmt ihr keiner mehr ab. Sie hatten in vielen Bundes- und Länderregierungen die Möglichkeit, zumindest den unteren Einkommensschichten die Last der teuersten Stromversorgung Europas zu mildern. Das haben sie nicht, weil sie den Kontakt zu den Normalverbrauchern verloren haben.

Die Zweifel, dass es bei diesem gigantischen Umbau der Wirtschaft um die Rettung der Welt geht oder um einen nie dagewesenen Machtzuwachs der Regierenden und ihrer wissenschaftlichen Hintermänner, sind bei mir beseitigt. Die Vorhersage des mittlerweile verstorbenen renommierten britischen Wissenschaftsjournalisten Nigel Calder, 1998 bei meinem Besuch in London, wird jeden Tag deutlicher: Du wist sehen, stellte er resignierend fest: Alle Parteien, rechte wie linke, werden die Treibhausgas-Theorie übernehmen. Sie erlaubt ihnen, die Luft zum Atmen zu besteuern und werden dafür noch gelobt, weil sie die Welt retten. Dieser Versuchung werden sie alle nicht widerstehen. Nigel Calder hat recht behalten. Und auch seine zweite Erkenntnis bewahrheitet sich. Der Weltuntergang wegen der menschengemachten Überhitzung ist zwar eine angelsächsische Erfindung. Aber die werden sich bald wieder zurückziehen. Dafür werden die Deutschen die Führung des Klimawahns übernehmen, denn die waren schon immer gut, um Weltuntergangstheorien zu verbreiten.
 

Lesen Sie morgen in Teil 2: Die öffentlich geförderten Klimawissenschaftler prophezeien die Erwärmungskatastrophe in vielfältiger Weise, überzeugt davon, die könnten dem Klima die Richtung weisen, wenn sich die Menschen umerziehen ließen. Dafür stellen manche „Klimaretter“ auch offen die demokratische Staatsform in Frage, weil sie zur Klimarettung nicht geeignet sei.
 

Den zweiten Teil dieser Folge finden Sie hier.

Den dritten Teil dieser Folge finden Sie hier.

Foto: Pixabay

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Gert Köppe / 22.07.2019

Es findet ein Frontalangriff auf das deutsche Volk und die freiheitlich-demokratischen Grundwerte statt. Der Angriff wurde von langer Hand vorbereitet. Eine politische links-grüne Klientel hat nicht mehr vor zu regieren, sondern uneingeschränkt zu herrschen. Ohne dabei ständig von demokratischen Regeln belästigt zu werden. Demokratie ist dabei “nicht hilfreich”. Der “Klimawandel” ist das übergeordnete Thema, dem man alles unterordnet. Der Vorhang zur Verschleierung der wahren Absichten. Der “Kampf gegen Rechts” ist die Waffe, um alle Andersdenkenden und Kritiker, auf dem Weg zum Absolutismus, auszuschalten und mundtot zu machen. Damit werden auch Demokraten und Befürworter der Freiheit “untergepflügt”. Alles Rechts, alles Nazi! Nein, alles hinderlich bei der Machtergreifung! Das ist die Wahrheit. Der Klimawandel dient dazu das Volk zu beschäftigen, es abzulenken, es “weich zu kochen”, damit sie später finanziell ausgeplündert werden können. Es hat viel Zeit gekostet die ganzen linientreuen Erfüllungsgehilfen, Partei-Soldaten und willigen Denunzianten an die richtigen Schaltstellen zu bringen, wie in die Lehrämter, die Universitäten, die Gerichte und vor Allem in den Medien. Jetzt ist die Zeit gekommen die Macht an sich zu reißen. Diese “Werkzeuge” und “nützlichen Idioten” werden erst merken, das die meisten von ihnen nur benutzt wurden, wenn es bereits zu spät ist. Dann haben sie ausgedient. Zurück geschickt an ihren Platz, beim Pöbel. Die regelrechte Flutung Deutschlands mit Migranten aus fremden Kulturen, unter denen sich auch jede Menge gewaltbereiter Männer, Terroristen, Islamisten und Straftäter befinden, dient auch dazu, die Einigkeit beim deutschen Volk empfindlich zu stören, oder nicht erst aufkommen zu lassen. Nichts ist, aus Sicht der Möchtegern-Diktatoren, schlimmer als ein einiges Volk. Auch die zahlreichen “Nebenkriegsschauplätze” (Vergewaltigungen, Messer-Morde usw), sollen den Blick von den politischen Machenschaften, ablenken.

Dr. Gerhard Giesemann / 22.07.2019

Klima ist eigentlich kein interessantes Thema, lediglich Ablenkung von der Tatsache, dass man/frau das Klima, die Welt, die Um(!)welt retten muss vor den Menschen, nicht für sie. Wo die Menschen herkommen, wissen wir alle. Aus dem “Ursprung der Welt” nach Gustave Flaubert, dem ersten Vulvenmaler. Vielleicht noch: Die Zementherstellung stößt etwa viermal so viel CO2 aus wie der weltweite Flugverkehr. Man muss durch Kalkbrennen bei 1500 bis 2000°C aus dem Kalk das CO2 vertreiben, um CaO, also Calciumoxid zu gewinnen. Und somit hydraulischen Zement (“Portland”- Zement) zu machen. Wer braucht so viel Bau in Stadt und Land? Nr. 1 sind die Chinesen, Nr. 2 die USA, DE ist Nr. 16, gucksdu wiki. Frei nach Josef Stalin: Kein Mensch, kein Zement - kein Mensch, kein Problem. Also er ist doch schuld am CO2, der Mensch - wer denn sonst.

Engelbert Gartner / 22.07.2019

Es gibt in der Klimadiskussion zwei Ansichten. Die eine sagt, dass das CO2 alleine für den Klimawandel verantwortlich, die andere, dass das CO2 keinen Einfluss besitzt. Beide Aussagen sind nach meinen wissenschaftlichen Kenntnissen falsch. CO2 ist ein Gas, das durch Infrarotstrahlen in einem sehr schmalen Wellenlängenbereich in Schwingung, das heisst in Wärme umgewandelt wird. Die Bedeutung dieses Effekts wird von den CO2 “Klimaverantwortlichen” extrem überschätzt. In der Atmosphäre laufen parallel sehr viele andere Dinge ab, die gleichfalls Einfluß auf das Klima haben. Z.B. ist Wasser in der Atmosphäre ein wesentlich stärkeres Klimagas. Beispiel: In Wüstengebieten befindet sich sehr wenig Wasser in der Atmosphäre. In der Nacht , das weiß fast jeder, wird es dort sehr kalt. Grund: Die Infrarotstrahlung der Erde in Richtung Weltraum kann mit Wasser nicht in Wechselwirkung treten und daher nicht in Wärme umgewandelt werden. Es wird kalt. Weiterhin spielt die Wolkenbildung einen sehr großen Einfluß. Die Wolkenbildung wird auch durch die kosmische Strahlung beeinflußt, die wiederum durch das Erdmagnetfeld beeinflußt wird. Auch die Sonne scheint nicht immer absolut gleichmäßig vom Himmel. Wer sich damit beschäftigen möchte, kann sich über Sonnenflecken und Strahlungsintensität der Sonne informieren. Es ist schon traurig, was in unserem Land momentan abläuft.

Marion Sönnichsen / 22.07.2019

„War die „Kleine Eiszeit” ursächlich für die Europäische Hexenverfolgung“?“ Habe mir gerade eine kleine Leseprobe aus dieser Hausarbeit, 2012, Note 1,7, angeschaut. Ja, die Rolle des Volksglaubens, hochinteressant, Auszug: „Die Beeinflussung auf des Verlaufs der Geschichte durch das Klima wurde lange Zeit unterschätzt. Daher scheint es notwendig, viele der bekannten historischen Ereignisse vor dem Hintergrund klimarelevanter Fakten neu zu interpretieren. Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen … vom Klima beeinflusst; die Hexenverfolgung, mit der Sich das Seminar ausführlich beschäftigt hat, sei ebenso durch das schlechte Klima der „Kleine Eiszeit“ ausgelöst beziehungsweise verursacht worden.[1] …Das Klima schuf eine angespannte Stimmung, die schnell eskalieren konnte. Der Nährboden für soziale Spannungen, religiöse wie weltliche Konflikte war bereitet, die auch in der Hexenverfolgung einen ihrer schlimmsten Auswüchse fanden. Dies flammte etwa 1562, zwei Jahre nach Beginn der extremen Klimaverschlechterung, in großem Ausmaß wieder auf. Wurden Ernten durch Unwetter vernichtet, entlud sich auf Hexen und Wucherer der Zorn,…“ Ja, Leute, die Geschichte wiederholt sich nun mal, immer und immer wieder. Was haben wir denn jetzt? Kleine Hitzewellen mit Unwettern und schwups da ist es wieder, der Volksglaube und die Hexenverfolgung.

Arnd Siewert / 22.07.2019

Die ideale “Dauersau” zum treiben durchs Dorf! So etwas braucht Politik ums Volk zu verkaufen - und die nicht mehr an Schöpfung glauben (der Mensch ist Kreativist) glauben jeden Quark…

Hans Meier / 22.07.2019

Diese Photosynthese benötigt für die Herstellung allen Luftsauerstoffs unbedingt CO2 in einem autonomen, biologischen Kreislauf. Das Gasgemisch CO2, aus der Verbrennung von Kohlenstoff wahrheitswidrig für giftig zu erklären, um es zu bepreisen obwohl es in Sekt und Selters perlt, ist eine infame Lüge der Merkelschen Klima-Gauner, die sich scheinheilig Retter nennen aber doch nur miese lügende Räuber sind.

Lars Schweitzer / 22.07.2019

Ich frage mich immer wieder, an welchem Punkt der Wahnsinn in Deutschland das Zepter übernommen hat, wann und wie man das hätte verhindern können. Natürlich ist es für Politiker verlockend, eine Steuer auf die Steuer, eine Steuer auf die Luft zu erheben. Nur sorgen sie damit dafür, dass schon in absehbarer Zeit gar keine Steuern mehr fließen, da alles, was produktiv Geld erwirtschaftet, zerstört wird. Und eigentlich wissen dies selbst die gierigsten Politiker (außer den Sozialisten, denn die sind selbst für das Erfassen einfachster Zusammenhänge zu dumm und verbohrt). Im Moment lenkt der Klimazirkus noch so halbwegs von den Verwerfungen durch die offenen Grenzen ab, wahrscheinlich soll die Klimasteuer in die Finanzierung dieses zweiten Wahnsinns fließen. Bis das Geld halt alle ist. Und die Reaktion unserer Gäste dann ist etwas, um das wir uns tatsächlich Gedanken machen sollten. Aber vorher crasht wahrscheinlich der Euro (dritter Wahnsinn). Das Thema hat sich also so oder so in absehbarer Zeit erledigt. Alles andere allerdings eben leider auch.

Wolfgang Richter / 22.07.2019

@ Gottfried Köppl—Den sog. “Armen Ländern”, dazu wird sinnigerweise auch China gezählt, dem der Michel auch noch mit Entwicklungshilfe unter die sprichwörtlichen arme greift, wird bei Emissionshandel und Klimaabkommen meines Wissens eine CO2-Zuwachsrate zugestanden, um deren Entwicklungsmöglichkeiten nicht zu behindern. Reduzierung und Strafzahlungen gelten für die sog. entwickelten Länder. Und damit bin ich beim Sozialismus, von der UN verkündet, Nivellieren auf ein annähernd gleiches Maß, natürlich nach unten, auch genannt “Soziale Gleichheit = Armut für Alle”, wobei wie selbstverständlich die sich als Auserkoren zur Rettung der Welt Erhobenen für sich natürlich die oben sich absetzende Sahneschicht reservieren. So bauen z. B. China und Indien ohne entsprechende Sanktionen ihre Stromerzeugung mittels Kohlekraftwerken munter aus (weltweit ca. 1300 akutell in Planung und Bau, während “wir” mit max. 80 abzuschaltenden das Welt-CO2-Aufkommen zu reduzieren glauben.)

Hans-Martin Moll / 22.07.2019

Lieber Herr Ederer, Sie haben es wieder einmal bis ins Detail auf den Punkt gebracht.  Zitat: “Dafür werden in den Talkshows der angegrünten Moderatorinnen immer dieselben Gäste mit den immer gleichen Inhalten dem Zwangsgebühren zahlenden Publikum zugemutet”. Ja, so ist es. Schlimmer noch ist es aber, daß in diesen Sendungen immer die linksgrünen Claquere zahlenmäßig weitaus in der Überhand sind und die Äußerungen ihrer Idole lauthals beklatschen. Mehrere Anfragen an die Programm-Verantwortlichen, nach welchen Regeln der Zugang des Publikums abläuft, blieben bisher unbeantwortet. Solche Sendungen nenne ich “Klatschbuden-Journalismus”.  Das soll “Pressefreiheit” sein ? Es ist Meinungsmache, die sich nicht von den Staatsfunk-Sendern totalitärer Regime unterscheidet. Daß der Gebührenzahler dies finanzieren soll, ist Betrug an den Staatsbürgern.

Marianne Sommer / 22.07.2019

Solange es keinen wissenschaftlichen Beweis für eine Korrelation von CO2 und Temperatur gibt (und den gibt es nunmal nicht) werde ich weiter ungebremst CO2 in die Luft ballern. Meine Grünen Nachbarn die vom baldigen Ende der Welt überzeugt sind, ärgere ich schon immer damit, dass ich meinen Elektro-Grill über ein Diesel-Notstromaggregat im Garten betreibe. Und jedes Mal wenn mir im Radio wieder einer was von Klimanotstand erzählen will, kommt ne weitere Bratwurst dazu :-)

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