Henryk M. Broder / 19.01.2019 / 16:00 / 38 / Seite ausdrucken

Klima, Klima über alles!

Dass junge Leute alles Mögliche unternehmen, um die Alten zu ärgern, ist nicht neu. Dass sie jeden Grund nutzen, um nicht zur Schule zu gehen, auch. Dass sie aber den Unterricht verlassen, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren und dabei so reden wie Claudia Roth und Peter Altmaier, das zeigt nur, wie gut die Gehirnwäsche wirkt, der die "Zeichensetzer" unterzogen wurden. Ihr Vorbild ist nicht Janis Joplin oder Lady Gaga, es ist eine altkluge 16-jährige Schwedin, ein Missbrauchsopfer der anderen Art. Das Beste aber ist, wie die Tagesthemen darüber berichten, ganz im Stil der "aktuellen kamera", die "Junge Pioniere" bei ihren Einsätzen begleitet und angefeuert hat. 

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Gabriele Kremmel / 19.01.2019

Traurig ist, wie ganze Generationen durch Ökophobiker, die sich u. a. in den Grünen Parteien organisiert haben in Angst und Schrecken versetzt werden, am schlimmsten wohl die jetzige Schülergeneration. Das gibt es zwar schon länger, dass die Jugend dachte, in 30 Jahren wäre die Welt nur noch ein Schrottplatz oder unbewohnbar, aber außer bei der Angst vor dem Kalten Krieg / Atomkrieg waren es ausschließlich unsachlich bis hysterisch geführte Umweltthemen mit drastisch ausgeführten Horrorszenarien, die von den Medien willig verbreitet werden weil sie so schön alarmistisch sind. Erst war es Atomkraft, dann Ozonloch, dann Saurer Regen und Waldsterben, jetzt Klima, Feinstaub und Stickoxide. Ausgerechnet in den sichersten und wohlhabendsten Gesellschaften fürchtet die Jugend am meisten um ihre Zukunft. Dass die Jugend sich engagiert ist kein Makel. Kritikwürdig ist ihre Indoktrinierung durch Politik, Schulen und Medien.

Ludeloff Klaus / 19.01.2019

Die Erziehung von Untertanen anstelle von Menschen mit der Fähigkeit zur kritischen Reflexion beginnt schon im Kindergarten und wird in Schule sowie Universität vollendet. Das haben große Führer schon immer gewusst und gefördert. Gern mit der Hilfe der angepassten Medienverstärker. Hoffentlich tragen diese Kinder nicht bleibende Schäden davon.

S. Marek / 19.01.2019

Die Indoktrination der jungen Menschen in Deutschland beginnt bereits im Kindergarten. Und in der schulischen und danach der Universitäts-Ausbildung wird wird bei den soziologischen Fächern nicht auf Diskussion und Vergleich der verschiedenen ideologischen und religiösen Strömungen in der Welt gesetzt, sondern das z.Zt. in D und der EU herrschende politisches Dogma des grenzenlosen Internationalismus als das Nonplusultra vorgesetzt. Abgerundet wird das Ganze durch den AI d.h. “Akzeptable Idiotie”, sieh den Beitrag von Dushan Wegner über “Das Fenster der Akzeptablen Idiotie”. Das Ganze ähnelt der Art und Weise die in Diktaturen, vor allem in den s.g. “Kommunistischen” Gesellschaften , praktiziert werden.

Dr. Gerd Brosowski / 19.01.2019

Zufällig bin ich am Freitagvormittag in der Innenstadt Saarbrückens gegen viertel nach elf auf besagte Demonstration gestoßen. Die jungen Leute standen dicht gedrängt um eine kleine Bühne herum, von der die Wortführer ihre Losungen in die Mikrofone schrieen, worauf jeweils mit laut kreischendem Beifall geantwortet wurde. Mir fiel auf, dass viele der hochgehaltenen Plakate sich in Inhalt, Form, Befestigung und sogar im Material (graue Pappe) genau glichen; auffällig war ferner, wie brav die ganze Sache ablief. Gegen halb zwölf liefen die Jungen und Mädchen in Grüppchen aufgeteilt auseinander, wobei sie ihre Plakate teils weiterhin hocherhoben, teils abgesenkt mit sich trugen. Meist wurden die Plakate von Mädchen getragen, und die absolute Disziplin, ja beinahe Lautlosigkeit,  in der das Auseinanderlaufen ablief, die Mischung aus Verlegenheit und Ernsthaftigkeit, welche aus den Gesichtern der Trägerinnen der Plakate sprachen, erinnerte eher an eine Prozession als an eine Demonstration. Auf meinem Weg in die Innenstadt war ich umgeben von einigen dieser Miniprozessionen; eine der Gruppen lief geradewegs ins Bürgerbüro der Stadt Saarbrücken,  zwei, drei weitaus größere gingen mit gesenkten Plakaten ins Mac Donald’s – Restaurant. Eigentlich war noch Unterricht, der aufgrund des unterrichtsfreien Samstags heutzutage bis in die späteren Nachmittagsstunden dauert, aber um halb zwölf bei Mac- Donald lässt sich wohl besser über die Klimaziele diskutieren als in den kargen Klassensälen der nahegelegenen Schulen…  

Sonja Bauch / 19.01.2019

Liebe Schülerinnen und Schüler, ein paar Tipps wie ihr das Klima retten könnt. Kaltes Duschen am morgen, Vollkornbrot und Gelbe Rübchen für das Frühstück und die Pause, zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule, Totalverzicht auf Fast-Food, keine KLassenfahrten, Bade- oder Skiurlaube mehr, Klamotten nur noch aus Zweiter Hand, vor allem aber Smartphone , Laptop,  Fernseher und Spielekonsolen in die Elektro-Entsorgung. Wenn zehn Millionen Schüler/innen in Deutschland dies strikt befolgen, kann Frau Merkel zwei Kohlekraftwerke abschalten. Denn wie mein Lehrer immer sagte: “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!”

Ronny Schuffenhauer / 19.01.2019

„Das Beste aber ist, wie die die Tagesthemen darüber berichten, ganz im Stil der „aktuellen kamera“, die „Junge Pioniere“ bei ihren Einsätzen begleitet und angefeuert hat. “ Genau das habe ich auch gedacht, als ich das gesehen habe. Und noch etwas: einen Gesichtsausdruck des Moderators; naiv freudestrahlend. Fast so, als hätte die Revolution stattgefunden und er (ein erwachsener „gebildeter“ Mann) den leibhaftigen Erlöser (wohlgemerkt ein 15-jähriges Mädchen) gesehen hat. Wie nennt man sowas? Ich wills gar nicht wissen. Ich will bloß noch weg hier…

P.Steigert / 19.01.2019

Der Klimawandel ist der neue Klassenfeind, neben den Rechtspopulisten, die in verursachen und einfach leugnen. Wären die Kinder jedoch auf Zack, so würden sie gegen die Islamisierung, Araberclans und die weibliche Dominanz in den Klassenzimmern demonstrieren. Schaut so aus, als hätten wir mal wieder eine neue Generation Mitläufer am Start. Tja, sie dürfen die Suppe wieder selbst auslöffeln, ohne dass diesemal die Welt auf die Erzeugnisse deutscher Schlüsselindustrien warten wird. Ich erwarte, dass diese Generation Deutschland auf das Niveau des, sagen wir mal, Kosovo führen wird.

Udo Kemmerling / 19.01.2019

Es gibt Schüler, die verlassen den Unterricht und setzen sich dann aufs Klo. Die Hemmschwelle zum “freiwilligen Unterrichtsverzicht” liegt also erkennbar niedrig. Es besteht somit eine nicht ganz unberechtigte Hoffnung, dass viele dieser Schüler nicht das dumme schwedische Kind als Vorbild haben, sondern einfach nur selbst dumm sind. Was immerhin ein bedeutender Fortschritt wäre im Gegensatz zum insinuierten Automatismus, beim Erreichen der Volljährigkeit Grün zu wählen. Meine Hoffnung beruht auf “zu blöd sich entscheiden zu können, und Nichtwähler werden”. Natürlich ist das eine triste, tief deprimierende Hoffnung, aber nur die zweitschlechteste. Ich hätte mit 15 jedem Grünen und/oder Lehrer der mich für eine dergestalt bescheuerte “Demo” aus der Schule hätte locken wollen, mit Wucht vor das Schienbein getreten. Das kann man dank der Bildungsmisere der letzten Jahrzehnte aber von Schülern wohl nicht mehr erwarten.

Werner Arning / 19.01.2019

Man wundert sich, was heutzutage in den Nachrichten eine Meldung wert ist. Die Meldung in den Nachrichten müsste eigentlich lauten : „Deutsche Schüler wie fremdgesteuert. Sind sie Opfer einer grünen Indoktrination?“ Ist eine Demo gegen den Klimawandel so wichtig, deshalb den Unterricht ausfallen zu lassen? Das Lehrpersonal, die Schulleitung, staatliche Behörden und die dazugehörigen Berichterstatter scheinen dieses einmütig zu bejahen. Haltung ist wichtiger als Unterricht. Haben wir alles schon gehabt. Ist uns in Deutschland längst bekannt. Alte Kamellen.

Thomas Mueller / 19.01.2019

Hatte gestern in Mainz das zweifelhafte Vergnügen, diese Farce zu sehen. Es war nur peinlich und unglaubwürdig, wie Kinder politisch instrumentalisiert wurden und da offenkundig gerne mitmachten, um die Schule zu schwänzen. Die DDR-Pioniere und FDJler hatten wenigstens einheitliche Hemden an.

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