News-Redaktion / 17.04.2019 / 13:00 / 0 / Seite ausdrucken

Klima-Debatte: Kritischer Geophysiker unrechtmäßig entlassen

Peter Ridd ist studierter Physiker. Als Professor an der australischen James Cook University beschäftigte er sich unter anderem mit Küstenozeanographie, dem Einfluss von Sedimenten auf Korallenriffe, Klimaveränderungen und atmosphärischen Modellierungen. Im Jahr 2017 hinterfragte der Geophysiker dramatische Behauptungen über den Great Barrier Reef. Der größten zusammenhängenden Ansammlung von Korallenriffen der Erde stehe kein klimawandelbedingter Kollaps bevor, so Ridd in einem Beitrag für das Buch „Climate Change: The Facts 2017“, den er auch im Fernsehen verteidigte. Ridds öffentliche Äußerungen führten zu einem Streit mit seinem Arbeitgeber. Die James Cook University zweifelte zwar nicht am wissenschaftlichen Gehalt der Aussagen. Sie warf Ridd jedoch „unkollegiales“ Verhalten vor. Im Mai 2018 wurde der Forscher schließlich entlassen.

Wie die Zeitschrift „Spectator Australia“ berichtet, hat Peter Ridd nun gegen die Universität geklagt – und gewonnen. Ein Bundesgericht in Brisbane habe entschieden, dass die Disziplinarmaßnahmen gegen den Wissenschaftler, die in seiner Kündigung gipfelten, rechtswidrig waren. „Spectator Australia“ betont, dass Ridd seinen alten Job noch nicht zurück hat. Das Gericht habe noch nicht entschieden, wie der Forscher für das entstandene Unrecht entschädigt werden soll. Außerdem könne die Uni noch Berufung gegen das Urteil einlegen.

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