
Sehr geehrter Herr Petersen, sie empfinden die Ergebnisse als Wahlbetrug - ich biete eine andere Deutungshypothese: - es ist wahrscheinlich, dass (fast) alle russisch-stämmigen Leute für den Übertritt zu Russland gestimmt haben - die Hälfte der “anderen” ist nicht zur Wahl gegangen, weil sie das vorher als wirkungslos bewertet hat oder die von ihnen präferierte Option nicht auf dem Wahlschein war - 80% der “anderen” Hälfte haben auch FÜR den Übertritt zu Russland gestimmt, weil sie keinen Bock auf den mit Hilfe von Rechtsextremen mehr schlecht als recht regierten Pleitestaat Ukraine haben. Und auch nicht daran glauben, dass die EU-Bonzen ihr schnell gedrucktes (besser: im Computer erfundenes) Geld füllhornmäßig über ihnen ausschütten… - wenn man davon ausgeht, dass auch in Russland einige Rechenkundige für die Regierung arbeiten, so hätten diese ja bei geplantem Wahlbetrug durchaus andere, für den Anschluss völlig ausreichende Zahlen erfinden können. Für zu erwartende kritische Wertungen, wie z.B. die von Ihnen, würden diese Zahlen nicht so “auf Kante genäht” erscheinen (also z.B. 80% Befürworter, 70% Wahlbeteiligung). Und jetzt darf über Wahrscheinlichkeiten spekuliert werden…
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