
Windräder sind ja gerade nicht klein und entspringen auch nicht der demütigen Bescheidenheit des 25 Watt selbst erzeugenden Wurzelzwerges, sondern einer weltverbessernden Hybris. Ihre Betreiber wollen das Klima retten und zerstören dabei die deutsche Landschaft mit diesen häßlichen Monstern. Ergo: Nicht alles, was groß ist, ist gut.
Gut gesprochen, wie immer! Danke für den Text. Und dass sowieso der ganze Spuk der “Energiewende” nicht bezahlbar ist, hat Werner Sinn in einem sehr unterhaltsamen Vortrag ausführlich und mit ökonomischem Sachverstand dargestellt. (siehe Youtube). Da können wir gespannt sein, wie lange der Irrsinn noch anhält. Aber eines ist sicher: das Ende wird teuer. Aber wenn die Deutschen ihre Weltbeglückungsorgie diesmal im Energiesektor ausleben, dann ist das ja vielleicht doch auch als Fortschritt zu sehen. Gruß aus dem Schwabenland (wo ein grüner Oberkasper auch noch viele Windrädle aufstellen will.) Der Spuk mit grün-rot in BW geht mit der nächsten Landtagswahl wahrscheinlich auch wieder vorbei. Die Schwaben merken so langsam, was sie sich damit eingehandelt haben…
Wie leicht lässt sich durch die ausschließliche Darstellung von Fehlleistungen eine gute Idee als den schlimmsten Auswuchs des menschlichen Geistes darstellen. Das hilft wenig weiter. Natürlich liegt in einer bestmöglichen Allokation der Produktionsfaktoren die höchste Wertschöpfung, weil eben dann die Stückkosten in der Herstellung am niedrigsten sind. Dass beispielsweise der alles selbst erzeugende, verarbeitende und verkaufende Ökohof nur zu einer enthemmten Selbstausbeutung der Idealisten führte hat eben dazu geführt, dass im Ökolandbau bereits ein großer Wandel eingetreten ist, wenn gleich die neuen Auswüchse auch hier zu geißeln wären. Der Energiesektor wird gleich von zwei Wahnideen angetrieben, einerseits den Eisbären ihre Eisschollen im Nordmeer zu erhalten und die vielen anderen angekündigten Folgen eines angeblich „von Menschen wesentlich beeinflussten Klimawandels“ wenigstens abzumildern und andererseits die technologische Führerschaft in diesem durchaus nicht unwichtigen Technologie-Segment zu erlangen. Zwei Ziele, die beide nicht tragfähig sind, das eine, weil es auf einem schlichten Wahn gegründet ist, das andere, weil die Technologien nicht sehr kompliziert und daher weltweit kopiert werden können. Es ist dennoch wichtig, überschaubare Strukturen im Sinne des „Small is beautiful“ zu schaffen und zu bewahren – allerdings nicht gemanagt von demokratisch gewählten Ideologen, die nahezu jeden Schwachsinn aus der Kasse des Bürgers bezahlen, wenn es dem Weltbild ihrer Glaubensgemeinde gefällt bzw. ein paar Gesinnungsgenossen Einnahmen beschert, sondern von Fachleuten, die möglichst parteipolitisch unabhängig sind.
Man stelle sich vor, Grüne hätten sich an ihre sandinistischen Freunde erinnert (die Urlaube als Erntehelfer) und wir Deutschen würden den Nicaragua - Kanal bauen - nicht China. Selbstverständlich zu fairen Bedingungen und umweltfreundlich. Manchmal denke ich, daß das überstrapazierte Thema “Energie” die fehlende eigene Energie bemänteln muß: das Burn-Out-Gefühl.
Die energetisch “autarke” Kommune ist natürlich nur autark, wenn die Sonne scheint, der Wind kräftig bläst und / oder Maisernte ist. Eine solche Autarkie auszurufen ist wohlfeil, weil man weiß, wo der Schalter ist, der den Strom der Kohle-, Gas- oder sogar Atomnutzer ins kommunale Netz bringt. Energetische Autarkie mit den “Bösen” im Rücken ähnelt der Begeisterung für Einwanderer, die man ungetrübt ausleben kann, in der wohligen Gewissheit auf einen angenehmen, ruhigen Feierabend bei Rotwein in einem “gutbürgerlichen” Viertel.
Was Sie da schildern ist Maos großer Sprung. Nichts anderes. Hauptschuldige für diesen Sprung sind, und das ist hier so deutlich festzustellen wie in sonst keinem anderen Bereich, der mit der realen Welt zu tun hat, eine uns allen wohlbekannte Berufsgruppe: die Journalisten (und zwar mit einem kollektiven Sprung in der Schüssel). Politiker, die sich diesem Wahn zu widersetzen suchten wurden vom medialen Mob ohne Pardon plattgemacht. Welch Kräfte da im Innern walten oder Gruppendynamiken wirken - ich weiß es nicht im Einzelnen. Denn der Klimaschwindel (als racket) ist derart offensichtlich und das Ökoenergiedesaster nicht zu leugnen - trotzdem wird weitergemacht als gäbe es kein Morgen. Man kennt das ja von Staatsregimen, die sich in die Ecke gepinselt haben: die sagen ja auch nicht “OK, ich gebe auf, das war’s!”, sondern sie machen weiter bis zum Untergang.
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