Robert von Loewenstern / 07.11.2021 / 06:20 / Foto: Palickap / 84 / Seite ausdrucken

Kinder, Hunde, Loser: Weg mit den Subventionen!

Die Ampelkoalitionäre wollen „klimaschädliche Subventionen“ abschaffen. Dazu zählen unter anderem Dieselprivileg und Pendlerpauschale. Da geht noch was, meint unser Autor. Ein Fahrbericht.

Vor einigen Tagen auf der Autobahn: normales, also dichtes Verkehrsaufkommen, dazu die üblichen verwaisten Baustellen, Tempo-60-Abschnitte aufgrund maroder Brücken und Spursperrungen wegen irgendwas. Trotz Stau im Berliner Stadtverkehr beim Losfahren prallten wir nach nur zwei Stunden und 40 Minuten an der Raststätte Garbsen Nord auf.

Das macht für die ersten 300 Kilometer einen Schnitt von rund 115 km/h – kein schlechter Wert unter den heutigen Umständen am Wochentag zur Hauptverkehrszeit. Möglich wurde er, weil wir auf Teilstrecken halbwegs zügig unterwegs waren, irgendwo zwischen 170 und 210 km/h. Das Produkt deutscher Ingenieurskunst zeigte sich trotz der flotten Einlagen genügsam, fand ich. 8,7 Liter pro 100 Kilometer meldete der Bordcomputer.

Eine spontane Aufwallung von Dankbarkeit ließ mich zum Shell-V-Power-Rüssel greifen. Das Biest soll nicht leben wie ein Hund. Auf dem Display der Zapfsäule erschien der Literpreis: 2,32 Euro. Irre, dachte ich, beinahe surreal. Aber irgendwie auch lustig und eine prima Einstimmung auf kommende Zeiten. Also gönnte ich uns den Champagner unter den fossilen Kraftstoffen.

77 Euro für 33 Liter

Die kleine Frau war gerade nicht empfänglich für Humoriges und nannte meine Futterwahl „bescheuert“. Die sogenannten Premiumsorten seien nicht besser als Superbenzin, das habe sie gelesen. Ich lächelte in mich hinein, still und nachsichtig. Was wissen Mädchen, gleich welchen Alters, schon von Männerangelegenheiten? Festool ist besser als Makita, ein Pick-up geiler als ein SUV, und 100 Oktan sind mehr als 95.

Heimlich prostete ich dem Biest mit dem Zapfhahn zu. Anschließend machte ich mich auf in Richtung Kassengebäude, um den Bruttoschaden zu begleichen. Nach Rückkehr gestand ich versöhnlich zu, 77 Euro für 33 Liter Sprit seien möglicherweise beknackt. Aber lange nicht so beknackt wie 280 Euro für eine „7 For All Mankind“-Jeans. Außerdem sei Super das neue Normal, V-Power das neue Super und irre das neue Rational.

Die Angetraute bekräftigte ihre allgemeine Einschätzung meiner Persönlichkeit („bescheuert“) und legte Wert auf die Feststellung, sie habe „7 For All Mankind“ immer nur abgesetzt erworben und überhaupt noch nie im Leben eine Denimhose für 280 Euro gekauft. Die folgenden Kilometer verliefen kommunikativ sparsam und waren thematisch auf Fragen der Temperaturregelung beschränkt. Ich hatte Zeit zum Nachdenken.

Ist das Klima gesund, freut sich der Mensch

Diesel wäre 44 Cent billiger gewesen als V-Power. Ich hätte also bei 33 Litern knapp 15 Euro gespart. Andererseits hätte ich im Anschluss wohl das gesamte Einspritzsystem plus Katalysator austauschen lassen müssen. Mein Gefühl sagt mir, das wäre teurer geworden als die 15 Euro V-Power-Aufschlag. Eine gute Nachricht, fand ich. Ich verzichtete darauf, sie der kleinen Frau mitzuteilen.

Der Dieselpreis beschäftigte mich. Die angehenden Ampelkoalitionäre hatten in ihrem Sondierungspapier angekündigt, „klimaschädliche Subventionen“ abbauen zu wollen, um „finanzielle Spielräume“ zu schaffen. Ich finde das prinzipiell in Ordnung. Als Anhänger der Marktwirtschaft stehe ich wettbewerbsverzerrenden Subventionen grundsätzlich skeptisch gegenüber. Außerdem ist Klima bekanntlich wichtiger als alles andere, daher gilt in Anlehnung an eine alte Kitekat-Weisheit: Ist das Klima gesund, freut sich der Mensch. Der Planet nicht minder, denn was wäre er ohne Klima und Mensch? Genau, ein Planet.

Ich gebe zu, mir war zunächst nicht klar, was alles zu den Killer-Vergünstigungen zählt. Gut, dass aus dem Lager der Baldregierenden in den letzten Wochen Aufklärung kam. „Klimaschädliche Subventionen“ sind neben anderen die „Dieselsubvention“ und die Pendlerpauschale.

Wuschelpeter und die Pendlerpauschale

Pendlerpauschale kennen Sie aus Funk und Fernsehen. Ein höchst kompliziertes Finanzinstrument, das kein Planetenbewohner erklären kann, nicht einmal der selbsternannte künftige Finanzminister R. Habeck. Der Wuschelpeter im Interview: „Oder wird die dann …? Das weiß ich gar nicht.“

Ist nicht schlimm, finde ich. Ich weiß auch vieles nicht. Zum Beispiel, dass es bisher eine „Dieselsubvention“ gab, die es nun abzuschaffen gilt. Deshalb hatte ich die obskure Förderung gegoogelt und dabei gelernt, wie es sich in Wahrheit verhält mit dem Diesel und manch anderem. Das Umweltbundesamt erkennt da ein Einsparpotenzial von locker 65 Milliarden Euro pro Jahr.

Der Grundgedanke ist, dass dem Staat – naturrechtlich gesehen – alles zusteht, was die Untertanen erarbeiten. Das ist logisch. Wofür sonst bräuchte der Staat das lästige Volk? Was die Herrschaft dem Bürger zum Wohle des großen Ganzen abnimmt, nennt man „Steuern“. Diese Abgaben dienen einem guten Zweck, nämlich der Arterhaltung von Politikern und Beamtenschaft. Was übrig bleibt, wird zur Ruhigstellung wieder unters Volk gestreut, damit es nicht über die Zäune der Herrschaft klettert.

Diesel tanken ist wie Hartz IV

Wenn die Steuern hoch sind, ist das erstens normal und zweitens kulant, solange die Obrigkeit nicht alles nimmt, was sie nehmen könnte. Und wenn bestimmte Dinge nicht ganz so hoch besteuert werden wie andere, handelt es sich um ein Bonbon, ein Geschenk, eine Wohltat – kurz, eine Subvention. Die kommt von lateinisch „subvenire“, was so viel heißt wie „zu Hilfe kommen“ oder „unterstützen“.

Wenn ich also Super oder V-Power tanke, erlaubt mir meine Regierung, die geltende Normsteuer abzuführen – egal, ob der Liter je nach aktueller Gnade zwei, drei oder fünf Euro kostet. Der Selbstzünder-Pilot, der an der Säule nebenan seinen Stinkstoff zu einem geringeren Steuersatz zapft, empfängt hingegen staatliche Stütze. Diesel tanken ist im Grunde wie Hartz IV.

Das also ist die „Dieselsubvention“. Und wer die Dieselsteuer auf das Niveau der Benzinsteuer anhebt, schafft diese schlimme Subvention ab. Im Prinzip sehr gut nachvollziehbar. Klar, manch ewig Gestriger mag einwenden, es handle sich gar nicht um eine Subvention. Es wird schließlich nichts dazugegeben, sondern nur etwas weniger weggenommen. Deshalb sei die Streichung des „Dieselprivilegs“ nichts anderes als eine Steuererhöhung. Den Unterschied könnte man auch beseitigen, indem man die Benzinsteuer in Richtung Dieselsteuer absenkt. Das ist natürlich Quatsch. Dann würden ja beide Kraftstoffe subventioniert. Sie sehen, nachdenken hilft. Beziehungsweise umdenken.

„Dem Staat entgeht so viel Geld“

Die aus der Anhebung der Dieselsteuer resultierenden staatlichen Mehreinnahmen sind nur ein zufälliger Nebeneffekt. Außerdem ist der Kampfbegriff „Mehreinnahmen“ übles Framing von rechtsaußen. Tatsächlich handelt es sich nach moderner Staatslehre nicht um zusätzliche Erlöse, sondern um den fälligen Ausgleich staatlicher Verluste.

Bereits 2017 jammerten zum Beispiel die „Tagesschau“-Faktenfinder: „Dem Staat entgeht so viel Geld.“ Denn „durch die Vergünstigung an der Zapfsäule gehen dem Staat derzeit jährlich etwa 8 Milliarden Euro an Energiesteuer verloren“. Gleiches gilt für die Pendlerpauschale, „durch die der Staat jährlich auf etwa 5,1 Milliarden Euro verzichtet“. Wir reden also in beiden Fällen über ein großzügiges Entgegenkommen des Staates, das er selbstverständlich und nach Belieben jederzeit einkassieren kann.

Wer darin eine Extrabelastung des Einzelnen sieht, hat das neue Denken nicht verstanden. Nicht Mimimi über die Abgabe ist angebracht, sondern Freude über das Verbliebene. Speziell den durch eventuelle Streichung von Dieselsubvention und Pendlerpauschale doppelt gewemsten Arbeitnehmern sei hiermit angeraten: Einfach mal die Froschperspektive verlassen und nicht immer nur an sich selbst denken.

Schluss mit der Loser-Subvention!

Ich persönlich finde, beim Abbau von klimaschädlichen Subventionen ist noch viel mehr drin. Nehmen wir zum Beispiel die Einkommensteuer. Leistungsträger drücken in der Spitze 42,5 oder sogar 45 Prozent ihres zu versteuernden Einkommens an den Staat ab. Plus Soli plus gegebenenfalls Kirchensteuer. Bezieher niedriger bis mittlerer Einkommen hingegen werden vom Staat mit Steuern zwischen null und 20 Prozent gehätschelt.

Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Loser-Subvention, nüchtern betrachtet. Es ist allgemein bekannt, was die Minderperformer mit dem von der Regierung geschenkten Geld machen. Sie fliegen zum Ballermann, verkohlen Ferkel mit Einweggrills von der Nachttanke und trampeln bei illegalen Partys die CO2-vertilgende Vegetation im Stadtpark platt. Kurz, sie ermorden das Klima. Und niedliche Babyschweine.

Weiter geht’s: Warum werden Avocados aus Peru, „Flugmangos, genussreif“ und Taxifahrten durch geminderten Mehrwertsteuersatz begünstigt? Warum gewährt der Staat Kindergeld, statt die kleinen Bratzen angemessen zu besteuern? Jeder neue Erdenbürger ist schließlich Teil des Problems und nicht der Lösung. All diese und noch viel mehr klimaschädliche Subventionen gehören abgeschafft. Man muss das Umdenken nur ein bisschen weiterdenken.

Off-topic und typisch Frau

Auf Höhe der Anschlussstelle Herford/Bad Salzuflen hatte ich zwecks atmosphärischer Aufhellung begonnen, meine Erkenntnisse zur modernen Staatslehre der kleinen Frau zu vermitteln. Kurz vor dem Kamener Kreuz war ich bei Tierfutter und Hundesteuer angelangt. „Wusstest du, dass ein durchschnittlicher Haushund bis zum Ableben 8,2 Tonnen CO2-Emissionen verursacht?“ Die Beifahrende schwieg.

Ich setzte nach: „Das entspricht dem Treibhausgas-Ausstoß von 13 Hin- und Rückflügen Berlin–Barcelona. Oder 78.200 Autokilometern. Macht ungefähr 120 Fahrten zwischen Berlin und Bonn.“ Endlich, die Gefährtin sprach: „13-mal Barcelona? Gerne. Aber ich werde in meinem Leben nicht 120-mal von Berlin nach Bonn fahren. Oder umgekehrt.“ Der genaue Wortlaut des folgenden Gedankenaustausches ist strittig. Es gibt Behauptungen, wonach toxisch-männliche Begriffe wie „off-topic“ und „typisch Frau“ gefallen sein sollen.

Unstrittig ist, dass wir anschließend einvernehmlich den Konsum neutralen Entertainments beschlossen. Am iPhone rief ich einen vergangenen Lanz-Talk auf. Apple Car Play sorgte für Übertragung ins Biest-Soundsystem.

Biest nicht mehr auf 180, dafür die Frau

Wir lauschten einer „Klima-Aktivistin“ namens Carla Reemtsma (hier ab Minute 36:02). Das wohlversorgte Freitagskind aus dem Tabakimperium stößt im Sturmgewehr-Stakkato null Prozent Ahnung und 100 Prozent Überzeugung aus. Warum schmerzfreie Schnattermaschinen eine öffentlich-rechtliche Bühne erhalten, weiß ich nicht. Aber ich war froh darüber. Ich hatte die Sendung mit Bedacht gewählt.

Der beabsichtigte Effekt trat ein. Im Raum Köln war das Biest längst nicht mehr auf 180, dafür die kleine Frau. Die gute Nachricht war, sie hasste nicht mehr mich, sondern Radicarla. Die restlichen 30 Minuten Fahrtzeit verbrachten wir in kontemplativer Stille. Gegen 19 Uhr erreichten wir den Edeka-Parkplatz in Bonn-Endenich, eine satte Stunde vor der ursprünglichen Google-Maps-Prognose. Ich flüsterte ein kurzes Lindnerunser und dankte den Liberalen für die kommenden (wohl letzten) vier Jahre ohne allgemeines Tempolimit.

Im Supermarkt geschah das Missgeschick. An der Auslage mit Roma-Cherry-Dattel-Cocktail-Rispen-Strauch-Tomaten griff ich daneben. Aufgrund irreführender Beschilderung erwarb ich eine 250-g-Packung Nachtschattengewächse zum Kilopreis von 17,80 Euro. Und das, ich gebe es zu, das war nun wirklich bescheuert.

Foto: Palickap CC BY-SA 3.0, via Wikimedia

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Leserpost

netiquette:

Frances Johnson / 07.11.2021

Haben sie sich mal mit einer Veganerin unterhalten, Herr v. Löwenstern? Ich empfehle das. Es geht natürlich mit dem Gas, das Pflanzen zum Wachsen bringt, los. Sie fragen dann mal zwischen, warum des Besserverdienerfleischträgers Produkte wie Milch und alles was daraus gemacht wird, denn so zu verwerfen sind, und dann kommt sofort die Rede auf Methan. Dann schlagen sie die Wasserbüffelmethode vor oder die von di Caprio (Seetang). Das führt unweigerlich zum Thema Wasserverbrauch. Als Nächstes bringen Sie Bananen und Avocado und am besten Soja und den Urwald dazu. Das führt zu einem bockigen Gesicht. Fakt ist, Sie können jede Veganerin aushebeln, argumentativ. Zum Trost fliegt sie dann nach Glagow, da ist sie unter ihresgleichen. Wissen Sie was, Herr v. Löwenstern?: Die sind sämtlich und durch die Bank bekloppt geworden. Ich habe keine Ahnung woran das liegt, aber die meisten haben keinen Kerl. Von einem Auto oder wenigstens einer BMW oder Honda ganz zu schweigen. Die sind zusammengezurrt unter einer Hülle aus Angst, die sie CO2 und Methan nennen. Die, die ich etwas besser kenne, ist in einer Art Sekte aufgewachsen. Sie übernimmt sich. Sterben wird sie am ehesten auf dem Kilimandscharo oder dem Everest. Wieso sind so viele Junge so obsessiv geworden? Ich verstehe das nicht. Sind übrigens häufig geimpft. m-RNA ja, aber keine Milch. Vollkommen durchgedreht, das Ganze. So viele Asthmakranke, fallen tot neben deinem Diesel um. Vollkommen crazy. Am gesündesten erscheinen mir Xi und Putin. Haben keinen Bock auf den Zirkus und andere Sorgen. Ich sehe das nicht so gern: Einen abgedrehten völlig irren Westen, der nicht mehr sterben kann, und das ist das Geheimnis, garniert vom Selfie: Das Bildnis des Dorian Grey. Das wird fulminant kollabieren.

S. Marek / 07.11.2021

Herr Robert von Loewenstern, warum wundern Sie sich über aktuelle Verhältnisse in D ? Wenn die Wähler, und auch die Nichtwähler, es ignorieren, daß im Deutschen Bundestages eine Person nicht nur auf der Bank sitzt sondern wieder zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages gewählt wurde obwohl diese öffentlich der Meinung ist daß “Deutschland du mieses Stück Scheiße” ist und das Volk nicht auf die Barrikaden gegangen ist ?! Genau so gilt es für das Kanzleramt, wie kann man (und Frau) eine Person und deren Partei wählen denen die Nationalität des Landes, das diese repräsentieren und dienen sollen, nicht gefällt und dadurch gerade in großen Schritten austauschen ?  Wo ist der Aufstand und Rebellion ?!  Sind DIE Deutschen wirklich so Dumm ?!  Reicht es denen so lange diese noch Fußball, (Bundes-) Liga und die (nationale Deutsche-) Mannschaft zu sehen haben im TV ???  Und für die Damen, wird es erst umkippen wenn Gottschalk “Wetten Das?” nicht mehr moderieren darf ?!

Wolf Köbele / 07.11.2021

Kindergeld gehört völlig abgeschafft. Manche auch sonst nicht an Berufstätigkeit oder sonstwie entlohnter Arbeit Interessierte bringen es durch Kindermachen zu Wohlstand. Wie wäre es mit Steuerfreibetrag (vgl. Diesel) in derselben Höhe pro Kind? Wer keine Steuern, Abgaben, Sozialversicherungsbeiträge zahlt, sollte nicht auch noch fürs Vergnügen belohnt werden. - Da auch einer von Beamten geschrieben hat: Ich (A14) im Ruhestand bekomme wg. “vorzeitiger” Verrentung im Monat ca. 3000 Euro, das sind brutto ca. 6300, wovon eine ehem. (lausige) Beifahrerin fast 700 als “Versorgungsausgleich” einstreicht. Wäre ich Angestellter gewesen, hätte ich sie nachversichern können. Das Leben ist komplex, das Leben als Steuerzahler ist am komplexesten.

Michael Dost / 07.11.2021

Die Grünen finden immer neue klimaschädliche Subventionen. Z.B. wollen Lastenfahrräder für einen Gesamtbetrag zu fördern, der beinahe dem geschätzten Vermögen der Reemtsmas nahekommt, auf dessen Grundlage sich Carla und Co. sich ihren klimatischen Hypermoralismus locker und flockig leisten können. Dabei ist nix klimaschädlicher als Lastenfahrräder! Ein strammer Radfahrer verbraucht auf 100 km ca. 4.000 Kalorien. Um diese aufzubringen, muss er viel essen. Das dabei verstoffwechselte CO2 gehört zum natürlichen Kreislauf, tut hier also wenig zur Sache. Jedoch benötigt die Landwirtschaft auch Energie zur Erzeugung der Nahrungsmittel, und die hat einen CO2-Fußabdruck von knapp 7000 g CO2. Woran sich wohl auch dann nur wenig ändert, wenn Bauer WIlly die Karotten im Lastenfahrrad vom Feld holt und den Trecker mit Pedalen ausrüstet. Zugegeben: dem sportlichen Lastenfahrer wurde in dieser Rechnung ein 300g-Steak (a 3.600 g CO2) gegönnt. Reine Veganer stehen etwas besser da! Ein Kleinwagen (mild hybrid) emittiert rund 10.000 g CO2 auf 100 km, er hat also schon einen Fußabdruckvorteil, wenn er mit zwei Personen besetzt zum Supermarkt kurvt. Wenn Oma mit Opa zum Supermarkt radelt, ist sie somit eindeutig die größere “alte Umweltsau”. Und das sogar dann, wenn der Kleinwagen dabei noch drei Kästen Bier mitnimmt - eine Last, die beim Lastenfahrrad den Kalorienverbrauch noch deutlich erhöhen und Omas Unfallrisiko signifikant steigern dürfte (der Guten fehlt halt schon ‘n bissl die Balance) Gemessen an den vorgegebenen Kriterien für PKW haben die von den Grünen präferierten Lastenfahrräder Energieeffizienzklasse G: schlechter geht’s nicht mehr! Ach ja: es sollen ja “elektrische Räder” gefördert werden, und das Elektro kommt ja aus der Steckdose und vom vorgeschriebenen, subventionierten Solardach. Alles gut! (btw: Wie hoch ist der Fußabdruck der 40.000 Experten (lol), die in Glasgow an konferenztäglich drei opulenten Buffets nachhaltig (?) verpflegt werden wollen?)

Karlheinz Patek / 07.11.2021

Jetzt hab ichs verstanden. Vielen Dank dafür. Es gibt gar keine Steuern, deswegen können sie auch nicht erhöht werden. Wofür hab ich mich Jahrzehnte aufgeregt, für nix. Jetzt gehts mit besser. Falls die Steuern (nochmal die alte Denkweise) erhöht werden, sagen wir auf 100%, ist das kein Problem. Es werden nur die Subventionen auf Null gebracht, also nur die Geschenke zurückgefordert. Und das ist ja nun wirklich keine Katastrophe. Warum bin ich da nicht selber draufgekommen. Nochmal Dank.

Gunda Dr. Wegner / 07.11.2021

Sie können wirklich gut schreiben. Ich kann die Bezeichnung KLEINE FRAU aber gar nicht ab. Da krieg ich die Krise wie bei dem Genderunsinn. Bitte, bitte lassen Sie sich etwas anderes einfallen. Danke und Grüsse Gunda Wegner

Thomas Brox / 07.11.2021

Zu dem Artikel passt eine kleine Abschätzung. Die folgenden Daten stammen vonund . Anzahl Beamten-Pensionäre 2020 inclusive Beamten-Witwen und Waisen = 1,716 Millionen, siehe [Destatis: Pensionäre, Witwen/Waisen nach Beamten- und Sodatenversorgungsrecht]. Anzahl Beamte 2020 inclusive Beamte in Postnachfolge-Unternehmen und Berufssoldaten = 1,889 Millionen, siehe [Destatis: Wie viele Beamtinnen und Beamte gibt es in Deutschland ...]. Summe Pensionäre und Beamte = 3,605 Millionen. ++ Wenn man konservativ mit 45.000 Euro pro Kopf und Jahr rechnet, dann ergeben sich 3,605 Millionen * 45.000 Euro = 162 Milliarden pro Jahr. (Die mittlere Pension liegt ungefähr bei 3.700 Euro pro Monat). ++ Also im Vergleich damit sind unsere kulturbereichernden Gäste doch ein echtes Schnäppchen. Die kosten “nur” irgendwo zwischen 60 bis 90 Milliarden pro Jahr. Die genauen Kosten kennt niemand, das ist zu komplex. Die genauen Kosten des Beamtentums kennt auch niemand oder will niemand kennen.

Wolfgang Richter / 07.11.2021

Sehr geehrter Herr von Loewenstern, Sie haben den irren Zeitgeist sehr schön auf den Punkt gebracht. Danke, daß Sie einem ermöglichen, trotz des täglichen Irrsinns auf diese Weise noch mal kurz darüber lachen zu können. Ich habe vor Tagen eine Doku über den Anschluß Österreichs an ein anderes Regime, das auch mit einer Art Apartheit begann, dann zum Horrorsystem mutierte, gesehen. Dabei eine wohl formulierte Rede eines Herrn Arthur Seyß-Inquart, der voller inbrünstiger Überzeugung der faszinierten Zuhörerschaft mitteilte, daß “man” (und natürlich auch frau) zu einer auserwählten Generation gehöre, die berufen sei, die Welt zu verändern. Hat ja dann auch toll geklappt. Wenn man bei dieser Rede verschiedene “Knackpunkte” durch “Klima” ersetzt und “Führer” wahlweise durch Greta Thunfisch (oder andere, vor allem einen im Süddeutschen sich auserwählt fühlenden NeuGrünen und Corona-Sektierer) ) , dann weiß man, wo die neuen Gesellschafts-Transformatoren ihre Reden abgekupfert haben. Die Erfinder rotieren vermutlich in ihren Grabstellen, weil sie ihre Reinkarnation nach der ab 1945 üblichen Verteufelung gar nicht fassen können.

A. Ostrovsky / 07.11.2021

Noch ein Nachtrag zu den Grundschulklassen 1 bis 5. Bei Herrn Habeck könnte diese Wiederholung eventuell einen Nutzen bringen, er müsste aber schon selbst ein wenig mithelfen, nicht so, wie damals beim ersten Mal. Bei Frau Baerbock und Herrn Lindner kann ich mir nicht vorstellen, dass daraus ein Nutzen entstehen könnte. Immerhin wird aber dann in der Regierung ein wahrer Rechenkünstler sein, der Cum-Ex/Brechmittel Experte O. Der ist überqualifiziert. Ich glaube, den kann sich dieses Land einfach nicht mehr leisten, bei den Kosten .... Kann man den umtauschen, wenn wir feststellen, dass er uns gar nicht passt?

Peer Doerrer / 07.11.2021

Als meine Tochter mir freudestrahlend sagte ” Papa ich habe den Kutschen - Führerschein ” musste ich erst mal lachen . Langsam finde ich , das mein Kind sich wohl auf kommende Zeiten vorbereitet , wo wir wie im Mittelalter wieder mit Pferd und Wagen statt mit dem Auto unterwegs sind . Statt Bullen und Milchkühe könnten wir Kamele halten , die vermieten wir an unsere Neubürger wenn die bösen Autos abgeschafft sind .

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