Katrin Göring-Eckardt, die Stimmungskanone im grünen Haubitzenlager, hat sich zwar immer noch nicht für ihren bekloppten und menschenverachtenden Satz "Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt" entschuldigt, dafür sorgt sie aber mindestens einmal pro Woche für neue Kracher. Da in drei der fünf "neuen Länder" demnächst Landtagswahlen anstehen, macht sie sich Gedanken, wie die Grünen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen auf den gleichnamigen Zweig kommen könnten. "Die Bundesregierung muss sich verpflichten, ab sofort jede neue Bundesbehörde und jede neue Forschungseinrichtung in Ostdeutschland anzusiedeln."
"Ansiedeln" klingt schon mal gut, diesmal freilich liegt der Lebensraum, der besiedelt werden soll, weder in der Walachei noch im Warthegau, sondern direkt vor der Tür, was die Logistik viel einfacher macht. Es geht um einen Bundestagsbeschluss aus dem Jahre 1992, "wonach Bundesbehörden und Forschungseinrichtungen bevorzugt im Osten entstehen sollten". 26 Jahre lang ruhte dieser Beschluss in irgendeinem schimmeligen Aktenordner, bis sich KGE seiner erinnerte, gerade rechtzeitig vor den Landtagswahlen.
Denn es ist nie zu spät, eine Ungerechtgkeit, die zum Himmel schreit, aus dem Weg zu räumen. Die Bundesregierung, klagt KGE, habe 20 Einrichtungen im Westen und nur fünf im Osten angesiedelt, zuletzt das Bundesfernstraßenamt in Leipzig. So kann und darf es nicht weitergehen.
Nun, zu den vielen Sachen, von denen die Hobby-Theologin keine Ahnung hat, gehört auch der Dreisatz. Deswegen werden wir ihr erklären, was das ist.
Die Bevölkerung der Bundesrepublik liegt derzeit bei etwa 82,8 Millionen. Davon leben etwa 70 Millionen im alten Westen und etwa 12,5 Millionen im ehemaligen Osten, Ost-Berlin, die Hauptstadt der DDR, nicht mitgerechnet, die ist ja erfolgreich und endgültig gentrifiziert und – grosso modo – dem Westen zugeschlagen worden. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.
Also: Auf 70 Millionen Einwohner im Westen kommen 20 "Bundesbehörden und Forschungseinrichtungen", das macht eine Bundesbehörde bzw. Forschungseinrichtung auf 3,5 Millionen Einwohner. Im Osten sind es fünf "Bundesbehörden und Forschungseinrichtungen" auf 12,5 Millioner Einwohner, das macht eine Bundesbehörde bzw. Forschungseinrichtung auf 2,5 Millionen Einwohner. Ist doch ganz einfach, oder? Nur für KGE ist es nicht einfach genug. Deswegen rufen wir es ihr quer durch das Tal der Ahungslosen zu: Der Osten wird bevorzugt und der Westen benachteilgt! Zumindest, was die Bundesbehörden und Forschungseinrichtungen angeht.
Die Fürsorge von KGE für die benachteiligten Ostler mutet umso seltsamer an, als diese bis eben noch unter dem Generalverdacht standen, mehrheitlch Nazis zu sein, die erst umerzogen werden müssen, bevor sie begnadet werden können. Und erst als ihr bewusst wurde, dass ihre Landsleute inzwischen wählen dürfen, fing ihr grünes Herz für diese Unterprivilegierten an zu schlagen. Denn sie hat mit allem Möglichen und Unmöglichen gerechnet, nur nicht damit, dass wir plötzlich Wähler geschenkt bekommen.
Beitragsbild: Zinneke CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Es sei wie es sei, Herr Singer, dennoch ist die Durchschaubarkeit des Manövers ultra-peinlich. Klarer Fall von Projektion. Wie andere auch, hält KGE das Volk für so blöd wie sich selbst. Aber interessant sind die aufmüpfigen Leserkommentare zu dem verlinkten SPON-Artikel.
Eben wurden die freiheitsliebenden Ostdeutschen noch als abgehängtes, rechtes Pack beschimpft, aber nun beginnt mit allen Mitteln das große Buhlen um die Wählergunst. Ekelhaft. Ich kann meinen Landsleuten in Sachsen, Thüringen und Brandenburg nur raten: Nutzt die Wahlen 2019 und VERGEBT IHNEN NICHT, DENN SIE WISSEN GENAU WAS SIE TUN !!! Die Schäden, die sie anrichten, sie nennen es Veränderungen, sind irreparabel und sie freuen sich darauf.
"...ab sofort jede neue Bundesbehörde ..." Werden Menschen, die eine Behörde aufsuchen müssen, dann von G.E. persönlich mit der -natürlich-dieselfreien Kutsche in eines dieser Bundesländer kutschiert ?? Kann die eigentlich noch denken ?? Ist sie wirklich nur im Mathematik schwach ?? "Die Fürsorge von KGE für die benachteiligten Ostler mutet umso seltsamer an, als diese bis eben noch unter dem Generalverdacht standen, mehrheitlch Nazis zu sein, die erst umerzogen werden müssen, bevor sie begnadet werden können. "Begnadet" einfach köstlich. Sie machen mir den ganzen Mist erträglicher mit ihrem Humor. Ich, als "Unterprivilegierte" , arbeite schon mit dem Dreisatz seit der fünften Klasse. Er ist mir beim einkaufen sehr nützlich, seit viele Artikel nicht mehr die genormten Größen haben. Neulich habe ich eine Tafel Schokolade statt mit 100 Gramm mit 80 Gramm gesehen, auch noch vegan!
Zunächst einmal: allen Achse-Autoren (ohh - sorry: und *rinnen!) und allen Achse-Leserinnen (als Ausgleich lasse ich dieses Mal die Männer weg …) ein frohes, gesundes und glückliches Neues Jahr! Und der Achse wünsche ich weiterhin tüchtig viel Salz, das sie permanent in die offenen Wunden unserer uns regierenden Elite streuen. Jaja, deren Entscheidungen und Aussprüche kann man nur als selbstverletzendes Verhalten (u.a. „Ritzen“ mit der Folge offener Wunden) qualifizieren. Oder wie ist es zu erklären, dass hochintelligente Leute (= davon gehen wir doch mal aus, oder?) SO einen verschwurbelten Quark produzieren?
„Die Bundesregierung muss sich verpflichten, ab sofort jede neue Bundesbehörde und jede neue Forschungseinrichtung in Ostdeutschland anzusiedeln.“ Aha, welche "neuen" Behörden sollen das denn sein? Gerechtigkeitsministerium, Genderzentrale, Klimapolizei und Quotenüberwachungsbehörde? Ein paar neue Posten für verdiente grüne Kader....
@Joachim Singer İn der Endsumme ihrer Rechnung mögen sie vielleicht richtig liegen. Nur bei einer solchen Vorrang-Beschluss sollte ich doch von einen Tag X ausgehen,wo eben dieser Beschluss verabschiedet wurde und nicht von Gründungsjahr der Bundesrepublik 1949, wo der Osten noch zur SBZ gehörte und somit ein "Vorrecht" gar nicht möglich war. Somit ist dann auch wieder Herr Broders Rechnung völlig richtig, wobei ich mich sowieso frage, welchen Vorteil oder Nachteil es nun haben soll, ob eine Bundesbehörde oder Forschungseinrichtung nun in Westen oder Osten des Landes steht. Wahrscheinlich denkt Frau KGE wohl, das ihre "Kliientel" dann vermehrt in den Osten "übersiedelt" und somit dort das Wahlergebnis etwas zu Gunsten der "Grünen" verbessert, da der gemeine "Ossi" ja sowieso nur "Nazi" ist....
Die Dame, die die Ossis bekanntlich zu den Migranten zählt, möchte also, dass die Ärmsten jetzt auch noch Grüne geschenkt bekommen. Die Sachsen werden sich vor Freude gar nicht mehr einkriegen.