2021 sagte Friedrich Merz, die Kernkraftentscheidungen seien zwar getroffen, aber so etwas wie den Dual Fluid Reaktor schließe er überhaupt nicht aus, weil das eine hochinteressante Technologie sei, nachzusehen und zu hören hier (YouTube, ZDF). Vor wenigen Tagen, am 14. Januar 2026, rechnete Merz beim Neujahrsempfang der Wirtschaft (BZ) sogar erstmals mit der Regierung Merkel ab und nannte es einen „schweren strategischen Fehler, aus der Kernenergie auszusteigen“. „So machen wir jetzt die teuerste Energiewende auf der ganzen Welt“, ergänzt Merz das, was Fachleute schon seit 30 Jahren voraussagen.
Doch am 22. Januar vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos war die Kernenergie auf einmal verschwunden, Kohle selbstverständlich auch, und Merz sprach vor großem Publikum: „The focus for our electricity supply is on a combination of renewable energies, storage and modern gas power plants“ – also genau die Fortsetzung der wenige Tage zuvor kritisierten „teuersten Energiewende der Welt“. Dies passt auch zum Koalitionspapier sowie zur jüngst herausgegebenen Mainzer Erklärung der CDU. Letztere erwähnt übrigens mehrfach die Bedeutung von Energieeffizienz und günstigen Strompreisen, ignoriert aber die einzige Lösung, eine Energiewende fort von Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern zu schaffen, ohne am Bankrott der Volkswirtschaft zu scheitern. Dies geht nur mit modernster Kernkrafttechnik.
Man kann dies gutwillig so zusammenfassen: Merz mag eigentlich Kernenergie, große Teile der CDU/CSU wohl auch, aber in seiner jetzigen Regierung darf und will er sich nicht dafür einsetzen, nicht einmal in Reden, schon gar nicht in Taten. Je nach Publikum wird dann mal der Atomausstieg als schwerer Fehler kritisiert, was man nun angeblich nicht mehr ändern könne, oder umgekehrt Kernenergie einfach geleugnet, als hätte es sie nie gegeben.
US-Präsident Donald Trump griff Merz’ Narrativ von Halle auf und stellte ebenfalls in Davos fest: „Germany now generates 22% less electricity than it did in 2017 and it's not the current chancellor’s fault. He's solving the problem. He's going to do a great job. But, what they did before he got there… I guess that's why he got there. And electricity prices are 64% higher.“ Aber was die Kernenergie angeht, ist Trump hier deutlich ehrlicher: „I was not a big fan, because I didn't like the risk, the danger, but they have … what the progress they've made with nuclear is unbelievable, and the safety progress they've made is incredible. We're very much into the world of nuclear energy, and we can have it now at good prices and very, very safe.“
Vielleicht sollte Friedrich Merz umgekehrt auch mal Trump zuhören, denn die Voraussetzung für den damaligen Atomausstieg, ob sie nun stimmte oder nicht, wären mit diesem „unglaublichen Fortschritt an Sicherheit“ ja gar nicht mehr erfüllt! In seiner eigenen Partei und in der CSU ist man da offenbar schon weiter.
Die CSU ist deutlich, die CDU noch nicht so ganz
Schauen wir mal, was die CSU dazu sagt. Am 1. Januar 2026 hieß es in der Welt: „CSU fordert Mini-Kraftwerke und Kernenergie-Forschung in Deutschland“. Ganz unverblümt wird hier die Rückkehr der Kernenergie gefordert, zwar nicht auf dem Stand der 70er Jahre, aber mit neuen Technologien und der Forderung nach klimaneutraler, sicherer und möglichst abfallfreier Kernenergie, bei der Deutschland eine führende Rolle übernehmen soll. „Wir wollen den Turnaround bei der Kernforschung schaffen. Unser Land kann es sich nicht leisten, neue Technologien zu verschlafen“, zitiert die Welt aus dem Entwurf des Positionspapier.
Kurz darauf veröffentlichte die CSU-Landesgruppe ein Positionspapier, das diese Forderungen nochmals bekräftigt. Dort tauchen Forderungen auf wie
- „Wir wollen vom Nachzügler wieder zum Vorreiter werden.“
- „Wir setzen auf Forschung zu Kernenergie der vierten und fünften Generation und auf den Bau von Kleineren Atomreaktoren (Small Modular Reactors).“
- „Unser Ziel ist eine Kernenergie ohne radioaktive Abfälle.“
- „Auch beim Umgang mit radioaktiven Abfällen setzen wir auf Innovation und neue Technologien.“
- „Diese Entwicklung muss Deutschland führend vorantreiben und Pionier bei der Wiederaufbereitung werden.“
Das Interessante daran: Die im CSU-Positionspapier genannte „fünfte Generation" wurde durch Dual Fluid begründet, und dieser ist bis heute ihr einziger Repräsentant, der übrigens all die o.g. Forderungen erfüllt. Darauf weisen wir seit über 10 Jahren hin. Die Entwicklung zum Markteintritt kann sofort begonnen werden, es muss nur der politische Wille da sein.
Überdies entfällt ein geologisches Endlager, denn Dual Fluid hat sogar als einziges Unternehmen ein eigenes auf Pyrochemie basierendes Wiederaufbereitungskonzept mit hochreiner Trennung, das sich sofort umsetzen lässt. So kann der „Abfall“ der deutschen Kernkraftwerke gereinigt werden und würde eine sektorübergreifende Vollenergieversorgung Deutschlands ein Jahrhundert lang speisen können, zu Erzeugungskosten, die Deutschland einen Vorteil im globalen Wettbewerb bringen. Die volkswirtschaftliche Investition macht nur einen Bruchteil der bislang aufgelaufenen Energiewendekosten aus.
Deutschland wäre dann nicht nur Vorreiter in Nukleartechnologie, sondern auch Pionier bei der Wiederaufbereitung.
Im Gegensatz zur CSU ist die CDU zwar etwas zurückhaltender, aber auch die Fraktionschefs fordern immerhin ganz offen (Welt) eine „Technologie-Neutralität“, und damit ist gemeint: Erneuerbare stehen gleichrangig neben Kernenergie, regulatorisch und finanziell. Unterstützt werden soll dies, so die Forderung, in einem alten Drei-Länder-Gesprächsformat (Frankreich, Deutschland, Polen), dem „Weimarer Dreieck“, im Einklang mit der EU Taxonomie.
Die Lösung des Dilemmas
Eigentlich ist der Atomausstieg momentan irrelevant, denn
- Das Atomgesetz erlaubt nach wie vor die Nutzung der Kernkraft, auch Strom darf produziert werden. Nur die kommerzielle Nutzung des Stroms ist verboten.
- Das Atomgesetz erlaubt weiterhin die Produktion und den Verkauf von Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen aus nuklearer Energie.
- Forschung und Entwicklung von Kerntechnik sind weiterhin in Deutschland erlaubt und genehmigungsfähig. Genehmigungen müssen erteilt werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
Mit anderen Worten: Die Entwicklung, Inbetriebnahme und Serienfabrikation des Dual-Fluid-Reaktors ist in Deutschland sofort möglich. Selbst wenn unwahrscheinlicherweise in 10 Jahren das Atomgesetz immer noch unverändert ist, kann Deutschland immer noch führend in Nukleartechnologie sein, und Dual-Fluid-Reaktoren können ein Exportschlager werden. Nur uns selbst dürften wir daraus keinen Strom verkaufen. Aber auch hierfür gibt es eine Lösung. Nichts spricht z.B. gegen ein Abkommen mit einem Nachbarstaat, dort Kernkraftwerke unter deutscher Regie zu betreiben, mit bevorzugter Produktion für Deutschland. Das wäre völlig gesetzeskonform, und sogar grüne Spitzenpolitiker wie Robert Habeck finden Kernkraft „in Ordnung“, wenn sie im Ausland betrieben wird (Berliner Zeitung).
Zwei unbeantwortete Briefe
Dual Fluid hat zwei, eigentlich drei, Briefe verfasst und verschickt:
- Am 4.1.2026 an sämtliche CSU-Abgeordneten des Bundestages und des bayerischen Landtags.
- Am 13.1.2026 einen an die Bundesministerin für Forschung Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär (CSU), und an die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche (CDU), beide gleichlautend.
Bisher, Stand 23. Januar, liegt keine Antwort vor. Von dem per E-Mail verschickten Brief an die ca. 120 CSU-Abgeordneten kamen lediglich zwei Eingangsbestätigungen aus den Abgeordnetenbüros, aber keine weiteren Reaktionen. Aber es kann ja noch was kommen, wir sind optimistisch.
In den Briefen weisen wir auf genau das hin, was hier beschrieben wird: Ihr müsst nicht nach Lösungen suchen, denn die Arbeit ist bereits erledigt. Es muss nur die konkrete Umsetzung angegangen werden, und die ist sogar in Deutschland möglich, wenn nur der Wille da ist.
Genau so lief es, als die Bundesrepublik im vorigen Jahrhundert noch kräftiges Wachstum der produzierenden Industrie hatte: Wissenschaftlich-technische Innovationen wurden auf Plausibilität geprüft, dann einfach ausprobiert und bei positivem Ausgang in Produkte umgesetzt. Selbst ein negativer Ausgang brachte meist nützliche Nebenresultate für andere Entwicklungen. Das sind Werte des Westens, auf die Rückbesinnung notwendig ist, um einen Wiederaufstieg einzuleiten.
Beitragsbild: Pixabay
Ein junger Mann kann sich durchaus für Kerntechnik interessieren und das studieren. Vllt. nicht gerade in DE, das würde ihn vor der deutschen Arbeitswelt bewahren. Als Kollateralnutzen.
Wollen die jetzt tatsächlich Kernenergie. Und das sofort mit der 5-ten Generation? Cool. Fast wie Mao. Überholen ohne einzuholen? Geht wahrscheinlich nur mit Lufttaxis.
Drei Generationen wurden in der Gleichsetzung von Hiroshima/Nagasaki mit zivilen Kernraktoren auferzogen. Die kann man nachts um drei wecken und sie werden sofort „Millionen Jahre!“ schreien und „Blutkrebs!“ (mRNA ließen sie sich aber geben). // Niemals wird in diesem Land noch irgendein Kernkraftwerk genehmigt oder in Betrieb gehen, niemals!
Ich habe die Hälfte meines Arbeitslebens mich mit dem Internet beschäftigt, habe Techniker ausgebildet, damit sie eine Router-Adresse und eine Netmask berechnen können, habe mich mit Hard- und Software in vernetzten Szenarien beschäftigt, Backend-Programme entwickelt, Konzepte zur Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Kommunikationswege, lange bevor „99,9 % aller Wissenschaftler“ hier, überhaupt das Wort Internet das erste Mal gehört haben. Was denkt ihr wohl, wozu ich das gemacht habe? Damit IHR damit euren Geist aufhellen könnt, kommunizieren könnt, um in GEMEINSAMER ZUSAMMENARBEIT über Landergrenzen hinweg und über Sprachhürden hinweg NACH LÖSUNGEN SUCHEN KÖNNT, Lösungen für REALE Probleme. Und nun muss ich mich im Netz mit Leuten auseinandersetzen, die mir alle erzählen, a) dass man Energie nicht speichern kann, und b) dass sie schon immer Recht gehabt haben. Und wenn ihr mich heute fragt, ob ich noch einmal ein halbes Arbeitsleben damit verschwenden würde: NIE WIEDER! Ich habe die Destruktivität des „Wissenden Homos“ völlig unterschätzt. Die nutzen das Internet zur Beschnüffelung, Verhetzung, Beleidigung, Bedrängung, Bedrohung, Lüge, noch mehr Lüge und bereiten den nuklearen Weltkrieg vor, die ultimative Vernichtung der Welt.
A. Ostrovsky
/ 26.01.2026
Man kann nur allen Lesern hier den Wikipedia-Eintrag „Rudolf Schulten“ empfehlen.
Da wird aber nicht so ganz deutlich, was in Jülich alles geschehen war. Dazu gibt es aber: AVR (Jülich) bei Wiki: „ Aufgrund der hohen Kontamination des Kühlkreislaufs bereitet der Rückbau erhebliche Probleme. Im Jahr 2000 räumten die Betreiber ein, dass die β-Kontamination (90Sr) des AVR-Reaktors sogar die höchste aller Reaktoren und Nuklearanlagen weltweit ist und zudem noch in der ungünstigsten Form, nämlich staubgebunden vorliegt.[20][21] Ebenfalls außergewöhnlich hoch und hinderlich bei der Entsorgung ist der Gehalt an langlebigem 14C, welcher durch umfangreiche Verwendung verunreinigten, aber billigen Kohlesteins statt Graphit und durch einen sorglosen Umgang mit Stickstoff im Reaktorbetrieb entstand (s. hier), sowie an 137Cs, 60Co und Tritium.“
Deutsche Reaktorforschung.
Jetzt mal unabhängig des Sachverhalts im Artikel, denn das eigentliche Problem ist viel größer: „Nicht reden, einfach machen.“ Eigentlich genau mein Motto. Aber was, wenn ein Haufen von ungewünschten(!) und uneingeladenen(!) (nur diese meine ich) „Anhängseln“ und „Dazwischenstellern“ einen einfach nicht machen lässt und sich immer als vorgetäuschter und damit faktisch illegaler Vormund, der weder eine Vollmacht noch irgendeine Kompetenz hat, einfach ungehindert vor einen stellt, einen entrechtet und ausplündert und dann auch noch alles an die Wand fährt? Diese Pfeiffen muss man dann erst aussortieren, damit man überhaupt machen kann. Aber leider Gottes scheint das Reservoir an Pfeiffen in diesem Land unerschöpflich, weswegen das ganze nie ein Ende nimmt. Und nein, ich meine das jetzt nicht im Zusammenhang mit echten(!) Politikern oder einer echten(!) Demokratie, die wir hier deswegen gar nicht haben. Ich meine etwas viel kritischeres. Und wer nicht total verblödet ist, dem geht jetzt hoffentlich wieder eine Wachskerze auf. Eigentlich gehört hier sofort die Grenze geschlossen und komplett ausgemistet. Diese Scheiße mit „die Welt zu Gast bei Freunden“ gehört knallhart abgeändert in „Willkommen in der Hölle – hier wird jeder Sünder bis in alle Ewigkeit geröstet“, damit das ganze feindliche U-Boot Gesochs freiwillig um dieses Land einen riesigen Bogen macht. Deutschland ist seit 100 Jahren NICHT souverän. Deutschland ist faktisch fremdgesteuert. Nicht unbedingt immer offiziell, sondern meist illegal durch die Hintertür. Und die, die das abstellen wollen, werden dann vom eigenen Apparat auch noch daran gehindert. Was im wahrsten Sinne des Wortes tief blicken lässt…
„Solange wir selbst bei diskreten Standard-Halbleitern den Anschluss meilenweit verdödeln, brauchen wir nicht über den Bau von Kernkraftwerken nachzudenken“
Soll wohl witzig sein. Dann hätte Grundig auch nicht über den Bau von Hifi CD Playern nachdenken brauchen, nur weil sie zwei Bauteile einkaufen mussten. Müssen wir den Wendelstein nun auch abschalten. Ja wenn der große Ostrovski das gesagt hat.