Was wir erleben, ist keine Pandemie, sondern eine Endemie, also eine Krankheit, die sich ständig in einer Bevölkerung befindet, weil die Erreger sich immer wieder replizieren und Menschen infizieren, ohne jemals ganz zu verschwinden. Eigentlich haben wir es auch nicht mehr mit Covid-19, sondern mit Covid-20 zu tun.
Eine Pandemie ist eine Seuche, die sich über den Globus ausbreitet und massenhaft Kranke und Tote nach sich zieht. Die bekannteste historische Pandemie ist die Pest, deren Erreger Yersinia pestis, ein heute mit Penicillin behandelbares Bakterium, das allein von 1346 bis 1353 in nur knapp acht Jahren mehr als 100 Millionen Tote forderte und damit ein Drittel der Bevölkerung Europas, auslöschte. Danach wütete der Schwarze Tod bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts immer wieder in aller Welt und forderte noch viele Millionen Tote. Ende des 19. Jahrhunderts kam es noch einmal zu einer Pest-Pandemie mit über 12 Millionen Toten.
COVID-X ist eine Endemie
Heute sprechen wir mit Bezug auf COVID-19 auch von Pandemie. Doch eine solche gab es (nach der klassischen Pandemie-Definition, nicht der vor einigen Jahren von der WHO beschlossenen) mit COVID-19 nie. Der Grund: Es gab weltweit bei einer Bevölkerung von 7 Milliarden nur maximal 1 Millionen Tote, von denen bis zu 50 Prozent iatrogen gestorben sind, das bedeutet, durch die falsche ärztliche Behandlung: Durch Hospitalisierung und Infektion mit nosokomialen, antibiotikaresistenten Bakterien, kontraindizierte (therapeutisch nicht erlaubte) Beatmung oder durch Behandlung mit Hydroxychloroquin, was bei Favismus, einer unter Schwarzen stark verbreiteten Erbkrankheit, oft tödlich ist. Pro Jahr sterben etwa 70 Millionen Menschen, schlimmstenfalls sind dieses Jahr ein Prozent davon an COVID-19 gestorben, allerdings fast alle eines natürlichen Todes, da die Krankheit vor allem für sehr alte, schwer vorerkrankte Menschen am Ende ihres Lebens tödlich ist und nur ausnahmsweise unter 70-Jährige tötet. Deswegen gibt es auch seit dem Sommer keine Übersterblichkeit mehr. Deren leichte Erhöhung hat sich bis dahin ausgeglichen, weil die Toten, die während des Höhepunkts der globalen Ausbreitung des Erregers zwischen Februar und April gestorben waren, bis dahin eines anderen Todes gestorben wären. Bei einer Pandemie wären viel mehr Menschen erkrankt und gestorben, die Überlastung der Gesundheitssysteme in einigen Regionen und Städten ist Ausdruck kollektiven ärztlichen Versagens, man hätte viele Menschen zu Hause lassen und vor dem Bakterientod im Krankenhaus bewahren können.
Wir hatten also keine SARS-CoV-2-Pandemie, sondern wir haben eine Endemie. Damit wird eine Krankheit bezeichnet, die sich ständig in einer Bevölkerung befindet, weil die Erreger sich immer wieder replizieren und Menschen infizieren, ohne jemals ganz aus der Population zu verschwinden. Dies kann einerseits daran liegen, dass die Erreger ein Reservoir haben, indem sie sich replizieren können, um immer wieder Menschen zu befallen. So ist es bei den Plasmodien, die in Anopheles-Mücken ihr Reservoir haben und durch deren Stich auf den Menschen übertagen werden, in denen sie die Krankheit Malaria hervorrufen. Oder die Erreger können aus der menschlichen Population nicht eliminiert werden, weil sie sich so schnell verändern, dass sie in der Lage sind, immune Personen erneut zu infizieren. Wie funktioniert das? Das lehrt uns die Geschichte von SARS-CoV-X.
Der Zyklus von SARS-CoV-X
COVID-19 war eine Viurspneumonie, an der etwa 1,5 bis 2 von tausend infizierten Menschen und 3–4 von 10.000 Menschen unter 70 Jahren starben, die besten Zahlen hat Ioannidis. Als Erreger von COVID-19 wurde das Virus SARS-CoV-2 identifiziert.
Es weist eine recht hohe Ähnlichkeit mit anderen Coronaviridae auf, weshalb wahrscheinlich nur maximal 20 Prozent der Bevölkerung infiziert wurden. Der Rest hatte vermutlich genug Kreuzimmunität von den anderen endemischen Coronaviridae. Danach waren stark betroffene Regionen wie Norditalien, der südliche Teil des Staates New York oder Schweden, das einzige europäische Land, das ein adäquates Management der Krankheit durchgeführt hat, durchseucht und verfügten über Herdenimmunität; Wir dürften nun auch kurz davor sein. Während dieser ganzen Zeit mutierte das Virus, inzwischen handelt es sich nicht mehr um SARS-CoV-2, sondern um SARS-CoV-X. Wenn so ein Virus diesen Winter auf einen Menschen trifft, der immun gegen SARS-CoV-2 ist oder nur kreuz-immun dagegen war, hat es wieder eine Chance, diesen zu infizieren und mit geringer Wahrscheinlichkeit auch einen schweren Verlauf auszulösen. Das ist dann aber nicht mehr COVID-19, sondern COVID-20. Das Virus wird nur weiterhin SARS-CoV-2, das Krankheitsbild COVID-19 genannt, aber es sind andere Erreger, und die sind nun endemisch. So geht das mit den Grippeviren schon, seit es Tiere mit Lungenatmung gibt.
Dies ist der endemische Zyklus von SARS-CoV-X, den wir auch von anderen Grippeviren wie den Influenza oder den Rhinoviren kennen. Die hohen Mutationsraten der Viren erlauben es ihnen, sich in der Bevölkerung immer weiter zu replizieren und auch den Impfkampagnen zu entgehen, da der Impfstoff stets lediglich gegen ein Virus immunisiert, das es nicht mehr gibt, wenn der Impfling ihn erhält. Bestenfalls erhält der Impfling, wenn er jung ist, eine Kreuzimmunität gegen den Urenkel des Virus, gegen das er geimpft wurde. Bei den Risikogruppen, in denen die Letalität überhaupt messbar ist, haben solche Impfstoffe hingegen keinerlei Wirkung – sie anzuwenden ist (teures) magisches Denken. Wir betreiben es bei Influenza seit Jahrzehnten, an der Alterssterblichkeit durch Grippe hat das nichts verändert. Deswegen ist der Impfstoff, an dem so fiebrig gearbeitet wird, für die Endemie irrelevant, genau wie wir das von den anderen Grippeerregern kennen. Ebenfalls magisches Denken sind die Masken, deren Gitterstruktur zwar Bakterien aufhalten kann, aber keine 20 bis 40 mal kleineren Viren.
Wenn es SARS-CoV-2 schon nicht mehr gibt, warum funktionieren die PCR-Reaktionen, mit denen die Nukleinsäure des Virus nachgewiesen wird, dann noch? Weil das Virus an der Stelle, an der der Nachweis ansetzt, relativ stabil ist und die PCR auch funktioniert, wenn einzelne Nukleotide bereits mutiert sind, insbesondere, wenn diese sich zwischen (und nicht an) den Nukleotidprimern befinden, mit denen die PCR durchgeführt wird. Selbstverständlich ist es medizinisch falsch, aufgrund des Nukleinsäurenachweises von Infizierten zu sprechen, wie das nun ständig getan wird. Wahrer wird es dadurch aber nicht. Denn infiziert ist nur jemand, in dem sich das Virus repliziert und bei dem Zellen des Atemtraktes kaputt gehen; nur so ein Mensch ist auch infektiös. Dafür braucht man mindestens Schnupfen, schlimmstenfalls eine Pneumonie. Doch die meisten Virus-positiv Getesteten haben keine Symptome. Daher ist es auch vollkommen falsch, den Anteil dieser positiv Getesteten an allen Getesteten als Inzidenz zu bezeichnen, was nun fälschlicherweise getan wird. Denn die Inzidenz ist als die Anzahl der jährlichen Neuerkrankungen mit einer Krankheit auf 100.000 Einwohner definiert.
An COVID-19 sind in Deutschland vor dem Ende dieser sanften Endemie etwa 9.000 Menschen gestorben (die seit Oktober Gestorbenen sterben an COVID-20); geht man davon aus, dass 5-10 mal mehr schwer an COVID-19 erkrankt waren, hatten wir etwa 50-100 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner. Das ist die Inzidenz von SARS-CoV-2 im medizinischen Sinne, die der koronaren Herzkrankheit ist deutlich mal höher (600).
SARS-CoV-X ist nun also endemisch, genau wie die anderen Grippeviren: Weitere Coronaviridae, die Rhino-, Entero- und Mastadenoviren und die Paramyxoviridae sowie die Influenza (die echte Grippe). Das hat medizinisch gar nichts zu bedeuten, so war es schon immer. Dementsprechend sollte sich die Gesundheitspolitik wieder auf die wahren Probleme konzentrieren, beispielsweise die anstehende Krise der Gesetzlichen Krankenversicherung, wenn aufgrund der Wirtschaftskrise die Beiträge der Arbeitgeber und -nehmer zu 20–30% ausfallen. Dann fehlen dort 60 bis 90 Milliarden Euro pro Jahr oder mehr, und früher oder später wird man die Leistungen reduzieren müssen. Hier stellen sich die eigentlichen Fragen nach der Krankenversorgung, nicht bei einer milden Endemie.
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Inzwischen konstatieren immer mehr politische Beobachter (zuletzt Wolfgang Herles), dass es sich bei der sog. „Coronapolitik“ um einen verdeckten Putsch handeln könnte. Dieser Putsch habe allerdings nicht im Frühjahr 2020, sondern schon im „Willkommens-Herbst“ 2015, wenn nicht noch früher begonnen, als die Regierung anfing, sich großflächig über Recht und Gesetz hinwegzusetzen und sogar die ihnen treu ergebenen Parlamente zu entmachten, obwohl von ihnen keinerlei Bedrohung der Machtzentralen ausging. Von 2013 bis 2017 hatte Deutschland (ohne FDP und AfD) überhaupt keine parlamentarische Opposition, und auch jetzt kommt stets notwendiger (!) Widerspruch gegen die Regierungspolitik für eine echte Demokratie ungewöhnlich schleppend und verhalten zur Sprache. Demokratie bedeutet jedoch offener Meinungsstreit und friedlicher Machtwechsel, bevor die Macht verkrustet! Beschämend, wie wenig wir aus zwei Diktaturen gelernt haben.
Endlich mal eine sachliche, nachvollziehbare, angemessene Analyse der derzeitigen Situation in Sachen "Corona" die genau meine Überzeugung / Meinung / Beurteilung der Situation wiedergibt. Danke. Panik- und Angstmache bewirken das Gegenteil dessen was bewirkt werden soll. Es stellt sich mir nur immer wieder die Frage warum machen unsere Politiker das was sie in Sachen "Corona" machen? Geht es gar nicht um "Corona"?
Werter Herr Eisleben, Ihre Analyse ist sehr systematisch, logisch und strukturiert und dürfte Ihnen viel Recherchezeit und geistigen Aufwand „gekostet“ haben. Hoffentlich wird Ihnen das intellektuell honoriert. Ich darf kurz etwas Spekulatives hintendran setzen, das viel weniger analytisch aber eine Ahnung ist. Die Coronaviruswelle (in Deutschland) wird innerhalb von einigen Wochen vorbeigehen, ähnlich wie jede Grippevirenwelle. Durch die Isolations-Maßnahmen wird die Welle etwas gebremst, d. h. in der Herdenimmunität weniger vollständig. Die Gefahr einer Wiederholung bzw. Fortsetzung der Coronawelle wird deshalb hoch, man gewinnt mit den Maßnahmen in Summe nichts. Da die Coronaschäden insgesamt relativ klein sind (- das weiß man seit Frühjahr 2019), ist die „Nichtstun“-Strategie paradoxerweise besser als die (eher kontraproduktive) „Isolations“-Strategie. „Nichtstun“ schädigt z. B. nicht massiv die Wirtschaft.mit weiteren Folgeschäden nicht zuletzt auch für die Gesundheit der Menschen. „Nichtstun“ soll aber keinesfalls bedeuten die Risikogruppen nicht gezielter zu identifizieren und zu schützen..
Zyklizität und Saisonalität von Erregern sind die Periodizitäten des Epidemischen Prozesses. Sie sind neben Erreger/Reservoir, Übertragungsweg, Empfänglicher Population, Epidemieform (Tardivepidemie, für die man den Gipfel relativ genau voraus berechnen kann, wenn man modifizierte Formeln für Kettenreaktionen in autokatalytische Prozessen anwendet und keine einfache Expositionalformel !!!), biotische/abiotische Faktoren, materielles Lebensniveau, hygienischer Zustand der Bevölkerung, Bevölkerungsdichte/Ortschaftsgröße, Verkehrsmittel/-wege, Stand und Struktur des Gesundheitswesens und Krieg/Frieden ein Element des EPIDEMISCHEN PROZESSES nach GROMASCHEWSKI (1941). Damit hat jeder Medizinstudent der DDR in Sozialhygiene gelernt, eine Epidemie richtig zu lesen. Dort lernte man auch, daß die Inzidenz KRANKE und nicht Laborwerte beschreibt. Es war die Grundlage der Feldepidemiologie, in der Militärärzte der NVA neben dem normalen Studium der Medizin für den schlimmsten Krisenfall der Welt, einen Krieg, ausgebildet wurden, um so sowohl für die Truppe als auch die Zivilbevölkerung im Krieg die Gesundheitsversorgung zu sichern. Die Zivilverteidigung der DDR war der NVA unterstellt. Deshalb wurden auch, im Rahmen der Schutzmaßnahmen gegen B-Waffen, die derzeit gängigen Masken untersucht. Sie sind als ineffizient eingestuft worden! Keine Armee der Welt hat diese Masken in der persönlichen Schutzausrüstung ihrer Soldaten! Ein Vorgehen wie heute von der Regierung angewendet, wäre, wenn man es in einer Kaserne der NVA eingesetzt hätte, als Sabotage der Gefechtsbereitschaft nach §104 StGB der DDR verurteilt worden! Die Herren Drosten und Lauterbach wären beim Prof. für Sozialhygiene Ludwig Mecklinger, erster Direktor des Institutes für Militärhygiene und später Gesundheitsminister der DDR, achtkantig aus der Prüfung geflogen! Grund: Nichtkompensierbares Nichtwissen!!! Z.Zt. messen wir die Durchseuchung der Bevölkerung, die als katalytische Wachstumskurve IMMER gegen 100% strebt!
Nein. Falsche Diagnose. Richtige Diagnose: "Massenhysterie, verbreitet durch Gerüchte und Ängste aufgrund einer kollektive Bedrohungsillusionen Eine Psychogene Massenerkrankung bzw. eine epidemische Hysterie liegt vor, weil Leute sich irrtümlich eine Krankheit einbilden.” Nachzulesen auf der englischen Wikipedia. Die Bezeichnung als Endemie ist Unfug. Was ist sonst noch endemisch? Der Blitztot, der Klounfall? Was versucht der Autor hier zu retten?
Auch gut: Dagmar Rosenfeld, kein plus: "Ja, einige Unbelehrbare wird es immer geben. Das ist aber kein Grund, dass sich Politiker wie Erziehungsberechtigte aufführen. Mit Fürsorge ist kein Staat zu machen, auch nicht in der Pandemie. Egal wie dramatisch die Lage ist: Es ist nicht Aufgabe einer Regierung, den Bürger an die Hand zu nehmen, um ihn durch die Krise zu leiten."
1 A !!!!: "Hendrik Streeck und Jonas Schmidt-Chanasit: Nachverfolgung einzelner Fälle aufgeben". Vergleich verschiedener Ansätze, w-on ganz oben, der beste Ansatz ganz oben, kein plus.