Mit Staatsbürgerschaften lassen sich seit 2012 große Geschäfte machen.
Es lohnt sich deshalb, genauer hinter diese aktuelle Presseverlautbarung zu schauen:
„Der Europäische Gerichtshof hat das problematische Investorenprogramm Maltas soeben für unvereinbar mit dem Recht der Europäischen Union erklärt. Die Unionsbürgerschaft sei mit Rechten der Freizügigkeit, politischer Teilhabe und Rechtssicherheit verbunden – sie dürfe daher nicht Gegenstand eines bloßen Geschäftsmodells sein. Allerdings bleibt es den Mitgliedstaaten weiterhin vorbehalten, selbst über die Vergabe ihrer Staatsbürgerschaften zu entscheiden.“
Der Staatsbürgerschaftsmakler Henley & Partners in London vermittelte in den letzten Jahren auch Pässe an vermögende Nigerianer, Südafrikaner, Kenianer, Senegalesen und Bürger aus der Côte d’Ivoire.
Die Firma bezeichnet sich selbst auf ihrer Homepage in 15 Sprachen als globaler Marktführer für Wohnsitz und Staatsbürgerschaft durch Investitionen.
EU-Eintrittskarten über die Karibik
Zu den beliebtesten Zielen zählen zum Beispiel auch Antigua, Dominica, Grenada, St. Lucia sowie die Inselstaaten im Pazifischen Ozean Tuvalu und Vanuatu. Die Regierung von St. Lucia hat Pässe z.B. an reiche Nigerianer ausgestellt. Pässe von Vanuatu „Citizenship by Investment“ gibt es für ein Minimum von 240.000 Euro. Außerdem muss man ein Anwesen im Wert von mindestens 700.000 Euro kaufen und für fünf Jahre behalten. Daneben müssen 10.000 Euro an eine wohltätige Organisation gespendet werden.
Der Inhaber des Passes darf in 148 Länder ohne Visum einreisen (Henley Passport Index). Pässe der karibischen Inseln Dominica (200.000 Euro) und Grenada (235.000 Euro) bieten eine zweite Nationalität für die ganze Familie mit Reisefreiheit nach 143 bzw. 147 Destinationen, darunter auch EU-Staaten.
Das ist günstiger als der Kauf eines europäischen Passes bzw. einer Aufenthaltsgenehmigung in der EU. In Portugal ist das Mindestgebot 500.000 Dollar (seit 2012 soll Portugal nach einem Bericht der Anti-Korruptions-NGO „Global Witness“ in Brüssel mehr als 22.000 Aufenthaltsgenehmigungen – eine Vorstufe zur Staatsbürgerschaft – verkauft und fünf Milliarden Euro damit eingenommen haben).
Das Goldene Visum
Laut der Beratungsfirma Relocate & Save (Stand 2025) kann eine Person das Goldene Visum in Portugal immer noch beantragen, wenn sie:
- einen bestimmten Geldbetrag in Immobilien, Fonds oder Unternehmen in Portugal investiert oder dem portugiesischen Staat spendet.
- sich mindestens 7 Tage im Jahr in Portugal aufhält.
- die Investition für mindestens 5 Jahre beibehält.
Diese Destinationen ersetzen Großbritannien, das den Reichen als Gegenleistung für Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Pfund einen Wohnsitz, aber keinen Pass anbietet.
Die zwielichtige Visa-Passvergabe an EU-Neubürger
Auch Griechenland bietet seit Jahren „Goldene Visa“ an, wenn für mindestens 250.000 Euro Immobilien gekauft werden. Mit dem Visum ist Reisefreiheit in 27 Länder des Schengenraums verbunden. Damit können nach dem Brexit auch vermögende Briten frei im Schengenraum reisen.
Neben Henley & Partners bietet die Anwaltskanzlei „La Vida Golden Visa“ mit Niederlassungen in London, Dubai und Hongkong zahlungskräftigen EU-Ausländern ihre Dienste zur Erlangung von Aufenthaltstiteln und Pässen an. Offenbar wird die zwielichtige Visa-Passvergabe an EU-Neubürger immer noch toleriert. Daran hat das aktuelle Urteil aus Luxemburg nichts geändert.
Es wäre sicher sehr interessant, herauszufinden, wie genau die Geschäftsmodelle funktionieren. Mir fehlen leider die Mittel für aufwändige Recherchen. Natürlich sind Staatsbürgerschaftshändler sehr vorsichtig und geben Einzelheiten ihrer Deals nicht preis. Die Zahl der verkauften Staatsbürgerschaften wird man nur schätzen können. Dazu bräuchte man integere Informanten in den betreffenden Staaten.
Volker Seitz ist Botschafter a.D. und Autor des Bestsellers „Afrika wird armregiert“, dtv, 2021 (11. aktualisierte Auflage).
Das Buch wurde seit dem erstmaligen Erscheinen (2009) mit jeder der zahlreichen Neuauflagen aktualisiert und erweitert. Von der ersten Auflage bis heute haben sich die Seitenzahlen fast verdoppelt. Das Buch hat durch seine Informationsdichte einen hohen Wert. Seine Aussagen gelten nach wie vor. Die so genannte Entwicklungshilfe subventioniert immer noch schlechte Politik. Solange immer Ausreden gefunden werden, warum korrupte Regime unterstützt werden sollen, werden auch die Fluchtursachen nicht verringert werden. Die Profiteure der Entwicklungshilfe behaupten: Hilfe funktioniert. Aber warum gehe es heute den meisten afrikanischen Ländern schlechter als zum Ende der Kolonialzeit, fragt Seitz. Es würden kaum Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und das breite Elend werde nicht beseitigt, weil Zielgruppen nicht in die Maßnahmen einbezogen werden. Afrikanische Kritiker würden nicht zu den Kongressen eingeladen.
Hilfsgelder heizten in vielen Ländern die Korruption an und halten Afrika in Abhängigkeit. Deshalb plädiert Seitz aus Respekt vor der Leistungsfähigkeit der afrikanischen Gesellschaften, die bisherige Hilfe durch wirtschaftliche Zusammenarbeit auf der Grundlage beiderseitiger Interessen zu ersetzen. Wirkliche Hilfe würde bei der intensiven Förderung von Geburtenkontrolle beginnen. Weniger Geburten hätten in Teilen Asiens und Südamerikas zu besseren Lebensbedingungen geführt. Er wundert sich über die Ignoranz in der Politik und den Medien, wenn es um das wahre Problem Afrika gehe.
Seitz wird nie pauschal, hebt immer wieder positive Beispiele hervor und würdigt sie im Detail. Ein Buch, das über weite Strecken auch Lesevergnügen bereitet, ist immer noch genauso aktuell wie zum Zeitpunkt seiner Erstveröffentlichung. Es richtet sich nicht an ein Fachpublikum. Der Autor bedient sich einer Sprache, die klar ist, dass sie auch Lesern ohne jegliche Vorkenntnisse einen Zugang zu der Thematik – die uns alle betrifft – eröffnet.

Geht doch viel günstiger. Ticket nach Deutschland lösen, Zauberwort aufsagen und abwarten. Einige Worte Deutsch auswendig lernen, möglichst straffrei bleiben, dann kommt die deutsche Staatsbürgerschaft eher als viele sich vorstellen können. Für Ankömmlinge vor 2021 sogar bereits nach fünf Jahren. Quasi Pass – samt Mehrfach-Staatsbürgerschaft und Mehrfach-Wahlrecht selbstverständlich – im Sonderangebot.
Apropos „Nigerianer“: Habe kürzlich wieder ein Video aus Nigeria mit Nigerianern angeschaut. Auf einen Weg in der Steppe lagen mehrere frisch geschossene nigerianische Soldaten. Die Mörder hatten einen Spezialitätenmeister dabei. der hat ruckzuck aus jedem toten Soldaten in Windeseile einen ordentlichen Batzen Fleisch aus den frisch erlegten Soldaten geschnitten. Wie traurig: Auch in Nigeria hat man einfach keine Zeit mehr. --- „Neo Black Movement of Africa (NBM), auch unter dem Namen Black Axe bekannt, ist eine nigerianische mafiaähnliche Bande, die als studentische Bewegung gegründet wurde, später aber mit Menschenhandel, Internetbetrug und Mord in Verbindung gebracht wurde.“ --- „Neue Details im Mordfall Pamela: Afrikaner verspeiste offenbar das Herz seines 18-jährigen Opfers – 26. Februar 2018 – Wenige Wochen nach dem bestialischen Mord eines illegal eingereisten Afrikaners an einer jungen Italienerin in Rom, kommen immer mehr Details ans Tageslicht. Ermittler sind sich inzwischen sicher, dass der Täter das Herz seines Opfers gegessen hat. Auch andere Körperteile der 18-jährigen Pamela Mastropietro sind spurlos verschwunden. (…)“ – Man darf keinesfalls glauben, dass alle Nigerianer böse sind! Die allermeisten Nigerianer:Innen sind ganz sicher gut. Und gerade wir Deutschen:Innen mit unserer schlimmen Vergangenheit und dem schlimmen Kolonialismus, dem Millionen Unschuldige zum Opfer fielen, dürfen keinesfalls diskriminiert werden! Nie wieder ist jetzt! Alle Menscheninnen und Menschen sind gleich! --- „Nach der Umbenennung zu “Neo-Black Movement of Africa„ bezeichneten sich die Mitglieder weiterhin als “Axemen„; das Logo wurde beibehalten. Im 21. Jahrhundert ist die Organisation nahezu weltweit vertreten und hat etwa 30.000 Mitglieder.[4] In Deutschland ist die Organisation mit einem eingetragenen Verein vertreten. In der aktuellen Schreibweise bezeichnet sich die Organisation als “Neo Black Movement of Africa„ (ohne Bindestrich); als offizielles Kürzel wird “NBM