Mit dieser Frage beginnt ein Beitrag des WDR vom 6. August 2026. Der Hörer und Leser bleibt allein mit der Frage, die sich aufdrängt: Welche Bewilligungsquote bei Anträgen ist denn normal? Eher die zwei Drittel, wie in Gelsenkirchen, oder 99 Prozent wie in Essen. Die Mitarbeiterin des Gebührenfunks bewegt diese Frage offenbar nicht, aus ihrer Sicht sollte wahrscheinlich fast jeder mit einem deutschen Pass beschenkt werden, der bereit ist, ihn anzunehmen.
Hier sei also ein Vergleichswert nachgereicht: Bei Bauanträgen werden in Deutschland ungefähr 30 Prozent im ersten Anlauf abgelehnt. Eine Einbürgerung sollte eigentlich nicht weniger sorgfältig geprüft werden. Diesbezüglich wäre die Gelsenkirchener Quote also eigentlich vollkommen normal. Aber was heutzutage und hierzulande als Normalität gelten darf, wird bekanntlich höchst unterschiedlich interpretiert. Beispielsweise, wenn man sich den Fall einer Gelsenkirchener Einbürgerungs-Ablehnung anschaut, den die WDR-Kollegin offenbar für höchst ungerecht hält. Sie sagt:
„Malek Khaled zeigt auf sein Handy: 'Ablehnung.' Zu sehen ist eine Mail an einen seiner Klienten. Dessen Einbürgerungsantrag wurde nach nicht einmal einem Monat abgelehnt. Der Grund: fehlende Unterlagen, wie so oft, sagt Khaled.
Der Sozialberater des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) erzählt, sein Klient sei 2016 nach Deutschland gekommen, seitdem fast durchgehend berufstätig, verheiratet, sechs Kinder, mit Lebensmittelpunkt in Gelsenkirchen.
Gescheitert sei der Antrag am Sprachzertifikat und am Einbürgerungstest 'Leben in Deutschland'. 'Er kann Deutsch sprechen, aber es einfach nicht auf dem Papier beweisen', so Khaled. Der Mann sei Analphabet und könne Texte nicht einmal in seiner Muttersprache lesen oder schreiben.“
Wenn der Mann den Einbürgerungstest nicht bestanden hat, dann kann er nicht deutscher Staatsangehöriger werden. Was ist daran zu beklagen? Wer die Fahrprüfung nicht besteht, bekommt keinen Führerschein, wer bei der Abiturprüfung durchfällt, kein Abitur.
Woraus leitet sich der Anspruch auf kostenlose Hilfestellung ab?
Zumal der Mann als Analphabet vielleicht tatsächlich die meiste Zeit gearbeitet hat, aber konnte er mit seiner Arbeit die achtköpfige Familie ernähren? Hat seine Frau auch gearbeitet oder hatte sie sich um die sechs Kinder zu kümmern? Lebt die Familie nicht trotz der Arbeit des Familienvaters auch von Sozialleistungen? Es gibt also nach Gesetzeslage mehr als einen Grund, den Antragsteller nicht zu einem Deutschen zu machen. Er dürfte auch nicht zu jenen zugezogenen Fachleuten gehören, die das Land dringend gebraucht hätte. Doch, wie die WDR-Kollegin berichtet, sieht das der Sozialberater vom Roten Kreuz ganz anders:
„Für ihn selbst hätten Khaled und er eine Einbürgerung längst abgeschrieben – der Antrag war für seine Kinder gedacht. Denn unter 16 Jahren werden Einbürgerungsanträge zusammen mit dem Antrag der Eltern gestellt.
Das habe Khaled ausdrücklich im Freitextfeld vermerkt. Die Ablehnung kam trotzdem. 'Das finde ich richtig ungerecht', sagt Khaled, der vor zehn Jahren selbst als Geflüchteter aus Syrien nach Deutschland gekommen ist.“
Wie ungerecht, denn in anderen Städten in NRW riskiert kaum ein Einbürgerungsantragsteller eine Ablehnung, wie uns der WDR weiter berichtet:
„In Bottrop, Bochum oder Essen dagegen wird fast jeder Antrag bewilligt; in Essen lag die Ablehnungsquote 2025 bei nur einem Prozent. Woher kommt der Unterschied?"
Eine berechtigte Frage. Wäre der Gelsenkirchener Analphabet mit seinen sechs Kindern in Essen oder Bochum längst Deutscher geworden und wäre wahlberechtigt? Man könnte als Laie jetzt meinen, der Unterschied bestünde darin, dass die einen die Anträge ordentlich prüfen und die anderen nur durchwinken. Aber mit solch einfachen Antworten gibt man sich im Gebührenfunk nicht zufrieden. Die WDR-Kollegin arbeitet heraus, dass es daran liegt, dass in Gelsenkirchen die Verwaltung den Einbürgerungsantragstellern nicht mehr erklärt, wie sie ihr Ziel am schnellsten erreichen:
„Die gesetzlichen Voraussetzungen sind überall gleich. Dazu gehören mindestens fünf Jahre Aufenthalt oder gesicherter Aufenthaltsstatus. Der Antrag selbst ist dabei der wohl größte Integrationsbeweis.
Seit September 2024 läuft der nämlich bundesweit nur noch online. Und genau zum selben Zeitpunkt hat Gelsenkirchen die persönliche Beratung zu Einbürgerungsanträgen komplett eingestellt – sie sei zu zeitintensiv gewesen, so ein Stadtsprecher.
Ein in den Online-Antrag integrierter 'Quick-Check' solle die Beratungsfunktion nun übernehmen. Khaled schüttelt darauf nur den Kopf. Der 'Quick-Check', bei dem simple Voraussetzungen abgefragt werden, ersetze die Beratungen kaum.
Für eine kostenlose Hilfestellung sind seitdem nun die Wohlfahrtsverbände verantwortlich. Beraten oder individuelle Lösungen für herausfordernde Fälle finden, können sie aber nicht. Dafür wären weiterhin die Einbürgerungsbehörden zuständig."
Woraus leitet sich der Anspruch auf kostenlose Hilfestellung ab? Es geht hier nicht um die Aufnahme in einen Verein, Club oder in ein Bonus-Programm, sondern darum, wer mit zur Bürgerschaft, zum Wahlvolk, zum Souverän dieses Staates gehören soll und wer nicht. Das vergisst vielleicht schnell, wer sich in einem Umfeld bewegt, in dem die höchstmögliche Zahl der Einbürgerungen ein so selbstverständlich mit allem Mitteln zu erreichendes Ziel ist, wie es die Erfüllung des Fünfjahresplans für eine kommunistische Staats- und Parteiführung war.
Niemand, der es nicht verdiente, Deutscher zu werden
In dieser Vorstellungswelt gibt es offenbar auch unter denen, die illegal ins Land eingereist sind und als Asylantragsteller blieben, niemanden, der es nicht verdiente, Deutscher zu werden. Doch jemanden zum stimmberechtigten Bürger zu erklären, ist etwas anderes, als den Mühseligen und Beladenen großherzig Aufnahme zu gewähren. Die professionellen Mitarbeiter in der Migrationsbewirtschaftung vermitteln gern den Eindruck, als gäbe es einen natürlichen Anspruch eines „Schutzsuchenden“ auf einen deutschen Pass, wenn der sich nicht allzu sehr daneben benimmt. Diese Stimmen finden sich dann auch im WDR-Beitrag wieder:
„Michael Mrowietz, Teamleiter für Migration und Integration beim DRK Gelsenkirchen, sieht vor allem auch eine digitale Hürde: 'Ich merke wirklich, das größte Problem ist die Technik – und das technische Know-how.'
Viele Klientinnen und Klienten hätten sich jahrelang um Job, Schule und Deutschkenntnisse gekümmert, aber nie einen Laptop gebraucht. Scannen, BundID, Behördendeutsch: Für Menschen ohne PC-Erfahrung und anderer Muttersprache, betont Mrowietz, sei der Online-Antrag eine hohe Hürde.“
Wie schafft man es eigentlich heutzutage in Deutschland, sich, „ohne PC-Erfahrung“ zu sammeln, jahrelang um Job und Schule zu kümmern? Für solche Nachfragen war kein Platz, schließlich wollte die Kollegin noch nach Essen schauen, wie die es dort schaffen, nahezu jeden einzubürgern.
„In Essen läuft das anders. Auch hier werden Einbürgerungsanträge zwar inzwischen online gestellt, doch gibt es immer noch eine persönliche Beratung. Die Anträge seien dadurch qualitativ besser und ließen sich schneller genehmigen, sagt eine Sprecherin der Stadt.“
Die Verwaltung berät die Antragsteller dabei, den Antrag so zu gestalten, dass sie dann nur noch „Ja“ sagen kann. Nach gründlicher unparteiischer Prüfung eines Anliegens von Noch-nicht-Bürgern klingt das nicht gerade. Aber vielleicht wird in Essen den Bürgern auch auf anderen Ämtern geholfen, ihre Anträge so zu stellen, dass sie nicht abgelehnt werden können.
Realsatirisch wird das WDR-Stück zu den Einbürgerungsunterschieden auch noch:
„Und es gibt noch einen zweiten Unterschied: Gelsenkirchen bringt jeden Antrag konsequent zum Abschluss – auch viele liegen gebliebene Altanträge wurden 2025 abgelehnt, um Rechtssicherheit zu schaffen.
Essen stellt Anträge dagegen zurück, wenn Unterlagen fehlen, was zwar einen Antragsstau erzeugt, aber die Erfolgsaussichten erhöhe, so die Sprecherin.“
Was soll uns das sagen? Es erhöht die Erfolgsaussichten, wenn eine Behörde nicht entscheidet und einen Antragsstau schafft? Für mich als Laien klingt eine Behörde, die jeden Antrag mit einer Entscheidung zum Abschluss bringt, wie eine, die ihre Arbeit so erledigt, wie es nüchtern-neutrale Beamte tun sollten. Aber was weiß ich schon. Ich halte es auch nicht für ein Problem, wenn der Einbürgerungsantrag eines beim Einbürgerungstest Gescheiterten abgelehnt wird, sondern für geboten. Und ich glaube sogar noch, dass das eine deutliche Mehrheit der Alt- und Neubürger, ob geborene oder eingebürgerte Deutsche, ähnlich sieht. Insbesondere jene Eingebürgerten, die sich wirklich anstrengen mussten, um ihren deutschen Pass zu bekommen.

Da muß der SPD aber bei der Besetzung der Amtsleitung ein Fehler unterlaufen sein.
Gut beobachtet und dargestellt. Täglich am Einbürgerungsball bleiben, nicht nachlassen. Insbesondere den Helfern in den NGOs, alles korrupte Steuergeldgreifer, muss Achgut, es tut ja sonst fast keiner, ständig auf die schmutzigen Finger schauen. Dort arbeiten doch die Stromwissenschaftler und Rechtsfacharbeiter mit Staatsexamen in syrischem o. ä. Verwaltungsrecht.
Es scheint, als hätten die Gelsenkirchener Verwaltungsbeamten das kleine Fünkchen Verstand, das ihnen geblieben ist, noch nicht ausgetreten (beim WDR sucht man selbst den vergeblich!). Bei den Essener Kollegen ist die größte Anstrengung bei der „Hilfestellung“ für die Antragsteller, denjenigen unter den zukünftigen „Deutschen“, die des Lesens und Schreibens nicht mächtig sind, zu zeigen, an welcher Stelle diese die drei Kreuze anstatt der Unterschrift malen müssen. Antrag genehmigt, Stempel drauf, Pass übergeben, du jetzt Deutscher. Herzlichen Glückwunsch!
„Kunstaktion an Berliner Theater: Nur Schwarze dürfen hier am Freitag schwimmen – Berliner Volksbad öffnet an einem Tag nur für schwarze Communities als Schutzraum.“ Nee, is klar…
Welcher Tätigkeit geht der gute Khaled denn konkret nach? Als Analphabet dürften die Möglichkeiten arg limitiert sein. Selbst die ansonsten bei Seinesgleichen beliebten Paketdienste dürften damit ausfallen. Im Barber-Shop eines Schwagers? In der Döner-Bude oder Shisha-Bar eines weiter entfernten Verwandten vielleicht? Liegen der Behörde z.B. die Einkommensteuer-Daten des werten Khaled vor? Oder hat die deutsche Bürokratie gar nicht weiter zum Tätigkeitsnachweis geforscht? Erstaunlich, höchst erstaunlich, wenn man weiss, wie penetrant neugierig sich dieser Staat bei nichtigsten Anträgen seiner angestammten Bevölkerung erweisen kann. Aber zum Glück gibt es ja die GEZ-Medien, die das Land auf dem rechten (also linken) Kurs halten. Und so werden wir Khaled sicher schon in Bälde im deutschen Wahllokal vorfinden – Piktogramme zur Orientierung von Wählern ohne Deutschkenntnis (oder Analphabeten) gibt es dort ja bekanntlich schon seit Jahren.
Finanzpolitisch relevanter Nebenaspekt: Angeblich sind ja 48% der Bürgergeldempfänger Migranten. Nicht einmal die AfD wagt es, darauf hinzuweisen, daß noch einmal dieselbe Größenordnung ebenfalls migrantisch ist, nur eben per Turboeinbürgerung germanisiert wurde. Die AfD hat zu recht kein Interesse an neuen Wannseekonferenz- Räuberpistolen, gemäß denen sie deutsche Staatsbürger in Viehwaggons deportieren will. Und was die wackeren Beamten betrifft: wer schon einmal erlebt hat, wie genüßlich diese Leute einen Autochtonen quälen können, der wendet sich angesichts der devoten Beflissenheit angewidert ab. Breit grinsen kann der Antragsteller, denn mit seiner 8-köpfigen Sippe wird er demnächst 6000 Euronen Gesamt-Stütze erhalten, wofür er 10 000 Brutto verdienen müßte (was ein Oberarzt nur mit zusätzlichen Nacht- und Wochenenddiensten schafft). Und das als Analphabet. Deutschelant, scheene Lant.
Wo ein Wahlplakat der Berliner Grünen ein „Recht auf Faulheit“ fordert, muss es natürlich auch ein „unbedingtes Recht auf Einbürgerung“ geben, wie es die WDR-Aktivistin defacto fordert. Wie sonst sollte man eine bürgerlich-soziale Leistungsgesellschaft in eine asoziale Nichtleistergesellschaft transformieren?