Von Fraser Myers.
Der neue, nicht gewählte kanadische Premierminister Mark Carney ist der Prototyp eines woken Globalisten á la Davos und der lebende Beweis dafür, dass man in dieser Szene beständig falsch liegen und dennoch etwas werden kann.
Die Kanadier haben einen neuen Premierminister. Nach einer parteiinternen Wahl der regierenden Liberalen heißt es: Raus mit dem woken Globalisten Justin Trudeau und rein mit dem woken Globalisten Mark Carney (oben im Bild rechts mit Justin Trudeau). Es ist bemerkenswert: In einer Zeit, in der sich auf der ganzen Welt verständliche, populistische Wut erhebt, gegen ein Establishment, das den Kontakt zum Volk seit langem verloren hat, müssen sich die Kanadier jetzt mit einem Regierungschef abfinden, der genau dieses Establishment verkörpert. In vielerlei Hinsicht ist Carney der Technokrat aller Technokaten. Ein gutmeinender Bürger des Nirgendwo.
Der Lebenslauf des neuen kanadischen Premiers liest sich wie eine Parodie auf einen archetypischen Davos-Mann. Er war Vorstandsvorsitzender der Bank of Canada, Vorstandsvorsitzender der Bank of England und Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen für Klimapolitik und -finanzen. Bevor er ins Licht der Öffentlichkeit trat, arbeitete er für Goldman Sachs – in London, Tokio, New York und Toronto. Er hat Abschlüsse aus Harvard und Oxford. Trotzdem hatte er noch nie irgendein gewähltes politisches Amt inne. Derzeit hat er nicht einmal einen Sitz im kanadischen Unterhaus.
Carney ist der lebende Beweis dafür, dass ausgezeichnete Empfehlungen kein Ersatz für ein solides Urteilsvermögen oder politischen Scharfsinn sind. Er hat sich so ziemlich jeden zeitgeistigen Blödsinn und alle gefährlichen politischen Trends unserer Zeit auf die Fahnen geschrieben und ist nie vom Davos-Drehbuch abgewichen.
Hohepriester der „Brexit-Angst“
Berüchtigt wurde er als Vorstandsvorsitzender der Bank of England von 2013 bis 2020, als er im Vorfeld der Brexit-Abstimmung 2016 zum Hohepriester des Projektes „Brexit-Angst“ wurde. Er warnte vor dem Referendum, das eine Abstimmung zugunsten des Brexits eine sofortige Rezession auslösen würde. Tat es aber nicht. Er behauptete, der Brexit würde Investitionen in britische Vermögenswerte so riskant machen, dass man sich auf den guten Willen unbekannter ausländischer Investoren verlassen müsse, falls Großbritannien diesen Schritt wagen sollte.
Unnötig zu erwähnen, dass dies politisch motivierte Hysterie war, keine nüchterne Einschätzung der wirtschaftlichen Aussichten Großbritanniens außerhalb der EU. In jüngerer Zeit war auch seine Unterstützung der Labour-Politikerin Rachel Reeves als Schatzkanzlerin vor den Wahlen in Großbritannien gezeichnet sowohl vor zweifelhaftem Urteilsvermögen als auch von unnötiger politischer Einmischung.
Carney sagte im Herbst 2023, dass es „höchste Zeit“ sei, ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Nachdem Reeves Pläne tatsächlich in die Tat umgesetzt wurden, schrammte die britische Wirtschaft in ihrem ersten Haushaltsjahr im Oktober letzten Jahres am Rande der Rezession entlang, die Arbeitslosigkeit ist gestiegen, und die Kreditkosten der Regierung haben sich erhöht. Man könnte es es Carneys Todeskuss nennen.
Klimapredigen mit Greta und Attenborough
Als Vorstandsvorsitzender der Bank von England wurde er seines Mandates für die Verwaltung der Geldpolitik schnell überdrüssig, um schon bald eine bizarre Besessenheit vom Klimawandel zu entwickeln und diese zu einem Schwerpunkt der Zentralbankpolitik zu machen. Waren seine Öko-Interventionen zunächst noch weitgehend zurückhaltend, begann er schon bald, große öffentliche Reden zur Umwelt zu schwingen.
Er trat als Gast in einem von Greta Thunberg mitproduzierten BBC-Programm auf und hielt gemeinsam mit David Attenborough Reden, in denen er beständig davor warnte, dass die Welt mit irreversibler Erhitzung konfrontiert werde, sollten die Banker nicht ihr Teil zur Rettung des Klimas beitragen. In einer Rede, die er als Auftakt zur britischen COP26-Konferenz in Glasgow hielt, verkündete er, dass sein Ziel bei „jeder finanziellen Entscheidung den Klimawandel zu berücksichtigen“. Die meisten rationalen Menschen fänden dies wohl ziemlich absurd, ihm half es aber zweifellos dabei, 2020 UN-Klima-Gesandter zu werden.
Natürlich ist es inzwischen ziemlich klar (wenn nicht schon damals), dass die Neuordnung der Gesellschaft um das goldene Kalb des Klimawandels herum katastrophale wirtschaftliche Konsequenzen hat: ansteigende Energiepreise, Schädigung der Industrie und Rückgang der Produktivität. Sogar Carney scheint dies widerstrebend erkannt zu haben; kürzlich versprach er, Kanadas drastische Kohlenstoffsteuer, ein Flaggschiffprojekt der Politik von Justin Trudeau, zu senken.
Dogmatische Sturheit bei allen Wahnsinnsprojekten
Carney hat die Beunruhigung der Wähler durch die Wokeness offenbar noch nicht bemerkt. Tatsächlich sprach er sich während einer Wahlkampfveranstaltung im Februar explizit gegen Donald Trumps „Krieg gegen Woke“ südlich der Grenze aus und behauptete, Kanada werde stets für „Inklusivität“ stehen.
Natürlich bedeutet „Inklusivität“ in diesem Zusammenhang Männer im Frauensport, Männer in privaten Frauenräumen und die medizinische Verstümmelung meist schwuler und autistischer Kinder – wahnsinnige politische Maßnahmen, die die Mehrheit der normalen Menschen ablehnt, an denen unsere angeblich vernünftigen Führungseliten jedoch wie an einem Dogma festhalten.
Nach fast einem Jahrzehnt unter dem woken, beklagenswerten Justin Trudeau hat Kanada eine Pause vom pseudoprogressiven Globalismus verdient, der die Wähler immer wieder enttäuscht und irritiert. Mark Carney ist der Letzte, den Kanada als Premierminister braucht.
Der Text erschien zuerst beim britischen Magazin Spiked.
Fraser Myers ist stellvertretender Chefredakteur bei Spiked und Moderator des Spiked Podcasts.
Solange auch nur ein woker Fundamentalideolge im Parlament verbleibt wird er alles mit allen Mitteln daran setzten seine Agenda zum Erfolg zu führen , notfalls wetten sie gegen eine Währung und beschließen ruinöse Maßnahmen , verbrannte Erde , um dem Wähler zu zeigen , daß habt Ihr ja so gewollt . Diese Radikalen müssen weg , die gehen über Leichen , für ihre Agenda . Baalsjünger sind skrupellos . Wobei nur die Vorgehensweise abzulehnen ist , die Ansätze sind in großen Teilen jedoch durchaus sinnvoll und begründet . Solange der nationale (Leistungs.-) Gerechtigkeitsfaktor einer Idee hinkt , wird er scheitern zu Lasten ‚aller ausser derer die sich vorher an der Idee bereichert haben .
„Kanadas neuer Premier lag eigentlich immer falsch“ Höher kann man nach woker Ideologie gar nicht qualifiziert sein.
Nach dem „Anschluß“ wird Kanada einen Präsidenten haben , der eigentlich immer richtig liegt und trotzdem etwas wurde .
@Olaf Hüffner: Volltreffer! Wenn der eine gerade mit Schimpf und Schande vom Hof befördert wurde, hat der liebe Onkel Klaus sofort eine installationsfertige Ersatz-Marionette zur Hand! Man fragt sich unwillkürlich: Hat der ‚Prophet der Finsternis‘ eigentlich so eine Art Aufzucht-Station in seinem Keller, wo er all diese Petri-Schalen-Produkte, finstere Beschwörungsformeln murmelnd, selbst zusammenrührt? Was mich allerdings gar nicht mehr wundert: Gewählt werden solche Gestalten natürlich nicht (wäre auch ganz ‚unmodern‘ im Sinne derer, die ‚nie gewählt wurden‘ (frei nach H. Seehofer): Statt dessen würfelt man sie in parteiinternen Kungelrunden aus – ist auch viel kuscheliger dort, wo doch demokratische Verfahren, Macht auf Zeit zu erringen, sowas von unwoke, anstrengend und kräftezehrend sind!
Den Kanadiern geht es noch immer zu gut , im Westen haben sie die Invasion der (Honkong) Chinesen zugelassen, die Immobilienpreise explodierten, Einheimische ziehen weg aus Vancouver, zu teuer. Im Osten ist es richtig bunt, der Boden für irre Linke, Paris, Berlin lassen grüssen. Das Land lebt von den angeblich bösen Dingen , Ölschiefer, und vielen anderen Bodenschätzen, Landwirtschaft im Gigaformat , weitab der Metropolen ,wo man jeden Bezug zur Realität verloren hat. Wohlstandsverwahrlosung, eine weltweite Entwicklung, und die Richtung ist bekannt, Dekadenz, wie einst in Rom, keine Bodenhaftung, die Barbaren werden sie überrennen, nur eine Frage der Zeit..
Wie gut dass Donald dagegen immer richtig liegt, wie er gerade wissen liess: „The hard way to do it is exactly what I’m doing, but the results are going to be 20 times greater. Remember, Trump is always right“
Zuerst einmal persönlich diffamieren. Der woke Globalist, Davos-Man und Klimajünger, in umgangsprachlichem Deutsch ein Volltrottel. Wer andere für einen solchen hält läuft immer Gefahr selber einer zu sein. Keine gute Grundlage für eine sachliche, politische und zukunftsorientierte Diskussion. Dabei ginge es darum, wie Carney die Dinge heute sieht, und wie er künftig anwenden möchte. Ausserdem, die nächsten Wahlen sollen relativ bald sein – die Kanadier werden entscheiden können, wen sie haben wollen.